{"id":216,"date":"2021-03-04T11:42:30","date_gmt":"2021-03-04T09:42:30","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/?p=216"},"modified":"2021-03-04T11:48:03","modified_gmt":"2021-03-04T09:48:03","slug":"wie-viel-bulgarien-willst-du-in-48-stunden-sehen-ja","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/2021\/03\/04\/wie-viel-bulgarien-willst-du-in-48-stunden-sehen-ja\/","title":{"rendered":"Wie viel Bulgarien willst du in 48 Stunden sehen? Ja."},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-weight: 400\">Um 7 Uhr klingelt heute der Wecker. Die Nacht auf dem Schlafsofa war nur halbwegs erholsam und ich merke wie mir der gestrige Tag intensivsten Sofia-Erkundens noch ein wenig in der Knochen steckt. Trotzdem bin ich direkt wach und voller Energie, der Grund des in Ferienzeiten leicht brutalen Weckers ist n\u00e4mlich das bevorstehende Mieten eines Autos und die Betourung des Landes, in dem ich mich noch nicht viel l\u00e4nger als 24 Stunden aufhalte. Beim Wachwerden und der weiteren exponentiellen Vergr\u00f6\u00dferung der Vorfreude hilft dann auch ein wirklich umwerfender vom Balkon beobachtbarer Sonnenaufgang. (Mehr Fotos davon und von Sofia in meinem letzten Blog)<\/span><\/p>\n<figure id=\"attachment_218\" aria-describedby=\"caption-attachment-218\" style=\"width: 370px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/03\/DSC_0851-01.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-218\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/03\/DSC_0851-01-300x201.jpeg\" alt=\"\" width=\"370\" height=\"248\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/03\/DSC_0851-01-300x201.jpeg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/03\/DSC_0851-01-768x514.jpeg 768w, https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/03\/DSC_0851-01.jpeg 1024w\" sizes=\"(max-width: 370px) 100vw, 370px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-218\" class=\"wp-caption-text\">Da kann man nur gute Laune kriegen<\/figcaption><\/figure>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Mit der Metro zum gr\u00f6\u00dften Flughafen Bulgariens gefahren, tut sich ein erstes kleines Problem auf: Die Entscheidung f\u00fcr eine Autotour fiel zu ziemlich sp\u00e4ter Stunde am vorherigen Tag, daher wurde unsere Reservierung leider noch nicht best\u00e4tigt. Aber halb so schlimm, einige der Autovermietungsschalter sind schon besetzt, Mensch suche sich eben einen anderen Vermieter. Im Auto angekommen geht\u2019s dann auch ganz schnell los, meine F\u00fchrerscheinlosigkeit erlaubt es mir die Kessellage Sofias und die Vororte noch einmal genauer zu betrachten. Bald schon kommen wir immer h\u00f6her und ich komme auch in den Genuss etwas mehr von der typisch bulgarischen Berglandschaft zu sehen, hier befinden sich n\u00e4mlich die \u00f6stlichsten Ausl\u00e4ufer des Zentralbalkanmassivs. Wo Rum\u00e4nien gerade in der Walachei und Moldau noch durch gro\u00dfe flache Ebenen gepr\u00e4gt wird, erlebe ich Bulgarien als durchg\u00e4ngiger bergig.\u00a0<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Unser erstes Ziel sollte die zentralere und nord\u00f6stlich von Sofia gelegene Stadt Lovech sein. So ziemlich das einzige, was wir vorher \u00fcber Lovech wussten, war die Existenz einer bebauten Br\u00fccke und somit auch, dass es wohl einen Fluss geben muss. Direkt an diesem parken wir dann auch, entdecken noch ein Auto mit Karlsruher Kennzeichen (warum sind hier Deutsche??) und werden zun\u00e4chst einmal von der erstaunlichen W\u00e4rme \u00fcberrascht. Mit dementsprechend im Auto zur\u00fcckgelassenen Jacken sto\u00dfen wir dann auch sofort auch die ber\u00fchmte bebaute Br\u00fccke. Mit dar\u00fcber fliegenden V\u00f6geln und dem klippenartigen H\u00fcgel im Hintergrund sieht diese im Sonnenlicht schon sehr pittoresk aus.\u00a0<\/span><\/p>\n<figure id=\"attachment_226\" aria-describedby=\"caption-attachment-226\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/03\/DSC_0860-01.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-226\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/03\/DSC_0860-01-300x448.jpeg\" alt=\"\" width=\"310\" height=\"463\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/03\/DSC_0860-01-300x448.jpeg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/03\/DSC_0860-01.jpeg 685w\" sizes=\"(max-width: 310px) 100vw, 310px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-226\" class=\"wp-caption-text\">Hauptsehensw\u00fcrdigkeit der 40.000 Einwohner Stadt<\/figcaption><\/figure>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Nach dem Motto \u2018Immer der Nase nach\u2019 machen wir uns also auf den Weg den H\u00fcgel hinauf und zu der riesigen Statue, die dort oben \u00fcber die Stadt wachend steht. Vorher kommen wir allerdings noch durch ein kleines Gebiet mit typisch bulgarisch gebauten H\u00e4usschen. Die sind sind nicht nur nett anzugucken sondern beinhalten oft auch einen geschickten Kniff: Der erste Stock ist gr\u00f6\u00dfer als das Erdgeschoss, \u00fcberlappt das Erdgeschoss also und wird von kleinen Querstreben gehalten. Schlau, weil so Grundsteuer gespart wurde. Viel gr\u00f6\u00dferes Highlight auf dem Weg sind f\u00fcr mich jedoch die s\u00fc\u00dfen jungen Katzen, die wie wir das Sonnenlicht genie\u00dfen und sich sogar ein wenig streicheln lassen.\u00a0<\/span><\/p>\n<figure id=\"attachment_228\" aria-describedby=\"caption-attachment-228\" style=\"width: 370px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/03\/DSC_0903.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-228\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/03\/DSC_0903-300x201.jpg\" alt=\"\" width=\"370\" height=\"248\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/03\/DSC_0903-300x201.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/03\/DSC_0903-768x514.jpg 768w, https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/03\/DSC_0903.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 370px) 100vw, 370px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-228\" class=\"wp-caption-text\">Da vermisse ich meine Katzen zuhause gleich mehr<\/figcaption><\/figure>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Auf dem H\u00fcgel und Platz vor der nat\u00fcrlich vor sozialistischem Einfluss und Nationalstolz strotzenden Statue angekommen, ergibt sich schon mal ein erster sch\u00f6ner Blick \u00fcber die Stadt. Es lassen sich zwar \u00fcberall die R\u00e4nder erkennen, klein ist Lovech aber trotzdem nicht. Au\u00dferhalb des wirklich kleinen architektonisch interessanteren Zentrums ist die Dichte an Plattenbauten jedoch doch noch einmal um Einiges h\u00f6her, als ich es so aus Rum\u00e4nien kenne. Der nicht komplett in Beton eingeknastete Fluss macht das jedoch zum Teil schon wieder wett. <\/span><\/p>\n<figure id=\"attachment_224\" aria-describedby=\"caption-attachment-224\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/03\/DSC_0894-01.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-224\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/03\/DSC_0894-01-300x448.jpeg\" alt=\"\" width=\"310\" height=\"463\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/03\/DSC_0894-01-300x448.jpeg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/03\/DSC_0894-01.jpeg 685w\" sizes=\"(max-width: 310px) 100vw, 310px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-224\" class=\"wp-caption-text\">F\u00fcr mich ein typisch bulgarisches Stadtbild<\/figcaption><\/figure>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Weiterhin gibt es circa 100 Meter neben der Statue sogar noch die in einer Flusschleife gelegene Festungsruine, von der stolz die wei\u00df-gr\u00fcn-rote Flagge weht, zu entdecken. Da diese allerdings nicht allzu spannend aussieht, versuchen wir lieber, uns noch h\u00f6her auf die Klippe \u00fcber der Stadt zu begeben. Den Pfaden durch die B\u00fcsche folgend, kommen wir bald zu einer bezwingbaren Stelle, um etwa zweieinhalb Meter zu erklimmen und dann \u00fcber der Klippe stehend einen noch besseren Blick auf Lovech zu genie\u00dfen. Und das produziert bei diesem jackenfreien Fr\u00fchlingswetter schon ein richtiges Hochgef\u00fchl in mir; ich freue mich sehr gerade hier zu sein und dieses Land zu entdecken.\u00a0<\/span><\/p>\n<figure id=\"attachment_225\" aria-describedby=\"caption-attachment-225\" style=\"width: 370px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/03\/DSC_0882-01.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-225\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/03\/DSC_0882-01-300x201.jpeg\" alt=\"\" width=\"370\" height=\"248\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/03\/DSC_0882-01-300x201.jpeg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/03\/DSC_0882-01-768x514.jpeg 768w, https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/03\/DSC_0882-01.jpeg 1024w\" sizes=\"(max-width: 370px) 100vw, 370px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-225\" class=\"wp-caption-text\">Lovech von oben<\/figcaption><\/figure>\n<figure id=\"attachment_217\" aria-describedby=\"caption-attachment-217\" style=\"width: 370px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/03\/DSC_0869.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-217\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/03\/DSC_0869-300x201.jpg\" alt=\"\" width=\"370\" height=\"248\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/03\/DSC_0869-300x201.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/03\/DSC_0869-768x514.jpg 768w, https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/03\/DSC_0869.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 370px) 100vw, 370px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-217\" class=\"wp-caption-text\">Die stolze Flagge im Wind<\/figcaption><\/figure>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Wieder am Boden der Tatsachen und der Klippe angekommen, wollen wir uns noch kurz das Zentrum der Stadt angucken. Dieses ist allerdings wirklich eher weniger reizend, zwischen ein paar alternden Stuckfassaden gibt es noch so einiges Sozialistisches. Highlight bleiben weiterhin Wetter und der Fluss.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/03\/DSC_0924-01.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-223\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/03\/DSC_0924-01-300x201.jpeg\" alt=\"\" width=\"370\" height=\"248\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/03\/DSC_0924-01-300x201.jpeg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/03\/DSC_0924-01-768x514.jpeg 768w, https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/03\/DSC_0924-01.jpeg 1024w\" sizes=\"(max-width: 370px) 100vw, 370px\" \/><\/a><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Also sitzen wir schon bald wieder im Auto, diesmal allerdings nur ziemlich kurz. Sehr schnell finden wir uns in Station 2, dem kleinen Ort Troyan, wieder. Hier soll es anscheinend viel typisch bulgarische Keramik geben, davon finden wir allerdings erstmal nicht wirklich etwas und dann nicht mehr die ausreichende Motivation, um nach ihr zu suchen. Der Ort selbst ist wahrscheinlich noch weniger Tourismusmagnet, als es Lovech schon nicht ist. Die kleine Kirche ist nichtmal zug\u00e4nglich und auch wenn es einen Fluss gibt, ist der Sonnenschein leider verschwunden. Allerdings entdecken wir von einer Br\u00fccke \u00fcber besagten Fluss, auf gerade bestellte Pizzen wartend, unser neues n\u00e4chstes Ziel: Troyan liegt schon etwas weiter in den Bergen als Lovech, man sieht wie die T\u00e4ler enger und h\u00f6her werden und in der Ferne, von einem schneebedeckten Gipfel, l\u00e4chelt uns irgendein gr\u00f6\u00dferes Monument an.\u00a0<\/span><\/p>\n<figure id=\"attachment_222\" aria-describedby=\"caption-attachment-222\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/03\/DSC_0925-01.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-222\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/03\/DSC_0925-01-300x448.jpeg\" alt=\"\" width=\"310\" height=\"463\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/03\/DSC_0925-01-300x448.jpeg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/03\/DSC_0925-01.jpeg 685w\" sizes=\"(max-width: 310px) 100vw, 310px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-222\" class=\"wp-caption-text\">Das spannende Troyan<\/figcaption><\/figure>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Unsere \u00fcberraschend gute Pizza essen wir auf dem zentralen Platz, inklusive gro\u00dfen \u2018\u0422\u0440\u043e\u044f\u043d\u2019 Buchstaben (irgendwie sind die auf dem Balkan beliebt) und der standesgem\u00e4\u00dfen kommunistisch-heldenhaften Statue. Begleitet werden wir vom s\u00fc\u00dfen Klang der E-Gitarren zweier halbstarker Bulgaren, die der Welt ihre Rock- und Metalsongs pr\u00e4sentieren.\u00a0<\/span><\/p>\n<figure id=\"attachment_221\" aria-describedby=\"caption-attachment-221\" style=\"width: 370px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/03\/DSC_0936-01.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-221\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/03\/DSC_0936-01-300x201.jpeg\" alt=\"\" width=\"370\" height=\"248\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/03\/DSC_0936-01-300x201.jpeg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/03\/DSC_0936-01-768x514.jpeg 768w, https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/03\/DSC_0936-01.jpeg 1024w\" sizes=\"(max-width: 370px) 100vw, 370px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-221\" class=\"wp-caption-text\">Ohne Statue geht hier nicht<\/figcaption><\/figure>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Nach einigen Serpentinen und dem \u00dcberschreiten der Baumgrenze finden wir uns dann quasi im Gegenteil von Lovech wieder: Wir haben den schneebedeckten Beklemeto Pass auf 1520 Meter H\u00f6he erreicht. Und es sollte noch spannender werden, beim Aussteigen peitscht uns schon der Wind ins Gesicht und es ist kaum m\u00f6glich, sich die Jacken anzuziehen. Gl\u00fccklicherweise war ich noch auf die schlaue Idee gekommen, Handschuhe und M\u00fctze in den Kofferraum zu werfen. Ohne die sollte die folgende berauschende Erfahrung n\u00e4mlich kaum m\u00f6glich gewesen sein:<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Zuerst einmal bin ich schon geflasht-begeistert von der Masse an Schnee und dem Berg an sich, f\u00fcr mich als nicht-skifahrende norddeutsche Kartoffel ist das eine Premiere. Also hei\u00dft es f\u00fcr uns drei erstmal herumrennen und Schneeb\u00e4lle circa 90 Grad neben das Ziel zu werfen, damit sie ansatzweise die Chance haben, auch zu treffen. Der Weg ist so voller Schnee und Eis, das man oft ins Rutschen kommt und der Wind ab und zu das \u00dcbrige tut uns in den Tiefschnee weht (ich will mich abst\u00fctzen und mein arm verschwindet bis zur Schulter im Schnee). Ganz ungef\u00e4hrlich ist das auch gar nicht, neben uns geht es nicht ganz unsteil bergab. Um eine weitere Kurve gek\u00e4mpft sehen wir dann auch unser eigentliches Ziel: das massive Beton-Monument auf einem weiteren H\u00fcgel. Es sind noch ein paar hundert Meter und aufgrund des wirklich schwer beschreibbar starken Windes kehrt die eine Freiwillige nun auch lieber um, was wegen des Brausens um uns schon schwer genug zu verstehen ist.\u00a0<\/span><\/p>\n<figure id=\"attachment_231\" aria-describedby=\"caption-attachment-231\" style=\"width: 370px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/03\/IMG_20210123_163241.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-231\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/03\/IMG_20210123_163241-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"370\" height=\"278\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/03\/IMG_20210123_163241-300x225.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/03\/IMG_20210123_163241-768x576.jpg 768w, https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/03\/IMG_20210123_163241.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 370px) 100vw, 370px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-231\" class=\"wp-caption-text\">Leider konnte ich bei dem Wetter nicht meine gute Kamera mitnehmen<\/figcaption><\/figure>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Uns beide andere packt jedoch der Ehrgeiz und wir trotzen K\u00e4lte und Wind und k\u00e4mpfen uns weiter vor. Ich habe mittlerweile zwei Kapuzen und eine M\u00fctze auf, die \u00e4u\u00dfere Kapuze flattert neben meinem Ohr mit der Lautst\u00e4rke eines landenden Helikopters und die M\u00fctze m\u00f6chte partout meine Augen bedecken. Schnee in den Schuhen kann ich gut ignorieren, es ist jedoch derma\u00dfen schwer teils tief vorn\u00fcber gebeugt \u00fcber Schnee und Eis laufend dem Wind zu trotzen, dass ich immer wieder Pausen brauche, Luft holen und Energie sammeln. Das letzte Drittel laufen wir dann in voller Breitseite des Windes den steilen H\u00fcgel hoch, den riesigen Bogen direkt vor Augen. St\u00e4ndiges Umfallen und in den Wind Stemmen bringt mich dann trotz Pausen wirklich an den Rand meiner Kraft, die letzten 20 Meter lege ich auf allen vieren und mit der wirklich letzten Energie zur\u00fcck, nur die Aussicht auf Windschatten treibt mich weiter. Und in diesem ist es wirklich pl\u00f6tzlich viel leichter auszuhalten und nach etwas Luft holen kann ich den wirklich unglaublichen Blick dann auch genie\u00dfen: Wir sind am h\u00f6chsten Punkt in unserer N\u00e4he und k\u00f6nnen teils sehr weit knapp unter der Wolkendecke in die Ebenen hineingucken. Durch den aus gro\u00dfen Betonkl\u00f6tzen bestehenden Bogen sieht man die Wolkenfetzen hindurch zischen, der Wind ist zwischen den beiden S\u00e4ulen so extrem, dass wir uns nicht um die Ecke wagen.\u00a0<\/span><\/p>\n<figure id=\"attachment_220\" aria-describedby=\"caption-attachment-220\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/03\/IMG_20210123_162947-01.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-220\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/03\/IMG_20210123_162947-01-300x400.jpeg\" alt=\"\" width=\"310\" height=\"413\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/03\/IMG_20210123_162947-01-300x400.jpeg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/03\/IMG_20210123_162947-01.jpeg 768w\" sizes=\"(max-width: 310px) 100vw, 310px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-220\" class=\"wp-caption-text\">Beim Versuch diese \u00fcber Bulgarien wachenden Helden zu fotografieren, wird mir fast das Handy weggeblasen<\/figcaption><\/figure>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Langsam ziehen schon immer mehr Wolken \u00fcber unseren Weg, deshalb geht es bald wieder zur\u00fcck. Wir schlittern auf unseren schneesammelnden Schuhen den Hang hinunter, gehen ist kaum m\u00f6glich, und ab und an werden die Wolken so dicht, dass man nicht mehr sehr weit gucken kann. Zuletzt gibt es dann aber nur noch R\u00fcckenwind, der mich fast vorn\u00fcber fallen l\u00e4sst, und wir befinden uns wieder im Auto, das wohl schon bedenklich gewackelt haben soll. Mit den Socken vor den Autol\u00fcftern trocknend fahren wir dann weiter und nach nur zehn Minuten schon wieder in ein n\u00e4chstes absolut umwerfendes Highlight hinein. Diesmal m\u00f6chte ich jedoch einfach die Bilder sprechen lassen:<\/span><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/03\/DSC_0959-03.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-230\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/03\/DSC_0959-03-300x201.jpg\" alt=\"\" width=\"370\" height=\"248\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/03\/DSC_0959-03-300x201.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/03\/DSC_0959-03-768x514.jpg 768w, https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/03\/DSC_0959-03.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 370px) 100vw, 370px\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/03\/DSC_0943-02.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-229\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/03\/DSC_0943-02-300x201.jpg\" alt=\"\" width=\"370\" height=\"248\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/03\/DSC_0943-02-300x201.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/03\/DSC_0943-02-768x514.jpg 768w, https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/03\/DSC_0943-02.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 370px) 100vw, 370px\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/03\/DSC_0945-01.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-219\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/03\/DSC_0945-01-300x448.jpeg\" alt=\"\" width=\"310\" height=\"463\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/03\/DSC_0945-01-300x448.jpeg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/03\/DSC_0945-01.jpeg 685w\" sizes=\"(max-width: 310px) 100vw, 310px\" \/><\/a><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Nach diesem tollen Erlebnis liegt dann noch der Hauptteil des R\u00fcckwegs vor uns. Mit Musik und der einsetzenden Dunkelheit werde ich nach der ganzen Anstrengung schon etwas schl\u00e4frig, wir machen jedoch noch einen letzten Halt. Das extrem leicht auszusprechende kleine Koprivshtitsa ist eigentlich f\u00fcr seine vielen bunten und typisch bulgarischen H\u00e4user bekannt. Bei Nacht sieht man allerdings nicht wirklich viel und die Stra\u00dfen werden nur von einem Ph\u00e4nomen beleuchtet, \u00fcber das wohl jede*r kulturweit-Bloggende, der\/die schon in Bulgarien war, schon berichtet hat: Der einfach unglaublichen und nicht zwingend erkl\u00e4rbaren Menge an Kaffeeautomaten. An jeder Ecke und so ziemlich alle 20 Meter befindet sich so eine Maschine, mit verstellbarem S\u00fc\u00dfungslevel und einer breiten Auswahl an Hei\u00dfgetr\u00e4nken. Lange halten wir uns in deren schummrig blauen Licht jedoch nicht auf und machen uns (fast) ohne Zwischenf\u00e4lle auf den Weg nach Sofia. Nach 48 Stunden Bulgarien habe ich wirklich schon so viel mehr gesehen und erlebt als ich erwartet hatte, dass das Einschlafen mehr als schnell geht.\u00a0<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Um 7 Uhr klingelt heute der Wecker. Die Nacht auf dem Schlafsofa war nur halbwegs erholsam und ich merke wie mir der gestrige Tag intensivsten Sofia-Erkundens noch ein wenig in der Knochen steckt. Trotzdem bin ich direkt wach und voller Energie, der Grund des in Ferienzeiten leicht brutalen Weckers ist n\u00e4mlich das bevorstehende Mieten eines &hellip; <a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/2021\/03\/04\/wie-viel-bulgarien-willst-du-in-48-stunden-sehen-ja\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Wie viel Bulgarien willst du in 48 Stunden sehen? Ja.<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2907,"featured_media":221,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[576,21,341,563,12,114,565,581,65,16,138,592],"tags":[],"class_list":["post-216","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-kulturweitblog","category-allgemein","category-ausflug","category-erlebnis","category-fotos","category-freiwillige","category-gastland","category-geschichte","category-kulturweit","category-privat","category-reise","category-sport"],"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/216"}],"collection":[{"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2907"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=216"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/216\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":237,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/216\/revisions\/237"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/wp-json\/wp\/v2\/media\/221"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=216"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=216"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=216"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}