{"id":149,"date":"2021-01-18T12:44:03","date_gmt":"2021-01-18T10:44:03","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/?p=149"},"modified":"2021-01-18T18:15:23","modified_gmt":"2021-01-18T16:15:23","slug":"suceava-das-saarland-rumaeniens","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/2021\/01\/18\/suceava-das-saarland-rumaeniens\/","title":{"rendered":"Suceava &#8211; das Saarland Rum\u00e4niens?"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-weight: 400\">Wahrscheinlich hat jedes Land dieser Erde eine bestimmte Provinz, Gegend oder Stadt, welche allgemein vom Rest des Landes verspottet, ver\u00e4ppelt oder verarscht wird, bei jedem Witz das Nachsehen hat. In Deutschland ist das vielleicht das Saarland, in den Vereinigten Staaten Alabama und Rum\u00e4nien hat nunmal das wundersch\u00f6ne Suceava, eine 100.000-Einwohner (Uni!)-Stadt ganz im Nordosten des Landes, nahe der Ukraine und Moldau. Was f\u00fcr (beziehungsweise treffender gegen) Suceava spricht? Hier sollen Tiere auf den Stra\u00dfen herumlaufen und die Leute gerne ausgiebig dem Alkohol fr\u00f6nen und vielleicht auch etwas zur\u00fcckgeblieben sein.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">An diesem Punkt sollte gesagt sein, dass mir als au\u00dfenstehendem Deutschen nat\u00fcrlich absolut kein Urteil \u00fcber obenstehende Dinge zusteht, jegliche dieser mit einem ordentlichen Augenzwinkern versehenen Klischees wurden mir vergn\u00fcgt von anderen Rum\u00e4n*innen zugetragen. Meine Erlebnisse widersprechen diesen Vorurteilen jedoch zu substanziellen Teilen, inwiefern erfahrt ihr dann im Laufe des Eintrags.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Wie komme ich \u00fcberhaupt erstmal dazu, die Reise in diese etwas entlegenere Ecke des Landes anzutreten? Wieder einmal ist die Antwort der dortige Freiwillige, welcher dort anders als wir privilegierten Bukarester*innen ganz alleine ausharren muss und weitaus weniger Kontakt zu anderen Freiwilligen als wir hat. Also mache ich mich mit zwei Kumpanen auf in den letzten der drei gro\u00dfen historischen Bereiche Rum\u00e4niens, der mir nach der Walachei und Transsilvanien noch fehlt: Moldau (nicht zu verwechseln mit der Republik Moldau, welche nur einen Teil Moldaus abdeckt). Sechs Stunden dauert die Fahrt, die fast flacher als in Norddeutschland wirkende Landschaft in Kombination mit der sehr schnell hereinbrechenden Dunkelheit zwingt uns dazu, die Unterhaltung durch Musik und Gespr\u00e4ch selbst zu \u00fcbernehmen. Die wichtigsten Ereignisse der Fahrt:\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">-Wir fahren an einer Ursus-Brauerei (eines der bekanntesten rum\u00e4nischen Biere) vorbei.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">-Wir merken, dass der Freiwillige in Suceava gerade Geburtstag hatte und kaufen ihm beim n\u00e4chsten Supermarkt eine Kiste Ursus.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">-Wir machen eine Rauch- und Pinkelpause in einer gesichtslosen rum\u00e4nischen Kleinstadt. Es ist kalt.\u00a0<\/span><\/p>\n<figure id=\"attachment_156\" aria-describedby=\"caption-attachment-156\" style=\"width: 370px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/01\/IMG_20201213_190908-02.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-156\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/01\/IMG_20201213_190908-02-300x226.jpeg\" alt=\"\" width=\"370\" height=\"279\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/01\/IMG_20201213_190908-02-300x226.jpeg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/01\/IMG_20201213_190908-02-768x578.jpeg 768w, https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/01\/IMG_20201213_190908-02.jpeg 1024w\" sizes=\"(max-width: 370px) 100vw, 370px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-156\" class=\"wp-caption-text\">Mit Weihnachtsschmuck wird hier \u00fcberall ziemlich \u00fcbertrieben<\/figcaption><\/figure>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Etwa 20 Minuten vor Suceava, es ist nach Mitternacht und wir alle sind mittlerweile ziemlich m\u00fcde, kommen wir in den ersten Kontakt mit einem f\u00fcr dieses Wochenende sehr best\u00e4ndigen Begleiter: Nebel. Und der ist so kurz vor Suceava nicht etwa leicht, bald k\u00f6nnen wir nicht viel weiter als zehn Meter gucken und sitzen mit angestrengt zugekniffenen Augen vorgelehnt direkt vor der Windschutzscheibe. Irgendwie \u00fcberstehen wir aber auch diesen letzten Teil und kommen bei Minusgraden im Schulwohnheim unseres Gastgebers, welches er ganz f\u00fcr sich hat, an.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Genau dieses alleine Wohnen gibt uns am n\u00e4chsten Morgen jedoch die ersten richtigen Suceava-Vibes. Dadurch, dass keine anderen Sch\u00fcler und Lehrer im Wohnheim wohnen, wurde n\u00e4mlich der Boiler f\u00fcr Hei\u00dfwasser abgestellt, das morgendliche Duschen macht gleich doppelt Spa\u00df. Aber hey, kalt duschen ist gut f\u00fcr den Kreislauf! Nachdem wir nun auch richtig wach sind, wollen wir uns heute diese gro\u00dfartige Stadt angucken, schlie\u00dflich kann es nur besser werden.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Zuerst bemerken wir: Im Gegensatz zu nahezu allen anderen, gerade \u00e4hnlich gro\u00dfen St\u00e4dten, gibt es keine Altstadt. Der zentrale Platz ist nicht etwas umringt von Kirchen und sch\u00f6nen alten H\u00e4usern, sondern von h\u00e4sslichen 70er-Jahre Bauten des Sozialismus, hier m\u00f6chte man nicht wirklich Zeit verbringen. Selbst das uns im Vorhinein angepriesene \u201cHollywood-Sign\u201d ist nicht mehr als ein circa 1,5 Meter hoher Schriftzug. Aber das &#8222;V&#8220; in Suceava ist ein Herz. Einfach beeindruckend. Aber genug des Spotts, ab hier geht es bergauf! (das ist u.A. w\u00f6rtlich zu nehmen)<\/span><\/p>\n<figure id=\"attachment_152\" aria-describedby=\"caption-attachment-152\" style=\"width: 370px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/01\/DSC_09512-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-152\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/01\/DSC_09512-1-300x201.jpg\" alt=\"\" width=\"370\" height=\"248\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/01\/DSC_09512-1-300x201.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/01\/DSC_09512-1-768x514.jpg 768w, https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/01\/DSC_09512-1.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 370px) 100vw, 370px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-152\" class=\"wp-caption-text\">Schlichtweg beeindruckend<\/figcaption><\/figure>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Nach einem kurzen Snack (leckeres, noch warmes Geb\u00e4ck hat Suceava) brechen wir n\u00e4mlich zu der wohl sehensw\u00fcrdigsten Sehensw\u00fcrdigkeit der Stadt auf, der hiesigen Festung. Zuerst kommen wir jedoch durch einen gr\u00f6\u00dferen Park, dessen winterliche Kahlheit durch den Schnee wieder wett gemacht wird. Wie es sich geh\u00f6rt, ist die Festung Suceavas etwas h\u00f6her gelegen und so befanden wir uns schnell vor einer Treppe, die einen ganz sch\u00f6n steilen H\u00fcgel hinauf f\u00fchrt und uns zur Sicherheit vor den extrem glatt vereisten Stufen nat\u00fcrlich kein durchgehendes Gel\u00e4nder bot.\u00a0<\/span><\/p>\n<figure id=\"attachment_155\" aria-describedby=\"caption-attachment-155\" style=\"width: 315px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/01\/DSC_0956.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-155\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/01\/DSC_0956-300x448.jpg\" alt=\"\" width=\"315\" height=\"471\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/01\/DSC_0956-300x448.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/01\/DSC_0956.jpg 685w\" sizes=\"(max-width: 315px) 100vw, 315px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-155\" class=\"wp-caption-text\">Eines meiner bisherigen Lieblingsfotos aus Rum\u00e4nien<\/figcaption><\/figure>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Auch dieses Hindernis \u00fcberstanden, stehen wir bald in einer etwas skurrilen Szenerie: Auf einer S\u00e4ule steht ein gro\u00dfes Reiterdenkmal vom historisch bedeutendem \u0218tefan cel Mare (Stefan der Gro\u00dfe), welches umringt von gro\u00dfen Girlanden in den rum\u00e4nischen Nationalfarben ist. Darum nur der kahle, fast schwarz-wei\u00dfe Wald mit Schnee und der allgegenw\u00e4rtige Nebel. <\/span><\/p>\n<figure id=\"attachment_168\" aria-describedby=\"caption-attachment-168\" style=\"width: 370px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/01\/DSC_0959-02.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-168\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/01\/DSC_0959-02-300x208.jpeg\" alt=\"\" width=\"370\" height=\"257\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/01\/DSC_0959-02-300x208.jpeg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/01\/DSC_0959-02-768x533.jpeg 768w, https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/01\/DSC_0959-02.jpeg 1024w\" sizes=\"(max-width: 370px) 100vw, 370px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-168\" class=\"wp-caption-text\">Der gute Stefan<\/figcaption><\/figure>\n<figure id=\"attachment_167\" aria-describedby=\"caption-attachment-167\" style=\"width: 370px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/01\/DSC_0961-01.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-167\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/01\/DSC_0961-01-300x201.jpeg\" alt=\"\" width=\"370\" height=\"248\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/01\/DSC_0961-01-300x201.jpeg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/01\/DSC_0961-01-768x514.jpeg 768w, https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/01\/DSC_0961-01.jpeg 1024w\" sizes=\"(max-width: 370px) 100vw, 370px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-167\" class=\"wp-caption-text\">Kontraste und so<\/figcaption><\/figure>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Nach etwas Schneeballwerfen in Richtung des stolzen Reiters geht es weiter Richtung Festung und wir kommen an einem weiteren, noch ein wenig unheimlicherem Ort vorbei. So viel l\u00e4sst sich sagen: Friedh\u00f6fe im Nebel und Schnee sind sehr atmosph\u00e4risch.\u00a0<\/span><\/p>\n<figure id=\"attachment_166\" aria-describedby=\"caption-attachment-166\" style=\"width: 370px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/01\/DSC_0966-01.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-166\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/01\/DSC_0966-01-300x201.jpeg\" alt=\"\" width=\"370\" height=\"248\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/01\/DSC_0966-01-300x201.jpeg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/01\/DSC_0966-01-768x514.jpeg 768w, https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/01\/DSC_0966-01.jpeg 1024w\" sizes=\"(max-width: 370px) 100vw, 370px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-166\" class=\"wp-caption-text\">Spooky spooky<\/figcaption><\/figure>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Nun, kurz vor der so ersehnten Festung, m\u00f6chte ich jedoch einen Trommelwirbel f\u00fcr die Kr\u00f6nung eines jeden Suceava-Besuches und einem wirklich beeindruckenden Monument: Dem (ehemals) gr\u00f6\u00dften Osterei der Welt. Wer kann so einer Attraktion nicht widerstehen?<\/span><\/p>\n<figure id=\"attachment_165\" aria-describedby=\"caption-attachment-165\" style=\"width: 370px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/01\/DSC_0967-02.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-165\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/01\/DSC_0967-02-300x216.jpeg\" alt=\"\" width=\"370\" height=\"266\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/01\/DSC_0967-02-300x216.jpeg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/01\/DSC_0967-02-768x552.jpeg 768w, https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/01\/DSC_0967-02.jpeg 1024w\" sizes=\"(max-width: 370px) 100vw, 370px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-165\" class=\"wp-caption-text\">Ein Anblick f\u00fcr die G\u00f6tter<\/figcaption><\/figure>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Nachdem wir uns wieder beruhigt und die Ticketverk\u00e4uferin mit einer bunten Mischung aus gebrochenem Rum\u00e4nisch, abgelaufenem Sch\u00fclerausweis, Krankenkassenkarte und Freiwilligenausweis \u00fcberzeugt hatten, Studenten zu sein, waren wir dann auch endlich in der Festung. Diese ist ganz gut erhalten und wiegt hinter breitem Burggraben und dicken Mauern in den erhaltenen R\u00e4umen mit einem Museum von unglaublichem kulturellen Wert auf. Daher verbringen wir die meiste Zeit damit, das Eis, was sich auf den unebenen Mauern der Festung gebildet hat, zu zerbrechen und als Einmal-Frisbees in den Nebel zu bef\u00f6rdern. Normalerweise g\u00e4be es hier auch eine tolle Aussicht \u00fcber die Stadt, jetzt dient uns der verhangene Horizont nur noch als Zielscheibe.\u00a0<\/span><\/p>\n<figure id=\"attachment_164\" aria-describedby=\"caption-attachment-164\" style=\"width: 370px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/01\/DSC_0978-01.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-164\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/01\/DSC_0978-01-300x201.jpeg\" alt=\"\" width=\"370\" height=\"248\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/01\/DSC_0978-01-300x201.jpeg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/01\/DSC_0978-01-768x514.jpeg 768w, https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/01\/DSC_0978-01.jpeg 1024w\" sizes=\"(max-width: 370px) 100vw, 370px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-164\" class=\"wp-caption-text\">Hey, normalerweise ist die Aussicht toll!<\/figcaption><\/figure>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Als uns unsere verfrorenen F\u00fc\u00dfe zum R\u00fcckweg zwingen, merken wir erst, wie hungrig wir nach so intensiven Kulturprogramm geworden sind. Und zur Feier unseres Aufenthalts in Suceava wollen wir einmal etwas typisch Rum\u00e4nisches probieren, wobei, nachdem wir einen k\u00fchlen Au\u00dfenplatz gefunden haben, die erste Ern\u00fcchterung folgt. Es gibt nicht ein einziges vegetarisches Gericht, lucky me. Als dann jedoch die mir versprochene vegetarische Zusammenstellung ankommt, bin ich etwas entt\u00e4uscht. Kartoffeln und Krautsalat sind vollkommen in Ordnung, aber die wirklich sehr geringe Menge an wei\u00dfer So\u00dfe auf den Kartoffeln scheint schon unbefriedigend. Also probiere ich nat\u00fcrlich ein Kartoffel mit ordentlich So\u00dfe und kriege erstmal spontane Schnappatmung. Die So\u00dfe ist wohl nahezu purer Knoblauch, viel rum\u00e4nischer geht\u2019s nicht. Auch meine Mitstreiter probieren mutigst eine winzige halbe Messerspitze und haben schon mit dem \u00fcberw\u00e4ltigend scharfen und knoblauchigen Geschmack zu k\u00e4mpfen. Das Beste daran merke ich jedoch als wir das Restaurant verlassen: Ich ersticke fast unter meiner Maske, es ist die Knoblauchfahne des Todes.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Im letzten Tageslicht nutzen wir noch das Auto f\u00fcr den Besuch eines der ber\u00fchmten Kl\u00f6ster (\u00fcbrigens sogar UNESCO-Weltkulturerbe) in der Region, der Bukowina, die sich bis in die Ukraine erstreckt. Wir parken neben einer Stra\u00dfe und nach etwa 100 Meter tauchen pl\u00f6tzlich massive, fast burg\u00e4hnliche Mauern und T\u00fcrme vor uns aus dem Nebel auf. Drinnen erwartet uns eine extrem schmale aber sehr sch\u00f6ne Kirche, mal wieder typisch orthodox innen von Gold und Ikonen \u00fcberladen. Sp\u00e4ter wird dann das Geburtstagsgeschenk ausgiebig gew\u00fcrdigt, bevor wir uns am n\u00e4chsten Tag auf den Weg zur\u00fcck machen m\u00fcssen.<\/span><\/p>\n<figure id=\"attachment_163\" aria-describedby=\"caption-attachment-163\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/01\/IMG_20201212_160853-02.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-163 \" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/01\/IMG_20201212_160853-02-300x400.jpeg\" alt=\"\" width=\"310\" height=\"413\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/01\/IMG_20201212_160853-02-300x400.jpeg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/01\/IMG_20201212_160853-02.jpeg 768w\" sizes=\"(max-width: 310px) 100vw, 310px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-163\" class=\"wp-caption-text\">Schmal aber nicht klein &#8211; die Kirche im Kloster Dragomirna<\/figcaption><\/figure>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Eine letzte Attraktion und \u00dcberraschung sollte jedoch noch folgen, nachdem wir das wundersch\u00f6ne Suceava hinter uns gelassen hatten. Ersteinmal hatte sich der Nebel endlich verzogen, was uns interessante Einsichten auf die verschneite Landschaft Moldaus erm\u00f6glichte. Wir wollten jedoch auf dem R\u00fcckweg noch eines der sch\u00f6nsten Bukowinakl\u00f6ster mitnehmen, und alleine der Weg lohnte sich. Ich als nicht skifahrender Norddeutscher hatte n\u00e4mlich noch nie eine verschneite h\u00fcgelige oder gar bergige Landschaft gesehen, was ich nach dieser Erfahrung dann doch ein wenig bereue. <\/span><\/p>\n<figure id=\"attachment_153\" aria-describedby=\"caption-attachment-153\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/01\/DSC_1034-01.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-153\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/01\/DSC_1034-01-300x448.jpg\" alt=\"\" width=\"310\" height=\"463\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/01\/DSC_1034-01-300x448.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/01\/DSC_1034-01.jpg 685w\" sizes=\"(max-width: 310px) 100vw, 310px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-153\" class=\"wp-caption-text\">Ein wirklich sch\u00f6ner Parkplatz<\/figcaption><\/figure>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Angekommen beim verschneiten Kloster Vorone\u021b zahlen wir etwa 60 Cent f\u00fcr den Eintritt (als ob ich noch einen Euro extra zahle, nur um fotografieren zu d\u00fcrfen) und stehen vor der \u00fcber und \u00fcber von au\u00dfen (!) und innen in vor allem blau bemalten Kirche. Das vor der wei\u00dfen Kulisse ist wirklich absolut einen Besuch wert.\u00a0<\/span><\/p>\n<figure id=\"attachment_154\" aria-describedby=\"caption-attachment-154\" style=\"width: 370px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/01\/DSC_1033-01.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-154\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/01\/DSC_1033-01-300x201.jpg\" alt=\"\" width=\"370\" height=\"248\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/01\/DSC_1033-01-300x201.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/01\/DSC_1033-01-768x514.jpg 768w, https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/01\/DSC_1033-01.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 370px) 100vw, 370px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-154\" class=\"wp-caption-text\">Ein weiterer Friedhof<\/figcaption><\/figure>\n<figure id=\"attachment_159\" aria-describedby=\"caption-attachment-159\" style=\"width: 370px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/01\/DSC_1016-01.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-159\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/01\/DSC_1016-01-300x201.jpeg\" alt=\"\" width=\"370\" height=\"248\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/01\/DSC_1016-01-300x201.jpeg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/01\/DSC_1016-01-768x514.jpeg 768w, https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/01\/DSC_1016-01.jpeg 1024w\" sizes=\"(max-width: 370px) 100vw, 370px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-159\" class=\"wp-caption-text\">Elegant heimlich aus der H\u00fcfte fotografiert<\/figcaption><\/figure>\n<figure id=\"attachment_162\" aria-describedby=\"caption-attachment-162\" style=\"width: 370px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/01\/DSC_1009-01.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-162\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/01\/DSC_1009-01-300x201.jpeg\" alt=\"\" width=\"370\" height=\"248\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/01\/DSC_1009-01-300x201.jpeg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/01\/DSC_1009-01-768x514.jpeg 768w, https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/01\/DSC_1009-01.jpeg 1024w\" sizes=\"(max-width: 370px) 100vw, 370px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-162\" class=\"wp-caption-text\">Intensivstes blau<\/figcaption><\/figure>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Da auf dem R\u00fcckweg nicht viel mehr passiert (au\u00dfer der mysteri\u00f6se Verlust einer Felge), hier abschlie\u00dfend noch Fotos der super detaillierten und 500 Jahre alten Malereien und eine Liste meiner pers\u00f6nlichen Detail-Highlights:\u00a0<\/span><\/p>\n<figure id=\"attachment_161\" aria-describedby=\"caption-attachment-161\" style=\"width: 315px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/01\/DSC_1014-01.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-161\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/01\/DSC_1014-01-300x448.jpeg\" alt=\"\" width=\"315\" height=\"470\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/01\/DSC_1014-01-300x448.jpeg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/01\/DSC_1014-01.jpeg 685w\" sizes=\"(max-width: 315px) 100vw, 315px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-161\" class=\"wp-caption-text\">Ich wusste nicht, dass es so viele Heilige gibt<\/figcaption><\/figure>\n<figure id=\"attachment_160\" aria-describedby=\"caption-attachment-160\" style=\"width: 370px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/01\/DSC_1015-01.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-160\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/01\/DSC_1015-01-300x201.jpeg\" alt=\"\" width=\"370\" height=\"248\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/01\/DSC_1015-01-300x201.jpeg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/01\/DSC_1015-01-768x514.jpeg 768w, https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/01\/DSC_1015-01.jpeg 1024w\" sizes=\"(max-width: 370px) 100vw, 370px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-160\" class=\"wp-caption-text\">Soo schlimm sieht die H\u00f6lle gar nicht aus<\/figcaption><\/figure>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Meine Highlights (zu finden haupts\u00e4chlich in der H\u00f6lle):<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">-Drei Hunde mit H\u00e4nden im Maul<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">-Eine Schlange mit Hand im Maul<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">-Ein B\u00e4r mit Ball im Maul<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">-Ein Greif mit Ball im Maul<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">-Ein Drache, der einen L\u00f6wen mit Ball im Maul in den Schwanz bei\u00dft<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">-Die einfach unglaubliche Menge an Heiligenscheinen, holy halo<\/span><\/p>\n<figure id=\"attachment_158\" aria-describedby=\"caption-attachment-158\" style=\"width: 370px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/01\/DSC_1027-01.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-158\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/files\/2021\/01\/DSC_1027-01-300x201.jpeg\" alt=\"\" width=\"370\" height=\"248\" 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In Deutschland ist das vielleicht das Saarland, in den Vereinigten Staaten Alabama und Rum\u00e4nien hat nunmal das wundersch\u00f6ne Suceava, eine 100.000-Einwohner (Uni!)-Stadt ganz im Nordosten des &hellip; <a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/2021\/01\/18\/suceava-das-saarland-rumaeniens\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Suceava &#8211; das Saarland Rum\u00e4niens?<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2907,"featured_media":152,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[576,21,341,563,12,114,565,581,182,65,577,16,138,564,105],"tags":[],"class_list":["post-149","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-kulturweitblog","category-allgemein","category-ausflug","category-erlebnis","category-fotos","category-freiwillige","category-gastland","category-geschichte","category-glaube","category-kulturweit","category-menschen","category-privat","category-reise","category-religion","category-unesco"],"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/149"}],"collection":[{"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2907"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=149"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/149\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":173,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/149\/revisions\/173"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/wp-json\/wp\/v2\/media\/152"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=149"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=149"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/notizenausderwalachei\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=149"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}