{"id":252,"date":"2024-01-29T02:04:32","date_gmt":"2024-01-29T01:04:32","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/nicolasschilling\/?p=252"},"modified":"2024-01-29T02:04:32","modified_gmt":"2024-01-29T01:04:32","slug":"mein-sommerurlaub-und-weihnachten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/nicolasschilling\/2024\/01\/29\/mein-sommerurlaub-und-weihnachten\/","title":{"rendered":"Mein Sommerurlaub (und Weihnachten)"},"content":{"rendered":"<p>Bolivien, 01.12.2023 &#8211; 29.01.2024<\/p>\n<p>Mal keine Zeit, mal keine Lust und mal einfach vergessen. Lange hat dieser Beitrag auf sich warten lassen. Dabei ist in den letzten zwei Monaten viel passiert. Hier kommt: Der Bericht \u00fcber meine Sommerferien in Bolivien (und alles, was an Feiertagen dazwischenlag)!<\/p>\n<p>Man sagt immer: \u201eNie wirst du so lange Ferien haben, wie in der Schulzeit.\u201c Naja, in meinem Fall nicht ganz. Bolivianische Schulen machen\u00b4s m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Mit viel Zeit und wenig Plan verbachte ich den Anfang noch in La Paz. Das Goethe-Institut brauchte Aushilfe und ich etwas Zeit, um \u00fcber meine Zukunft nach Bolivien nachzudenken. Au\u00dferdem standen ja auch schon die ersten Facetime-Weihnachtsfeiern an, die ich auf keinen Fall verpassen wollte.<\/p>\n<p>Im Hinterkopf hatte ich trotzdem die spontane Idee, vor dem geplanten Santa Cruz Urlaub, eine ungeplante, eigene kleine Reise zu machen. So spontan diese Idee jedoch war, so spontan ist sie auch wieder verfallen. Es galt ein paar Kontakte in La Paz zu pflegen und vielleicht war ich am Ende auch etwas zu bequem.<\/p>\n<p>Aufgerafft und abfahrbereit ging es nun wirklich los. Mit unterwegs waren vier Mitfreiwillige, mit denen ich den gr\u00f6\u00dften Teil der Ferien verbringen sollte. \u00dcber einen Umweg und einer Nacht in Sucre, brachte uns ein etwas bedenklicher Minibus am 15.12. nach Santa Cruz und direkt weiter ins 3 Stunden entfernte Samaipata, einem kleinen Dorf im Urwald. Gutes Essen f\u00fcr einen sehr fairen Preis, ein gutes Tour-Angebot in die nahegelegene Natur und unser Hostal war mit H\u00e4ngematte und Dachterrasse bestens ausgestattet. Samaipata bot beste Ausgewogenheit zwischen Durchschlag\u00fcbungen im Urwald und F\u00fc\u00dfe hochlegen am Abend. Das Highlight war f\u00fcr mich aber die Condor Tour (Nationaltier von Bolivien) und der Moment diesen gigantischen Vogel aus n\u00e4chster N\u00e4he zu erleben.<\/p>\n<p>In Santa Cruz wieder angekommen kam ich so richtig in Sommerurlaubstimmung. 35\u00b0Grad, ein Pool auf der Dachterrasse und leckeres Essen vom Grill. Achja, und bald war dann auch schon Weihnachten. Das hat zumindest der Kalender am 23.12. verraten. Alles, was allerdings zu Weihnachten vermeintlich dazu geh\u00f6rt, wie ein Weihnachtsmarkt, nasskaltes Wetter, Weihnachtsstimmung.. hat entweder gefehlt oder sich falsch angef\u00fchlt. Tannenb\u00e4ume und Papierschneeflocken bei 35\u00b0Grad in den Schaufenstern, ich bitte doch drum..<\/p>\n<p>Heiligabend waren wir in der bolivianischen Gastfamilie einer Freiwilligen eingeladen. Der Abend war in jedem Fall sehr herzlich und nett und es gab reichlich und lecker Essen. Von \u201euns Deutschen\u201c serviert: Rotkohl und Semmelkn\u00f6del dazu ein bolivianischer Schweinebraten und andentypischer Choclo (Mais) und eben allem, was zu so einem Festessen dazugeh\u00f6rt. Ein gelungener Deutsch-Bolivianischer Mix, w\u00fcrde ich mal sagen. Auch wenn Weihnachten nach bolivianischer Art eine spannende Erfahrung gewesen w\u00e4re, war ich 10.000km von zuhause entfernt um etwas deutsche Tradition ganz froh.<\/p>\n<p>Silvester und Neujahr. Der Start ins neue Jahr h\u00e4tte mit einer Lebensmittelvergiftung kaum reibungsloser beginnen k\u00f6nnen. Trotzdem ging es f\u00fcr uns 4 Abenteurer Anfang Januar an den Salar de Uyuni. Man sagt der Salar ist die Hauptattraktion in Bolivien. Die Massen an Touristen best\u00e4tigen die Annahme. Aber sehr verdient, meiner Meinung nach. Der Salzsee bietet ein wirklich einzigartiges Panorama. Man kann sich kaum vorstellen, dass dort einst ein gewaltiger See lag (was allerdings schon um die 10.000 Jahre her ist). \u00dcbrig gebliebene Lagunen beherbergen rosarote Flamingos und faszinieren mit ihren eigenen Farben (Laguna Colorada &#8211; bunt, Laguna Verde \u2013 gr\u00fcn, Laguna Negra &#8211; schwarz). Allerdings ist vor allem hier der Klimawandel nicht nur sp\u00fcrbar, sondern auch sichtbar. R\u00fcckst\u00e4nde verraten, wo vor 5, 6, 7 Jahren der Wasserstand noch gelegen hat. Genauso erz\u00e4hlte uns unser Guide, dass er den Lagunen, in der heutigen Form, noch 30 Jahre und etwas mehr zum Austrocknen gibt. Was hier an Natur verloren geht..<\/p>\n<p>Der Rest der Ferien sollte etwas ruhiger und weniger spannend zuende gehen. Ein weiterer Besuch in Santa Cruz sorgte f\u00fcr etwas Auffrischung der Br\u00e4une, sowie der Verabschiedung von Thore, der nur ein halbes Jahr Freiwilligendienst macht. F\u00fcr mich bedeutet das Halbzeit. Kaum vorstellbar schon fast sechs Monate hier zu leben und genauso wenig noch weitere sechs in Bolivien zu verbringen. Es macht mich traurig und gl\u00fccklich zugleich, dass die Tage schon bald runtergez\u00e4hlt werden. Ich m\u00fcsste l\u00fcgen, wenn behaupte, dass ich Hamburg nicht vermisse.<\/p>\n<p>Die \u201everbleibende\u201c Zeit hier m\u00f6chte ich dennoch genie\u00dfen und voll ausleben. Ich plane durch Sport und Aktivit\u00e4ten wieder etwas mehr Routine in meinen Alltag zu bekommen. Au\u00dferdem schreiben sich Bewerbungen f\u00fcr die Unis auch nicht von allein. Und schlie\u00dflich wird es auch bez\u00fcglich dem Thema Arbeit und Schule im kommenden Jahr nochmal spannend mit einigen Neuerungen. Mehr Wissen dazu, wenn ich mehr wei\u00df.<\/p>\n<p>So, viel vorgenommen hei\u00dft ran an die Arbeit. Das solls wieder erstmal von mir gewesen sein. Gerade bei den vielen Urlaubsfotos lohnt sich zwischendurch ein Blick in die Galerie zu werfen. Und sogar die Geschichtsstunde kommt jetzt langsam leben. Alles paso a paso.<\/p>\n<p>Hasta entonces<\/p>\n<p>Nico<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bolivien, 01.12.2023 &#8211; 29.01.2024 Mal keine Zeit, mal keine Lust und mal einfach vergessen. Lange hat dieser Beitrag auf sich warten lassen. Dabei ist in den letzten zwei Monaten viel passiert. 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