4 Wochen Budapest

4 Wochen Ungarn, das heißt: 6 Besuche, 4 mal Post bekommen, viel Langos gegessen, einen Tag Regen und einen Ausflug in den Süden.

Budapest gefällt mir sehr gut und mir fällt es sehr schwer mich nicht in diese Stadt zu verlieben, ich fühle mich wohl und bin sehr gern hier. Ich bin gern in Ungarn.
Bevor ich nach Budapest gefahren bin, war ich mir ziemlich sicher, dass ich nicht viele Unterschiede bemerken würde. Okay das Wetter würde etwas besser sein, die Sprache anders und die Währung neu für mich.
Es kamen in den letzten vier Wochen dann trotzdem erstaunlich viele Dinge auf mich zu, bei denen ich über mich selber schmunzeln musste:

  • Tomatenmark kauft man in Deutschland in Tuben- für mich war es deshalb absolut logisch, dass ich das hier auch in Tuben finden werde. Dass auf diesen Tuben  Ketchup steht, hielt mich nicht davon solche zu kaufen.
    Ich hielt es für wahrscheinlicher, dass auf ungarisch Ketchup ein Sammelbegriff für Tomatenerzeugnisse ist, als dass ich in Erwägung zog, dass man Tomatenmark auch in Gläsern verkaufen kann. Wir sind jetzt also stolze Besitzerinnen von Tubenketchup
  • Tiefkühlspinat- meine Assoziation: relativ kleine Packung, meistens eine grüne Verpackung und der Serviervorschlag zeigt eine grüne Pampe. Dass das Wort auf dieser Packung auch noch mit „s“ (wie Spinat) begann, überzeugte mich davon, dass der Inhalt Spinat sein würde.
    Bereits beim Auftauen des S-Klotzes kam mir die Farbe (braun-grün) eher unbekannt vor und auch der saure Geruch löste Zweifel aus. Egal- ich habe fröhlich weiter gekocht. Nach dem wir dann das Gekochte probiert haben, war uns klar, dass das nun wirklich kein Spinat gewesen sein kann. Und tadaa- es war Sauerampferpüree (sóska).
  • In Ungarn notiert man das Datum so: Jahr/Monat/Tag. Außerdem notiert man prinzipiell immer erst den Nachnamen, dann den Vornamen. Wenn man nun eine Zugfahrkarte kauft und alle Personalien in deutscher Schreibweise angibt, kann das zu großen Verwirrungen kommen. Zu sehr großen Verwirrungen.
    Und die Liste könnte noch ziemlich lang so weiter geführt werden 🙂

Die Arbeit an der Schule macht mir Spaß. Ich bereite verschiedene Themen vor und stelle dafür Materialien zusammen, übe mit den Schüler*innen für Wettbewerbe und wir waren gemeinsam im Theater. Ab nächster Woche treffe ich mich mit Schülerinnen, die ihr freies Sprechen üben wollen- darauf freue ich mich schon sehr! (Die Lehrerinnen haben mich recht schnell geschockt, in dem sie mir erzählten, dass sie mit den Schüler*innen das Lied „Thüringer Klöße“ hören)

Das erste „freie“ Wochenende bin ich mit dem Zug nach Baja gefahren um Jana zu besuchen, gemeinsam sind wir dann mit dem Bus eine Stunde nach Pécs gefahren um uns dort mit 5 weiteren Ungarn-Freiwilligen zu treffen. Am meisten an diesem Wochenende hat mich wohl die Zugfahrt nach Baja überrascht, wir sind 4h durch vertrocknete Felder und Wiesen gefahren, vorbei an einsamen Bahnhöfen. Wir standen eine Stunde irgendwo im nirgendwo- warum? Das weiß ich nicht. Und auch das Umsteigen war für mich sehr ungewohnt, alle Gleise befinden sich direkt nebeneinander, so dass man um zum nächsten Gleis zu kommen über die Schienen läuft, leider ist dabei nicht immer ersichtlich auf welchen Gleis man muss und auf welchem Gleis man sich befindet. Die Menschen sind jedoch alle sehr freundlich und zeigen einem sofort wo man hin muss. Leider verständige ich mich hier oft mit Händen und Füßen, und da es ziemlich schwierig ist, ungarisch zu lernen, wird das wohl noch eine Weile so bleiben.

Und was es sonst noch zu sagen gibt? Ich bin sehr glücklich und vielleicht lässt deshalb der ein oder andere Beitrag auf sich warten 🙂

Bis bald
Isa

 

 

 

 

 

0 Comments

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.