{"id":101,"date":"2017-09-15T17:09:51","date_gmt":"2017-09-15T15:09:51","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/mrromanticisreadyforbelarus\/?p=101"},"modified":"2018-02-27T20:22:57","modified_gmt":"2018-02-27T19:22:57","slug":"first-5-days","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/mrromanticisreadyforbelarus\/2017\/09\/15\/first-5-days\/","title":{"rendered":"First 5 days&#8230;"},"content":{"rendered":"<p>Hallo Freunde,<\/p>\n<p>Ich bin in Belarus! Jetzt habe ich meine erste Woche am Gymnasium Nr. 2 in Pinsk hinter mir und denke dass es Zeit wird, meine bisherigen Eindr\u00fccke und Erlebnisse mit euch zu teilen:<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Sonntag war es soweit \u2013 nach einer rauschenden Abschlussparty am Abend davor hie\u00df es erneut Kofferpacken und Abschied nehmen. Dann ging es mit dem Shuttle nach Berlin, wo man sich nach 10 Tagen vegetarischer Kost erstmal einen fetten D\u00f6ner g\u00f6nnte \ud83d\ude09 Wie sich herausstellte, hatte ich Henrike, die Freiwillige die nach Brest geht, als Weggef\u00e4hrtin, also machten wir uns gemeinsam zum ZOB am Funkturm auf und gelangten nach einigem Durcheinander in den richtigen Bus. Hier ging das Abenteuer schon los \u2013 absolut niemand im Bus verstand eine Silbe Deutsch oder Englisch. Auf Henrikes verunsicherten Blick hin konnte ich nur ein saloppes \u201eWillkommen in (Wei\u00df)Russland\u201c erwidern. Als dann kurz nach Abfahrt aus Berlin auch noch eine sowjetische Serie auf voller Lautst\u00e4rke im Bus anlief bekam ich mich beim Anblick von Henrikes Gesicht einen schieren Lachanfall \ud83d\ude09<\/p>\n<p>Die n\u00e4chsten 12 Stunden auf den Stra\u00dfen Polens verbrachten wir dem Versuch, einfach durchzuschlafen; die nahende Grenzkontrolle schlug uns jedoch ziemlich auf den Magen. Diese verlief dann Gottseidank ohne gr\u00f6\u00dfere Zwischenf\u00e4lle, sodass wir gegen Mittag in Brest einfuhren. Dort besorgte ich uns erstmal wei\u00dfrussische Rubel sowie eine Einweg-SIMKarte f\u00fcr Touristen; lieferte Henrike bei Ihrer Ansprechperson ab und machte mich weiter nach Pinsk auf.<\/p>\n<p>Ich m\u00fcsste l\u00fcgen w\u00fcrde ich behaupten, dass ich die W\u00e4lder, Felder und H\u00fctten, an denen mich die kommenden 3 Stunden mein Weg vorbeif\u00fchrte, optisch ansprechend gefunden h\u00e4tte; auch als ich endlich am Pinsker Busbahnhof ausstieg f\u00fchlte ich mich eher wie in einem Dorf, als in einer Kreisstadt mit 130.000 Einwohnern.<\/p>\n<p>Mich empfing eine nette Praktikantin, die mich per Taxi zu meiner vorl\u00e4ufigen Wohnung chauffierte und dabei mit Fragen \u00fcber Deutschland l\u00f6cherte. Am Ziel angekommen, lernte ich meine Ansprechperson Marina kennen, die als Deutschlehrerin an meinem Gymnasium arbeitet, direkt neben mir wohnt und super herzlich ist \u2013 als sie h\u00f6rte, dass ich tags\u00fcber nichts in den Magen bekommen hatte, wollte sie nichts mehr von mir h\u00f6ren, bis ich zustimmte, sie in ihre Wohnung zu begleitet und mich von ihr bekochen zu lassen. Dabei machte ich auch gleich Bekanntschaft mit ihrer restlichen Familie, bei der es sich um wahnsinnig sympathische Leute handelt. Nach einer kurzen Stadtbesichtigung in Form eines Spazierganges hob sich meine Laune recht schnell, gibt es doch ein sch\u00f6nes kleines Zentrum mit aufger\u00e4umten Stra\u00dfen, alten Kirchen und H\u00e4usern sowie vielen Gr\u00fcnanlagen ganz in meiner N\u00e4he. Meine Wohnung ist auch sehr gepflegt und gem\u00fctlich, ich schlief also an diesem Tag ersch\u00f6pft, aber mit positiven Gedanken ein.<\/p>\n<p>Am Dienstag konnte ich lange ausschlafen und mich anschlie\u00dfend selbst ein bisschen auf Erkundungstour in den nahen Lebensmittelladen begeben. Nachmittags ging es dann mit dem Bus zur Schule, wo ich Bekanntschaft mit dem Direktor und den anderen Deutschlehrerinnen machte. Die anschlie\u00dfenden Stunden bestanden darin, in verschiedene Klassen gef\u00fchrt zu werden, wo ich mich dann jedes Mal vor Sch\u00fclern mit weit aufgerissenen Augen vorstellen musste. Auch ein wenig hospitieren durfte ich, aber dies war noch zu wenig als dass ich euch schon einen richtigen Eindruck mitteilen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Nach der Schule kommandierte Marina dann 2 Sch\u00fcler aus der 10. dazu ab, mit mir durch die Stadt spazieren zu gehen. Ihre anf\u00e4ngliche Demotivation verflog sehr schnell mit meinen ersten S\u00e4tzen auf Russisch und schon bald waren wir in ein tiefes und langandauerndes Gespr\u00e4ch \u00fcber Belarus, Deutschland und die Welt vertieft. Nebenbei wurde mir Pinsk gezeigt, und so wurden aus einem kurzen Spaziergang 4 volle Stunden, in denen ich erfolgreich die Barriere zu den Jugendlichen hier durchbrach und meine ersten Freundschaften kn\u00fcpfte \ud83d\ude42<\/p>\n<p>Die kommenden 2 Tage verliefen sehr \u00e4hnlich, ich arbeitete (noch) Teilzeit, indem ich mir die Arbeit der anderen Lehrer ansah sowie Texte f\u00fcr die Schule \u00fcbersetzte und Pr\u00e4sentationen f\u00fcr Sch\u00fcler einer deutschen Partnerschule, welche wir kommende Woche erwarten, erstellte. Die Nachmittage k\u00fcmmerte ich mich dann um wichtige Formalien wie der Aufsetzung eines Mietvertrages f\u00fcr meine k\u00fcnftige Wohnung (in 2 Wochen ziehe ich um) sowie die Registrierung bei der Migrationsbeh\u00f6rde. Dabei merkt man als Ausl\u00e4nder dem Land seine B\u00fcrokratie sehr stark an, ohne die tatkr\u00e4ftige Unterst\u00fctzung Marinas w\u00e4re ich an der schieren Anzahl an \u00c4mtern und Vorschriften sicherlich gescheitert. Die \u00fcbrige Zeit verbrachte ich mit meinen neuen Freunden, wobei ich heute h\u00f6flich darauf hingewiesen wurde, dass ich mich doch bitte nicht alleine mit Sch\u00fclerinnen treffen m\u00f6chte; dies w\u00e4re nicht so gern gesehen. Ansonsten bin ich aber wahnsinnig froh \u00fcber die neuen sozialen Kontakte, ist es doch wundersch\u00f6n beim einsamen Aufwachen in der kalten Wohnung auf WhatsApp gefragt zu werden, wie es mir denn gehe und was man heute zusammen unternehmen m\u00f6ge \ud83d\ude42 Am Sonntag habe ich schon eine Kinoverabredung f\u00fcr Stephen Kings \u201eES\u201c (ein Gl\u00fcck, dass ich den nicht alleine sehen muss) und am 1. Oktober m\u00f6chte man mit mir zusammen das \u00f6rtliche Stadtfest besuchen.<\/p>\n<p>Am Montag beginnt dann das Programm f\u00fcr die deutschen Austauschsch\u00fcler, bei dem ich herzlich eingeladen bin teilzunehmen. Die Woche drauf f\u00e4ngt dann mein Arbeitsalltag erst richtig an, ich werde euch dann auf jeden Fall berichten wenn ich mich eingelebt und etwas mehr Impressionen gesammelt habe! Jetzt geht es mich jedoch erstmal mit dem Bus nach Minsk, wo ich zusammen mit den anderen Freiwilligen an einem Einf\u00fchrungsseminar zum Thema Belarus vom Goetheinstitut teilnehmen werde; ich freue mich also schon auf das Wiedersehen mit den Belarus-Homies sowie erste Blicke auf die Landeshauptstadt!<\/p>\n<p>Jetzt geht mir leider langsam aber sicher der Laptopakku zur Neige, und da es im Bus keine Steckdosen gibt, muss ich mich an dieser Stelle von euch verabschieden!<\/p>\n<p>Was interessiert euch besonders, worauf soll ich meinen Fokus bei kommenden Beitr\u00e4gen legen, zu welchen Themen k\u00f6nnte ich einen Extrabeitrag erstellen? Ich bin gespannt auf eure Anregungen!<\/p>\n<p>Bis dahin wie immer<\/p>\n<p>Machts gut und habt euch lieb!<\/p>\n<p>PS: Fotos werde ich irgendwann seperat hochladen \ud83d\ude42<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>PPS: Shoutout an Katha Faber aus Dresden: Ja ich finde es auch unm\u00f6glich dass ich dich in meinem letzten Beitrag\u00a0<strong>Nicht Exklusiv<\/strong> namentlich erw\u00e4hnt habe, und ich sch\u00e4me mich daf\u00fcr XD. Es war eine tolle Zeit mit dir und ich habe \u00a0dich in mein Herz geschlossen; ich hoffe du erkennst die Bedeutung dieser Worte an! Das folgende Foto ist zu deinen Ehren! Ganz viel Spa\u00df in Buenos Aires \u00a0und sei bitte nicht mehr b\u00f6se \ud83d\ude42 \u00a0Dein Mr. Romantic<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-105\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/mrromanticisreadyforbelarus\/files\/2017\/09\/WhatsApp-Image-2017-09-08-at-23.13.38-300x169.jpeg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"169\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/mrromanticisreadyforbelarus\/files\/2017\/09\/WhatsApp-Image-2017-09-08-at-23.13.38-300x169.jpeg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/mrromanticisreadyforbelarus\/files\/2017\/09\/WhatsApp-Image-2017-09-08-at-23.13.38-768x432.jpeg 768w, https:\/\/kulturweit.blog\/mrromanticisreadyforbelarus\/files\/2017\/09\/WhatsApp-Image-2017-09-08-at-23.13.38.jpeg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hallo Freunde, Ich bin in Belarus! 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