{"id":695,"date":"2012-02-06T12:10:01","date_gmt":"2012-02-06T04:10:01","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/mongolei\/?p=695"},"modified":"2012-02-06T12:28:08","modified_gmt":"2012-02-06T04:28:08","slug":"kulturerlebnisse-weit-weg-von-zu-hause","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/mongolei\/2012\/02\/06\/kulturerlebnisse-weit-weg-von-zu-hause\/","title":{"rendered":"Kulturerlebnisse weit weg von zu Hause"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify\">\u201ekulturweit, kulturweit \u2026 wir reisen mit kulturweit\u201c \u2013 an diesen Mottosong meiner Homezone vom Vorbereitungsseminar erinnere ich mich gerne zur\u00fcck, wo heute vor genau f\u00fcnf Monaten der Freiwilligendienst am Werbellinsee in Berlin begann. Seit dieser Zeit habe ich viele neue Erfahrungen gesammelt \u2013 und zwar auch kulturell, denn schlie\u00dflich bin ich ja ein \u201eKULTUR\u201c-weit-Freiwilliger.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Letztes Wochenende war ich insgesamt zwei Mal in der Staatsoper der Mongolei und konnte mich dort von zwei berauschenden Programmen \u00fcberw\u00e4ltigen lassen. Beim ersten Besuch handelte es sich um ein Oboenkonzert mit gro\u00dfem Symphonieorchester. Die Solistin studierte teilweise auch in Deutschland und so waren v.a. auch viele Deutsche bei diesem Konzert, da eine spezielle Einladung an alle Deutschen herausging.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Der zweite Event war ein Ballett, und zwar Schwanensee von Tschaikowsky. Ich habe mir wirklich lange \u00fcberlegt, dort hin zu gehen, aber eigentlich wollte ich einen freien Sonntag zu Hause haben. Lediglich ein Termin stand an. Ich traf mich am fr\u00fchen Nachmittag mit einer Kollegin von der International School hier in Ulaanbaatar und sprach mit ihr \u00fcber eine m\u00f6gliche Zusammenarbeit. Dann sagte sie, dass sie eigentlich jetzt in Schwanensee gehen w\u00fcrde, auch schon ein Ticket hat, doch zu Hause noch viel zu korrigieren hat. Diese Chance habe ich nat\u00fcrlich sofort beim Schopf gepackt und ihr die Karte abgekauft und das habe ich nicht bereut. Die Inszenierung von Schwanensee hat mir wirklich sehr, sehr gut gefallen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Beide Male sa\u00df ich in der ersten Reihe. F\u00fcr mich als f\u00fcr mongolische Verh\u00e4ltnisse gro\u00dfen Menschen war der freie Raum bei den F\u00fc\u00dfen recht beschr\u00e4nkt, da der ersten Reihe gleich der Orchestergraben anschloss. Dies hatte dann bei Schwanensee nat\u00fcrlich einen kleinen Vorteil, da man so direkt dem Orchester und den T\u00e4nzerinnen und T\u00e4nzern bei ihren Darbietungen zusehen konnte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Eine Sache, die ich jedoch nie verstehen werde, ist die Besucheranzahl bei solchen Veranstaltungen. Nach dem letzten Gong sah ich mich jeweils nochmal um und merkte, dass das Theater h\u00f6chstens zu einem Viertel gef\u00fcllt ist. Nach der Pause ist es dann aber wirklich knapp die H\u00e4lfte der St\u00fchle, die besetzt sind und am Ende des St\u00fccks ist das komplette Theater voll. Das h\u00f6rt man nicht zuletzt an der Lautst\u00e4rke des Applauses. Ein tosender Applaus w\u00e4re niemals so stark beim lediglich zu einem Viertel ausverkauften Haus. Komisch, oder? Daf\u00fcr gibt es nur eine Erkl\u00e4rung: Die Uhrzeit auf den Tickets wird mongolisch interpretiert. Es hei\u00dft also: Es ist sch\u00f6n, wenn Du um 17:00 Uhr da bist, wenn Du \u201eein bisschen\u201c sp\u00e4ter kommst, ist auch nicht so schlimm. Dieses mongolische Verhalten werde ich mir hoffentlich nie angew\u00f6hnen, denn als Deutscher im Ausland muss man schlie\u00dflich das Klischee des \u201eimmer p\u00fcnktlich sein\u201c pflegen und durchhalten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201ekulturweit, kulturweit \u2026 wir reisen mit kulturweit\u201c \u2013 an diesen Mottosong meiner Homezone vom Vorbereitungsseminar erinnere ich mich gerne zur\u00fcck, wo heute vor genau f\u00fcnf Monaten der Freiwilligendienst am Werbellinsee in Berlin begann. Seit dieser Zeit habe ich viele neue Erfahrungen gesammelt \u2013 und zwar auch kulturell, denn schlie\u00dflich bin ich ja ein \u201eKULTUR\u201c-weit-Freiwilliger. 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