{"id":110,"date":"2011-09-19T13:04:56","date_gmt":"2011-09-19T11:04:56","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/mongolei\/?p=110"},"modified":"2011-11-23T20:25:33","modified_gmt":"2011-11-23T12:25:33","slug":"drei-mal-der-falsche-pin-%e2%80%93-kein-geld","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/mongolei\/2011\/09\/19\/drei-mal-der-falsche-pin-%e2%80%93-kein-geld\/","title":{"rendered":"Drei mal der falsche Pin \u2013 kein Geld"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/mongolei\/files\/2011\/09\/DSC_0008.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-111\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/mongolei\/files\/2011\/09\/DSC_0008-300x200.jpg\" alt=\"Ankommen ... und dann erst mal im neuen Zimmer zurecht finden\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/mongolei\/files\/2011\/09\/DSC_0008-300x200.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/mongolei\/files\/2011\/09\/DSC_0008-640x426.jpg 640w, https:\/\/kulturweit.blog\/mongolei\/files\/2011\/09\/DSC_0008-449x300.jpg 449w, https:\/\/kulturweit.blog\/mongolei\/files\/2011\/09\/DSC_0008.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Am sp\u00e4ten Sonntagabend, ja schon fast eher in der Nacht bin ich am Flughafen Dschingis Khaan in Ulan Bator (oder mongolisch Ulaanbaatar) angekommen. Im Flug von Seoul nach Ulan Bator habe ich einen netten Mongolen kennen gelernt, er sa\u00df im Flugzeug neben mir. Er hat mir viel \u00fcber die Mongolei berichtet und mir auch seine E-Mail-Adresse gegeben. Wir wollen uns auf jeden Fall mal einen Tag zum Mittag- oder Abendessen treffen und dann kann er mir seine pers\u00f6nlichen \u201eUB-Highlights\u201c zeigen. Darauf freue ich mich schon sehr. Er war das Sahneh\u00e4ubchen auf dem Kuchen, was die Mongolei angeht \u2013 denn nun war ich mir sicher: Dort wird mich niemand komisch anschauen, sondern eher nett und offen sein. Herzlich wurde ich dann von Khosoo (eine Deutschlehrerin, bei der ich nun wohnen werde), Tsetsegmaa (ebenfalls eine Deutschlehrerin, mit der ich bereits im Voraus viel Kontakt hatte) und Thomas, ein \u201erichtiger\u201c Deutscher, der an der Schule unterrichtet, in der ich nun meinen Freiwilligendienst leisten werde, empfangen. Nach einem Smal-Talk w\u00e4hrend der etwas 30-min\u00fctigen Fahrt von Flughafen zu Wohnung habe ich einen weiteren Eindruck von der Mongolei bekommen. Bei der Autofaht handelte es sich eher um eine Achterbahnfahrt. Man f\u00e4hrt hier zwar auch rechts, aber auch im rechtsgelenkten PKW. Von \u00fcberall, aus allen Ecken kommen Autos \u2013 Ampeln werden nicht immer beachtet, ein Tempo-Limit gibt es offensichtlich auch nicht und w\u00fcrde man anfangen, die Schlagl\u00f6cher zu z\u00e4hlen, m\u00fcsste ich l\u00e4nger als ein Jahr hier bleiben. Ihr k\u00f6nnt euch also vorstellen, wie das Fahren war: Rauf und runter \u2026 links und rechts \u2026 bremsen. Um circa ein Uhr bin ich dann in meinem neuen Zuhause angekommen. Mein Zimmer ist super! Allgemein ist Khosoos Wohnung super und Khosoo selbst auch! Bei uns gibt es kein \u201emein\u201c und kein \u201edein\u201c, sondern nur unser. Wir sind Kollegen und leben zusammen sozusagen in einer WG. Ich verstehe mich super mit ihr. Ihre Oma ist zur Zeit zu Besuch da. In ihrer Wohnung lebe ich in ihrem ehemaligen Arbeitszimmer, das sie extra f\u00fcr mich ger\u00e4umt hat. Mir gef\u00e4llt es wirklich sehr gut! Es war richtig gut, nach zwei sitzenden Schl\u00e4fen auch mal wieder im Liegen zu schlafen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Die erste Nacht war ruhig und entspannt \u2013 doch all diejenigen, die mich kennen, wissen Bescheid: Es ist Montag, Anfang der Schulwoche, ich bin gerade erst letzte Nacht angekommen und trotzdem f\u00e4ngt mein Dienst heute an. Mit Khosoo zusammen bin ich dann also in die Schule, habe die Direktorin besucht und bereits einige Deutsch-Stunden besucht. Mongolen sind sehr gut, was die Aussprache und Grammatik angeht. Manch ein deutscher Sch\u00fcler k\u00f6nnte nicht sofort bestimmen, ob es sich bei einer Verbform um das Pr\u00e4teritum oder um das Perfekt handelt. Daher: Hut ab!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Nach der Schule bin ich mit Tsetsegmaa in Richtung Bank gegangen. Die Tour war eine lustige Reise. Quer durch Baustellen hindurch, auf befahrenen Stra\u00dfen (so etwas wie Gehsteige existieren hier n\u00e4mlich nicht), durch Hinterh\u00f6fe \u2026 ein richtiges Abenteuer! Wie man der \u00dcberschrift entnehmen kann, ist da wohl etwas schief gelaufen. Der liebe Sebastian war n\u00e4mlich so schlau und hat anstatt des Visa-PINs seinen Girokonto-PIN eingegeben. Und das nicht nur einmal, sondern mehr als dreimal! Das war ein fataler Fehler. An dieser Stelle schon mal ein gro\u00dfes Entschuldigung an meine Eltern, die meine Handyrechnung aus der Mongolei bezahlen d\u00fcrfen \u2026 ich musste nat\u00fcrlich bei der Bank anrufen und alles wieder r\u00fcckg\u00e4ngig machen lassen. Nach gef\u00fchlten Stunden hin und her, Diskussionen mit den Bankangestellten hier in Ulan Bator habe ich endlich mongolisches Geld in H\u00e4nden halten k\u00f6nnen. Jetzt ist alles wieder ok. Und weil die Sache mit den PINs so viel Spa\u00df macht, habe ich es dann auch noch geschafft, den PIN f\u00fcr meine mongolische SIM-Karte dreimal falsch einzugeben. Jetzt war der PUK gefragt. Den habe ich Gott sei Dank richtig eingegeben, sodass ab nun meine T-Mobil-Karte in der Mongolei keinen Nutzen mehr findet und ich mobil nur noch mit der mongolischen Nummer zu erreichen bin.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Die Kamera blieb heute den Tag \u00fcber daheim. Deswegen gibt es auch nur das Foto von meinem Zimmer, wir wollen es ja schlie\u00dflich spannend machen. Aber keine Angst: Ich werde nat\u00fcrlich (wie gewohnt) viele Fotos schie\u00dfen und sie euch hier pr\u00e4sentieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Jetzt soll es erstmal genug sein von den allersten Eindr\u00fccken und Erfahrungen. Mein wei\u00df immer gar nicht, ob man alles geschrieben hat, was man eigentlich erz\u00e4hlen wollte, aber naja. Morgen ist auch noch ein Tag. In Khosoos Wohnung habe ich Internet \u2013 aber ich m\u00f6chte es nicht jeden Tag nutzen. Mal sehen, wann mein n\u00e4chster Beitrag kommt. Aber Sorgen muss sich keiner um mich machen!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am sp\u00e4ten Sonntagabend, ja schon fast eher in der Nacht bin ich am Flughafen Dschingis Khaan in Ulan Bator (oder mongolisch Ulaanbaatar) angekommen. Im Flug von Seoul nach Ulan Bator habe ich einen netten Mongolen kennen gelernt, er sa\u00df im Flugzeug neben mir. 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