{"id":580,"date":"2012-06-27T11:17:32","date_gmt":"2012-06-27T08:17:32","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/meru\/?p=580"},"modified":"2012-06-27T11:22:54","modified_gmt":"2012-06-27T08:22:54","slug":"nairobi-meru-kisumu-meru-julia-unterwegs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/meru\/2012\/06\/27\/nairobi-meru-kisumu-meru-julia-unterwegs\/","title":{"rendered":"Nairobi-Meru-Kisumu-Meru; Julia unterwegs"},"content":{"rendered":"<p>Letzte Woche von Sonntag bis Mittwoch war ich mal wieder in Nairobi f\u00fcr ein Lehrerseminar. Das Thema: \u201e Ausspracheunterricht f\u00fcr Lehrer\u201c. Hier wurde nicht etwas die Aussprache trainiert, sondern wir haben uns damit besch\u00e4ftigt, wie wir den Sch\u00fclern die deutsche Aussprache n\u00e4her bringen k\u00f6nnen, da es gewisse Laute wie \u00f6, \u00e4, \u00fc nicht in der Muttersprache vorhanden sind. In der Schule wurden in diesen Tagen mal wieder Pr\u00fcfungen geschrieben und am Freitag verabschiedeten sich die Sch\u00fcler um bis Montag ein Wochenende zu Hause zu verbringen. Keine Schule \u2013 Zeit zum Reisen!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Mein eigentlicher Plan war nach Mombasa zu fahren, aber da ich am Mittwoch kr\u00e4nkelte, beschloss ich von Nairobi nach Meru zu fahren. Da ich aber nicht zu Hause sitzen wollte, beschloss ich am Samstag nach Kisumu zu fahren. Ich war den ganzen Tag im Matatu unterwegs und erreichte erst gegen 21 Uhr Kisumu.<\/p>\n<p>Die Route: Meru \u2013 Nanyuki \u2013 Nyahururu \u2013 Nakuru \u2013 Londiani \u2013 Muhoroni \u2013 Kisumu<\/p>\n<p>Die Fahrt war lange und anstrengend, aber auch spannend, man f\u00e4hrt ja nicht alle Tage durchs Rift Valley. Anstrengend war es, weil es von Nakuru bis Kisumu nicht \u00fcber die geteerte Stra\u00dfe, sondern eine Ersatzpiste neben der Stra\u00dfe, ging. Neben uns die im Bau befindliche neue Stra\u00dfe. Sehr deprimierend\u2026<\/p>\n<p>In Kisumu fand sich ein hilfsbereiter Kenianer, der mir zeigte wo die Taxis zu finden sind und das Taxi brachte mich dann sicher zu meiner Unterkunft und der Taxifahrer lie\u00df mich nat\u00fcrlich nicht alleine ins Hotel gehen, nein er versicherte sich, dass ich auch ja ein Zimmer dort finde.<\/p>\n<p>Am Sonntagmorgen wollte ich nat\u00fcrlich den Victoriasee sehen und da es in dem Hotel eine Dachterrasse gab erklomm ich die Stufen bis auf das Dach und verschaffte mir so einen ersten \u00dcberblick \u00fcber Kisumu.<\/p>\n<p>So fr\u00fch am Morgen (9 Uhr) war in Kisumu noch nichts los und ich lief ziellos durch die Stra\u00dfen, bis ich meine neue Unterkunft aufsuchte, die n\u00e4her am Busbahnhof lag, weil ich ja am Montag fr\u00fch los musste. Von dort ging es mit einem Motorradtaxi (Boda Boda) zum Kibuye Market, auf dem Obst, Gem\u00fcse, Kleidung, Schuhe, Seile, T\u00f6pfe, einfach alles verkauft wurde. Da es die Nacht vorher geregnet hatte, war es einfach nur matschig und nicht sehr sch\u00f6n, deshalb beendete ich den Marktbesuch auch recht bald. Stattdessen besuchte ich die katholische Kirche in der N\u00e4he und wie es der Zufall so wollte, war um 11 Uhr auch ein Gottesdienst.<\/p>\n<p>Nach dem Gottesdienst war die Frage, was fange ich mit dem Tag noch an. Aus dem Reisef\u00fchrer wusste ich, dass es am See einen Hippo Point gibt, liegt zwar am anderen Ende der Stadt, aber ich hab ja schlie\u00dflich Zeit. Nach einer Stunde Spaziergang erreichte ich diesen Ort, doch leider lie\u00df sich kein einziges Nilpferd, oder hier besser Seepferd, blicken. Daf\u00fcr gab es in der N\u00e4he einen sehr exklusiven Yacht Club und angeblich bekommt man da auch was zu Essen. Hunger hatte ich mittlerweile nun doch. Aber ein Club w\u00e4re kein Club, wenn man keine Mitgliedschaft braucht. Also h\u00e4tte ich mir f\u00fcr 300 KSH eine Tagesmitgliedschaft erwerben m\u00fcssen, nat\u00fcrlich nachdem ich mich im G\u00e4stebuch registriert hatte. Irgendwie wollte aber dann keiner Geld von mir. Auch gut. Im Club waren \u00fcberwiegend Inder und einige Europ\u00e4er.<\/p>\n<p>Als ich mir eine Cola geholt hatte, sprach mich ein \u00e4lterer Inder an: \u201eDenken Sie nichts B\u00f6ses, wir haben zu viel gekocht und wollten fragen, ob sie uns Gesellschaft leisten m\u00f6chten.\u201c Ja, klar will ich, wann sag ich zu Essen schon mal nein? So kam es, dass ich an diesem Nachmittag neben dem Chairman des Clubs sa\u00df, mit indischer K\u00fcche und Rum-Cola und unterhaltsamen Gespr\u00e4chen \u201everw\u00f6hnt\u201c wurde. Zum Abschluss gab es noch ein Gruppenfoto und einer der M\u00e4nner setzte mich in der Stadt ab. Rechtzeitig bevor der t\u00e4gliche Regenguss kam.<\/p>\n<p>Das Leben ist schon manchmal komisch. Jetzt gerade (Montagmorgen) sitze ich seit zwei Stunden im Matatu nach Kericho und warte darauf, dass es endlich voll wird und abf\u00e4hrt, aber der \u201eMatatugott\u201c meint es gerade nicht gut mit mir\u2026<\/p>\n<p>Insgesamt habe ich \u00fcber vier Stunden gewartet und bis ich dann in Nakuru war, war es auch schon 17 Uhr. Zum Gl\u00fcck war hier der \u201eMatatugott\u201c gn\u00e4diger, stellte mir einen hilfsbereiten Kenianer an die Seite, der mich zu einem Matatu nach Nanyuki brachte, wo nur noch ich gefehlt habe und dann ging es von hier auch schon weiter. In Nanyuki kam ich um 20 Uhr an und eigentlich f\u00e4hrt angeblich das letzte Matatu um 19 Uhr von hier nach Meru. Das ist so wohl nicht ganz richtig. Denn das wirklich letzte ist mit mir um 21 Uhr gefahren und um 22:30 Uhr konnte ich endlich m\u00fcde und ersch\u00f6pft in mein Bett fallen.<\/p>\n<p>Das war es mal wieder von mir, anbei ein paar <a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/meru\/kisumu\/\">Bilder<\/a> und am Freitag fahre ich dann nach Eldoret um Nadja (eine Deutsche die dort an der Schule unterrichtet) zu besuchen. Liebste Gr\u00fc\u00dfe und es sind weniger als 40 Tage, dann bin ich leider oder auch sch\u00f6n so, wieder in Deutschland.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Letzte Woche von Sonntag bis Mittwoch war ich mal wieder in Nairobi f\u00fcr ein Lehrerseminar. Das Thema: \u201e Ausspracheunterricht f\u00fcr Lehrer\u201c. 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