{"id":413,"date":"2012-04-25T19:28:58","date_gmt":"2012-04-25T17:28:58","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/meru\/?p=413"},"modified":"2012-05-04T13:59:30","modified_gmt":"2012-05-04T11:59:30","slug":"dem-himmel-so-nah","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/meru\/2012\/04\/25\/dem-himmel-so-nah\/","title":{"rendered":"Dem Himmel so nah"},"content":{"rendered":"<p>Manchmal frage ich mich, ob Matatufahrer keine Angst vor dem Tod haben. Vermutlich nicht, sonst w\u00fcrden sie nicht so fahren wie sie es tun.<\/p>\n<p>Als ich mich heute auf den Weg nach <a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/meru\/nyeri\/\">Nyeri<\/a> machte hatte das Wetter gerade seinen Tiefpunkt. Die Sonne war hinter den Wolken verborgen und es sah so aus als w\u00fcrde es gleich regnen. So gro\u00df war auch meine Lust alleine nach Nyeri zu fahren. Der einzige Grund weshalb ich es dann doch gemacht habe war die \u00dcberlegung, dass ich mich vermutlich \u00e4rgern w\u00fcrde, wenn ich zuhause bleibe. (Und ja ich glaub das h\u00e4tte ich getan, denn der Tag war sch\u00f6n)<\/p>\n<p>Leider gibt es keine direkte Matatuline nach Nyeri, ich musste erst nach Nanyuki und dann von dort weiter nach Nyeri. Nach Nanyuki zu kommen war kein Problem und das Matatu war auch recht schnell (20-30 Minuten) voll und fuhr los. Irgendwie hat der Fahrer heut auf der Strecke einen neuen Rekord aufgestellt, denn genau eine Stunde sp\u00e4ter war ich in Nanyuki. Aber das war nicht das Ziel der Reise. Also auf und ein Matatu nach Nyeri gesucht. Gesucht gefunden und dann hie\u00df es WARTEN! Das wird definitiv niemals meine Lieblingsbesch\u00e4ftigung. Und ich wartete und wartete. Insgesamt zwei Stunden. Ich hab mich w\u00e4hrenddessen schon gefragt ob ich am Ende irgendwo \u00fcbernachten muss, was eigentlich wirklich nicht mein Plan war. Aber gut nach zwei Stunden, so gegen halb eins ging es dann endlich weiter. Und nach unz\u00e4hligen Zwischenstopps kamen wir eine Stunde sp\u00e4ter in Nyeri an.<\/p>\n<p>Was soll ich sagen, so sch\u00f6n ist die Stadt jetzt nicht, aber es gibt hier das Grab des Pfadfindergr\u00fcnders Lord Robert Baden-Powell und das habe ich besucht. Neben einer gro\u00dfen Moschee gibt es auch noch eine Kathedrale und vermutlich auch noch viele weitere kleine Kirchen. Ich hab die Moschee nur von au\u00dfen gesehen, aber ich muss sagen, dass sie sehr sch\u00f6n ist (zumindest das was ich gesehen habe). Die Kathedrale habe ich auch wirklich besucht und die k\u00f6nnte so auch gut und gerne in Deutschland stehen, ich finde sie sch\u00f6n. Was allerdings wirklich auff\u00e4llig ist und bisher noch nicht erw\u00e4hnt wurde: Jede katholische Kirche hat eine Empore, aber liebste Lisa wenn du hier die Orgel suchst, dann suchst du vergeblich. Es gibt n\u00e4mlich keine Orgeln hier. Ich habe zumindest noch keine gesehen.<\/p>\n<p>Nach meinem kleinen Rundgang bin ich dann noch ein wenig die Stra\u00dfen auf und ab gelaufen, eigentlich auf der Suche nach meinem Matatu nach Nanyuki, aber irgendwie habe ich dann das geschafft, was mir den ganzen Tag nicht passiert ist: Ich habe mich verlaufen!<\/p>\n<p>Keine Angst, ich wurde nicht \u00fcberfallen, ich wusste nur einfach nicht mehr in welche Richtung ich gehen muss um zum Busbahnhof zukommen. Ich hab dann bei einem Matatufahrer nach dem Weg gefragt und der hat mir angeboten, mich mit zum Busbahnhof zu nehmen. Was f\u00fcr ein Gl\u00fcck und was f\u00fcr eine nette Geste.<\/p>\n<p>Das Matatu nach Nanyuki war zum Gl\u00fcck schon gut besetzt und ist nach 30 Minuten losgefahren. Und um den Titel des Eintrages aufzul\u00f6sen, ich habe mich heute mehrmals dem Himmel so richtig nah gef\u00fchlt und das lag nicht nur an der Fahrweise der Matatufahrer, sondern auch an der Tatsache, dass die Wolken heute so richtig tief hangen und auf unserem Heimweg \u00f6ffneten sie dann auch noch alle Schleusen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/meru\/files\/2012\/04\/DSC00952.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-414\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/meru\/files\/2012\/04\/DSC00952.jpg\" alt=\"\" width=\"778\" height=\"584\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/meru\/files\/2012\/04\/DSC00952.jpg 778w, https:\/\/kulturweit.blog\/meru\/files\/2012\/04\/DSC00952-300x225.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/meru\/files\/2012\/04\/DSC00952-640x480.jpg 640w\" sizes=\"(max-width: 778px) 100vw, 778px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Nun denn, ich bin wieder wohlbehalten in Meru angekommen, habe den Tag genossen und bin froh, dass ich mich heute Morgen auf den Weg gemacht habe. Unteranderem auch wegen folgender Aussage: \u201eWill you marry me?\u201c und wegen der Tatsache, dass man ja nicht nur H\u00fchner im Bus transportieren kann, nein wir hatten heute auch zwei Schafe als Begleitung. Und weil es mir grad noch einf\u00e4llt, meine Hausschafe haben Zuwachs bekommen, es gibt jetzt noch ein kleines wei\u00dfes Sch\u00e4fchen \ud83d\ude42<\/p>\n<p>Liebste Gr\u00fc\u00dfe aus dem S\u00fcden und bis bald mal wieder, Eure Julia.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Manchmal frage ich mich, ob Matatufahrer keine Angst vor dem Tod haben. Vermutlich nicht, sonst w\u00fcrden sie nicht so fahren wie sie es tun. 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