{"id":410,"date":"2012-04-24T15:33:44","date_gmt":"2012-04-24T13:33:44","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/meru\/?p=410"},"modified":"2012-04-24T15:33:44","modified_gmt":"2012-04-24T13:33:44","slug":"regenzeit-im-sprachkosmos","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/meru\/2012\/04\/24\/regenzeit-im-sprachkosmos\/","title":{"rendered":"Regenzeit im Sprachkosmos"},"content":{"rendered":"<p>Es ist alles noch gr\u00fcner geworden, als es hier eh schon war. Wobei, gut der Rasen sah aus wie deutscher Rasen nach drei Wochen Sonnenschein ohne Regen. Jetzt ist er wieder saftig gr\u00fcn. Wer jetzt aber denkt, dass es jeden Tag von fr\u00fch bis sp\u00e4t regnet, der irrt. Oft ist es tags\u00fcber richtig sch\u00f6n und warm. Der Regen kommt meist in der Nacht, oder am Morgen so gegen f\u00fcnf. Und wenn es dann erst mal regnet h\u00f6rt es so schnell nicht mehr auf. Aber es gibt durchaus einen Temperaturunterschied. Bin ich sonst fr\u00fch immer mit kurzer Hose aus dem Haus, so ist es jetzt angenehm eine lange Hose am morgen zu tragen, es ist frisch.<\/p>\n<p>So genug vom Wetter. Es stellt sich doch eher die Frage: &#8222;Julia was machst du und wo warst du und wie war es da wo du warst?&#8220;<\/p>\n<p>Wie Ihr ja schon in den News lesen konntet, war ich die letzte Woche in Nairobi bei einem Workshop vom Goethe Institut (GI). Ich war da aber nicht als Teilnehmerin, sondern eher als Betreuerin f\u00fcr die Sch\u00fcler. Der Workshop war f\u00fcr Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler, die in der Schule Deutsch lernen. Um an diesem Workshop teilnehmen zu k\u00f6nnen mussten sich die Sch\u00fcler mit einer schriftlichen\/k\u00fcnstlerischen Arbeit bewerben. In dieser Arbeit sollten sie sich dem Thema &#8222;Mehrsprachigkeit&#8220; widmen. Es haben sich ca. 50 Sch\u00fcler beworben und 20 wurde ausgew\u00e4hlt um am Workshop teilzunehmen. W\u00e4hrend des Workshops, der den Titel &#8222;Sprachkosmonauten&#8220; trug, setzten sich die Sch\u00fcler mit ihrer eigenen Mehrsprachigkeit auseinander und entwickelten kurze Theaterszenen in denen die verschiedensten Sprachen gesprochen wurden.<\/p>\n<p>Sch\u00fcler in Kenia lernen meist zuhause ihre Muttersprache (=Stammessprache) und vermutlich auch schon Kisuaheli. In der Schule f\u00e4ngt bereits in der ersten Klasse der Englischunterricht an und Kisuaheli wird so unterrichtet, wie bei uns Deutsch. In der High School haben Sch\u00fcler dann oft noch die Wahl eine Fremdsprache zu lernen. So kommt es, dass viele Kinder mindestens drei Sprachen sprechen: ihre Muttersprache, Englisch und Kisuaheli. Neben Kisuaheli spricht die Jugend &#8222;Sheng&#8220; das ist eine Jugendsprache, die sehr wandelbar ist und sich st\u00e4ndig \u00e4ndert.<\/p>\n<p>Der Workshop war eigentlich echt recht sch\u00f6n und die Unterbringung in &#8222;Corat Africa&#8220; war wirklich toll. Warmes Wasser, wenn man den Wasserhahn f\u00fcr warmes Wasser aufdreht, ein gro\u00dfes Bett mit einer harten Matratze und super abwechslungsreiches Essen und es gab sogar Nudeln. JUHU!!! Einziger Nachteil, die Sch\u00fcler kennen die T\u00fcrklinke nicht und haben st\u00e4ndig die T\u00fcren zugeschmissen und das hat wunderbar gescheppert, weil das Haus so hellh\u00f6rig war und schlafen wollten sie um 22 Uhr auch nicht. So kam es, dass ich mich meist um halb zw\u00f6lf nochmal aus dem Bett bem\u00fcht habe und kontrolliert habe ob auch alle in IHREN Zimmern sind und nicht im Nachbarzimmer.<\/p>\n<p>Wehm\u00fctig habe ich mich dann von Nairobi am Sonntag verabschiedet, ich dachte ja nicht, dass ich Nairobi lieben k\u00f6nnte, aber jetzt hier in der Kleinstadt Meru fehlt mir Nairobi schon ein wenig. Schon allein die Tatsache, dass man gut essen gehen kann und auch die Tatsache, dass es hier andere Freiwillige gibt, die man treffen kann und mit denen man was zusammen machen k\u00f6nnte&#8230;<\/p>\n<p>Nun ja ich will mich nicht beklagen, es gibt auch hier nette Menschen und morgen werd ich einfach alleine einen Ausflug nach Nyeri machen, mal sehn was es dort spannendes gibt.<\/p>\n<p>Also dann, liebe Gr\u00fc\u00dfe und auf bald, eure Julia.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist alles noch gr\u00fcner geworden, als es hier eh schon war. Wobei, gut der Rasen sah aus wie deutscher Rasen nach drei Wochen Sonnenschein ohne Regen. Jetzt ist er wieder saftig gr\u00fcn. 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