{"id":258,"date":"2017-03-08T23:35:55","date_gmt":"2017-03-08T21:35:55","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/?p=258"},"modified":"2017-03-09T00:13:01","modified_gmt":"2017-03-08T22:13:01","slug":"geschichten-aus-sofiablagoevgradrilaskopje-und-bukarest","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/2017\/03\/08\/geschichten-aus-sofiablagoevgradrilaskopje-und-bukarest\/","title":{"rendered":"Geschichten aus Sofia,Blagoevgrad,Rila,Skopje und Bukarest"},"content":{"rendered":"<h2>Spontan (heraus)geputzt im Arch\u00e4ologischen Museum in Sofia<\/h2>\n<h2>Oktober 2016<\/h2>\n<p>&#8222;May the road rise to meet you, may the wind&#8230;&#8220;. Next. &#8222;Cantiiicooorum&#8230;&#8220;. Next. Ich bl\u00e4ttere meine Noten um. Eingeh\u00fcllt in eine viel zu lange und breite, dunkelblaue Chorkleidung (Kommentar meines Chorleiters: liiiittle bit too big, but well, it\u00b4s a gown. Haha.), kombiniert mit einem rot-wei\u00dfen Schal und \u00a0mit einer schwarzen Mappe in der Hand stehe ich im geschm\u00fcckten und (heraus)geputzen (u.a. mit dem dunkelblauen, staubanziehenden Stoff meiner Chorkleidung \ud83d\ude09 )Arch\u00e4ologischen Museum in Sofia. Zu einem Event der AUBG, der Amerikanischen Universit\u00e4t in Blagoevgrad, sind viele Leute in feinen Anz\u00fcgen, schicken Kleidern und verboten hohen St\u00f6ckelschuhen gekommen und wir geben ihnen das Ergebnis unserer langen Probenarbeit zum Besten. Okay, zugegeben- der langen Probenzeit der anderen&#8230; Ich staune ehrlich gesagt immer noch dar\u00fcber, \u00fcberhaupt hier zu sein: Vor genau zwei Wochen war ich erst in den Chor gekommen, habe alle St\u00fccke bisher nur h\u00f6chstens zwei Mal gesungen und in meiner dritten(!) Probe erfuhr ich dann, dass ich bei dem n\u00e4chsten Auftritt schon mitwirken sollte. Ich war ziemlich verbl\u00fcfft, da ich fest davon ausgegangen war, noch gar nicht mitsingen zu d\u00fcrfen, freute mich dadurch aber umso mehr auf mein erstes AUBG Choir Konzert. Ja, und so kommt es, dass ich jetzt begeistert in einem Museum stehe und mich durch s\u00e4mtliche Strophen englischer und lateinischer Lieder k\u00e4mpfe. Ein Gl\u00fcck, dass sie nicht auf Bulgarisch sind&#8230; das h\u00e4tte ich garantiert nicht so schnell vom Blatt hingekriegt.<\/p>\n<p>Die letzten T\u00f6ne des Klaviers erklingen. Der Applaus rauscht in meinen Ohren. Geschafft. Sogar fast ohne Textverdreher. Ich l\u00e4chele. Ich bin froh, finde unseren Auftritt ziemlich gelungen und folge schlie\u00dflich den anderen S\u00e4nger_innen zur Seite, wo unsere Taschen stehen und ziehe mich um. Kurz darauf kommt Helli (Freiwillige in Plovdiv) zu mir, die im Anschluss mit mir nach Blagoevgrad fahren will, und berichtet, dass sie das Event auch sehr sch\u00f6n fand.<\/p>\n<div id=\"attachment_250\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/files\/2016\/11\/IMG-20161026-WA0006.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-250\" class=\"wp-image-250 size-large\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/files\/2016\/11\/IMG-20161026-WA0006-1024x576.jpg\" width=\"640\" height=\"360\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/files\/2016\/11\/IMG-20161026-WA0006-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/files\/2016\/11\/IMG-20161026-WA0006-300x169.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/files\/2016\/11\/IMG-20161026-WA0006-768x432.jpg 768w, https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/files\/2016\/11\/IMG-20161026-WA0006-750x422.jpg 750w, https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/files\/2016\/11\/IMG-20161026-WA0006.jpg 1600w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-250\" class=\"wp-caption-text\">Der AUBG-Choir<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>&#8222;Schau mal, das ist doch bestimmt der Weg!&#8220;<\/h2>\n<h2>Oktober 2016<\/h2>\n<p><strong>Freitagabend bei dem Chorauftritt in Sofia:<\/strong><\/p>\n<p>&#8222;&#8230;&#8230;It\u00b4s quite easy. I\u00b4m shure you\u00b4ll find the way. You just have to find this statue&#8230;&#8220; Katy, eine Studentin aus meinem Chor, steht lachend vor Helli und mir, breitet ihre Arme aus und lehnt sich zur Seite. &#8222;Ah I know it!&#8220;, sage ich sofort,lache und habe dieses Bild vor Augen:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/files\/2017\/03\/IMG_4211.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-386 size-medium\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/files\/2017\/03\/IMG_4211-300x200.jpg\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/files\/2017\/03\/IMG_4211-300x200.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/files\/2017\/03\/IMG_4211-768x512.jpg 768w, https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/files\/2017\/03\/IMG_4211.jpg 1024w, https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/files\/2017\/03\/IMG_4211-750x500.jpg 750w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Am Samstagmittag in Blagoevgrad:<\/strong><\/p>\n<p>Mit Wanderschuhen, Wasserflaschen und nat\u00fcrlich meiner Kamera gewappnet, stehen Helli und ich vor der gro\u00dfen Statue und suchen den Weg zum riesigen wei\u00dfen Kreuz, das man von so ziemlich jedem Platz der Stadt sichten kann. Auch jetzt, wie wir so vor der Statue stehen, k\u00f6nnen wir das auf dem Berg thronende wei\u00dfe Kreuz gut sehen- nur dummerweise den Weg dorthin nicht. Trotzdem steigen wir entschlossen die Treppenstufen hinter der Statue hinauf und nehmen den n\u00e4chstbesten Pfad, der einigerma\u00dfen nach &#8222;Weg&#8220; aussieht. Pl\u00f6tzlich stehe ich vor einem gr\u00fcn gestrichenen Gel\u00e4nder und sehe dahinter eine breite Treppe. Ahh, endlich haben wir den richtigen Weg gefunden, denke ich und klettere schnell \u00fcber das Gel\u00e4nder. Einige Treppenstufen sp\u00e4ter stehe ich an einem wundersch\u00f6nen Platz.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/files\/2017\/02\/IMG_4432.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-356 size-large\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/files\/2017\/02\/IMG_4432-1024x682.jpg\" width=\"640\" height=\"426\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/files\/2017\/02\/IMG_4432.jpg 1024w, https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/files\/2017\/02\/IMG_4432-300x200.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/files\/2017\/02\/IMG_4432-768x512.jpg 768w, https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/files\/2017\/02\/IMG_4432-750x500.jpg 750w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Schnell ein paar Fotos, weiter geht\u00b4s. Munter laufen Helli und ich den Berg hinauf, kl\u00f6nen fr\u00f6hlich und freuen uns \u00fcber den sch\u00f6nen Anblick des bunten Waldes.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/files\/2017\/02\/IMG_4434.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-360 size-large\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/files\/2017\/02\/IMG_4434-1024x682.jpg\" width=\"640\" height=\"426\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/files\/2017\/02\/IMG_4434.jpg 1024w, https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/files\/2017\/02\/IMG_4434-300x200.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/files\/2017\/02\/IMG_4434-768x512.jpg 768w, https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/files\/2017\/02\/IMG_4434-750x500.jpg 750w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Der Tatsache, dass der Weg immer schmaler wird, geben wir dabei nur wenig Beachtung. Doch als wir uns mitten im Gestr\u00fcpp wiederfinden und uns regelrecht durch die B\u00fcsche schlagen m\u00fcssen, kommt mir der leise Verdacht, dass wir wieder vom offiziellen Weg abgekommen sein mussten. Unwissend, wo dieser aber sein sollte und mit positiver \u00dcberzeugung (auf einen kleinen zugewucherten Pfad zeigend:&#8220;Ach, schau mal, das ist doch bestimmt der Weg!&#8220;) wandern wir jedoch trotzdem weiter querfeldein, immer das gro\u00dfe wei\u00dfe Kreuz im Visier.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/files\/2017\/02\/IMG_4455.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-357 size-large\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/files\/2017\/02\/IMG_4455-1024x682.jpg\" width=\"640\" height=\"426\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/files\/2017\/02\/IMG_4455.jpg 1024w, https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/files\/2017\/02\/IMG_4455-300x200.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/files\/2017\/02\/IMG_4455-768x512.jpg 768w, https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/files\/2017\/02\/IMG_4455-750x500.jpg 750w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Ich lasse meine Beine baumeln und schaue in die Ferne. Helli und ich sitzen gem\u00fctlich auf der Empore, auf der das wei\u00dfe Gipfelkreuz gebaut wurde, und staunen. Wir staunen dar\u00fcber, wie viel Spa\u00df es doch gemacht hat, s\u00e4mtliche \u00c4ste energisch beiseite zu schieben und sich etwas uninformiert und planlos selbst einen eigenen Weg zum Ziel zu suchen. Wir staunen dar\u00fcber, angekommen zu sein. Wir staunen \u00fcber die wundervolle Aussicht und den Blick auf die ganze Stadt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/files\/2017\/02\/IMG_4480.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-359 size-full\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/files\/2017\/02\/IMG_4480.jpg\" width=\"454\" height=\"682\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/files\/2017\/02\/IMG_4480.jpg 454w, https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/files\/2017\/02\/IMG_4480-300x451.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 454px) 100vw, 454px\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/files\/2017\/02\/IMG_4476.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-358 size-large\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/files\/2017\/02\/IMG_4476-1024x682.jpg\" width=\"640\" height=\"426\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/files\/2017\/02\/IMG_4476.jpg 1024w, https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/files\/2017\/02\/IMG_4476-300x200.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/files\/2017\/02\/IMG_4476-768x512.jpg 768w, https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/files\/2017\/02\/IMG_4476-750x500.jpg 750w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/files\/2017\/02\/IMG_4487.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-355 size-large\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/files\/2017\/02\/IMG_4487-1024x682.jpg\" width=\"640\" height=\"426\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/files\/2017\/02\/IMG_4487.jpg 1024w, https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/files\/2017\/02\/IMG_4487-300x200.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/files\/2017\/02\/IMG_4487-768x512.jpg 768w, https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/files\/2017\/02\/IMG_4487-750x500.jpg 750w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Wir staunen. Bis wir beschlie\u00dfen&#8211; Zeit f\u00fcr ein Gipfelfoto!!<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/files\/2017\/02\/IMG_4493.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-354 size-large\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/files\/2017\/02\/IMG_4493-1024x682.jpg\" width=\"640\" height=\"426\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/files\/2017\/02\/IMG_4493.jpg 1024w, https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/files\/2017\/02\/IMG_4493-300x200.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/files\/2017\/02\/IMG_4493-768x512.jpg 768w, https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/files\/2017\/02\/IMG_4493-750x500.jpg 750w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Da ich nicht von jedem einzelnen Erlebnis so ausf\u00fchrlich berichten kann,ohne dass es zu viel und vielleicht langatmig wird, \u00a0werde ich die n\u00e4chsten drei nur kurz zusammenfassen. Dass ich ausgerechnet diesen weniger Platz hier zuteile ist eher willk\u00fcrlich und hei\u00dft nicht, dass sie weniger sch\u00f6n waren und mir nicht so viel bedeuten. Aber ihr k\u00f6nnt euch schon freuen, eine kleine ausf\u00fchrlichere Geschichte zum Miterleben wird es noch geben ;).<\/p>\n<h2>Skopje<\/h2>\n<h2>Oktober\/November 2016<\/h2>\n<p>In den Herbstferien vom 29.Oktober bis 1.November fuhr ich mit Anja, Anne, Johanna, Helli und Seline \u00a0(alles Freiwillige in Bulgarien) nach Skopje, die Hauptstadt Mazedoniens. Dort hatten wir uns mit Leonie, einer Kulturweit-Freiwilligen aus Ungarn, verabredet. Gemeinsam haben wir uns die von unz\u00e4hligen Statuen bev\u00f6lkerte und dadurch auf mich sehr &#8222;inszeniert&#8220; wirkende Stadt angeschaut, uns dadurch w\u00e4hrenddessen ein wenig wie im Europapark gef\u00fchlt, als Ausgleich den Canyon Matka, die Tropfsteinh\u00f6hle und die wundersch\u00f6ne Natur genossen und einen gem\u00fctlichen Halloween- Abend mit einer lustigen K\u00fcrbis-schnitz- Aktion verbracht.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/files\/2017\/03\/P1010582.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-375 size-full\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/files\/2017\/03\/P1010582.jpg\" width=\"576\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/files\/2017\/03\/P1010582.jpg 576w, https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/files\/2017\/03\/P1010582-300x400.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 576px) 100vw, 576px\" \/><\/a><\/p>\n<div id=\"attachment_249\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/files\/2016\/11\/IMG-20161031-WA0030.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-249\" class=\"wp-image-249 size-large\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/files\/2016\/11\/IMG-20161031-WA0030-768x1024.jpg\" width=\"640\" height=\"853\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/files\/2016\/11\/IMG-20161031-WA0030-768x1024.jpg 768w, https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/files\/2016\/11\/IMG-20161031-WA0030-300x400.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/files\/2016\/11\/IMG-20161031-WA0030-750x1000.jpg 750w, https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/files\/2016\/11\/IMG-20161031-WA0030.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-249\" class=\"wp-caption-text\">Canyon Matka<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_248\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/files\/2016\/11\/IMG-20161031-WA0031.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-248\" class=\"wp-image-248 size-large\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/files\/2016\/11\/IMG-20161031-WA0031-1024x768.jpg\" width=\"640\" height=\"480\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/files\/2016\/11\/IMG-20161031-WA0031-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/files\/2016\/11\/IMG-20161031-WA0031-300x225.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/files\/2016\/11\/IMG-20161031-WA0031-768x576.jpg 768w, https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/files\/2016\/11\/IMG-20161031-WA0031-750x563.jpg 750w, https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/files\/2016\/11\/IMG-20161031-WA0031.jpg 1600w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-248\" class=\"wp-caption-text\">In der Tropfsteinh\u00f6hle<\/p><\/div>\n<p><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/files\/2016\/11\/IMG-20161031-WA0035.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-247 size-large\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/files\/2016\/11\/IMG-20161031-WA0035-768x1024.jpg\" width=\"640\" height=\"853\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/files\/2016\/11\/IMG-20161031-WA0035-768x1024.jpg 768w, https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/files\/2016\/11\/IMG-20161031-WA0035-300x400.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/files\/2016\/11\/IMG-20161031-WA0035-750x1000.jpg 750w, https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/files\/2016\/11\/IMG-20161031-WA0035.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Danke an Johanna und Helli f\u00fcr die Fotos!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Weihnachtsb\u00e4ckerei und Rila Kloster<\/h2>\n<p>An einem Wochenende Mitte November bekam ich dann Besuch von Seline aus Sofia und Helli aus Plovdiv. Gemeinsam haben wir abends fr\u00fchweihnachtliche Fr\u00fchlings-weihnachtskekse gebacken (neben Tannenb\u00e4umen, Herzen und Sternen auch Bl\u00fcmchen und H\u00e4schen auszustechen, ohne dass sich ein Familienmitglied beschwert, war einfach zu verlockend) und am n\u00e4chsten Tag das Rila Kloster besucht. Dieses Kloster liegt nicht weit von Blagoevgrad entfernt und ist das gr\u00f6\u00dfte und wichtigste in ganz Bulgarien und war f\u00fcr mich dementsprechend auch sehr eindrucksvoll.<\/p>\n<div id=\"attachment_269\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/files\/2016\/11\/IMG-20161112-WA0004.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-269\" class=\"wp-image-269 size-medium\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/files\/2016\/11\/IMG-20161112-WA0004-300x533.jpg\" width=\"300\" height=\"533\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/files\/2016\/11\/IMG-20161112-WA0004-300x533.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/files\/2016\/11\/IMG-20161112-WA0004-768x1365.jpg 768w, https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/files\/2016\/11\/IMG-20161112-WA0004-576x1024.jpg 576w, https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/files\/2016\/11\/IMG-20161112-WA0004-750x1333.jpg 750w, https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/files\/2016\/11\/IMG-20161112-WA0004.jpg 900w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-269\" class=\"wp-caption-text\">&#8222;In der Weihnachtsb\u00e4ckerei&#8220;<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_271\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/files\/2016\/11\/IMG_4592.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-271\" class=\"wp-image-271 size-large\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/files\/2016\/11\/IMG_4592-1024x682.jpg\" width=\"640\" height=\"426\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/files\/2016\/11\/IMG_4592-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/files\/2016\/11\/IMG_4592-300x200.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/files\/2016\/11\/IMG_4592-768x512.jpg 768w, https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/files\/2016\/11\/IMG_4592-750x500.jpg 750w, https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/files\/2016\/11\/IMG_4592.jpg 1920w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-271\" class=\"wp-caption-text\">Rila Kloster<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_270\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/files\/2016\/11\/IMG_4603.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-270\" class=\"wp-image-270 size-large\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/files\/2016\/11\/IMG_4603-1024x682.jpg\" width=\"640\" height=\"426\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/files\/2016\/11\/IMG_4603-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/files\/2016\/11\/IMG_4603-300x200.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/files\/2016\/11\/IMG_4603-768x512.jpg 768w, https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/files\/2016\/11\/IMG_4603-750x500.jpg 750w, https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/files\/2016\/11\/IMG_4603.jpg 1920w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-270\" class=\"wp-caption-text\">Aussicht aus dem Busfenster auf der Fahrt nach Rila<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>&#8222;Zugfahren ist abenteuerlich!&#8220;<\/h2>\n<h2>November\/Dezember 2016<\/h2>\n<p>Das Zwischenseminar in Rum\u00e4nien steht an. Es soll in dem kleinen Dorf Barcut\/Bekokten stattfinden. Hmm das wird eine lange Reise. Und wie kommen wir da hin? Ein paar Tage Bukarest als Zwischenstopp w\u00e4ren doch ganz sch\u00f6n. Von dort kann man auch gut mit dem Zug zum Seminarort fahren. Also perfekt, und wie kommen wir nach Bukarest? Erkundigen wir uns mal- es gibt einen Bus und einen Zug von Sofia aus. Ah ja und f\u00fcr die R\u00fcckfahrt gibt es einen Nachtzug von Craiova nach Sofia. Super! Glauben wir&#8230;<\/p>\n<p>&#8222;Zugfahren in Bulgarien ist abenteuerlich. Punkt.&#8220; \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 &#8222;Toni, fast niemand nimmt den Zug. Fast alle Bulgaren fahren mit dem Bus.&#8220; \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 Jaja. Das habe ich oft geh\u00f6rt.<\/p>\n<p>&#8230;.. &#8222;Aber Zugfahren ist definitiv spannender!&#8220; fl\u00fcstert uns die Abenteuerlust ins Ohr und entschlossen werden die Zugtickets besorgt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/files\/2017\/01\/20161126_201027.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-345 aligncenter\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/files\/2017\/01\/20161126_201027-300x533.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"533\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/files\/2017\/01\/20161126_201027-300x533.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/files\/2017\/01\/20161126_201027.jpg 324w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Auch hier will ich nun nicht weiter in allen erdenklichen Details berichten. Nur so viel:<\/p>\n<p>Meine Fahrt mit Seline gemeinsam nach Bukarest war ein wenig abenteuerlich, da wir zu sp\u00e4t zur Metro gehetzt sind, ewig auf die zwei Metros warten mussten und daher den Zug beinahe verpasst h\u00e4tten, ihn aber durch einen Endspurt am Bahnhof doch noch gerade so erwischt haben. Tja, und als wir dann im Zug sa\u00dfen und aufatmeten, bemerkten wir pl\u00f6tzlich, dass unser genialer Plan,kurz vorher beim Billa in der N\u00e4he des Bahnhofes Proviant einzukaufen, nicht aufgegangen ist. So sa\u00dfen wir also den ganzen Tag im Zug mit (sofern ich mich richtig erinnere) \u00a0ca. 10 Erdn\u00fcssen, zwei \u00c4pfeln, einer Art Chips und Schokocroissants, die Seline bei einer kurzen Pause schnell am Kiosk am Bahnsteig in Russe besorgen konnte). Ja, und ich glaube, jetzt k\u00f6nnt ihr alle schon erraten, was unser erstes Ziel am Bahnhof war, als unser Zug endlich in Bukarest ankam. Na? Wisst ihr es? Kleiner Tipp; f\u00e4ngt mit B an und h\u00f6rt mit -illa auf! \ud83d\ude09 Und da gibt es sehr leckere Baguettes, Gurken und Frischk\u00e4se \ud83d\ude09<\/p>\n<p>In Bukarest sind wir dann am n\u00e4chsten Tag auf andere Kulturweit-Freiwillige aus Bulgarien gesto\u00dfen und haben gemeinsam die Stadt erkundet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_340\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/files\/2017\/01\/IMG-20161129-WA0003.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-340\" class=\"wp-image-340 size-medium\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/files\/2017\/01\/IMG-20161129-WA0003-300x533.jpg\" width=\"300\" height=\"533\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/files\/2017\/01\/IMG-20161129-WA0003-300x533.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/files\/2017\/01\/IMG-20161129-WA0003.jpg 576w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-340\" class=\"wp-caption-text\">Unsere Bukarestreisegruppe \ud83d\ude42<\/p><\/div>\n<p>(Momentan kann ich nur Bilder \u00fcber mein Handy auf den Blog laden, \u00fcber den Computer funktioniert es aus irgendwelchen Gr\u00fcnden nicht. Wenn dieses Problem behoben ist, werden noch ein paar Fotos von Bukarest und vom Seminar hinterherkommen \ud83d\ude09 )<\/p>\n<p>Im Anschluss ging es dann, wie schon erw\u00e4hnt, weiter in das Dorf Barcut\/ Bekokten zum Zwischenseminar. Dort haben wir viele interessante Themen besprochen, wie z.B. Rassismus gegen\u00fcber Sinti und Roma und Projektplanung und so weiter. Au\u00dferdem haben wir viel \u00fcber unsere Situation reflektiert, uns \u00fcber so ziemlich alles,was uns gerade so bewegt, ausgetauscht, manchmal mit dem Feuermachen gek\u00e4mpft und die Gemeinschaft, leckeres (z.T. rum\u00e4nisches) Essen, eine Wanderung und den ersten Schnee ab dem ersten Dezember genossen. Und dann hie\u00df es auch schon wieder: Auf nach Bulgarien!<\/p>\n<p>Zugfahren ist abenteuerlich. Punkt.<\/p>\n<p>In meine Winterjacke und meinen dicken gr\u00fcnen Schal eingemummelt sitze ich mit anderen Freiwilligen in einem ziemlich kalten Abteil eines Zuges, der noch im Bahnhof in Craiova steht. So langsam realisiere ich, dass mein heimlicher Wunschgedanke, dass sich das kleine Zugabteil ja bald garantiert gen\u00fcgend aufw\u00e4rmt, wenn wir zu siebt darin hocken, wohl eher nicht in Erf\u00fcllung gehen wird. Ein Mann mit Schlagstock geht an unserem Abteil vorbei. Ein weiterer folgt ihm. Ansonsten passiert nicht so viel. Der Zug steht immer noch. Dabei hat er schon eine ganze Stunde Versp\u00e4tung. Rrrrruuckel&#8230;. Endlich f\u00e4hrt der Zug langsam ein St\u00fcck vorw\u00e4rts. Quiiiietsch! Und bleibt kurz darauf wieder stehen und f\u00e4hrt r\u00fcckw\u00e4rts. Quiiietsch. Stopp. Wir stehen wieder. Das Ganze wiederholt sich mehrfach. &#8222;Da hat der Zugf\u00fchrer wohl etwas vergessen! und &#8222;Deswegen dauert die Zugfahrt so lange&#8220; scherzt jemand.Doch mehr Beachtung wird dem nicht geschenkt, da Anne nun auf die Idee gekommen ist, zu googeln, welche Strecke unser Zug in den n\u00e4chsten 9 Stunden zu bew\u00e4ltigen hat. Luftlinie Craiova- Sofia: 187 km. Autostrecke: 261 km. Warte- NEUN Stunden f\u00fcr nur circa ZWEIHUNDERTF\u00dcNFZIG Kilometer???? Alle fangen an ungl\u00e4ubig zu schmunzeln. Aber naja, man hatte uns ja vor dem Zugfahren in Bulgarien gewarnt und wir wussten, worauf wir uns einlassen.<\/p>\n<p>So sucht sich jeder auf seinem Sitz die bequemste Schlafposition, ruhige Musik t\u00f6nt leise aus einem Handy und der Zug f\u00e4hrt endlich l\u00e4nger als eine halbe Minute in eine Richtung,aber immer noch im Schneckentempo. Die K\u00e4lte hingegen kriecht in einem Affenzahn unter die dicken Winterjacken. Also kuschelt sich Anja schon recht bald in ihren Schlafsack ein, Helli breitet ihre Schaldecke \u00fcber sich aus und ich ziehe s\u00e4mtliche warme Klamotten aus meinem Wanderrucksack heraus. Dann kuschel ich mich wieder an Hellis Schulter und sehe im Augenwinkel, wie Seline aus dem Abteil geht ,um sich ein wenig die Beine zu vertreten.<\/p>\n<p>Seline kommt von ihrer Zugerkundung wieder. Hektisch rei\u00dft sie die Abteilt\u00fcr auf. Geschockt steht sie vor uns und berichtet: &#8222;Da war nichts mehr.! Offen!Abgrund, einfach so! Ich w\u00e4re beinahe rausgefallen!&#8220; Deswegen sind wir also in Craiova zig mal vor und wieder zur\u00fcck geruckelt!! Tzzz&#8230; Da hat man wohl ein paar Waggons hinter uns abgekoppelt, ohne dass wir was davon ahnten&#8230; Sofort stehen Johanna, Anne und Helli auf, um es sich anzusehen und anschlie\u00dfend auch ein bisschen durch den Zug zu schlendern. Von hysterischen Lachanf\u00e4llen gesch\u00fcttelt stehen sie kurze Zeit sp\u00e4ter wieder vor unserer Abteilt\u00fcr und erkl\u00e4ren, dass sie gerade nebenbei &#8222;mal eben so &#8222;auf vier verschiedenen Sprachen von einem Zugbegleiter dar\u00fcber informiert wurden, dass unser Zug vier Stunden Versp\u00e4tung haben wird und wir jetzt nachts ein paar Stunden auf dem Abstellgleis stehen werden (Warum genau, habe ich nicht so ganz verstanden). Damit die Nacht auf dem Abstellgleis wenigstens ein bisschen gem\u00fctlicher wird, gehen wir in den Schlafwagen, wo jeder von uns ein Bett, mehrere Wolldecken und sogar Wasser und ein Schokocroissant bekommt. Gleich wird der Strom ausgestellt- wird uns noch kurz mitgeteilt. Und dann geht auch schon s\u00e4mtliches Licht aus.<\/p>\n<p>Ich zupfe meine Wolldecken zurecht und versuche mich einigerma\u00dfen bequem hinzulegen. Ich h\u00f6re leises Zuggeratter. Auf einmal wird es wieder lauter. Quiiietsch. Wir stehen. Wohl jetzt erstmal f\u00fcr die n\u00e4chsten drei, vier Stunden, denke ich. Doch in genau dem Moment setzt sich der Zug \u00a0\u00e4chzend wieder in Bewegung. Und zwar r\u00fcckw\u00e4rts! Dann wieder vorw\u00e4rts. R\u00fcckw\u00e4rts und wieder vorw\u00e4rts. Quiiietsch. \u00a0Stopp. Lustige Angewohnheit dieses Zuges. Noch mehr Waggons k\u00f6nnen sie eigentlich nicht abkoppeln, denke ich m\u00fcde, w\u00e4hrend mir langsam die Augen zufallen&#8230;.<\/p>\n<p>Ja, Zugfahren ist abenteuerlich. Punkt. Aber auch eine witzige Erfahrung, wenn man Freunde hat, die dieses Abenteuer mit einem wagen. Punkt.<\/p>\n<p>Allein w\u00fcrde ich das nicht so unbedingt machen wollen, sooo geheuer waren mir die M\u00e4nner mit den Schlagst\u00f6cken, die an unserem Abteil vorbei liefen, dann doch nicht. Doch mit den anderen Freiwilligen gemeinsam war es ein lustiges Erlebnis und angekommen sind wir ja schlie\u00dflich auch- wenn auch etwas sp\u00e4ter als geplant.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Und zum Schluss noch ein Foto, dass einen treffenden Eindruck meiner Weihnachtszeit 2016 hier in Blagoevgrad gibt.<\/p>\n<div id=\"attachment_344\" style=\"width: 378px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/files\/2017\/01\/IMG-20161208-WA0033.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-344\" class=\"wp-image-344 size-full\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/files\/2017\/01\/IMG-20161208-WA0033.jpeg\" width=\"368\" height=\"614\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/files\/2017\/01\/IMG-20161208-WA0033.jpeg 368w, https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/files\/2017\/01\/IMG-20161208-WA0033-300x501.jpeg 300w\" sizes=\"(max-width: 368px) 100vw, 368px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-344\" class=\"wp-caption-text\">Weihnachten in Blagoevgrad<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u00dcber die aktuellen Erlebnisse und Erfahrungen werde ich euch so bald wie m\u00f6glich berichten. Jetzt bin ich erstmal froh, diesen gro\u00dfen Nachtrag geschafft zu haben :D.<\/p>\n<p>Bis bald! \ud83d\ude42<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><\/h2>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Spontan (heraus)geputzt im Arch\u00e4ologischen Museum in Sofia Oktober 2016 &#8222;May the road rise to meet you, may the wind&#8230;&#8220;. Next. &#8222;Cantiiicooorum&#8230;&#8220;. Next. Ich bl\u00e4ttere meine Noten um. Eingeh\u00fcllt in eine viel zu lange und breite, dunkelblaue Chorkleidung (Kommentar meines Chorleiters: &hellip; <a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/2017\/03\/08\/geschichten-aus-sofiablagoevgradrilaskopje-und-bukarest\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2024,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[21],"tags":[],"class_list":["post-258","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/258"}],"collection":[{"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2024"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=258"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/258\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":391,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/258\/revisions\/391"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=258"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=258"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/meinjahrinblagoevgrad\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=258"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}