{"id":378,"date":"2025-12-13T01:44:47","date_gmt":"2025-12-13T00:44:47","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/marknobrasil\/?p=378"},"modified":"2025-12-13T01:44:47","modified_gmt":"2025-12-13T00:44:47","slug":"wir-muessen-ueber-den-fussball-reden-flamengo-fussball-und-ein-bisschen-wahnsinn","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/marknobrasil\/2025\/12\/13\/wir-muessen-ueber-den-fussball-reden-flamengo-fussball-und-ein-bisschen-wahnsinn\/","title":{"rendered":"Wir m\u00fcssen \u00fcber den Fu\u00dfball reden&#8230; | Flamengo, Fu\u00dfball und ein bisschen Wahnsinn"},"content":{"rendered":"<p data-start=\"277\" data-end=\"998\"><strong data-start=\"277\" data-end=\"303\">Samstag, 29. November:<\/strong> Rios gr\u00f6\u00dfter Verein \u2013 und gr\u00f6\u00dfter Fu\u00dfballclub der Welt \u2013 gewinnt die Copa Libertadores gegen Palmeiras aus S\u00e3o Paulo, die Champions League Lateinamerikas. Mit Rio und S\u00e3o Paulo stehen sich im Stadion in Lima, Peru, nicht nur zwei gro\u00dfe brasilianische Fu\u00dfballclubs gegen\u00fcber, sondern auch zwei Megast\u00e4dte, zwei Mentalit\u00e4ten und zwei Lebensphilosophien. <em data-start=\"656\" data-end=\"670\">Libertadores<\/em> bedeutet auf Spanisch \u201eBefreier\u201c und bezieht sich auf historische und f\u00fcr Lateinamerika bedeutende Pers\u00f6nlichkeiten wie Sim\u00f3n Bol\u00edvar, Jos\u00e9 de San Mart\u00edn oder Antonio Jos\u00e9 de Sucre, die im 19. Jahrhundert ma\u00dfgeblich an der Unabh\u00e4ngigkeit der s\u00fcdamerikanischen L\u00e4nder von der spanischen Kolonialherrschaft beteiligt waren.<\/p>\n<p data-start=\"1000\" data-end=\"1557\">Eine \u201eBefreiung\u201c sp\u00fcrt man auch in Rios Stra\u00dfen. Noch nie habe ich so viele Fu\u00dfballfreund*innen auf einem Fleck gesehen. Jung und Alt, alle sozialen Schichten teilen die Liebe f\u00fcr ihren schwarz-roten Verein. Sie tanzen auf den Stra\u00dfen, die leer sind. Niemand, aber auch fast niemand, f\u00e4hrt an diesem Tag durch die Stadt \u2013 und wenn, dann wird das Spiel im Auto nat\u00fcrlich mitverfolgt. Alle skandieren \u201eMengoooo\u201c oder \u201eEu gosto de voc\u00eaeee\u201c (ich mag dich), \u201eD\u00e1-lhe, d\u00e1-lhe, d\u00e1-lhe, \u00f4, d\u00e1-lhe-\u00f4, d\u00e1-lhe-\u00f4\u201c, um nur ein paar der zahllosen Fanges\u00e4nge zu zitieren.<\/p>\n<p data-start=\"1559\" data-end=\"2162\">Ein Dude steigt auf einen kleinen Bus, der ungl\u00fccklicherweise neben der Bar geparkt hat, in der etwa 500 Menschen das Spiel verfolgt haben, und tanzt auf dem Dach \u2013 eine riesige Delle entsteht. Doch das scheint niemanden zu jucken. Den Besitzer vermutlich auch nicht; ihm muss ja bewusst gewesen sein, was es hei\u00dft, sein Auto an der Stra\u00dfe zu parken. Alle sind in Ekstase, schreien, freuen sich, man umarmt pl\u00f6tzlich fremde Menschen, sagt sich, wie toll Mengo ist (\u201eEinmal Mengo, immer Mengo\u201c). Viele werden am n\u00e4chsten Tag keine Stimme mehr haben. Pyros werden gez\u00fcndet, die Polizei feiert sogar mit.<\/p>\n<p data-start=\"2164\" data-end=\"2578\">Die wenigen Busse, die durchfahren, sind menschenleer; die Fahrer hupen laut und tanzen auf ihrem Sitz. Ein Motorradfahrer eines Kurierdienstes wird von einer Horde Fu\u00dfballfans \u00fcbermannt, sie hindern ihn am Weiterfahren, steigen auf ihn und bringen die Federung an ihre Grenzen. Es ist wirklich schwer zu beschreiben, was f\u00fcr ein verr\u00fcckter Geist an diesem Tag durch die Avenida Nossa Senhora da Copacabana weht. Was denkt ein Tourist oder Gesch\u00e4ftsperson, die heute in Rio landet und durch die Stra\u00dfen zum Hotel gefahren wird?<\/p>\n<p data-start=\"2580\" data-end=\"2623\"><strong data-start=\"2580\" data-end=\"2588\">ALLE<\/strong> lieben Fu\u00dfball. Alle feiern ihn.<\/p>\n<p data-start=\"2625\" data-end=\"2798\">Ich habe ja die Theorie, dass man in Rio nicht wohnen kann, wenn man keinen Fu\u00dfball mag. Der Verkehr steht an den Fu\u00dfball-Tagen still, man muss mit zweist\u00fcndigen Staus rechnen. Ein eingefleischter Fan erz\u00e4hlte mir auch, dass viele Verlobte den Hochzeitsmonat November von Beginn an ausschlie\u00dfen &#8211; es k\u00f6nnte ja das Finale der Copa <em>Libertadores<\/em> sein. Alle reden \u00fcber den Fu\u00dfball \u2013 oder schreien vielmehr \u2013, alle sind emp\u00f6rt, feiern im Rausch. Eine Frau sitzt in der Bar ein paar Reihen hinter mir. Egal ob die Spieler den Ball auch nur mit der Fu\u00dfspitze ber\u00fchren, sie br\u00fcllt ein &#8222;puta que pariu&#8220; (zu deutsch: Die Hure, die *****, mir f\u00e4llt die \u00dcbersetzung nicht ad\u00e4quat ein).<\/p>\n<p data-start=\"2800\" data-end=\"2853\">Doch wie kam es dazu? Fangen wir ganz von vorne an.<\/p>\n<p data-start=\"2855\" data-end=\"3331\">Ich bin an meiner Uni, ein Verk\u00e4ufer hat am Eingang einen Stand mit Stickern aufgebaut. Auf ihnen stehen die K\u00fcrzel der Uni \u201eUFF\u201c (<em data-start=\"2986\" data-end=\"3019\">Universidade Federal Fluminense<\/em>, auf Deutsch etwa: Bundesuniversit\u00e4t Fluminense, also der Region um Rio). Was mir sofort auff\u00e4llt: Nicht nur tr\u00e4gt der junge Mann ein schwarz-rotes Flamengo-Shirt, sondern er fragt jeden Interessierten auch, welches Team man unterst\u00fctzt. Sagt man \u201eFlamengo\u201c, f\u00e4llt der Preis. Ich bin \u201enat\u00fcrlich\u201c Flamengo-Fan.<\/p>\n<p data-start=\"3333\" data-end=\"3848\">Aber es stimmt tats\u00e4chlich: Als ich in Rio ankam, hatte ich wenig Ahnung vom lokalen Fu\u00dfball. Als mich nach einer Woche ein Freund fragte, ob wir ins bekannte Maracan\u00e3-Stadion wollen, sage ich zu \u2013 und merke, dass ich noch keine passende Bekleidung f\u00fcr das Spiel habe. Also stolpere ich in einen Flamengo-Fan-Shop, die es hier in Brasilien \u00fcberall gibt. Schnell komme ich mit den Verk\u00e4ufern ins Gespr\u00e4ch und erwerbe ein sch\u00f6nes rot-schwarzes Trikot f\u00fcr das Spiel. Es wird mich auf meiner Reise noch oft begleiten.<\/p>\n<p data-start=\"3850\" data-end=\"4614\">Das Witzige an der Story ist, dass an diesem Tag auch die <em data-start=\"3908\" data-end=\"3928\">welcoming ceremony<\/em> der Universit\u00e4t stattfand. Ich ging also im Flamengo-Shirt hin und erfuhr sehr spontan, dass sich alle Auslandsstudierenden (etwa 150 an der Zahl) pers\u00f6nlich vorstellen m\u00fcssen, inklusive eines <em data-start=\"4122\" data-end=\"4133\">fun facts<\/em> oder einer pers\u00f6nlichen Vorliebe. Ich ratterte also Standardinfos herunter und erg\u00e4nzte am Schluss, dass ich ein gro\u00dfer Fan des Fu\u00dfballclubs \u2026 Botafogo \u2026 sei. Wie peinlich! Und das im Flamengo-Shirt. Ich wei\u00df auch nicht, wie ich die Teams verwechseln konnte. Alle 200 Menschen im Saal \u2013 vor allem die fu\u00dfballkundigen Brasilianer \u2013 gr\u00f6lten, manche aus Spa\u00df, manche aus Emp\u00f6rung. Auf jeden Fall war das Eis gebrochen. Und ich werde nie wieder vergessen, wie der Fu\u00dfballclub hei\u00dft.<\/p>\n<p data-start=\"4616\" data-end=\"5108\">R\u00fcckblickend h\u00e4tte ich sagen m\u00fcssen: Ich mag das Viertel von Botafogo, aber das Team von Flamengo. Beide Teams sind n\u00e4mlich nach Stadtvierteln Rios in der <em data-start=\"4771\" data-end=\"4781\">Zona Sul<\/em>, der S\u00fcdzone, benannt. Au\u00dferdem gibt es in Rio noch das \u201eVasco\u201c-Team sowie Fluminense, die allesamt in der ersten Liga, aber nicht alle im Maracana-Stadion spielen. Vier Teams aus einer Millionenstadt in der ersten Liga \u2013 das muss man sich in der deutschen Bundesliga mal vorstellen. Insgesamt spielen zw\u00f6lf Teams in der ersten Liga, auch das ist beeindruckend.<\/p>\n<p data-start=\"5110\" data-end=\"5697\">Das besagte Flamengo-Spiel klappte an jenem Tag nicht mehr, daf\u00fcr durfte ich eine Woche sp\u00e4ter zu einem Fluminense-Spiel ins Maracan\u00e3. Fluminense-Fans sagt man nach, dass sie etwas sanfter, weniger aggressiv und elit\u00e4rer seien. Fluminense-Fan zu sein bedeutet oft, der h\u00f6heren Gesellschaftsschicht anzugeh\u00f6ren. Man sieht deutlich weniger Menschen mit Fluminense-Shirts als mit Flamengo-Trikots \u2013 die man sogar au\u00dferhalb von Rio sieht. Als neulich ein Fischer aus dem Amazonas anl\u00e4sslich der COP 30 in Bel\u00e9m interviewt wurde, trug er \u2013 wie auch anders zu erwarten \u2013 ein Flamengo-Trikot.<\/p>\n<p data-start=\"5699\" data-end=\"6313\">Die beschriebenen Szenen vom 29. November w\u00fcrden sich mit Fluminense-Fans wohl nicht ereignen. Trotzdem werde ich mein erstes Mal im Maracan\u00e3 nie vergessen. Die Tickets sind recht erschwinglich; als Student bekommt man, wie bei vielen Aktivit\u00e4ten in Brasilien, 50 % Rabatt. Die Tickets k\u00f6nnen also umgerechnet nur etwa vier Euro kosten. Trotzdem werde ich erfahren m\u00fcssen, dass diese vier Euro f\u00fcr manche meiner Kommiliton*innen und eingefleischtesten Fu\u00dfball- und Flamengo-Fans teuer sind. Wie gerne w\u00fcrden sie dieses Stadion einmal besuchen! Und der Gringo, der zu Besuch kommt, geht da gef\u00fchlt jede Woche hin.<\/p>\n<p data-start=\"6315\" data-end=\"6911\">Der Ticketkauf ist jedoch eine ziemliche Hexerei: Man muss zwei separate Konten erstellen, unz\u00e4hlige Daten angeben und sich am Ende mittels biometrischer Daten registrieren. Auf diese Art gelangt man auch ins Stadion. Das Gesicht wird kurz gescannt \u2013 und schwupps, ist man durchs Drehkreuz. Erinnert mich ein bisschen an China oder an einen \u00dcberwachungsstaat. W\u00e4hrend man durchs Stadion l\u00e4uft, knipsen offizielle Fotografen laufend Bilder. Am Tag darauf kann man sich auf seinem Profil alle Fotos anschauen und die erwerben, auf denen man zu sehen ist. Irgendwie praktisch \u2013 aber auch gruselig.<\/p>\n<p data-start=\"6913\" data-end=\"7648\">Doch unser Gevatter Datenschutz wird in Brasilien sowieso nicht so ernst genommen, jedenfalls nicht so wie in Deutschland \u2013 aber hierzu an anderer Stelle ein ausf\u00fchrlicher Bericht. Daran habe ich auch nicht gedacht, als ich endlich zum ersten Mal das gigantische Maracan\u00e3 betrat. 80 000 Pl\u00e4tze beherbergt dieses Stadion, fr\u00fcher sogar 120 000 durch zus\u00e4tzliche Stehpl\u00e4tze. Ich schlie\u00dfe die Augen und blicke in die runde, riesige Arena, in der alles lebt, alles schreit, alles vereint ist \u2013 f\u00fcr den kleinen Ball in der Mitte des Spielfelds, der dieses Land, ja, die Menschheit irgendwie zusammenh\u00e4lt. Dort oben sitzt K\u00f6nig Pel\u00e9, dessen Name die Stra\u00dfe neben dem Stadion tr\u00e4gt, und l\u00e4chelt. (Okay, das war jetzt zu viel Fu\u00dfball-Kitsch.)<\/p>\n<p data-start=\"7650\" data-end=\"7890\">Ich muss nat\u00fcrlich sofort an das \u201e7:1\u201c-Spiel denken, das in diesem Stadion stattfand und ein nationales Trauma f\u00fcr Brasilien darstellt. Das Thema sollte man tunlichst vermeiden \u2013 es sei denn, man wird (als Deutscher!) darauf angesprochen.<\/p>\n<p data-start=\"7892\" data-end=\"8126\">Das Spiel beginnt, doch ich achte eher auf die Atmosph\u00e4re, die Ges\u00e4nge. Fluminense gewinnt 2:1; als die Tore fallen, gibt es moderaten Jubel. Ich finde das Trikot sehr \u00e4sthetisch, man sagt hier \u201eTricolor\u201c, auch allgemein zum Verein.<\/p>\n<p data-start=\"8128\" data-end=\"8857\">Als ich eine Woche sp\u00e4ter zu einem Flamengo-Spiel \u2013 wieder im Maracan\u00e3 \u2013 gehe, betrete ich eine komplett andere Welt: lauter, verr\u00fcckter, aufgedrehter. Flamengo gewinnt 8:0 gegen Vit\u00f3ria, einen \u2013 zugegeben \u2013 ziemlich schlechten Verein. Pyros w\u00e4hrend des Spiels, wehende Fahnen, Fanges\u00e4nge das ganze Spiel \u00fcber. Ein anderes Mal bin ich im \u201eSektor Norte\u201c (Nordsektor) des Stadions, wo die Fankurve sitzt. Ich habe vom Spiel nichts mitbekommen, nicht mal den Anpfiff. Zwischen immensen Flaggen, Geschrei, Pyros und einer Vielzahl an <em data-start=\"8658\" data-end=\"8673\">Flamenguistas<\/em> (den Fans) war das ganze Stadion wie in ein anderes Licht getaucht. In der Pause gibt es ein Pagode-Konzert \u2013 wirkt fast wie ein bisschen Samba-Touch, ein Vorgeschmack auf Karneval.<\/p>\n<p data-start=\"8859\" data-end=\"8975\">Ich frage mich, etwas fies: W\u00fcrden diese Menschen andere Dinge, etwa die Demokratie, auch so vehement verteidigen?<\/p>\n<p data-start=\"8977\" data-end=\"9574\">\u201eWei\u00dft du, Mark, in jedem Land braucht es etwas, das die Gesellschaft zusammenh\u00e4lt, etwas, hinter das sich jeder vereinen kann. Bei uns ist es der Karneval und der Fu\u00dfball \u2013 vor allem Flamengo\u201c, sagt ein brasilianischer Bekannter zu mir. \u201eBrot und Spiele\u201c, w\u00fcrden andere sagen (vielleicht im R\u00f6mischen Reich?). Solange der Rubel rollt, die Wirtschaft l\u00e4uft und die Angestellten um 6 Uhr p\u00fcnktlich bei der Arbeit sind, darf und muss der Fu\u00dfball als Katalysator f\u00fcr all die aufgestauten Emotionen fungieren. Und das nach einigen schwierigen Wochen f\u00fcr Rio \u2013 unter anderem durch die Mega-Operation.<\/p>\n<p data-start=\"9576\" data-end=\"10063\">Und eine andere Sache stimmt auch: Der Fu\u00dfball ist hier komplett unpolitisch. W\u00e4hrend bei uns wegen einer \u201eOne-Love-Binde\u201c w\u00e4hrend der WM in Katar fast ein diplomatisches Erdbeben ausgel\u00f6st wird, positioniert sich der brasilianische Fu\u00dfball kaum zu politischen Fragen. Ausnahmen sind rar \u2013 etwa wenn einer der ber\u00fchmtesten Fu\u00dfballspieler der Welt, Neymar, in einem TikTok-Video Bolsonaro unterst\u00fctzt oder zumindest dessen Wahlslogan singt. Das kann hier durchaus Kontroversen ausl\u00f6sen.<\/p>\n<p data-start=\"10065\" data-end=\"10505\">Es ist ja auch verst\u00e4ndlich: Mengo ist der gr\u00f6\u00dfte Fu\u00dfballclub der Welt mit 45 Millionen Anh\u00e4nger*innen. Es sind Menschen aus allen sozialen Klassen, jeglicher politischer Couleur. Politik \u2013 die Trennung in links und rechts, gut und b\u00f6se \u2013 wird f\u00fcr 90 Minuten vergessen. Und am Ende liegen sich alle vers\u00f6hnlich in den Armen: der Unternehmensberater neben seinem Pf\u00f6rtner, der Chef mit seiner Angestellten. Irgendwie auch ein sch\u00f6nes Bild.<\/p>\n<p data-start=\"10507\" data-end=\"10587\">Doch manchmal geht dieser Fu\u00dfballwahn auch etwas zu weit. Als die Anh\u00e4nger den Mannschaftsbus bis zum Flughafen begleitete, von wo aus die Spieler nach Lima zum Finale flogen, kamen so viele Menschen, dass man von oben, das zeigen Drohnen-Aufnahmen, gar keinen Bus mehr sah, sondern nur ein schwarz-rotes Meer. Einigen Verr\u00fcckten gelang es sogar, die Notfallt\u00fcr des Busses auf dem Dach zu \u00f6ffnen und ins Innere des Fahrzeugs zu gelangen, wo die Spieler mit ihren Kopfh\u00f6rer schliefen oder sich mental auf die Reise und das Spiel vorbereiteten. Auch am Sonntag, dem Tag nach dem Finale, tummelt sich alles im Zentrum. Eine riesige Party zu Ehren der schwarz-roten Helden wird veranstaltet!<\/p>\n<p data-start=\"10507\" data-end=\"10587\">Es ist wahrlich schwer, das Ph\u00e4nomen &#8222;Fu\u00dfball&#8220; in Brasilien rational zu greifen und in vern\u00fcnftige Worte zu verpacken.<\/p>\n<p data-start=\"10589\" data-end=\"10815\">Auch jetzt, w\u00e4hrend ich diese Zeilen schreibe, schrecke ich kurz auf: Sch\u00fcsse, L\u00e4rm, Geschrei. Bei solchen Szenen muss ich kurz innehalten. Ich denke an die Mega-Operation zur\u00fcck. Doch nein \u2013 es ist nur ein Tor von Flamengo.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Samstag, 29. 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