{"id":363,"date":"2025-09-10T03:08:40","date_gmt":"2025-09-10T01:08:40","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/marknobrasil\/?p=363"},"modified":"2025-09-10T03:30:35","modified_gmt":"2025-09-10T01:30:35","slug":"ankunft-in-brasilien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/marknobrasil\/2025\/09\/10\/ankunft-in-brasilien\/","title":{"rendered":"Zweimal Brasilien \u2013 R\u00fcckkehr in ein halbes Leben (Titel zu 100% nicht von ChatGPT)"},"content":{"rendered":"<p>Alles im Leben kommt zweimal. 2020,M\u00e4rz, Pandemie, GRU Flughafen Sao Paulo. Ich ohne F\u00fchrerschein, keinen Plan vom Leben, nur, dass ich Brasilien liebe und unterrichten will.<\/p>\n<p>2025, August, GRU Flughafen Sao Paulo, mit F\u00fchrerschein, immer noch wenig Plan vom Leben, aber Brasilien liebe ich immer noch, ich studiere jetzt Lehramt und bin fast (?) fertig.<\/p>\n<p>8 Monate soll ich also in der <em>Cidade Maravilhosa<\/em> (dt. &#8222;wundersch\u00f6ne Stadt&#8220;) verbringen. Immer noch begleiten mich dieselben Lieder: \u201eSe\u201c von Djavan und \u201eO linde lago do Amor\u201c. Die sanften Bossa-Nova T\u00f6ne wiegen mich in den Schlaf, ebenso wie das leicht ruckelnde Flugzeug \u00fcber der K\u00fcste Sao Paulo &#8211; Rio sowie einige beruhigende Gedanken, wie z.B. dass mein Wohnungsschl\u00fcssel perfekt in der Ablage f\u00fcr meine Nachmieterin liegt. Oder dass das K\u00fchlschrankfach blitzeblank geputzt ist. Mein Auto ist verkauft. Genug Geld auf dem Konto. Nur das Notwendigste eingepackt. Meinen VHS-Kurs erfolgreich beendet. Von meinen Freunden im schicken Faros verabschiedet. Den Tennisschl\u00e4ger bespannen lassen (warum auch immer das so wichtig war). Mit den wichtigen Leute Kaffee getrunken. Das Visum im Pass und vorhin mit einem dicken Stempel versehen. Nun zum zweiten Mal. Auch beim ersten Mal fing alles in SP an. Das traumatische Ereignis kann man alles online und <a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/marknobrasil\/2020\/04\/26\/fica-tudo-bem-eingesperrt-in-der-alten-wirklichkeit-oder-ein-paar-post-brasilien-crna-gedanken\/\">hier<\/a>\u00a0nachlesen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Der Flug war angenehm, ich habe recht viel gelesen und mich mit meiner Nebensitzerin, einer Lady aus Porto Alegre.<\/p>\n<p>\u2014<\/p>\n<p><i>Tag -wei\u00df ich nicht mehr-<\/i><\/p>\n<p>Liege auf dem Bett, der typische Lateinamerika-Geruch. Und die Ger\u00e4usche erst. Krankenwagen flitzen durch die engen Gassen, Hunde bellen, irgendwo schreiende Kinder und ein Feuerwerk. H\u00f6re Adriana Calcanhotto und ihre sanften Kl\u00e4nge lassen mich an die gescheiterte F\u00fchrerscheinpr\u00fcfung vor 4 Jahren denken. Vor 4 Jahren. Was f\u00fcr Luxus-Probleme und Privilegien. Der gescheiterte F\u00fchrerschein war tats\u00e4chlich mein richtiges Scheitern im Leben.<\/p>\n<p>Ich liege hier auf dem Bett und muss an die Kurzgeschichte von Sibylle Berg denken, in der ein Junge auf einem Bett in S\u00fcdostasien liegt und sich das Leben spannender vorgestellt hat, als es ist. \u201eUnd weg, hatte er gedacht\u201c. Warum kommt der Spa\u00df nicht? Sind so Zitate, die mir einfallen. Ich habe zu dieser sch\u00f6nen Kurzgeschichte (Hauptsache weit) auch eine Unterrichtsstunde gehalten, die ganz gut funktionierte. Diese Schule. Wie weit weg kommt einem diese Episode vor.<\/p>\n<p>Jedenfalls lag in dieser Junge auch auf einem sch\u00e4bigen Bett, bei grellem Neonlicht und k\u00e4mpfte mit dem Magen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Ich habe keine Magenprobleme, liege auch auf einem leicht sch\u00e4bigem Bett und denke \u00fcber mein \u201eneues\u201c Leben nach. Ich bin f\u00fcr 8 Monate hier. Ich habe in Deutschland einiges aufgegeben, Jobs pausiert, Wohnung untervermietet, Auto verkauft. Es war Zeit, rauszugehen, die kleine T\u00fcbinger Wohlf\u00fchl-Blase zu verlassen.<\/p>\n<p>Und jetzt d\u00fcse ich auf dem Rad durch mein geliebtes Rio. Also jetzt ist es geliebt. Bis heute morgen war es ein Traum, eine Illusion, eine Sehnsucht. Nat\u00fcrlich hatte ich viel zu gro\u00dfe Angst, habe zehnmal \u00fcberlegt, was ich anziehe, mich gestern nach Ersatzhandys umgeschaut und war schon davon ausgegangen, dass mein Handy geklaut wird. Und was ist passiert? Bin mit dem Fahrrad bis an die Copacabana gefahren, das handy zum Filmen aus der Tasche gezogen, was nat\u00fcrlich Blicke auf sich zog. Sogar durch den Stadtverkehr von Rio. Ich bin gl\u00fccklich. So war es doch anfangs auch in Mexiko, es hat zwei Jahre gebraucht, bis mir klar wurde, dass die Chance, beklaut zu werden, zwar h\u00f6her als in T\u00fcbingen auf dem Marktplatz ist, dass ich aber auch nicht sofort abgestochen werde. Und wieder s\u00e4uselt Adriana Calcanhotto und l\u00e4sst mich an die gescheiterte F\u00fchrerscheinpr\u00fcfung denken. Irgendwie sehne ich mich jetzt r\u00fcckblickend wieder in diese Zeit zur\u00fcck. Ich sah in allem und jedem mein Scheitern, jedes Auto, das vorbeifuhr, stand sinnbildlich f\u00fcr den verpassten Lappen. Ich war in Gr\u00e4ben und konnte selbst beim Rummy-Cup-Spielen mit Oma und Opa an nichts Anderes denken. Es war M\u00e4rz, genauer gesagt der 21.03.21, genau ein Jahr nach dem gescheiterten Brasilien-Abenteuer. Der 21.3. hat es in sich. Und heute? Fahre ich durch mein Rio, bin nach 5 Jahren endlich wieder da. Und sehne mich nach diesem Scheitern, das mich zu dem Menschen gemacht hat, der ich bin.<\/p>\n<p>Vermisse ich Deutschland? Ich bin keine drei Tage da und mache auf <em>Roland Schill<\/em> (Schillpartei &#8211; Hamburg), der nach Rio ausgewandert ist. Vermisse ich die lauen Gespr\u00e4che in mittelm\u00e4\u00dfigen Kaffees mit Menschen, die sich mit Mittelma\u00df im Leben zufriedengestellt haben? Vermisse ich angespannte und verkrampfte Gespr\u00e4che zwischen T\u00fcr und Angel im Brechtbau, w\u00e4hrend mein Kopf schon l\u00e4ngst beim n\u00e4chsten Termin ist, aber ich zu h\u00f6flich war, um einfach weiterzugehen? Vermisse ich die zimmergleichen Gespr\u00e4che \u00fcber die Schwere des Studiums, Studienleistungen und wie man am besten mit Chat GPT bei Pr\u00fcfungen betr\u00fcgt? Apropos Chat GPT: Die Reiseroute f\u00fcr heute in Rio war ganz gut! Nur die Sache mit dem Fahrrad hat mit der Uberfahrer meines Vertrauens, der zwar den doppelten Preis verlangt hat, mir aber eine kleine private Rio-Tour gegeben hat, nicht empfohlen. Rio ist so gespenstisch leer sonntags. Keine Menschenseele auf den Stra\u00dfen. Ist der schw\u00e4bische Geist hier schon angekommen? Werden wie in Esslingen die B\u00fcrgersteige hochgeklappt? Ich bin in der (angeblich) lebendigsten Stadt der Welt, mitten im Zentrum, in der Stadt von Samba, L\u00e4rm und Lebensfreude und ich sehe keine Menschenseele? Ok, am Strand war mehr los. Aber trotzdem!<\/p>\n<p>Ich muss diesen \u201eLiteraturdruck\u201c in meinem Kopf ausschalten, kaum lese ich ein gutes Buch mit einer fesselnden Protagonisten (aktuell <em>Ida<\/em> in Windst\u00e4rke 17), so meine ich, alles und jeden literarisch beschreiben zu m\u00fcssen. Auch schon im Kopf. Das ist nervig. So wie jetzt zum beispiel. Kurze und abgehakte S\u00e4tze. Stakkato-Stil. So ein neuer Wendt-Stil.<\/p>\n<p>\u00dcberhaupt diesen Druck in meinem Kopf ausschalten. Bisher klappt das ganz gut, aber ich merke, wie ich alle To-Dos auf einmal und schnell erledigen will. Registrierung hier, SIM da, Steuernummer dort. Chill. Ich kann hier von den Brasilianern echt noch was lernen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Zur\u00fcck zum Vermissen? Vermisse ich das Schei\u00df-Wetter von September bis April? Die grauen Regentage und die langen Wintergesichter, die nach 16.30 Uhr in Kaffees sitzen? Wenn \u00fcberhaupt. In Deutschland sitzt doch eh jeder zuhause rum. Vermisse ich das ewige Meckern, das Nicht-Gr\u00fc\u00df-Gott-sagen, das absichtliche Ignorieren, um keine Unterhaltung f\u00fchren zu m\u00fcssen? Die ewiggleichen Themen in den Medien, weil wir nichts Besseres zu diskutieren haben? Die ewigen Aufrei\u00dfer &#8222;Wie \u00fcberfremdet ist Deutschland&#8220; \/ &#8222;Darf ich meine Wurst noch essen?&#8220; NEIN, HERR S\u00d6DER.\u00a0Ok, politisch sollte es so schnell nicht werden.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Aber vermisse ich auch die Herbsttage, an denen ich allein durch T\u00fcbingen, Heidelberg oder Stuttgart ziehe und das Laub leise auf die Stra\u00dfen f\u00e4llt? Die Winterstunden, in denen ich mich meine dicke Decke in meinem gem\u00fctlichen Zimmer einkuschele? Die Autofahrten bei guter Playlist, egal wo hin? Der ein oder andere gute Kaffee mit Freunden, die Momente beim Lesen oder alleine im Kino, bei denen mir reife Gedanken kommen oder der Ansporn, vieles anders machen zu wollen?<\/p>\n<p>Die Zeit wird schon vergehen, denke ich. Auch hier werde ich die sch\u00f6nen und die grauen Tage erleben. Ich bin schon gespannt, wann sich Normalit\u00e4t ausbreitet. Noch ist alles total aufregend. Es wird anders sein, Weihnachten bei 40 Grad zu verbringen. Den Niesel-November am Strand. Am liebsten bin ich gerade allein. In die K\u00fcche (in der ich noch nichts gekocht habe\u2026), schleiche ich mich auch nur, wenn frei ist. Neulich habe ich einen netten argentinischen Opi am Strand von Flamengo kennengelernt. Nach drei S\u00e4tzen wollte er mich zum Mittagessen einladen. Wo gibt es denn sowas noch? Es h\u00e4tte ein gutes Gespr\u00e4ch \u00fcber linke Politik, Milei, Alma und Sheinbaum, Borges und Rulfo werden k\u00f6nnen, er h\u00e4tte mich sicher eingeladen, wir h\u00e4tten Nummern ausgetauscht und ich h\u00e4tte eine Unterkunft, wenn ich durch Argentinien reise. Aber will ich wirklich durch Argentinien reisen? Habe ich den Mut dazu? Geht es hier nur um meinen eigenen Nutzen?<\/p>\n<p>Ich habe dankend abgelehnt. Und das, obwohl ich mich doch dauernd dar\u00fcber beschwere, dass keiner mehr nett und offen ist. Aber naja. H\u00e4tte dann doch vielleicht meine Alman-Radtour durch Rio nicht gehabt.<\/p>\n<p>Die sanften Bossa-Nova-Kl\u00e4nge erinnern mich an meinen ersten Alman-Deutschlandurlaub auf R\u00fcgen &#8211; mit den anderen Freiwilligen, die es auch nicht bzw. nur kurz nach Brasilien geschafft haben. Und jetzt bin ich wieder da. Was ein Gl\u00fcck, das ich stellenweise noch nicht begreife.<\/p>\n<p>Ich will erstmal keine Insta-Reels aus Deutschland sehen, ich will Corcovado von Tom Jobim h\u00f6ren. Ich will erstmal keine deutschen Nachrichten und Fabian K\u00f6ster trifft Markus S\u00f6der-Videos auf YouTube, sondern <em>Rede Globo<\/em> und <em>Porta dos Fundos<\/em>. Bisschen vermessen, wie ich hier zum Brasilianer werden will. Aber darum geht es nicht. Es geht um das v\u00f6llige Eintauchen und Einlassen in eine fremde Kultur, Lesen, Lesen, Lesen. Mit der Hoffnung, dass es mir Lebensfreude gibt. Ich habe welche, aber t\u00e4usche ich sie mir auch vor? Bin ich gl\u00fccklich?<br \/>\nAuf Hiddensee, auf R\u00fcgen, als ich Fake-Copacabana Bilder postet, war ich es. Und jetzt &#8211; an der echten Copacabana bei gleichem Ostseewetter.<\/p>\n<p><i>Ein anderer Tag &#8211; wieder Copacabana:<\/i><\/p>\n<p>Ich sitze wieder an der Copacabana, dieses Mal mit einem \u00fcberteuerten Caipirinha in der Hand, ich habe den Preis (noch) nicht gut verhandelt. Die Strandverk\u00e4ufer, die Getr\u00e4nke, Fleischspie\u00dfe und ja, auch Marihuana verkaufen, preisen ihre Waren an und quatschen einen direkt auf Portugiesisch an. Was ich ganz toll finde: Wenn man <em>Nein<\/em> sagt, akzeptieren sie das auch. Hier sagt man \u00fcbrigens &#8222;Valeu&#8220;, dann checken sie, dass du Local bist. Oder versuchst, einer zu sein. Viele fragen, woher man kommt und freuen sich, wenn man Deutschland sagt. Manchen huscht sogar ein \u201c7-1\u201d \u00fcber die Lippen &#8211; begleitet mit dem brasilianischen L\u00e4cheln und der typischen \u201cDaumen-Hoch-Geste\u201d.<\/p>\n<p>Die Stra\u00dfenverk\u00e4ufer huschen vorbei, die Frauen liegen im Bikini im Sand. Und es sind besondere Bikinis: Da Body- und K\u00f6rperkult hier in Brasilien ganz gro\u00df geschrieben werden, muss die \u201ctan line\u201d so d\u00fcnn wie m\u00f6glich sein. Damit diese nicht verrutscht, wird Gaffer-Tape in d\u00fcnne Streifen befestigt und am K\u00f6rper aufgeklebt &#8211; f\u00fcr maximalen Halt und eine d\u00fcnne helle Linie auf der Haut als \u201cStatussymbol\u201d sozusagen. Wo man auch schaut: Viele durchtrainierte K\u00f6rper, Hintern, Schenkel. Die M\u00e4nner spielen Futevolei, eine Mischung aus Volleyball und Fu\u00dfball (alles erlaubt!), joggen oberk\u00f6rperfrei am Strand. In anderen L\u00e4ndern fangen sie an, Bu\u00dfgelder f\u00fcr Menschen zu verh\u00e4ngen, die oberk\u00f6rperfrei durch Innenst\u00e4dte laufen. Hier: Gerne gesehen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Alle liegen auf d\u00fcnnen Strandhandt\u00fcchern, vergiss die dicken Handt\u00fccher von Oma: Je weniger am Strand liegt, desto besser. Als Anf\u00e4nger-Strandg\u00e4nger bin ich die ersten Male mit gro\u00dfen Rucksack, Birkenstocks und Buch, Sonnencreme und XXL-Handtuch gegangen. Hier nicht gerne gesehen. Der Brasilianer nimmt FlipFlops (nat\u00fcrlich havaianas, die tr\u00e4gt hier wirklich jeder!), ein leichtes Strandhandtuch (<em>canga<\/em> genannt) und sein Handy mit an den Strand.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>F\u00fcr mich ist ein Strandtag etwas Besonderes, ein Urlaubsaktivit\u00e4t. Hier ist der Strandgang etwas Nat\u00fcrliches, ein gegebener Treffpunkt zum Plaudern, zum Update, zum Chillen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Ich versuche, die Augen zu schlie\u00dfen, werde aber durch die Wurstverk\u00e4ufer und ihr Schreien unterbrochen. Wenn ich die Augen zumache, lassen sie mich in Ruhe, denke ich.<\/p>\n<p><em>Ein anderer Wunsch &#8211; wieder Copacabana:<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/em><\/p>\n<p>Ich besuche hier einen Kurs, der sich unter anderem mit der Frage des Territoriums besch\u00e4ftigt. Was macht einen Ort, zu einem Ort? Was geh\u00f6rt dazu? Was ist ein Ort, was ist ein Raum, was ist ein Gebiet? Nein, kein Geographie-Kurs, eher eine philosophisch-literaturwissenschaftliche Auseinandersetzung mit Raum- und Existenzfragen.<\/p>\n<p>Ich stelle mir seit einigen Tagen die Frage, ob ich nicht nach Rio, an die Copacabana ziehen m\u00f6chte. Warum will man immer das, was man nicht hat?<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Warum sehne ich mich nach meinem alten Leben zur\u00fcck, das ich eigentlich zur\u00fcckgelassen habe?<\/p>\n<p>Die Wintermusik pl\u00e4tschert durch mein sommerliches Zimmer. Es sind die T\u00f6ne, die ich im Winter, Januar, Februar geh\u00f6rt habe. Irgendwie aus einer anderen Welt und Zeit. Ja, es klingt wirklich l\u00e4cherlich, nach nur 3 Wochen so zu tun, als w\u00e4re ich in einer anderen Welt, als h\u00e4tten all die Ereignisse der letzten Wochen auch nichts im geringsten mit meinem \u201cneuen Leben\u201d hier zu tun. Und ja, ich bin hier nur f\u00fcr 8 Monate.<\/p>\n<p>Und ja, nun bin ich an die Copacabana gezogen. Ich lese meinen Text und sp\u00fcre erste Fremdscham. Aber das ist eine andere Geschichte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Alles im Leben kommt zweimal. 2020,M\u00e4rz, Pandemie, GRU Flughafen Sao Paulo. 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