{"id":226,"date":"2020-04-26T18:43:48","date_gmt":"2020-04-26T16:43:48","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/marknobrasil\/?p=226"},"modified":"2020-04-26T20:35:38","modified_gmt":"2020-04-26T18:35:38","slug":"fica-tudo-bem-eingesperrt-in-der-alten-wirklichkeit-oder-ein-paar-post-brasilien-crna-gedanken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/marknobrasil\/2020\/04\/26\/fica-tudo-bem-eingesperrt-in-der-alten-wirklichkeit-oder-ein-paar-post-brasilien-crna-gedanken\/","title":{"rendered":"Fica tudo bem?! Eingesperrt in der alten Wirklichkeit oder: Ein paar Post-Brasilien-C*r*na-Gedanken"},"content":{"rendered":"<p>So, tach Leute. Heute mal keine Begr\u00fc\u00dfung auf Portugiesisch, denn, ist ja klar wie Klo\u00dfbr\u00fche, ich bin nicht dort. Inzwischen ist ein Monat vergangen und ich hatte die &#8222;Ehre&#8220;, wieder bei meinen Eltern einzuziehen. Der Gedanke, dass ich vor vier Wochen noch durch brasilianische Stra\u00dfen schlenderte und die stille Hoffnung im Rucksack trug, dass alles irgendwie durch magische Umst\u00e4nde, dem Stopp einer globalen Pandemie und ein seeeehr nettes kulturweit-Team klappen k\u00f6nnte, f\u00fchlt sich mittlerweile surreal an. Covid-19 (ich kann den anderen NAMEN EINFACH NICHT MEHR H\u00d6REN)\u00a0 hat mich eines Besseren belehrt.<\/p>\n<p>Daher fiel es mir gar nicht so leicht, dieses Medium mit ein paar &#8222;Post-Brasilien&#8220;-C*r*na-Gedanken zu f\u00fcttern wie ein hungriges digitales Haustier. Und ja, dieser Blog ist so etwas wie mein kleines Haustier geworden. Ich werde versuchen, ihn am Leben zu erhalten und ihn mit Beitr\u00e4gen, Texten und Gedankenreisen regelm\u00e4\u00dfig zu f\u00fcllen.<\/p>\n<p>Zur\u00fcck zum Thema: Das Schlimme war gar nicht die R\u00fcckkehr aus Brasilien, die Absage des freiwilligen sozialen Jahres, der Abschied von Bel\u00e9m oder die gestorbenen Hoffnungen, sondern das mentale Ankommen in Deutschland &#8211; das Betreten eines Hauses, das ich f\u00fcr ein Jahr nicht mehr betreten sollte, das Telefonieren mit 1000 Leuten, denen ich erstmal erkl\u00e4ren musste, warum ich jetzt doch nicht im Land der Tropen bin, sondern back in my old hood.<\/p>\n<p>Und, obwohl es viele meiner Verwandten, Freunde &amp; Familienangeh\u00f6rige sicherlich gut meinten, es gibt so einige Phrasen, die ich des \u00d6fteren zu h\u00f6ren bekam und die mir NICHT, \u00fcberhaupt NICHT weiterhalfen, sondern eher das Gegenteil bewirkten: Entt\u00e4uschung und ja, sogar etwas Wut.<\/p>\n<p>Eine sehr, sehr liebe <em>kulturweit<\/em>-Freundin hat in ihrem Blog ein &#8222;Bullshit-Bingo&#8220; gemacht &#8211; mit nettgemeinten, aber total unproduktiven S\u00e4tzen, die uns in dieser Lage \u00dcBERHAUPT NICHTS bringen.<\/p>\n<p>Etwas \u00c4hnliches m\u00f6chte ich hier auch machen.<\/p>\n<p>Beispiele gef\u00e4llig?<\/p>\n<p>Kurz vor meinem Abflug in Brasilien bekam ich eine Whatsapp-Nachricht meines Vaters:<\/p>\n<blockquote><p><em>&#8222;Bei meinen Spazierg\u00e4ngen werde ich von Leuten nach Dir angesprochen&#8230; alle geben uns ihr Mitgef\u00fchl.. [&#8230;]\u00a0<strong>Du kannst allen wieder Nachhilfe geben .. [&#8230;] Ich dachte, diese Nachricht w\u00fcrde dich ein bisschen tr\u00f6sten.\u00a0<\/strong><\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>So sehr ich meinen Vater liebe und diese gutgemeinte Geste sch\u00e4tze, diese Nachricht hat mich \u00dcBERHAUPT nicht getr\u00f6stet. Zur Info: Ich gebe jetzt seit knapp f\u00fcnf Jahren Nachhilfe &#8211; und irgendwann will man auch etwas Neues ausprobieren. Ich hatte mich von allen meinen Nachhilfesch\u00fclern verabschiedet, mit dem heimlichen Hintergedanken, mich in mein Abenteuer Brasilien zu st\u00fcrzen und endlich mal selbst in den Unterricht in Brasilien zu schnuppern statt Nachhilfe zu geben (worauf ich mich soo gefreut hatte!!). <strong>Und jetzt soll ich all das \u00fcber Bord werfen und wieder bei denselben Leuten anfangen? In mein altes Leben exakt so zur\u00fcckkehren, wie ich gegangen bin? &#8211; Nein, wirklich nein danke!\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Als eine Art Gegenreaktion verlie\u00df ich mein Haus f\u00fcr eine Woche nicht &#8211; ich hatte ehrlich gesagt keinen Bock auf Nachbarsgespr\u00e4che \u00fcber den Gartenzaun \u00e0 la<strong> &#8222;Ach, Mark, was machst Du denn hier? Ich dachte, du bist in Brasilien?&#8220;<\/strong> &#8211;\u00a0 [kurze Mark-Erkl\u00e4rung, warum dieser Traum jetzt vorerst nicht geklappt hat] &#8211; betroffenes L\u00e4cheln. &#8222;Ach, das ist doch kein Problem. Du wirst sicherlich noch zur\u00fcckkehren k\u00f6nnen&#8220; &#8211; Ein aufgesetztes Fake-L\u00e4cheln meinerseits.<\/p>\n<p>Oder:<strong> &#8222;Maaark, du armer, dein Vater hat uns ALLES erz\u00e4hlt. Unglaublich, was passiert ist? Aber jemand wie Du, findet schnell etwas Neues und wird sich irgendwo anders engagieren&#8220;.\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Wieso k\u00f6nnen sie <strong>alles<\/strong> wissen? Wissen sie, wie sch\u00f6n es in Bel\u00e9m war? Wissen wie, in welcher Unsicherheit ich dort sechs Tage lang gelebt habe? Ob ich gehen oder bleiben darf? Wissen Sie, wie es sich anf\u00fchlt ein ganzes geplantes Jahr \u00fcber Bord zu werfen?<\/p>\n<p>Sie wissen nur: &#8222;Mark ist nicht in Brasilien wegen Corona&#8220;. Und dann versuchen sie, so empathisch wie m\u00f6glich zu reagieren. Ich will es ihnen wirklich nicht \u00fcbelnehmen, weil es zum Teil Menschen sind, die ich sehr mag.<\/p>\n<p>Ich habe meine Eltern angewiesen, meine Ankunft gegen\u00fcber Bekannten so geheim wie m\u00f6glich zu halten. Ich wollte keine geheuchelten Beileidsbekundungen. Aber irgendwann sprachen mich immer mehr Leute darauf an und ich teilte es \u00fcber die sozialen Netzwerke mit. Hier bekam ich Kommentare wie: <strong>&#8222;Schade, aber sch\u00f6n, dass du sicher zuhause bist. Hier ist es besser und sicher!&#8220;<\/strong><\/p>\n<p>Und ich sage euch, die Gespr\u00e4che oben sind nicht fiktiv, nach vier Wochen war ich jetzt einige Male drau\u00dfen, und ich habe solche Gespr\u00e4che mit Nachbarn und Bekannten mindestens 10x gef\u00fchrt. Am besten sind immer noch die Leute, die das mit Humor nehmen wollen und Dinge sagen wie <strong>&#8222;Ziemlich kurzes FSJ, was?&#8220;\u00a0<em>(lacht)<\/em><\/strong><\/p>\n<p><strong>Was soll ich darauf antworten?\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Auch als ich neulich eine Nachbarin traf und diese mir mitteilte, dass sie sich soo freuen w\u00fcrden, mich wieder als Nachhilfelehrer zu haben (Zitat: &#8222;Wir rechnen fest mit dir&#8220;) und mir sogar ein Job anbot. Ich wusste gar nicht, was ich sagen soll.<\/p>\n<p>Und ja, es schmerzt, aber ich muss es nochmal zur Sprache bringen:\u00a0<strong>Ich bin nicht mehr in Bel\u00e9m. Ich werde kein freiwilliges soziales Jahr in Brasilien machen. Ich werde nicht in der Schule sein und mit Tiago und den Kindern arbeiten.<\/strong><\/p>\n<p>So, jetzt ist es raus. Seufz.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ein kleiner Trost jedoch: Ich habe in der vergangenen Wochen &#8211; neben langen Umarmungen und wohltuenden Telefonaten mit wundervollen Menschen &#8211;\u00a0 aber auch S\u00e4tze geh\u00f6rt, die mir Mut machen und die tats\u00e4chlich in mir etwas bewirkten:<\/p>\n<blockquote><p><em><strong>&#8222;This really sucks man, I can imagine you really looked forward to it. I hope you get through these times unscathed&#8220;.\u00a0<\/strong><\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Das ist EMPATHIE. Wir haben auf dem Vorbereitungsseminar soviel dar\u00fcber geh\u00f6rt &#8211; wie wichtig es ist, sich in andere Menschen hineinzuversetzen und ihre Gef\u00fchle zu verstehen.<\/p>\n<p>Ich glaube, viele Menschen k\u00f6nnen sich einfach nicht vorstellen, was es hei\u00dft, wenn sich alle ihre Tr\u00e4ume, Pl\u00e4ne und Erwartungen f\u00fcr ein Jahr aufl\u00f6sen &#8211; noch dazu an einem Ort, der im Vergleich zu ihrem Wohnort unterschiedlicher nicht sein k\u00f6nnte. Ich bin 19, habe mein Abi gemacht, zwei Praktika absolviert und wollte endlich raus von zuhaus &#8211; frei sein: von Zw\u00e4ngen, Konventionen, den immergleichen Leuten.<\/p>\n<p>Ich habe drei Ehren\u00e4mter fallengelassen, Projekte beendet und sogar den Vorsitz eines Vereins abgegeben, den ich mit gegr\u00fcndet hatte. Und nun bin ich wieder da und habe nichtmal das wieder.<\/p>\n<p>Anderseits: Ich bin frei. Und kann tun, was immer ich will.<\/p>\n<p>Aber ich bin eben nicht in Bel\u00e9m.<\/p>\n<p>Stattdessen sitze ich in meinem Zimmerchen wie vor der Reise, h\u00f6re die immergleiche Musik, esse das immergleiche Essen und bin umgeben von der immergleichen Leuten.<\/p>\n<p>Neulich sa\u00df ich im Wohnzimmer und zappte mich durch das Fernsehprogramm um 1-Uhr-morgens (was ich sonst nie tue). Ich blieb auf dem Musiksender &#8222;Deluxe Music&#8220; und mir wurde das Musikvideo von &#8222;Dance Monkey&#8220; pr\u00e4sentiert. Ich wei\u00df, dass viele dieses Lied mittlerweile extrem nervig finden. Ich habe aber einen emotionalen Bezug zu diesem Lied. Kleine Story: Ich sa\u00df im Flixbus auf dem Weg zur\u00fcck von M\u00fcnchen nach Stuttgart. Ich war den ganzen Tag in M\u00fcnchen gewesen und hatte mich mit schier endlos scheinender Visa-B\u00fcrokratie geplagt. Nach langen Diskussioenn mit dem Konsulat um fehlende Dokumente hatte ich das Geb\u00e4ude mit rotem Kopf verlassen, um nach Brasilien zu telefonieren und die Dokumente zu besorgen (ehe mir auffiel, dass es zu diesem Zeitpunkt 5 Uhr morgens in S\u00e3o Paulo war). Als ich wieder hinaufwollte, war das Konsulat schon geschlossen &#8211; und alle meine m\u00fchsam besorgten Dokumente gleich mit drin. Ich \u00e4rgerte mich, zweifelte, ob ich es denn bei diesen konsularischen H\u00fcrden \u00fcberhaupt noch nach Brasilien schaffen w\u00fcrde. Am Ende ging ich mit einer M\u00fcnchner Bekannten entspannt mittaggessen, um Dampf abzulassen und war sp\u00e4ter mit einer anderen Freudin auf dem Weihnachtsmarkt. Insgesamt also doch ein rundum gelungener Tag. Ich sa\u00df jedenfalls im Bus und das Busradio (ich sa\u00df ganz vorne beim Fahrer) spielte genau dieses Lied. Ich l\u00e4chelte und steckte alle meine damaligen Hoffnungen, Freuden, \u00c4ngste und Unzul\u00e4nglichkeiten in Bezug auf das kommende Auslandsabenteuer in dieses fucking Lied. Es war Dezember. Am n\u00e4chsten Tag erz\u00e4hlte ich meinen lieben Kolleginnen im Praktikum von dem Visumsabenteuer. Sie alle, und auch wirklich alle Menschen , mit denen ich das ganze halbe Jahr zu tun hatte, hatten mir Gl\u00fcck gew\u00fcnscht. Der Visumsantrag dauerte danach zwar noch ein kleines bisschen und kostete mich ein klitzekleines My meiner Nerven, aber dann, Ende Januar, hielt ich das kleine St\u00fcckchen Papier ENDLICH in meinen H\u00e4nden. Das Ticket in die Freiheit, dachte ich mir. In unserer internen Whatsapp-Gruppe hatten wir uns zu den Visumsproblemen schon gegenseitig unterst\u00fctzt, beraten und Mut zugesprochen.<\/p>\n<p>Noch drei Monaten sollten vergehen, ehe ich aufbrach. Nur um nach einer Woche wieder zur\u00fcckgeschickt zu werden.<\/p>\n<p>Diese Story und vor allem dieses Lied stehen exemplarisch f\u00fcr die neunmonatige mentale und physische Vorbereitung, die M\u00fchen, die Nerven, die Abschiedsgespr\u00e4che, das Aufgeben des alten Lebens.<\/p>\n<p>Ich h\u00f6rte also dieses Lied im Fernsehen. Und gerade, w\u00e4hrend ich diesen Text verfasse, h\u00f6re ich es auch. Immer und immer wieder. Und die ganzen Gef\u00fchle kommen wieder hoch.<\/p>\n<p>Und verdammt noch mal, ich will in kein Loch fallen. Die ganzen letzten Wochen habe ich versucht mich abzulenken: Sport gemacht, an diesem Blog herumgebastelt, um meine Brasilien-Woche so literarisch wie m\u00f6glich aufzubereiten (*hust*), mit Freunden telefoniert, sogar gemalt habe ich. Alles sch\u00f6n und gut.<\/p>\n<p>Mein Kopf und mein Geist turnen irgendwie immer noch in Brasilien herum. Ich habe wirklich eine Woche gebraucht, um meinen braunen Reisekoffer auch nur anzufassen. Und dann habe ich alle Klamotten, egal ob schmutzig oder sauber sofort in die Waschmaschine geworfen (liebe Umwelt, verzeih es mir dieses Mal!). Ich wollte mir das einzelne Auspacken jedes Kleidungsst\u00fccks, das Betrachten und Riechen daran (&#8222;Das h\u00e4tte ich sicherlich am Strand in Bel\u00e9m angezogen&#8220;) ersparen. Koffereinpacken und Kofferauspacken hat sowas fucking Symbolisches. Jedenfalls habe ich den letzten Wochen ausschlie\u00dflich brasilianische Musik geh\u00f6rt, sogar Reis mit Bohnen (und nat\u00fcrlich farofaaa) gekocht. Mir zwei neue B\u00fccher, nat\u00fcrlich \u00fcber Brasilien bestellt, samt Tapioca und Maniokst\u00e4rke. Mit einer Mitfreiwilligen auf Portugiesisch telefoniert. Und nicht zu vergessen: Alle zwei Tage eine neue Lektion Portugiesisch gepaukt. Ich wollte mit meinem Buch eigentlich vor der Abreise durch sein, aber vergebens. Zu faul, zu wenig Zeit.<\/p>\n<p>Manchmal denke ich, ich mache das alles nur, um eines Tages wie von wilden Geistern aufgeweckt aufzustehen, meinen Koffer in die Hand zu nehmen und direkt in ein Flugzeug nach S\u00fcdamerika zu steigen. Oder um f\u00fcr den Fall, dass mir Gott oder eine omin\u00f6se Gestalt mitteilt, dass die ganze Welt nur gerettet werden k\u00f6nne, wenn ich augenblicklich nach Brasilien abhaue, perfekt vorbereitet zu sein.<\/p>\n<p>Jetzt denken sich bestimmt viele: Ja Mark, wieso heulst du dann hier rum? Du machst doch was draus. Ja. Ich habe versucht, mich ein bisschen davon abzulenken. Ich denke diese ganze Routine, die ich jetzt habe (um halb elf aufstehen, joggen gehen, fr\u00fchst\u00fccken, eine Stunde in die Sonne legen, schreiben\/basteln, Workout, lesen, Abendessen, Film\/Netflix) ist\/war eher ein Verdr\u00e4ngungsmechanismus. Jeder Tag hat seine feste Struktur. Wenn ich meine neue Bossa-Nova-Playlist anmache und die Augen schlie\u00dfe, entkomme ich f\u00fcr ein paar Sekunden aus dieser Struktur und ich stelle mir vor, wie ich, an einer Caipirinha nippend, an der Copacabana liege und alle Sorgen um mich vergesse. Ich w\u00e4re sicherlich gerade im dreimonatigen Urlaub und h\u00e4tte es mir in einem kleinen, aber strandgelegenen Airbnb gem\u00fctlich gemacht. Abends w\u00fcrde ein Sambakonzert in Rios Stadtteil Leme rufen, danach noch mit meinen neuen brasilianischen Rio-Freunden auf einen Absacker in einen <em>Funk<\/em>-Club, ehe mich dann eine tropische Sanftheit wieder zur\u00fcck an den Strand geleitetet, wo wir die ganze Copacabana f\u00fcr uns allein haben und um 5 Uhr morgens den Sonnenuntergang erleben. Ich h\u00e4tte beim Anblick der Sonne an mein vergangenes Leben gedacht, was f\u00fcr eine gro\u00dfartige Entscheidung es doch gewesen sei, nach der Schule ins Ausland zu gehen. Was f\u00fcr tolle Erfahrungen und Bekanntschaften ich doch in Bel\u00e9m gemacht h\u00e4tte. Ich h\u00e4tte auch an unser Zwischenseminar in Argentinien gedacht. Wie sch\u00f6n es doch war, alle meine fantastischen Mitfreiwilligen und unseren Trainer zu treffen und von ihren Berichten in S\u00e3o Paulo, Salvador, Tr\u00eas de Maio, Paraguay und Uruguay zu h\u00f6ren. Wir h\u00e4tten ein lustiges Spiel namens M\u00f6rder gespielt, w\u00e4ren abends in eine landestypische Kneipe gegangen, h\u00e4tten gelacht, getrunken, gefeiert. Ach, wie sch\u00f6n h\u00e4tte alles sein k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Eine Freiwillige, die ein halbes Jahr in Brasilien war, hat das so \u00e4hnlich erlebt. Und ich war, ich kann es nicht anders sagen, neidisch. Vor allem in Bezug auf die gemeinsamen Reisen. Wir hatten innerhalb der Gruppe schon Pl\u00e4ne geschmiedet, wie wir uns alle an den <em>Igua\u00e7<\/em><em>u<\/em>-Wasserf\u00e4llen treffen, da diese an einem strategisch g\u00fcnstigen Punkt an der Grenze Brasiliens, Argentiniens und Uruguays liegen.<\/p>\n<p>Und trotzdem: ich bin angesichts der Situation extrem dankbar, dass ich wenigstens am Zielort war. Es ist wie bei einem Hund, der einen super saftigen Knochen hingeworfen bekommt, dieser ihm aber sofort wieder weggenommen wird. Zwar sehr bitter und gemein, aber der Hund kam wenigstens in den Geschmack des k\u00f6stlichen Knochens. Er hat daran geknabbert, auch wenn es nur ein paar kleine Bisse waren. Auch ich habe an Brasilien geknabbert, ich habe einen Vorgeschmack von meinem FSJ erhalten.<\/p>\n<p>Gerade deshalb bin ich wie besessen von diesem Land. Von anderen Freiwilligen, die nicht ausreisen konnten, h\u00f6re ich, dass sie gerade absolut gar nichts mit ihrem Einsatzland zu tun haben m\u00f6chten. Das ist absolut verst\u00e4ndlich und mir w\u00fcrde es wahrscheinlich \u00e4hnlich gehen.<\/p>\n<p><strong>Und was mache ich jetzt?<\/strong><\/p>\n<p>Das ist eine schwierige, aber berechtigte Frage. Jegliches Planen in mehr als eine Woche im Voraus gestaltet sich gerade sehr schwierig &#8211; unter anderem was Reisen, Besch\u00e4ftigung und Studium angeht. Man wei\u00df nie, welche Vorschrift als n\u00e4chstes umgesetzt wird. Als ich am Freitag, den 21.03. in Deutschland ankam, wurde just genau diesem Sonntag das Kontaktverbot verh\u00e4ngt. Schade, dass ich dieses Wochenende zum Schlafen und &#8222;Runterkommen&#8220; gebraucht habe, sonst h\u00e4tte ich die letzten Tage zum Auskosten des &#8222;normalen&#8220; Lebens nutzen k\u00f6nnen. Diese Ausf\u00fchrung ist mit einem kleinen Augenzwinkern zu lesen, zumal ich ja in sieben Tagen f\u00fcnfmal an Flugh\u00e4fen war und ich somit leicht zur Virenschleuder h\u00e4tte mutieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Wisst ihr noch damals, als es legal war, sich mit mehr als zwei Freunden zu treffen? Dass ich diesen Satz einmal sage. Er klingt sonst so nach Diktatur und Repression.<\/p>\n<p>H\u00e4tte mir noch im Dezember irgendein Vogel gesagt, dass man sich auf eine weltweite Viruswelle vorbereiten m\u00fcsse, die aus China kommt und die ganze Welt still legt, ich h\u00e4tte diese Person f\u00fcr verr\u00fcckt erkl\u00e4rt und ihm einen &#8222;Vogel&#8220; gezeigt.<\/p>\n<p>Und heute laufen alle mit Masken rum. Vor zwei Wochen war in einkaufen und war echt erschrocken, von dem Klima, das ich dort zu sp\u00fcren bekam. Die Menschen schauen sich nicht mal mehr in die Augen, als k\u00f6nne man durch zweisek\u00fcndigen Blickkontakt das Virus \u00fcbertragen. Die Gesellschaft ist irgendwie k\u00e4lter geworden. Zumindest zum Teil. Auf der einen Seite gibt es die, die N\u00e4chstenliebe zeigen, Nachbarschaftseink\u00e4ufe erledigen, in Superm\u00e4rkten aushelfen und den Laden am Laufen halten, auf der anderen Seite die, die jene L\u00e4den auspl\u00fcndern, das wei\u00dfe Gold f\u00fcr den Ges\u00e4\u00dfbereich hamstern und Menschen auf der Stra\u00dfe aus Angst vor einer Infektion nicht einmal mehr gr\u00fc\u00dfen.<\/p>\n<p>Leute, es ist keine Pest oder Ebola. 2-Meter-Abstand reichen. Und nein, ich bin kein J\u00fcnger der Covid-19-Leugner, ich finde nur, dass man nicht in die B\u00fcsche springen muss, wenn man sich begegnet. Und dass man nicht die Polizei rufen muss, wenn drei Nachbarskinder zusammen spielen. Denunziantentum und Spitzel hatte man in Deutschland lange genug.<\/p>\n<p>So, kleiner Exkurs. Zur\u00fcck zu den Pl\u00e4nen. Was hatten meine Mitfreiwilligen und ich nicht schon f\u00fcr sagenhafte Pl\u00e4ne geschmiedet &#8230;<\/p>\n<p>Hier ein Best-Off (bitte das Beste ankreuzen)<\/p>\n<p>O Ein offizielles oder nicht-offizielles Nachbereitungsseminar am Werbellinsee abhalten (um endlich im Sommer in diesen Schei\u00df-See zu springen)<\/p>\n<p>O Eine Pommes-Bude er\u00f6ffnen<\/p>\n<p>O durch S\u00fcdamerika auf einem Esel zu reisen<\/p>\n<p>O oder etwas Ernsteres: Doch noch in die September-Ausreise zu kommen und wenigstens ein halbes Jahr unser FSJ an unseren Einsatzstellen zu absolvieren (Visa w\u00e4ren ja noch g\u00fcltig)<\/p>\n<p>Letzteres hat sich leider erledigt. Kulturweit ist sich nicht einmal sicher, ob es eine September-Ausreise 2020 geben wird. Wie gesagt: Man kann gerade sehr schlecht planen.<\/p>\n<p>Und unter uns: Ich kann diese &#8222;Was machst du jetzt&#8220;-Frage nicht mehr h\u00f6ren. Als m\u00fcsste ich immer ein Ass im \u00c4rmel haben. Als h\u00e4tte ich damit gerechnet, dass eine Pandemie mein FSJ beendet und ich mich jetzt umorientieren muss. Als m\u00fcsste ich rund um die Uhr produktiv sein.<\/p>\n<p><em>Kulturweit<\/em> war so nett, uns auf ein Portal hinzuweisen, das Freiwillige an lokale Einsatzstellen vermittelt, die gerade h\u00e4nderingend nach Unterst\u00fctzung suchen. Der Deal: Unser FSJ kann offiziell fortgef\u00fchrt werden, f\u00fcr 6 Monate. Aus kultur<em>weit<\/em> sollte also kultur<em>nah<\/em> werden. Es ist l\u00f6blich, dass sie trotzdem versuchen, uns ein Ersatzprogramm anzubieten, auch wenn es so ziemlich das Gegenteil eines Auslandsfreiwilligendienstes ist und sich in Einsatzort und T\u00e4tigkeitsprofil so drastisch unterscheidet.<\/p>\n<p>Ich war interessiert und schaute mir das Ganze gleich mal an. Leider fand ich wenig Stellen, bei denen ich ab sofort anfangen k\u00f6nnte und ich hatte auch nicht wirklich das Gef\u00fchl, dass sie mich wirklich wollten und brauchten (lange Reaktionszeit auf E-Mails, keine Informationen etc.). Dann lasse ich das Ganze also mal sein. Die Stellen w\u00e4ren auch eh weiter weg gewesen und die vorgeschlagenen T\u00e4tigkeiten h\u00e4tten mich auch nur m\u00e4\u00dfig interessiert.<\/p>\n<p>Dann bleibe ich erstmal weiter hier. Ich wei\u00df nicht, was kommen wird und wie sich alles entwickeln wird. Zur Beruhigung meines Gewissens habe ich mich in eine Liste f\u00fcr Corona-Nachbarschaftshilfe eingetragen und habe vielleicht noch ein Praktikum in Aussicht.<\/p>\n<p>Am Anfang meiner R\u00fcckkehr baute sich in mir noch die baldige Perspektive auf, im Juni\/Juli sofort zur\u00fcck nach Brasilien reisen zu k\u00f6nnen, um wenigstens privat durchs Land zu reisen und in Bel\u00e9m die Schule und die Sch\u00fcler kennenzulernen. Gerade schaut es danach aus, dass dieses Jahr \u00fcberhaupt keine touristischen Reisen mehr m\u00f6glich sein werden. Ach ja, und die Schule bleibt auch bis zu den Ferien geschlossen.<\/p>\n<p>Deshalb qu\u00e4le ich mich immer leicht, wenn ich das Verlangen sp\u00fcre, mich nach Studienm\u00f6glichkeiten zu informieren. Viele meiner Mitmenschen deuten meinen Verbleib in Deutschland als automatische Handlungsaufforderung, mich nach Studienpl\u00e4tzen umzuschauen.\u00a0 Unabh\u00e4ngig davon, dass ich zu sp\u00e4t f\u00fcr eine Bewerbung im Sommersemester kam und Bewerbungen f\u00fcr das Wintersemester erst ab Juni\/Juli m\u00f6glich sind, st\u00f6re ich mich daran, so schnell von &#8222;Ich geh ins Ausland, um Zeit f\u00fcr mich zu haben und mich zu orientieren&#8220; zu &#8222;Jetzt muss ich aber zu Potte kommen und sofort an die Uni&#8220; umzuschwenken.<\/p>\n<p>Fragen \u00fcber Fragen. Es nervt mich, sie mir zu stellen. Und nein, ich wei\u00df immer noch nicht ganz genau, was ich studieren m\u00f6chte. Jeden Tag erhalte ich neue Angebote, Google Ads auf Facebook und Tipps von Freunden. Es gibt mittlerweile eine burj-kalifa-hohe Anzahl an Studieng\u00e4ngen &#8211; aller Couleur: Von European Governance \u00fcber internationale Weinwirtschaft ist alles dabei. Irgendwie sch\u00f6n, dass so viele individuelle Angebote geschaffen werden, irgendwie aber auch anstrengend, wenn man wie ich die Qual der Wahl hat.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ach ja, eine letzte Sache m\u00f6chte ich hier nicht unausgesprochen lassen: Mir ist durchaus bewusst, dass meine Probleme nur Luxusprobleme sind. Es ist zwar \u00e4rgerlich f\u00fcr mich, dass ich mein Auslandsjahr nicht absolvieren durfte, aber ich bin zuhause &#8211; sicher und geborgen &#8211; bei meiner Familie. Ich habe ein Dach \u00fcber den Kopf. Ich wei\u00df, dass ich von einem funktionierenden und professionellen Gesundheitssystem profitiere und dass ich im Notfall eine gute Behandlung bek\u00e4me. Ich wei\u00df, dass es mir an michts fehlt. Das Wetter ist sommerlich, ich kann jeden Tag in den Wald und an die frische Luft. Unabh\u00e4ngig von Corona (ups, jetzt habe ich es doch gesagt \ud83d\ude41 ) k\u00f6nnte meine Situation nicht besser sein: Ich schlafe \u00fcber 8 Stunden, gehe laufen, mache Sport, wir verbringen seit Langem wieder quality time in der Familie, reden, schauen Filme, gehen spazieren. Ich telefoniere mit l\u00e4ngst vergessenen Freunden oder skype mit anderen wunderbaren Kulturweit-Menschen, um uns Mut zuzusprechen.<\/p>\n<p>Fr\u00fcher, zu Schulzeiten und auch danach, h\u00e4tte ich nie so gelebt: Mich so um meine Gesundheit gek\u00fcmmert, so den Moment genossen und so dankbar gewesen, f\u00fcr all das was passiert.<\/p>\n<p>Ich f\u00fchre ein Leben, das ich ohne Corona NIE gef\u00fchrt h\u00e4tte.<\/p>\n<p>Wenn ich nur an meinen Bruder denke, der im Mai (voraussichtlich) Abitur schreibt: Er wird dieses Jahr keinen Abiball mit uns feiern, er wird keinen gemeinsamen Abschluss mit seiner Stufe erleben und auch an keiner Abschlussfahrt nach Kroatien teilnehmen. Wenn er \u00fcberhaupt das Abitur schreibt, so wird es ihm wahrscheinlich per Post nach Hause geschickt. So stellt man sich doch auch kein letztes Jahr an der Schule vor.<\/p>\n<p>Wenn ich mir nun vorstelle, dass Corona 2019 inmitten meiner Gemeinderats-Kandidatur, Abiturvorbereitung, England, und Mexiko-Reise geplatzt w\u00e4re, ich w\u00e4re unvorstellbar w\u00fctend und entt\u00e4uscht gewesen. Es h\u00e4tte unter anderem ein Strich durch mein Abi, eine Studienreise, auf die ich mich so gefreut hatte und ein langersehntes Wiedersehen nach vier Jahren mit meiner mexikanischen Familie bedeutet.<\/p>\n<p>Es ist Theoriedenken, I know. Und es gibt nie einen perfekten Zeitpunkt f\u00fcr eine Pandemie.\u00a0 Trotzdem hat mir dieses Virus gezeigt, wie dankbar ich sein kann, f\u00fcr all die noch so kleinen Dinge, die BISHER in meinen Leben geklappt haben und die f\u00fcr mich einfach selbstverst\u00e4ndlich waren.<\/p>\n<p>Ein Treffen mit Freunden auf der Wiese? Why not? Ein Clubabend? Na, aber sichi! Ein herrlicher Urlaub im S\u00fcden? Da sind wir dabei!<\/p>\n<p>Und trotzdem: Ich m\u00f6chte \u00fcberhaupt nichts besch\u00f6nigen und nicht in das &#8222;Aber Corona ist doch auch eine gro\u00dfartige Chance&#8220;-Gelaber der Euphoriker verfallen, denen das Virus \u00fcberhaupt nichts angetan hat.<\/p>\n<p>Vor einigen Tagen ist ein entfernter Bekannter von mir aus Mexiko an Covid-19 gestorben. Es ist der erste Todesfall in meinem Umkreis. Ab diesem Punkt fing dieses Virus an, in meiner Welt real zu werden. Ich wei\u00df, dass Menschen sterben. Ich wei\u00df, dass viele Menschen gerade eingeengt in ihren Wohnungen sitzen und nicht raus in die Natur k\u00f6nnen. Ich wei\u00df, dass mancherorts die h\u00e4usliche Gewalt zunimmt. Ich leide mit allen weltweit mit, deren Existenz durch dieses Schei\u00dfding bedroht ist: Gastronomen, Hoteliers, Yoga-Lehrer in Berlin, Veranstaltungstechniker in Braunschweig, Strandverk\u00e4ufer in Rio. Oder allen, denen ihr Gehalt so gek\u00fcrzt wird, dass sie M\u00fche haben, f\u00fcr die Miete und die monatlichen Ausgaben \u00fcber die Runden zu kommen. Ich habe die Bilder von den \u00fcberf\u00fcllten Fl\u00fcchtlings-Camps in Griechenland gesehen, von den Krankenh\u00e4usern in New York und den min\u00fctlich abfahrenden Leichenw\u00e4gen in Bergamo. Von Menschen, die sich nichtmal mehr von ihren Angeh\u00f6rigen verabschieden oder einer Trauerfeier beiwohnen k\u00f6nnen. Es sind Bilder, die mich ersch\u00fcttern.\u00a0 Ich kann mir nicht anma\u00dfen, auch nur ansatzweise vorzustellen, was das f\u00fcr eine prek\u00e4re Lage all diese Betroffenen ist. In Gebeten und Gedanken bin ich bei diesen Menschen.<\/p>\n<p>NIEMAND, absolut niemand, hat so etwas verdient.<\/p>\n<p>Wir alle sitzen dieses Mal im selben Boot. Und es gibt dieses Mal keinen Ausweg. Fr\u00fcher konnten dem\/der gemeinen Durchschnittsb\u00fcrger\/in der westlichen Welt Probleme wie der Krieg in Syrien, das Massensterben im Yemen, die Wasserknappheit, die zunehmende Gewalt an Frauen, das Artensterben, die Amazonas-Br\u00e4nde und nicht zuletzt die Klimakatastrophe, um nur einige zu nennen, vierspurig am Arsch vorbeigehen (mit Betonung auf &#8222;konnten&#8220;). Dieses Mal betrifft es uns alle. Auch uns westliche Wohlstandsmaden.<\/p>\n<p>Es ist eine historische Ausnahmesituation, wie Politiker dieser Tage gerne zu sagen pflegen. Und wenn ich Leben retten kann, in dem ich zuhause bleibe und keine Reisen unternehme, dann tue ich das verdammt nochmal. Nach Brasilien zu gehen ist jetzt zweitrangig, keine Frage.<\/p>\n<p>Und schlie\u00dflich finden sch\u00f6ne Reisen ja auch im Kopf statt.<\/p>\n<p>Wo wir doch vorhin bei Liedern waren: Auf dem Seminar lernte ich durch Zufall ein wundersch\u00f6nes Lied kennen, das unser aller Gem\u00fcter in der Gruppe gleichm\u00e4\u00dfig erw\u00e4rmte: <em>Fica Tudo Bem<\/em> von <em>Silva<\/em> und Anita.<\/p>\n<p>Mein Mitbewohner auf dem Seminar und Mitfreiwilliger aus Brasilien h\u00f6rte es beim Duschen und habe es so aufgeschnappt und einen Ohrwurm bekommen, der sich durch die Tage auf dem Seminar und das Gruppengeh\u00f6r schlingelte. Von nun an sangen wir es beim Fr\u00fchst\u00fcck, Mittagessen, Abendessen, beim Spieleabend oder Beisammensein und Nacht-Disko im Zimmer.<\/p>\n<p>Zu deutsch hei\u00dft der Titel: Es wird (oder bleibt) alles gut.<\/p>\n<p>Ich bleibe optimistisch!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>So, tach Leute. Heute mal keine Begr\u00fc\u00dfung auf Portugiesisch, denn, ist ja klar wie Klo\u00dfbr\u00fche, ich bin nicht dort. Inzwischen ist ein Monat vergangen und ich hatte die &#8222;Ehre&#8220;, wieder bei meinen Eltern einzuziehen. Der Gedanke, dass ich vor vier Wochen noch durch brasilianische Stra\u00dfen schlenderte und die stille Hoffnung im Rucksack trug, dass alles &hellip; <span class=\"more-link\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/marknobrasil\/2020\/04\/26\/fica-tudo-bem-eingesperrt-in-der-alten-wirklichkeit-oder-ein-paar-post-brasilien-crna-gedanken\/\">Mehr lesen &raquo;<\/a><\/span><\/p>\n","protected":false},"author":2804,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[21],"tags":[],"class_list":["post-226","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/marknobrasil\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/226"}],"collection":[{"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/marknobrasil\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/marknobrasil\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/marknobrasil\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2804"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/marknobrasil\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=226"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/marknobrasil\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/226\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":232,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/marknobrasil\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/226\/revisions\/232"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/marknobrasil\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=226"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/marknobrasil\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=226"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/marknobrasil\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=226"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}