Bolivien und Perú

Macchu Piccu. Einmal im Leben dort gewesen sein. Das muss so unglaublich sein das Gefühl. Somit suchte ich mal wieder die günstigsten Flüge heraus. Hin ging es von Foz do Iguazu über Nacht bis nach Sucre in Bolivien.

Sucre war eine super schöne Stadt, viel zu warm für meinen Klamottenvorrat in meinem Backpacker. Von dort aus buchte ich einen Übernachtbus nach Uyuni, eine drei Tage Salzfeldertour und einen Übernachtbus nach La Paz, denn 15 Tage für meine Pläne waren nicht viel.

Laguna colorada

Gruppenbild auf den Salar de Uyuni

Die Uyuni Tour war einer der unglaublichen Dinge, welche ich gemacht habe. Mit zwei Briten, zwei als Buenos Aires und einem Japanern ging es mit einem Jeep drei Tage lang bis zur chilenischen Grenze und zurück. Auf unserem Weg sah ich mehr Landschaften, als ich mir vorher erhoffte. Das Essen war sehr einfach, jedoch gut für den Preis, welchen wir für die Tour bezahlten. Die Nächte verbrachten wir in einfachen Salzhotels ohne WLAN und Duschen, bei welchen wir für warm Wasser bezahlen mussten. Also nur eine warme Dusche in drei Tagen für mich 😀

Da Bolivien und Perú sehr hoch gelegen sind, kauten wir ständig auf Coca Blättern oder tranken Coca Tee. Leider konnte ich von diesen Blättern nichts mitnehmen, da diese hier illegal sind.

Bild im Auto 

Über La Paz und Copacabana ging es für mich nach Cucso.

Mehrfarbiger Berg

Alpaka in Copacabana

Dort stand ich nach einer „Nacht“ um drei Uhr morgens auf, um den mehrfarbigen Berg zu besichtigen. Danach machte ich mich sofort auf den Salkantay Trek. Einen alternativen Weg zum Inka Trail, welcher als Ziel den Macchu Piccu hatte. Los ging es mit dem Wiegen unseres Gepäcks. Genau sieben Kilo inklusive Schlafsack durfte jeder auf die Pferde verlagern. Diese liefen immer etwas vor uns mit dem Gepäck zum nächsten Zeltlager. Einen unglaublich großes Respekt muss ich dem Pferdetreiber aussprechen, da es jeden Tag vor uns neben den Pferden zum nächsten Lager sprintete.

Campingplatz auf unsrer Tour

Wir liefen jeden Tag ungefähr 20 km, um dann in Zelten auf Campingplätzen zu zelten. Camping ist kein neues Wort für mich, jdoch war dies schon eine Nummer härter als im Sommer an der Bretagne zu zelten und den Wohnwagen neben sich zu haben. In der ersten Nacht ging es also auf die dünnste Isomatte, die ich je gesehen habe und mit Schlafsack bei -6 Grad ins Bett. Aufgeweckt wurden wir um 4.30 Uhr morgens mit einem Cocatee. Immerhin. Schon um sechs Uhr vor Sonnenaufgang machten wir uns auf und wanderten den Berg hoch.

Tag eins des Salkantay Treks

Auf den Wegen in den folgenden Tagen fragte ich mich manchmal, was machst du hier? Jedoch lohnte sich jeder Schritt. Begleitet wurde ich von einer bunt gemischten Gruppe, welche echt super war und mit der ich auch noch weiterhin in Kontakt stehe.

Eines der Highlights war für alle die Hot Springs. Vier verschiedene Becken, welche durch natürliche warme Quellen mit heißem Wasser gefüllt wurden. Ein weiteres Highlight war das Restaurant und das Hostal in der letzten Nacht am Macchu Picchu.

Aber das größte war natürlich der morgen am Macchu Picchu. Wieder einmal ging es um viel Uhr aus dem Bett, um einer der ersten Gäste in der Schlage am Eingang des Macchu Picchus zu sein. Nach einer Stunde Treppenlaufen waren wir dann endlich am Machhu Picchu angekommen. Ein unglaubliches Gefühl, welches man sich schlecht in Worte fassen kann.

Macchu Picchu

Auf meiner Reise entdeckte ich viele neue und unglaubliche Dinge. So viel Armut wie in den Tagen in La Paz und Copacabana habe ich noch nie gesehen. Jedoch fühlte ich mich nie bedroht oder in gefährlichen Situationen. Die Menschen waren freundlich und offen. Boten unglaublich billige und etwas zweifelhafte Speisen am Straßenrand an und trugen Traditionelle Kleidung. Insgesamt gefiel mir Bolivien und Perú deutlich besser als Argentinien.Vielleicht lag es an den deutlich günstigeren Preisen oder den vielen vegetarischen Speisen in Restaurants.

 

Nun bleiben nur noch weniger als 30 Tage in Montecarlo. Ich weiß nicht, was ich davon halten soll. Natürlich freue ich mich auf meine Familie und meine Freunde. Das gute Essen meiner Mutter, leckere dünne Pizza aus meiner Lieblingspizzaria, frischen Quark, guten Käse und natürlich das gute deutsche Brot.

Andererseits habe ich mich mit der Tatsache,dass die Lebensmittel hier anders sind, alles etwas teurer und unmoderner abgefunden. Ich habe meine Zumbagruppe, Laufpartnerin, Yogastunde und meinen Gitarrenlehrer hier. Einen komplett anderen Tagesablauf als in Deutschland und deutlich weniger Stress.

Es wird hart wieder in Deutschland wieder meine Routine zu finden, aber letztendlich ist es dort doch mein Zuhause und ich könnte mich nie vorstellen wo anders zu wohnen.

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