{"id":1,"date":"2012-02-28T17:52:42","date_gmt":"2012-02-28T17:52:42","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/marakolumnaliveaustbilissi\/?p=1"},"modified":"2012-02-28T19:50:02","modified_gmt":"2012-02-28T18:50:02","slug":"hallo-welt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/marakolumnaliveaustbilissi\/2012\/02\/28\/hallo-welt\/","title":{"rendered":"Der erste Bericht aus der neuen Heimat!"},"content":{"rendered":"<p>Hallo ihr da drau\u00dfen!<\/p>\n<p>Sch\u00f6n, dass ihr wissen wollt was ich hier so mache und wie es mir geht. Die erste Frage gleich am Anfang beantwortend: Ja, es geht mir gut und ich habe den Flug gut \u00fcberstanden!<\/p>\n<p>Jetzt sitze ich auf meinem Bett, in meinem Zimmer, in einer leeren Wohnung und hoffe, dass bald durch meine Mitbewohnerin, Magda, die gerade noch zu Hause in Kutaissi ist, und durch pro-aktives dekorieren mit Postern (viele Leute werden wissen welches Motiv darauf zu sehen sein wird) und Bildern, ein wenig mehr Leben in diese vier W\u00e4nde kommt. Aber alles der Reihe nach:<\/p>\n<p>Freitagabend ging die Reise los. Mit Anne-Kathrin traf ich mich am Gate und gemeinsam bestiegen wir das Flugzeug . Dort schieden sich unsere Wegen schon wieder, da wir leider zu weit auseinander sa\u00dfen. Aber ich muss sagen, das Essen bei der Lufthansa ist gar nicht so schlecht, vor allem dieser Schokokuchen&#8230;hmmmm! Naja egal, nach einer f\u00fcr mich sehr kurz erscheinenden Schlafpause kamen wir auch schon an. Der Flughafen in Tbilissi ist sehr modern, das stimmte mich schon mal beruhigt. Mir blieb mal kurz die Luft weg, als ich dachte, dass mein zweites Gep\u00e4ckst\u00fcck nicht den Weg nach Georgien gefunden hatte, doch am Ende hatte ich doch alles: 2 Koffer, einen Rucksack, eine Handtasche und einen Umh\u00e4ngebeutel. Als ich meinen roten, 23kg schweren Koffer vom Flie\u00dfband auf meinen Trolley wuchtete, hatte ich das Gef\u00fchl, dass die m\u00e4nnliche Bev\u00f6lkerung im Warteraum auf einmal die Luft anhielt und dieses komische blonde junge M\u00e4dchen (mich!) anstarrte, das ganz alleine, ohne m\u00e4nnliche Hilfe dieses schwere Trum durch den halben Raum schleppte&#8230; Tja das mit dem schwachen Geschlecht und so, das muss ich noch lernen! Ich mach es lieber selber \ud83d\ude1b<\/p>\n<p>Anne und ich wurden von unseren Fahrern und Verantwortlichen abgeholt. Ich fuhr mit Soso, der ausgezeichnetes Deutsch spricht, da er in Augsburg Politikwissenschaft studierte und mich zu der Familie eines Freundes bringen sollte, w\u00e4hrend Anne in die WG der schon in Tbilissi wohnenden Kulturweit-Freiwilligen fuhr.<\/p>\n<p>Ich wurde sehr herzlich von meiner Kurzzeit-Pflegefamilie aufgenommen und wurde mit reichlich Butterbrot und Tee begr\u00fc\u00dft. Ich h\u00e4tte auch noch H\u00fchnchen essen k\u00f6nnen, aber 5.15Uhr schien mir nicht die angemessene Uhrzeit f\u00fcr so ein gro\u00dfes Mahl. Nach einer kurzen Nacht lernte ich Nino (die 1., es werden noch weitere folgen), die Schwester von Tornike aus Hannover kennen. Wir verstanden uns auf Anhieb und ich bin mir sicher wir werden noch viel hier in Tbilissi gemeinsam unternehmen. Sie ist meine Chef-\u00dcbersetzerin im Hause Murtskvaladze und wir hatten auch schon die ersten Unterrichtsstunden in &#8222;Wie verh\u00e4lt man sich als Frau in Georgien&#8220;, beispielsweise l\u00e4sst man M\u00e4nner die schweren Sachen tragen, denn wir Frauen m\u00fcssen sp\u00e4ter, wenn wir Kinder bekommen, genug mit uns rumtragen. Au\u00dferdem soll ich es als Frau genie\u00dfen, und nicht als Bevormundung sehen, wenn M\u00e4nner mir die T\u00fcren aufhalten, mir Sachen aus der Hand nehmen, Dinge f\u00fcr mich einkaufen etc. (Ja ok, es wird schwer werden, aber&#8230; ich werde es akzeptieren \ud83d\ude1b )<\/p>\n<p>Samstag lernte ich dann noch meine zuk\u00fcnftigen MitarbeiterInnen kennen. Da gerade eine Bildungsmesse an der Uni stattfand, konnte ich Nino Lekishvili (Nr. 2) und Nino Antadze (Nr. 3) in Aktion am Stand des DAAD erleben. Ich wurde freudig und \u00fcberschw\u00e4nglich empfangen und bin mir ziemlich sicher, dass ich auch weiterhin ein sehr gutes Verh\u00e4ltnis zu meinen Kollegen haben werde. Die Stimmung ist, wie bei diesem ersten Treffen, auch am 3.Tag immer noch sehr ausgelassen und freudig! Danach ging es weiter zum DAAD und Goethe Institut, da ein traditionelles Gr\u00fcnkohl-Essen organisiert wurde. Im Goethe-Cafe, wo ich auch Anne wiedertraf, die zuvor bei einer Wanderung aus der Puste gekommen war, \u00a0wurden die georgische Kohlprinzessinnen beschenkt und nach einem Gedicht von einem Gr\u00fcnkohl, wurde eben dieser mit Kartoffeln und Pinkelwurst verspeist. Hier lernte ich auch meine Chefin Elisabeth Venohr kennen (ausnahmsweise mal keine Nino \ud83d\ude42 ) Und um den Abend perfekt zu machen, ging ich auf einen kleinen Umtrunk mit Anne zu der WG der anderen Kulturweit-Freiwilligen und lernte dort auch noch zwei weitere Deutsche kennen, die in Georgien ein FSJ oder FJA machen.<\/p>\n<p>Ich glaub ich muss mich ein wenig zur\u00fcckhalten, sonst wird das hier so ewig lang! Also mein Wochenende war sehr sch\u00f6n und meine Pflegefamilie hat mich eindringlich dazu aufgefordert blo\u00df wieder vorbei zu kommen. Und das werde ich!<\/p>\n<p>Am Sonntag bin ich dann in meine eigene Wohnung umgezogen. Erst wollte mich Tornikes Papa nicht alleine dort lassen, doch nach ein wenig \u00dcberzeugungsarbeit und dem Versprechen sofort anzurufen, falls es Probleme g\u00e4be oder ich mich einsam f\u00fchle, durfte ich dort bleiben. Ich wohne jetzt also in einer 4-Zimmer-Wohnung. Meine Mitbewohnerin Magda wird erst am 10. M\u00e4rz von zu Hause (Kutaissi) kommen und bis dahin bin ich hier alleine. Aber es ist vielleicht gar nicht so schlecht mal ein bisschen Zeit f\u00fcr mich zu haben. \u00a0Au\u00dferdem habe ich in den letzten Tagen viel mit Irakli, dem Verwandten eines Freundes aus Jena, unternommen. Mit ihm hatte ich schon sehr lebhafte Diskussionen \u00fcber Themen wie Homosexualit\u00e4t, Religion und Politik! \u00a0Er gew\u00e4hrte mir auch bereits Asyl, da ich im \u00dcberschwang den Gashahn abgedrehte und somit auch die Heizung ausschaltete, die ich alleine nicht mehr an bekam. Jetzt l\u00e4uft alles wieder und ich bin gespannt was in dieser Woche noch alles passieren wird.<\/p>\n<p>Morgen werde ich in einer Radiosendung einen Live-Auftritt haben und mich als Kulturweit-Freiwillige beim DAAD vorstellen, \u00fcber das Bachelorsystem in Deutschland sprechen und H\u00f6rerfragen beantworten. Abends steht dann Kaffeetrinken mit Kollegen und danach noch Geburtstag feiern mit den Deutschen an.<\/p>\n<p>Ihr seht also: Es geht mir gut! \u00a0Und bald folgen Bilder und weitere Beschreibungen von Eindr\u00fccken wie halsbrecherischen Highheels, verr\u00fcckten Autofahrern, noch mehr Ninos und wer wei\u00df was noch&#8230; (jaja Pauschalisierungen und \u00dcbertreibungen, ich wei\u00df!!!) \ud83d\ude00<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hallo ihr da drau\u00dfen! Sch\u00f6n, dass ihr wissen wollt was ich hier so mache und wie es mir geht. Die erste Frage gleich am Anfang beantwortend: Ja, es geht mir gut und ich habe den Flug gut \u00fcberstanden! 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