{"id":420,"date":"2019-03-10T14:40:37","date_gmt":"2019-03-10T13:40:37","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/mandyswonderworld\/?p=420"},"modified":"2019-03-10T14:40:37","modified_gmt":"2019-03-10T13:40:37","slug":"neue-herausforderung-bulgarische-volkstaenze","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/mandyswonderworld\/2019\/03\/10\/neue-herausforderung-bulgarische-volkstaenze\/","title":{"rendered":"Neue Herausforderung: Bulgarische Volkst\u00e4nze"},"content":{"rendered":"<p>Schon bevor ich nach Bulgarien gereist bin, hatte ich den Wunsch, zu einem bulgarischen Volkst\u00e4nze-Kurs zu gehen. Schlie\u00dflich ist es immer spannend, etwas Neues zu lernen und wenn es ums Tanzen geht erst recht. Ob ich mich das vor Ort dann wirklich trauen w\u00fcrde, war eine andere Sache.<\/p>\n<p>Nachdem ich mich zum Gl\u00fcck recht schnell \u00fcberwinden konnte, zu einem Dance Center zu gehen, um dort (anfangs Contemporary und jetzt nur noch) Ballett zu tanzen, lag es nahe mich nun an die n\u00e4chste Herausforderung heranzutrauen und einen \u043d\u0430\u0440\u043e\u0434\u043d\u0438 \u0442\u0430\u043d\u0446\u0438 Kurs zu besuchen. Leider war der aber zur selben Zeit wie unser Bulgarisch-Sprachkurs.\u00a0 Ehrlich gesagt fand ich das nicht immer wirklich schade, denn mir steht auch dabei viel Angst im Weg. Jetzt war es aber so, dass wir den Sprachkurs auf einen anderen Tag legen konnten, also gab es f\u00fcr mich keine Ausrede mehr, es nicht wenigstens einmal auszuprobieren.<\/p>\n<p>Ich war schon den ganzen Tag \u00fcber sehr aufgeregt und habe die ganze Zeit \u00fcberlegt, ob ich wirklich hingehen soll oder nicht. \u00bbIch kann auch noch n\u00e4chste Woche damit anfangen\u00ab, habe ich versucht die Situation mal wieder zu verschieben und zu vermeiden. Ich bin dann aber doch hingegangen. Als ich das Tanzstudio betreten habe, sah ich auch noch meine Ballettlehrerin im Aufenthaltsbereich sitzen. \u00bbOh je, wie unangenehm, dass sie mich sieht.\u00ab Ich setzte mich an die Seite und schaute der Gruppe zu, die sich gerade aufzuw\u00e4rmen schien. Aber der Kurs sollte doch erst in zehn Minuten beginnen?! Unf\u00e4hig nachzufragen oder irgendetwas zu tun, sa\u00df ich einfach nur da. Ich sp\u00fcrte, wie die \u00c4ngste immer st\u00e4rker wurden und w\u00fcnschte mir, einfach irgendwie zu verschwinden. Irgendwann sprach mich die vom Empfang an und sagte mir, ich solle einfach zu der Gruppe hinzu gehen. Wenn das so einfach w\u00e4re. Aber mir blieb wohl nichts anderes \u00fcbrig, denn jetzt war ich in der Situation gefangen.\u00a0 Was f\u00fcr eine bl\u00f6de Idee, hier herzukommen.<\/p>\n<p>Ich ging ein paar Schritte weiter Richtung Tanzsaal und jetzt bemerkte mich der Lehrer zum Gl\u00fcck auch. Nachdem eine Teilnehmerin gefunden wurde, die f\u00fcr mich dolmetschen konnte, durfte ich an der Stunde teilnehmen und mich in die Tanzgruppe einreihen. Schon v\u00f6llig geschafft von der Aufregung und dem bl\u00f6den Start folgte eine Stunde der v\u00f6lligen \u00dcberforderung. Die anderen Kursteilnehmer*innen waren alles Bulgar*innen, die schon seit \u00fcber einem Jahr diesen Kurs besuchen. Deshalb sagte der Lehrer auch nur kurz den Tanz an, stellte sich an die Spitze der Tanzreihe, machte die Schrittfolge zweimal mit und danach waren alle auf sich allein gestellt. Mir blieb also nichts anderes \u00fcbrig, als irgendwie zu versuchen, mitzuh\u00fcpfen und irgendwelche Schritte zu machen. Erleichtert war ich, als zwischendurch ein neuer Tanz gelernt wurde, bei dem der Lehrer die Schritte gezeigt hat. So hatte ich auch eine Chance wenigstens bei einem Tanz mal mit meinen F\u00fc\u00dfen hinterherzukommen. Als dann aber die Musik angemacht wurde, kamen leider pl\u00f6tzlich noch ganz andere Schritte hinzu und ich hatte wieder keine Ahnung, was ich tun soll.<\/p>\n<p>Als die anderen Teilnehmer*innen geh\u00f6rt haben, dass ich aus Deutschland komme, wirkten sie sehr begeistert davon und ich sollte versprechen, beim n\u00e4chsten Mal wiederzukommen. Ich lie\u00df den Lehrer fragen, ob das okay sei und hoffe, dass sein \u00bb\u0414\u043e\u0431\u0440\u0435\u00ab auch wirklich so gemeint war. Auch der Kommentar meiner Ballettlehrerin, dass sie beeindruckt von mir sei, machte mir etwas Mut, nicht direkt nach dem ersten Versuch aufzugeben. Ich bin da wohl (viel) zu kritisch mit mir, denn wie h\u00e4tte man es besser machen sollen, wenn man ohne Erkl\u00e4rungen direkt in die T\u00e4nze hineingeworfen wird.<\/p>\n<p>Ich gebe dem ganzen auf jeden Fall noch eine Chance. Mal schauen, wie es morgen wird. Da ich jetzt wei\u00df, dass sie immer eine Viertelstunde fr\u00fcher anfangen als auf dem Plan steht, werde ich dieses Mal auf jeden Fall schon mal p\u00fcnktlich kommen. Also kann es ja nur besser werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schon bevor ich nach Bulgarien gereist bin, hatte ich den Wunsch, zu einem bulgarischen Volkst\u00e4nze-Kurs zu gehen. 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