{"id":34,"date":"2017-09-16T15:32:02","date_gmt":"2017-09-16T13:32:02","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/lynninecuador\/?p=34"},"modified":"2017-09-16T17:01:31","modified_gmt":"2017-09-16T15:01:31","slug":"vorbereitungsseminar-und-ankunft-in-quito","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/lynninecuador\/2017\/09\/16\/vorbereitungsseminar-und-ankunft-in-quito\/","title":{"rendered":"Vorbereitungsseminar und Ankunft in Quito"},"content":{"rendered":"<p>Da sich beim letzten Blog einige \u00fcber zu viel Text beschwert haben folgt nun eine kurze Zusammenfassung f\u00fcr alle die nicht viel lesen wollen \ud83d\ude42<\/p>\n<p><em>Vorbereitungsseminar am Werbellinsee:<\/em><em><br \/>\n<\/em><em>spannend, zum Nachdenken anregend, neue Leute kennenlernen, informativ, anstrengend<br \/>\n<\/em><br \/>\n<em>Ankunft in Quito:<\/em><em><br \/>\n<\/em><em>ohne Probleme, guten Flug, Heimfahrt mit Judy, erste Nacht bei ihr verbracht, Gef\u00fchl nach Hause zu kommen<\/em><br \/>\n<em>Ankunft in der WG am n\u00e4chsten Tag:<\/em><em><br \/>\n<\/em><em>aufregend, Vorort, \u00fcberflutetes Zimmer, nette Leute, sch\u00f6ne Wohnung\u00a0<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>F\u00fcr alle die mehr Infos m\u00f6chten:<\/p>\n<p><em>Die Vorbereitung :<\/em><br \/>\nVom 01.09 bis 10.09 habe ich mich zusammen mit 319 anderen Freiwilligen am Werbellinsee bei Berlin getroffen. 10 Tage lang bereiteten wir uns auf unseren Freiwilligendienst vor. Dieses Jahr war die Gruppe der Freiwilligen (und dadurch auch die Teamer*Innen-Gruppe) so gro\u00df wie nie zuvor, zwischenzeitig m\u00fcssen wir um die 400 Leute gewesen sein. Das Gel\u00e4nde liegt irgendwo im Nirgendwo &#8211; direkt an Wald und See angrenzend -,\u00a0bietet Platz f\u00fcr ca. 1000 G\u00e4ste und verf\u00fcgt \u00fcber kleine H\u00e4user in denen sowohl die Seminare als auch die Schlafzimmer waren. Zudem gibt es ein Seminarhaus, in dem sich auch das Orga-B\u00fcro befand.<\/p>\n<p>Die 10 Tage teilten sich in Workshops und Homezone-Zeiten ein. Die Homezones waren feste Bezugsgruppen in denen wir uns mit Menschen austauschen konnten, die in \u00e4hnliche Regionen gehen wie wir. In meiner Gruppe waren 12 Leute und zwei Trainerinnen. In diesem &#8222;gesch\u00fctzen Rahmen&#8220; fanden sowohl Reflexionen zu den zuvor besprochenen Themen statt als auch Gespr\u00e4che \u00fcber eigene Erwartungen, Sorgen und \u00c4ngste. Die Workshops waren in f\u00fcnf Themenbl\u00f6cke aufgeteilt: Gesellschaftliche Machtstrukturen und der FWD, Reflexions- und Schutzr\u00e4ume: Empowerment, Wei\u00dfsein, Gender, Klassismus, Kreativit\u00e4t und Praxis, Gesundheit, Pr\u00e4vention und eigene Grenzen und UNESCO-Themen. Zu jedem Thema wurden unterschiedliche Einheiten angeboten. Im Vorfeld hatten wir die M\u00f6glichkeit uns die Themen n\u00e4her anzusehen (teils 25 verschiedene) und drei W\u00fcnsche zu \u00e4u\u00dfern &#8211; welche bei mir immer ber\u00fccksichtigt wurden. Zus\u00e4tzlich gab es eine Exkursion nach Berlin, bei der wir vom Ausw\u00e4rtigen Amt begr\u00fc\u00dft wurden und an unterschiedliche Themen-Stadtf\u00fchrungen teilnehmen konnten. (Ich besuchte eine F\u00fchrung zur Obdachlosigkeit in Berlin, die von einem ehemals Obdachlosen durchgef\u00fchrt wurde. Sehr spannend, informativ, aufkl\u00e4rend, zum Nachdenken anregend&#8230;). Zwei der zehn Tage wurden durch unsere Partnern gestaltet. F\u00fcr mich war somit das Goethe Institute \/PASCH zust\u00e4ndig. Dabei ging es vor allem um die Vorbereitung auf unseren Einsatz an einer Schule: welche Lehrmethoden gibt es, wie kann man Unterricht gestalten etc&#8230; ;)&#8230;.<br \/>\nDas Seminar hat auf jeden Fall seine Berechtigung, auch wenn wir alle die 10 Tage schon extrem lang fanden. Der t\u00e4gliche Input kann irgendwann einfach nicht mehr verarbeitet werden, die Gruppengr\u00f6\u00dfe f\u00fchrte dazu, dass man selten alleine war (auch wenn man sich die Freir\u00e4ume durchaus zwischendurch schaffen konnte). Die Themen waren jedoch alle wichtig &#8211; auch wenn f\u00fcr mich vieles eine Wiederholung war, da ich schon an einem \u00e4hnlichen (weltw\u00e4rts-)Seminar teilgenommen hatte&#8230;<br \/>\nInsgesamt war es aber eine gute Zeit, in der ich zudem super nette Leute kennenlernen durfte.<\/p>\n<p><em>Ankunft in Quito:\u00a0<\/em><br \/>\nAm Dienstag Morgen um kurz vor acht ging es dann endlich los &#8211; von D\u00fcsseldorf nach Madrid und von Madrid nach Quito. Der Flug war echt gut, ich war bei weitem nicht so aufgeregt wie 2015 und habe mich einfach nur unglaublich doll gefreut. In Quito hat Judy mich vom Flughafen abgeholt, mit dem Bus ging es in die Stadt und von dort aus dann mit dem Taxi zu<\/p>\n<div id=\"attachment_38\" style=\"width: 195px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/lynninecuador\/files\/2017\/09\/schulhof.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-38\" class=\"wp-image-38\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/lynninecuador\/files\/2017\/09\/schulhof-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"185\" height=\"139\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/lynninecuador\/files\/2017\/09\/schulhof-300x225.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/lynninecuador\/files\/2017\/09\/schulhof-1x1.jpg 1w, https:\/\/kulturweit.blog\/lynninecuador\/files\/2017\/09\/schulhof.jpg 320w\" sizes=\"(max-width: 185px) 100vw, 185px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-38\" class=\"wp-caption-text\">Choclo<\/p><\/div>\n<p>ihr nach Hause. Es war wieder einfach das Gef\u00fchl anzukommen, zu Hause zu sein&#8230; Super sch\u00f6n und unbeschreiblich. Judy hatte f\u00fcr mich extra Choclo gekocht und Brat\u00e4pfel vorbereitet.\u00a0Trotz 23 Stunden Reise war ich nicht allzu m\u00fcde, sondern einfach nur gl\u00fccklich wieder hier zu sein. Daher habe ich mich riesig gefreut, als am Abend noch Karolina und Gerrit vorbeigekommen sind. Karo habe ich vor zwei Jahren in Deutschland kennengelernt. Sie ist Ecuadorianerin und hat in Dortmund promoviert. Die letzten beiden Jahre habe ich viel Zeit mit ihr in Deutschland verbracht und es ist einfach so unglaublich, dass wir uns nun hier in Quito wieder begegnen und wieder nicht weit voneinander entfernt wohnen. Karo ist im Mai nach Ecuador zur\u00fcck gekommen. Ihr Freund Gerrit kam dann vor ca. einem Monat nach.<\/p>\n<p>Den Mittwoch habe ich relativ ruhig verbracht. Vormittags bin ich mit Judy in die Stadt gefahren, da ich mir zum einen eine SIM Karte kaufen wollte, zum anderen dachte ich, dass ich hier mein Visum registrieren lassen m\u00fcsse. Wie sich herausgestellt hat gibt es jedoch ein neues Gesetzt, wonach die Registrierung nicht mehr notwendig ist. Allerdings kam dabei heraus, dass mein Visum eigentlich schon acht Tage vor meiner Abreise abl\u00e4uft. Ich hatte sowas schon bef\u00fcrchtet, aber da ich dem Konsulat in Deutschland sowohl meine Flugdaten per Kopie geschickt hatte, als auch zweimal per Mail die Dauer des Aufenthaltes best\u00e4tigt hatte, war ich davon ausgegangen, dass alles stimmt. Jedoch ist es so wie bef\u00fcrchtet &#8211; das Visum gilt ab Ausstellungsdatum und nicht ab Einreise ins Land&#8230; Ich werde nachher mal dem Konsulat in Deutschland schreiben und mal sehen was sich da machen l\u00e4sst. Ich bin aber ganz entspannt, dass sich da eine L\u00f6sung finden l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Mittwoch Abend ging es dann los zur WG. Da meine Mitbewohner tags\u00fcber nicht da waren, konnte ich nicht vorher kommen. Also nahm ich gegen acht Uhr abends ein Taxi und los ging es&#8230; Die Wohnung liegt im Stadtteil La Vicentina &#8211; ein ruhiger Teil etwas au\u00dferhalb und doch sehr zentral. Ich wurde von einigen Leuten schon im Vorfeld verr\u00fcckt gemacht, es sei hier alles gef\u00e4hrlich, die Gegend sei unglaublich weit entfernt etc. Der Eindruck von &#8222;weit entfernt&#8220; best\u00e4tigte sich zun\u00e4chst, als wir im Dunkeln immer weiter in einen Vorort fuhren, der Verkehr immer weniger wurde und die Stra\u00dfen immer enger und verschlungener. Zun\u00e4chst fanden wir die Stra\u00dfe nicht, doch nachdem der Fahrer viele Passanten gefragt und ich mit meinem Mitbewohner telefoniert hatte, erreichten wir endlich das Haus. Die Begr\u00fc\u00dfung war herzlich &#8211; wobei mir sofort gesagt wurde, dass es schlechte Nachrichten g\u00e4be. Die gute Nachricht sei, dass ich nun angekommen w\u00e4re &#8211; die schlechte dass mein Zimmer unter Wasser st\u00e4nde. Nachdem ich mir die Bescherung angesehen hatte &#8211; ca. 2-3 cm. hohes Wasser im ganzen Zimmer &#8211; nahm ich mir den dritten Aufnehmer und half den beiden Jungs das Wasser vom Holzboden aufzuwischen. Neben meinem Zimmer war auch das Bad, Teile des Wohnzimmers und ein Teil des Schlafzimmers von meinem Mitbewohner \u00fcberflutet. Wie sich nachher rausgestellt hat, ist im Bad ein Hebel vom Warmwasserbeh\u00e4lter aufgegangen und hat mit krassem Druck das Wasser im ganzen Haus verteilt.<\/p>\n<p>Die WG ist super sch\u00f6n, ich habe ein kleines Zimmer f\u00fcr mich alleine (direkt neben dem Bad ;)), es gibt ein gro\u00dfes Wohn-\/Esszimmer, eine kleine K\u00fcche und drei weitere Schlafzimmer. Momentan sind wir zu sechst in der Wohnung &#8211; ein Zimmer wird sich geteilt und eine neue Mitbewohnerin aus Spanien hat die letzten N\u00e4chte bei uns im Wohnzimmer geschlafen, zieht aber bald in die WG \u00fcber uns.<br \/>\n\u00dcber uns ist eine weitere WG mit vier Schlafzimmern, dar\u00fcber eine Dachterasse mit einem kleinen &#8222;Garten&#8220; und einem &#8222;Apartment&#8220;. Dort wohnt ein weiterer Mitbewohner. Seine Freundin kommt in der n\u00e4chsten Woche ebenfalls zu uns (schwanger, Baby kommt im Dezember). Die drei Stockwerke sind durch eine Treppe miteinander verbunden. Die Haust\u00fcr unten zur Stra\u00dfe ist immer zu, alle anderen T\u00fcren sind alle offen, sodass es faktisch keine getrennten WGs sind, sondern eine gro\u00dfe Gemeinschaft. Super cool. Momentan sind wir (wenn ich das alles richtig \u00fcberblicke) ein Ecuadorianer, ein Spanier und eine Spanierin, zwei Franzosen, ein Columbianer, zwei Venezulaner und eine Venezulanerin und ich \ud83d\ude42 Aber kann auch sein dass ich jemanden vergessen habe, hier laufen ganz viele Menschen rein und raus und manchmal blicke ich noch nicht durch wer hier wo wohnt :D. Alle sind super nett, es ist immer was los und trotzdem kann ich mich zur\u00fcckziehen wenn ich gerade meine Ruhe haben will. Abends wird hier oft Gitarre gespielt, gesungen, wir haben ein Cajon, Fl\u00f6ten, es wird gemeinsam weg gegangen &#8230;. \u00a0Also &#8211; ich f\u00fchle mich wohl!!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Da sich beim letzten Blog einige \u00fcber zu viel Text beschwert haben folgt nun eine kurze Zusammenfassung f\u00fcr alle die nicht viel lesen wollen \ud83d\ude42 Vorbereitungsseminar am Werbellinsee: spannend, zum Nachdenken anregend, neue Leute kennenlernen, informativ, anstrengend Ankunft in Quito: ohne Probleme, guten Flug, Heimfahrt mit Judy, erste Nacht bei ihr verbracht, Gef\u00fchl nach Hause [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2256,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[21],"tags":[],"class_list":["post-34","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/lynninecuador\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/34"}],"collection":[{"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/lynninecuador\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/lynninecuador\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/lynninecuador\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2256"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/lynninecuador\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=34"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/lynninecuador\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/34\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":42,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/lynninecuador\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/34\/revisions\/42"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/lynninecuador\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=34"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/lynninecuador\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=34"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/lynninecuador\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=34"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}