{"id":1,"date":"2025-10-07T10:17:01","date_gmt":"2025-10-07T08:17:01","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/luluinalbanien\/?p=1"},"modified":"2025-10-24T12:56:59","modified_gmt":"2025-10-24T10:56:59","slug":"hallo-welt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/luluinalbanien\/2025\/10\/07\/hallo-welt\/","title":{"rendered":"Mein Start in Albanien \u2013 zwischen Aufbruch, Aufregung und Dankbarkeit"},"content":{"rendered":"<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">Als ich zu Hause meinen Koffer gepackt habe und die letzten Sachen in meine Tasche gewandert sind, hatte ich ein ganz sch\u00f6nes Durcheinander an Gef\u00fchlen: Vorfreude, Aufregung, aber auch Unsicherheit. Ich habe mich gefragt, wie es wohl sein wird, in einem neuen Land anzukommen, in einer Kultur, die ich kaum kenne, und mit einer Sprache, die mir v\u00f6llig fremd ist. Nach dem Vorbereitungsseminar war mein Kopf voll \u2013 mit Gedanken, Erwartungen, Sorgen und ganz viel Neugier. Und gleichzeitig hatte ich auch ein Gef\u00fchl von Erleichterung: Endlich geht es los. Nach der ganzen Planung und Organisation war es jetzt so weit, loszugehen.<\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">Auf dem Weg zum Flughafen nach D\u00fcsseldorf hatten wir erst einmal eine Panne. F\u00fcr einen Moment habe ich mich gefragt, ob das wohl ein Zeichen ist, dass ich nicht lossollte. Aber am Ende hat alles doch noch geklappt, und als ich in Tirana aus dem Flugzeug gestiegen bin, war alles andere vergessen. Ich wusste: Jetzt beginnt meine Zeit hier. Ich war nerv\u00f6s, gl\u00fccklich und vor allem aber voller Vorfreude. Ein Jahr Albanien. Ein Jahr voller neuer Erfahrungen.<\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">Jetzt, etwa anderthalb Monate sp\u00e4ter, kann ich sagen: Ich bin angekommen. Und ich k\u00f6nnte kaum gl\u00fccklicher sein. Die Wochen sind wie im Flug vergangen \u2013 mein erster Arbeitstag an der Schule, das erste Projekt, der Sprachkurs, neue Freundschaften, Ausfl\u00fcge. Alles ging so unfassbar schnell, und trotzdem f\u00fchlte es sich so leicht an. Was sicherlich einen gro\u00dfen Teil dazu beigetragen hat, ist, dass die Albanerinnen und Albaner hier eine unglaubliche Herzlichkeit und Offenheit haben.<br \/>\nWas mich besonders beeindruckt, ist die Leichtigkeit der Menschen. Trotz mancher Herausforderungen im Alltag begegnen sie dir mit einem L\u00e4cheln, einer offenen Geste oder einfach ehrlicher Hilfsbereitschaft \u2013 sei es im Supermarkt, wenn du ratlos vor dem Regal stehst, oder wenn du den Weg suchst. Es ist, als w\u00fcrde man hier ein bisschen anders atmen: gelassener und freier.<\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">Schon an den ersten Wochenenden war ich mit Freunden unterwegs \u2013 erst in Durr\u00ebs, dann in Dh\u00ebrmi. Wir haben wundersch\u00f6ne Str\u00e4nde gesehen, in kleinen Restaurants traditionell albanisch gegessen und die Sonne am Meer untergehen sehen. Diese Momente waren so wundersch\u00f6n, dass ich manchmal gar nicht glauben konnte, dass ich hier wirklich lebe und nicht nur reise.<\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">Ich arbeite am Sami-Frash\u00ebri-Gymnasium, einer deutsch-albanischen Schule in Tirana. Es ist die einzige staatliche Schule dieser Art in der Stadt, und man merkt, dass die Sch\u00fcler:innen das zu sch\u00e4tzen wissen. Einige F\u00e4cher wie Deutsch, Mathematik und Physik werden auf Deutsch unterrichtet, die anderen auf Albanisch. Am Anfang habe ich viel hospitiert, und es war spannend, aber auch ein bisschen ungewohnt, so kurz nach dem eigenen Abitur wieder im Klassenzimmer zu sitzen \u2013 aber diesmal auf der anderen Seite.<br \/>\nSchon nach kurzer Zeit durfte ich mich dann bei Projekten einbringen, zum Beispiel beim Stra\u00dfenfest zum Tag der Deutschen Einheit, bei dem unsere Schule einen Stand hatte. Gemeinsam mit einer Lehrerin und Sch\u00fcler:innen habe ich daran gearbeitet, und es war sch\u00f6n, direkt Teil eines Projekts zu sein. Inzwischen bin ich in verschiedene Projekte eingebunden: Ich helfe beim Schulpodcast mit, leite Konversationsstunden, gebe Deutschnachhilfestunden f\u00fcr die 10. Klassen und unterrichte sogar eine Albanischlehrerin in Deutsch. Es ist spannend, so viele unterschiedliche Aufgaben zu haben und sich immer wieder auf Neues einzulassen. Nicht alles klappt sofort, aber ich habe gelernt, dass das total in Ordnung ist.<\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">Eine der gr\u00f6\u00dften Herausforderungen ist definitiv die Sprache. Albanisch ist anders als jede Sprache, die ich bisher geh\u00f6rt oder gelernt habe. Ich habe erst wenige Stunden Sprachkurs gehabt und verstehe in Gespr\u00e4chen auf der Stra\u00dfe meistens nicht viel mehr als \u201eP\u00ebrsh\u00ebndetje\u201c, \u201eSi je?\u201c und \u201eMirupafshim\u201c. Aber die Motivation, die Sprache besser zu beherrschen, ist da, und jedes Mal, wenn ich ein Wort verstehe oder selbst eines benutze, das jemand wirklich versteht, freue ich mich sehr.<\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">Was mich selbst \u00fcberrascht hat, ist, dass ich bisher kein richtiges Heimweh hatte. Bevor ich losgeflogen bin, hatte ich Sorge, mich einsam zu f\u00fchlen, aber das Gegenteil ist passiert. Immer wenn ich an meine Familie, an meine Freunde oder an K\u00f6ln denke, habe ich kein Gef\u00fchl von Heimweh, sondern eher ein warmes Gef\u00fchl \u2013 ein Gef\u00fchl von Dankbarkeit. Dankbar daf\u00fcr, was ich zu Hause habe, und dankbar daf\u00fcr, dass ich jetzt hier bin und all das erleben darf.<\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">Ich bin gespannt, was die n\u00e4chste Zeit bringt. Es gibt so viel zu entdecken, zu lernen und zu erleben. Jetzt tauche ich aber erstmal wieder in meinen Alltag in Tirana ein \u2013 zwischen Schule, Sprachkurs, neuen Begegnungen und Erlebnissen.<\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">Mirupafshim!<\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">Eure Luise<\/span><\/p>\n<p><span class=\"s1\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/luluinalbanien\/files\/2025\/10\/IMG_4820.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-7\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/luluinalbanien\/files\/2025\/10\/IMG_4820-300x413.jpeg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"413\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/luluinalbanien\/files\/2025\/10\/IMG_4820-300x413.jpeg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/luluinalbanien\/files\/2025\/10\/IMG_4820-624x860.jpeg 624w, https:\/\/kulturweit.blog\/luluinalbanien\/files\/2025\/10\/IMG_4820.jpeg 743w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/span><\/p>\n<p><span class=\"s1\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/luluinalbanien\/files\/2025\/10\/IMG_4821.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-8\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/luluinalbanien\/files\/2025\/10\/IMG_4821-300x219.jpeg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"219\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/luluinalbanien\/files\/2025\/10\/IMG_4821-300x219.jpeg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/luluinalbanien\/files\/2025\/10\/IMG_4821-768x562.jpeg 768w, https:\/\/kulturweit.blog\/luluinalbanien\/files\/2025\/10\/IMG_4821-624x456.jpeg 624w, https:\/\/kulturweit.blog\/luluinalbanien\/files\/2025\/10\/IMG_4821.jpeg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/span><\/p>\n<p><span class=\"s1\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/luluinalbanien\/files\/2025\/10\/IMG_4823.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-9\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/luluinalbanien\/files\/2025\/10\/IMG_4823-300x221.jpeg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"221\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/luluinalbanien\/files\/2025\/10\/IMG_4823-300x221.jpeg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/luluinalbanien\/files\/2025\/10\/IMG_4823-768x565.jpeg 768w, https:\/\/kulturweit.blog\/luluinalbanien\/files\/2025\/10\/IMG_4823-624x459.jpeg 624w, https:\/\/kulturweit.blog\/luluinalbanien\/files\/2025\/10\/IMG_4823.jpeg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/span><\/p>\n<p><span class=\"s1\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/luluinalbanien\/files\/2025\/10\/IMG_4824.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-10\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/luluinalbanien\/files\/2025\/10\/IMG_4824-300x211.jpeg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"211\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/luluinalbanien\/files\/2025\/10\/IMG_4824-300x211.jpeg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/luluinalbanien\/files\/2025\/10\/IMG_4824-768x541.jpeg 768w, https:\/\/kulturweit.blog\/luluinalbanien\/files\/2025\/10\/IMG_4824-624x439.jpeg 624w, https:\/\/kulturweit.blog\/luluinalbanien\/files\/2025\/10\/IMG_4824.jpeg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/span><\/p>\n<p><span class=\"s1\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/luluinalbanien\/files\/2025\/10\/IMG_4825.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-11\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/luluinalbanien\/files\/2025\/10\/IMG_4825-300x216.jpeg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"216\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/luluinalbanien\/files\/2025\/10\/IMG_4825-300x216.jpeg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/luluinalbanien\/files\/2025\/10\/IMG_4825-768x554.jpeg 768w, https:\/\/kulturweit.blog\/luluinalbanien\/files\/2025\/10\/IMG_4825-624x450.jpeg 624w, https:\/\/kulturweit.blog\/luluinalbanien\/files\/2025\/10\/IMG_4825.jpeg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/span><\/p>\n<p><span class=\"s1\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/luluinalbanien\/files\/2025\/10\/IMG_4828.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-12\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/luluinalbanien\/files\/2025\/10\/IMG_4828-300x222.jpeg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"222\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/luluinalbanien\/files\/2025\/10\/IMG_4828-300x222.jpeg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/luluinalbanien\/files\/2025\/10\/IMG_4828-768x569.jpeg 768w, https:\/\/kulturweit.blog\/luluinalbanien\/files\/2025\/10\/IMG_4828-624x463.jpeg 624w, https:\/\/kulturweit.blog\/luluinalbanien\/files\/2025\/10\/IMG_4828.jpeg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als ich zu Hause meinen Koffer gepackt habe und die letzten Sachen in meine Tasche gewandert sind, hatte ich ein ganz sch\u00f6nes Durcheinander an Gef\u00fchlen: Vorfreude, Aufregung, aber auch Unsicherheit. 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