{"id":8,"date":"2009-09-15T00:08:30","date_gmt":"2009-09-15T03:08:30","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/lukasarenz\/?p=8"},"modified":"2009-09-15T00:08:30","modified_gmt":"2009-09-15T03:08:30","slug":"die-zeit-ist-reif-fur-ein-abenteuer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/lukasarenz\/2009\/09\/15\/die-zeit-ist-reif-fur-ein-abenteuer\/","title":{"rendered":"Die Zeit ist reif f\u00fcr ein Abenteuer"},"content":{"rendered":"<p>Und dann wacht man auf.<\/p>\n<p>Man wacht auf und wei\u00df: Das war&#8217;s. Goodbye Deutschland. Die Auswanderer. Konny Reimann l\u00e4sst gr\u00fc\u00dfen.<\/p>\n<p>Das Gep\u00e4ck ist schon l\u00e4ngst am Flughafen, also noch schnell das Handgep\u00e4ck schultern und rein ins Auto. Trotz wochenlanger Vorbereitungen geht dann pl\u00f6tzlich alles recht schnell. Man kommt mit dem Denken nicht mehr hinterher. Vielleicht ist es auch besser so. Abschied von der Familie, der allerletzte Abschied nach unz\u00e4hligen vorhergegangenen. Es ist ein Taumeln in ein Abenteuer. Und die Zeit ist reif daf\u00fcr.<\/p>\n<p><span> <\/span><\/p>\n<p><em><span>&#8222;Alle Ver\u00e4nderungen, sogar die meistersehnten, haben ihre Melancholie. Denn was wir hinter uns lassen, ist ein Teil unserer selbst. Wir m\u00fcssen einem Leben Lebewohl sagen, bevor wir in ein anderes eintreten k\u00f6nnen.&#8220; <\/span><\/em><span>Anatole France (1844-1924)<\/span><br \/>\nAdelante.\u00a0\u00a0\u00a0 Argentina, yo vengo.<\/p>\n<p>\u00dcber meinen Flug gibt es nicht viel zu berichten. H\u00f6hepunkte waren der Start, die Landung und der Moment in dem mir mein argentinischer Nebensitzer prophezeite, dass mein Wohngebiet (Hurlingham) nicht nur h\u00e4sslich, sonder obendrein auch noch gef\u00e4hrlich sei. Niemand kann dem Mann ein gewisses Motivationstalent abstreiten.\u00a0 Sind ja nur schlappe 12 Monate, die ich dort verbingen werde. Aber egal, nach 13 Stunden und 45 Minuten wie die Sardinen in der B\u00fcchse will man nur noch raus. Egal wohin.<\/p>\n<div id=\"attachment_9\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-9\" class=\"size-medium wp-image-9\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/lukasarenz\/files\/2009\/09\/IMG_0114-300x225.jpg\" alt=\"\u00dcber den Wolken irgendwo \u00fcber Brasilien. \" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/lukasarenz\/files\/2009\/09\/IMG_0114-300x225.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/lukasarenz\/files\/2009\/09\/IMG_0114-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><p id=\"caption-attachment-9\" class=\"wp-caption-text\">\u00dcber den Wolken irgendwo \u00fcber Brasilien. <\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_10\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-10\" class=\"size-medium wp-image-10\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/lukasarenz\/files\/2009\/09\/IMG_0126-300x225.jpg\" alt=\"Der R\u00edo Uruguay im Abendlicht\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/lukasarenz\/files\/2009\/09\/IMG_0126-300x225.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/lukasarenz\/files\/2009\/09\/IMG_0126-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><p id=\"caption-attachment-10\" class=\"wp-caption-text\">Der R\u00edo Uruguay im Abendlicht<\/p><\/div>\n<p>Freundlicherweise wurden die anderen Freiwilligen und ich\u00a0 gleich am Flughafen von Vertretern unserer Einsatzstelle in Empfang genommen. In meinem Fall Pedro, der an der Hurlingham Schule (meiner Einsatzstelle) Musik bei den Kleinen unterrichtet. So fuhren wir gemeinsam nach Hurlingham rein. Gl\u00fccklicherweise wurden wir hier weder verpr\u00fcgelt, angeschossen, noch ausgeraubt. Nach den Erz\u00e4hlungen meines freundlichen Nebensitzers hatte ich mir ja\u00a0 schon vogelwilde Szenarien ausgemalt. Ich beschloss die Erz\u00e4hlung des Herrn aus dem Flugzeug als ma\u00dflose \u00dcbertreibung anzusehen.<\/p>\n<p>Letztendlich kamen wir dann am Haus meiner Schulleiterin, Anabel, an. Hier wurde ich sehr herzlich begr\u00fc\u00dft. Eine lange Reise lag hinter mir und mein Tagesziel (Einen Platz zum Schlafen finden) war erreicht. Doch an Stelle des wohlverdienten Bettes traf ich im Wohnzimmer nur\u00a0 etwa 20 Austaussch\u00fcler aus Rosario an, die dort einen Film schauten. Nach zwei Stunden war das Wohnzimmer leer, meine Matratze installiert und ich bereit f\u00fcr einige Stunden Schlaf.<\/p>\n<p>Wie zu erwarten \u00fcbersprang ich am Sonntag erst mal das Fr\u00fchst\u00fcck, um den Tag mit einem herzhaften Mittagessen einzul\u00e4uten. Und was kommt einem als erstes in den Sinn, wenn man an Argentinien denkt. Genau, FLEISCH. Gibt es ein besseres Willkommensessen als ein sch\u00f6nes <em>asado<\/em>? In Argentien sicherlich nicht. Und es stimmt. Das argentinische Fleisch ist ph\u00e4nomenal.<\/p>\n<div id=\"attachment_12\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-12\" class=\"size-medium wp-image-12\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/lukasarenz\/files\/2009\/09\/IMG_0138-klein-300x225.jpg\" alt=\"El maestro de la parilla\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/lukasarenz\/files\/2009\/09\/IMG_0138-klein-300x225.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/lukasarenz\/files\/2009\/09\/IMG_0138-klein.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><p id=\"caption-attachment-12\" class=\"wp-caption-text\">El maestro de la parilla<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Und dann wacht man auf. Man wacht auf und wei\u00df: Das war&#8217;s. Goodbye Deutschland. Die Auswanderer. Konny Reimann l\u00e4sst gr\u00fc\u00dfen. 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