{"id":144,"date":"2009-11-09T01:58:29","date_gmt":"2009-11-09T03:58:29","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/lukasarenz\/?p=144"},"modified":"2009-11-09T01:58:29","modified_gmt":"2009-11-09T03:58:29","slug":"verkehr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/lukasarenz\/2009\/11\/09\/verkehr\/","title":{"rendered":"Verkehr"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify\">Eigentlich ist es schon l\u00e4ngst an der Zeit einmal einen Artikel \u00fcber den Verkehr in Buenos Aires zu schreiben. Ich mag die Stadt wirklich ganz gern, im Gro\u00dfen und Ganzen ist sie auch recht sch\u00f6n und hat einen ganz eigenen Charme. Doch der Verkehr macht manchmal schon fertig. Ein Bericht nach einer wahren Begebehneit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Der Sommer kommt. Ein milder Wind kreiert mir ein Parf\u00fcm aus verschieden Ger\u00fcchen und haucht ihn mir unter meine Nasenfl\u00fcgel. Da ist der Geruch von Empanadas, die viel zu lange in der Auslage vor sich hin schrumpelten, dort die Duftnote von Benzin und Diesel aus antiquierten Busmotoren, da hinten, genau da, eine kleiner Hauch Hundekot. Das gelbe McDonald&#8217;s &#8222;M&#8220; auf der anderen Stra\u00dfenseite g\u00e4hnt mich ungeniert mit seinem abgestanden Pommesfett Mundgeruch an. Meine F\u00fc\u00dfe schmerzen. Es ist 21.15 Uhr. Ein langer Tag in der Stadt. Umsonst. Die Wohnung war ein schlechter Scherz. Ich stehe im Dunkeln an der Bushaltestelle der Avenida C\u00f3rdoba. Der Pappkarton auf der anderen Stra\u00dfenseite scheint sich zu bewegen.\u00a0 Was mache ich hier?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Ach ja, auf den Bus warten. Und zwar schon seit einer halben Stunde. Bus 140. Da kommt einer&#8230;gleich noch einer&#8230;erst kommt ewig keiner und dann gleich zwei direkt hintereinadner&#8230;fahren beide vorbei. Schon voll. Streik der U-Bahn fahrer. Resultat: Verkehrschaos.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Ich wende die kleinen Geldm\u00fcnzen in meiner Hand und z\u00e4hle sie nochmals ab. 1,25 Pesos. Ohne M\u00fcnzen schmei\u00dft dich der Busfahrer gleich wieder raus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Dann kommt der Bus&#8230;und l\u00e4sst einsteigen. Ab ins Menschenbad. Gedr\u00e4nge und Schwei\u00df. Mist! Gedanklich abgeschweift. Ich darf den Ausstieg nicht verpassen. Oder hab ich ihn schon verpasst?! Wie kann ich das feststellen, da doch alle Stra\u00dfen identisch aussehen. Gl\u00fcck gehabt. Sind noch ein paar Bl\u00f6cke.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Aussteigen. Es sind noch f\u00fcnf Bl\u00f6cke bis zum Bahnhof. Lieber rennen. Blo\u00df nicht noch den Zug verpassen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Oh nein. F\u00fcnf Minuten zu sp\u00e4t. Nicht schon wieder. Ach nee. Klar doch nicht. Die gro\u00dfe Digitaluhr im Bahnhof geht ja immer 10 Minuten vor. K\u00f6nnte man eigentlich auch mal umstellen. Aber tranquilo. Immerhin bekomme ich meinen Zug.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Ein Sitzplatz ist um diese Uhrzeit utopisch. Nochmal 30 Minuten stehen. Aussteigen, nochmal 15 Minuten laufen. Endlich da.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">\u00a1 Que vivan los conductores del subte de Buenos Aires!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eigentlich ist es schon l\u00e4ngst an der Zeit einmal einen Artikel \u00fcber den Verkehr in Buenos Aires zu schreiben. Ich mag die Stadt wirklich ganz gern, im Gro\u00dfen und Ganzen ist sie auch recht sch\u00f6n und hat einen ganz eigenen Charme. Doch der Verkehr macht manchmal schon fertig. Ein Bericht nach einer wahren Begebehneit. Der [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":73,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[598],"tags":[],"class_list":["post-144","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-iguazu"],"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/lukasarenz\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/144"}],"collection":[{"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/lukasarenz\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/lukasarenz\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/lukasarenz\/wp-json\/wp\/v2\/users\/73"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/lukasarenz\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=144"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/lukasarenz\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/144\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/lukasarenz\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=144"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/lukasarenz\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=144"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/lukasarenz\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=144"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}