{"id":20,"date":"2021-03-21T13:36:31","date_gmt":"2021-03-21T12:36:31","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/lucameetsdracula\/?p=20"},"modified":"2021-03-21T13:36:31","modified_gmt":"2021-03-21T12:36:31","slug":"woche-2-aller-anfang-ist-schwer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/lucameetsdracula\/2021\/03\/21\/woche-2-aller-anfang-ist-schwer\/","title":{"rendered":"Woche 2 &#8211; Aller Anfang ist schwer"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"text-decoration: underline\"><strong>Zitat der<\/strong><strong> Woche:<\/strong><\/span><strong>\u00a0<\/strong>Oh ja, die Vergangenheit kann wehtun! Aber wie ich es sehe, l\u00e4uft man entweder davon oder man lernt davon! (Rafiki aus &#8222;K\u00f6nig der L\u00f6wen&#8220;)<\/p>\n<p>Moin,<\/p>\n<p>die erste Woche ist schon vorbei, wow das ging schnell! Sie war gepr\u00e4gt von verschiedensten Eindr\u00fccken und Erfahrungen, weshalb wir direkt loslegen.<\/p>\n<p>Nachdem ich am Montag aufgestanden war, lag mein erstes Ziel nicht bei einer meiner beiden Schulen, sondern bei der Bank. Ich musste mir n\u00e4mlich unverz\u00fcglich ein rum\u00e4nisches Konto anlegen, da ich sonst nicht in der Lage gewesen w\u00e4re, meinen Beh\u00f6rdengang am Dienstag anzutreten. Und so lernte ich am Montag um 9:00 Uhr morgens die Erste meiner beiden Freiwilligen-Kolleginnen kennen, Johanna. Diese f\u00fchrte mich noch schnell zu einem B\u00e4cker, um mir sogenannte &#8222;Covrigs&#8220; zu zeigen. Ein Covrig ist ein Hefegeb\u00e4ck mit Toppings wie Sesam, Mohn oder Mozzarella, ein absoluter Hit. Von da aus begaben wir uns direkt zur Bank und hatten dann eine sehr lange, aber gespr\u00e4chige Wartezeit, da der einzige Mitarbeiter, der des Englischen m\u00e4chtig war, eine Kundin bediente. Dummerweise war das nicht nur der einzig Englisch sprechende, sondern auch der langsamste Mitarbeiter. Falls sich jemand an den Film &#8222;Zoomania&#8220; erinnern kann, er war wie das Faultier Flash. Als wir dann dran waren, wurde mir in einem langwierigen Prozess ein kostenloses Konto erstellt und mir eine Visa-Karte ausgeh\u00e4ndigt. Den Rest des Tages war ich damit besch\u00e4ftigt, mit Carol (ihr erinnert euch, mein Verantwortlicher) meine beiden Einsatz-Schulen kennenzulernen und mir einen groben Stundenplan zu erstellen. Ich lernte zudem die beiden Schulleiter kennen. Grob zu den Schulen: die Mesota-Schule liegt au\u00dferhalb der Altstadt und in der N\u00e4he der neuen &#8222;AFI Mall&#8220; (Rum\u00e4nen lieben Malls) und die Honterus-Schule liegt in der Altstadt am Fu\u00df der Schwarzen Kirche, dem Wahrzeichen der Stadt! Zudem kaufte ich mir eine furchtbar g\u00fcnstige Bus-Monatskarte, da ich hier prim\u00e4r den Bus nutze (mein Wohnheim liegt au\u00dferhalb der Altstadt).<\/p>\n<p>Am Dienstag stand dann mein Beh\u00f6rdengang an. Da die Beh\u00f6rde daf\u00fcr bekannt ist, wenige Kunden in langer Zeit abzufertigen, begab ich mich sehr fr\u00fch zum Geb\u00e4ude, um mich dort mit Hilfe von Sophia, meiner zweiten Freiwilligen-Kollegin, registrieren zu lassen. In Rum\u00e4nien ist es f\u00fcr Ausl\u00e4nder angebracht sich nach Einreise zu registrieren. Und so standen Sophia und ich in der K\u00e4lte vor der Beh\u00f6rde, damit ich daraufhin einige Formulare ausf\u00fcllen konnte und meine Dokumente vorzeigen musste. Zum Schluss bekam ich eine Quittung, mit welcher ich Mittwoch dann mein Registrationszertifikat abholen sollte. Inzwischen hatte dann auch der Tag begonnen und da die Beh\u00f6rde direkt neben der o.g. &#8222;AFI Mall&#8220; lag, holten wir uns dort eine St\u00e4rkung. Au\u00dferdem wurde mir die in Rum\u00e4nien dominante Supermarkt-Kette &#8222;Carrefour&#8220; gezeigt! Dort gibt es eine Vielfalt an Lebensmitteln, aber auch verschiedenste Haushaltsger\u00e4te. Ich kaufte mir dort eine Mandelmilch (ich wollte mal Pflanzenmilch ausprobieren, da ich eh noch keinen K\u00fchlschrank hatte) und dann gingen wir nach Hause. Ansonsten passierte am Dienstag eher weniger. Carol und ich bestellten mir noch einen K\u00fchlschrank und ich lernte unsere &#8222;Arbeitsbasis&#8220; kennen, das Sprachlabor in der Honterus-Schule. Dieses liegt unter dem Dach und um es zu betreten, muss man einen Treppen-Marathon bestehen. Zum Gl\u00fcck arbeite ich prim\u00e4r von zu Hause aus.<\/p>\n<p>Am Mittwoch war es dann soweit, ich war endlich in meiner ersten Unterrichtsstunde. Meine Hauptaufgabe hier im Unterricht ist es mit jeweils einer kleinen Gruppe von Sch\u00fclern die M\u00fcndliche Kommunikation f\u00fcr das Deutsche Sprachdiplom zu \u00fcben. Das Diplom ist f\u00fcr Manche der Sch\u00fcler sehr wichtig, da sie mit diesem Zugang zu deutschen Universit\u00e4ten erlangen k\u00f6nnen. Ich war ziemlich aufgeregt, aber Alles verlief problemlos! Im Anschluss hospitierte ich noch bei\u00a0Carol in einer sechsten Klasse. Ich war ein wenig erstaunt wie gut die Sch\u00fcler Deutsch sprachen. Generell sind die Sch\u00fcler an den Schulen dem Deutschen sehr m\u00e4chtig, was meine Arbeit erleichtert. Leider aber ist in Kronstadt selbst, anders als gedacht, Deutsch nicht mehr wirklich vertreten, weshalb ich mich momentan noch prim\u00e4r mit Englisch durchschlage, das ist schon ein wenig erm\u00fcdend. Ansonsten holte ich noch mein Registrationszertifikat und mit Carol und seinem Dackel Papi meinen K\u00fchlschrank ab. Abends war ich dann noch bei den M\u00e4dels (Johanna und Sophia). Das wirkliche Highlight des Tages war aber mein best\u00e4tigter Impftermin mit AstraZeneca am n\u00e4chsten Mittwoch:).<\/p>\n<p>Donnerstag verlief im Gegensatz zu den vorigen Tagen eher ruhig. Ich war Vormittags im Unterricht, machte Nachmittags Besorgungen wie einen W\u00e4schest\u00e4nder und ruhte mich aus. Durch die fremde Sprache und die neuen Eindr\u00fccke bin teils sehr ersch\u00f6pft, weshalb mir das gut tat! Am Abend wurde nat\u00fcrlich mit Jannine GNTM geguckt. Generell telefonieren Jannine und ich immer abends, was f\u00fcr mich gerade in dieser schwierigen Anfangszeit eine riesige St\u00fctze ist. Shoutout an dich an dieser Stelle, Jannine, ich bin dir sehr dankbar. Im Voraus von GNTM versuchte ich in einer der &#8222;K\u00fcchen&#8220; des Wohnheims (Raum mit Sp\u00fcle, Mikrowelle und Kochplatte) zu kochen, doch aufgrund meines schlechten Topfes (es l\u00f6ste sich die Innenbeschichtung) wurde das ein Debakel. Zudem musste ich erstmal quer durchs Wohnheim in den 3. Stock wandern (ich wohne im 1. Stock), um \u00fcberhaupt einen freien Platz zu finden. Ich war nicht angetan.<\/p>\n<p>Am Freitag war dann mein erster sogenannter &#8222;Office Day&#8220;. An diesem Tag werden jede Woche \u00fcbrige Aufgaben erledigt und wir Freiwilligen sind nicht im Unterricht. Meine Aufgabe war es, den YouTube-Kanal der Honterus-Schule zu gestalten und zu verfeinern. Au\u00dferdem planten wir am Freitag eine Projektwoche im April. Ich werde in dieser Woche wirklich ein eigenes Projekt gestalten und dieses auf die Beine stellen. Das ist eine Challenge, aber ich freue mich drauf! Au\u00dferdem entschied ich mich am Freitag Nachmittag, nachdem ich mein Koch-Debakel reflektierte, mir eine Kochplatte f\u00fcrs Zimmer zu zulegen, da ich nicht immer mein Essen bestellen m\u00f6chte. Ich war ansonsten noch bei den M\u00e4dels und mir wurde die rum\u00e4nische Fast-Food-Kette &#8222;Cartoffiserie&#8220; vorgestellt, bei der es echt leckere Pommes gibt. Generell ist das Essen hier echt g\u00fcnstig und ich komme soweit sehr gut hin! Am Abend planten wir dann noch am Samstag Skifahren zu gehen, da es in der Woche wirklich sehr stark geschneit hatte (als ich ankam war es 13 Grad plus, lol). Voller Vorfreude ging ich dann ins Bett.<\/p>\n<p>Samstag, Aufstehen, Losfahren. Ich freute mich innerlich sehr aufs Skifahren und so sa\u00df ich auf gl\u00fchenden Kohlen im Auto nach Sinaia, dem angepeilten Skigebiet. Johanna und ich wollten dort ein paar Abfahrten machen, w\u00e4hrend Sophia mit ihrem Vater, der sie momentan besucht, das Schloss von K\u00f6nig Carol 1. (nein nicht mein Verantwortlicher Carol) besichtigten. Als wir dann aber auf der Autofahrt die Webcams des Skigebiets in Sinaia beobachten, stand schnell fest, dass wir kein Skifahren w\u00fcrden. Das Gebiet war total \u00fcberf\u00fcllt und aufgrund der Corona-Situation in Rum\u00e4nien wollten wir absolut nicht an einem solchen Massen-Spreader teilnehmen. In Rum\u00e4nien und besonders in Brasov sind die Zahlen momentan sehr hoch (ca. 200 Inzidenz landesweit, 429 Inzidenz in Brasov) und wir erwarten bald einen neuen Lockdown! Wir entschieden uns deshalb einfach mit das Schloss zu besichtigen, was sich wirklich lohnte. Ich bin wirklich kein Sightseeing-Typ, aber das war wirklich beeindruckend. Ich f\u00fcge diesem Beitrag ein Bild des Innenhofes bei. Ansonsten genossen wir den restlichen Tag und ich fiel Abends (die Tour war ziemlich lang) geschafft ins Bett.<\/p>\n<p>Heute schlief ich dann das erste Mal seit einer Woche aus und widmete mich ein wenig der Unterrichtsvorbereitung und machte meine erste W\u00e4sche hier in Brasov (es lief gut). Der Tag war planm\u00e4\u00dfig ziemlich ruhig und ich nutzte ihn, um Kraft zu regenerieren. Das war nach dieser anstrengenden Woche auch echt n\u00f6tig.<\/p>\n<p>Ansonsten geht es mir soweit so gut. Ich beginne langsam mich zu routinierten und einzuleben. Ich k\u00e4mpfe zeitweise mit Heimweh, da ich mich hier immer noch eher fremd f\u00fchle. Zum Gl\u00fcck nehmen mich Carol, Sophia und Johanna gut an die Hand und erleichtern mir somit wirklich meine Ankunft, sie sind neben Jannine eine gute St\u00fctze. Trotz den Einrichtungsausgaben komme ich gut mit dem Geld klar, es ist echt saug\u00fcnstig. Das Leben im Wohnheim funktioniert auch gut und ich kann mich eigentlich nicht beklagen. Ich bin somit weitesgehend zufrieden und verlasse mich auf die Zeit. Es ist aber wirklich krass dass ich nun die erste von 21 Wochen hier in Rum\u00e4nien geschafft habe, irgendwie geht es doch ziemlich schnell. In der n\u00e4chsten Woche setze ich meinen Fokus auf meine Impfung, die Arbeit in der Schule und die letzten Schliffe in der Einrichtung. Vielleicht kriege ich am Dienstag sogar nochmal die Chance einen Nachmittag lang Ski zu fahren.<\/p>\n<p>Aber das war es nun erstmal f\u00fcr diese Woche. Der Eintrag ist ziemlich lang geworden, da wirklich viel passiert ist, mal sehen wie sich das entwickelt. Ich hoffe das Lesen hat Spa\u00df gemacht! Folgt mir auch gerne auf Instagram (@luca_ccr3).<\/p>\n<p>Kommentiert ansonsten gerne hier! Ich w\u00fcnsche euch allen eine wirklich sch\u00f6ne Woche und bis n\u00e4chsten Sonntag!<\/p>\n<p>Luca<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/lucameetsdracula\/files\/2021\/03\/IMG_1046.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-21\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/lucameetsdracula\/files\/2021\/03\/IMG_1046-300x225.jpeg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/lucameetsdracula\/files\/2021\/03\/IMG_1046-300x225.jpeg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/lucameetsdracula\/files\/2021\/03\/IMG_1046-768x576.jpeg 768w, https:\/\/kulturweit.blog\/lucameetsdracula\/files\/2021\/03\/IMG_1046-624x468.jpeg 624w, https:\/\/kulturweit.blog\/lucameetsdracula\/files\/2021\/03\/IMG_1046.jpeg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Schloss von Carol 1., Erster Herrscher Rum\u00e4niens.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zitat der Woche:\u00a0Oh ja, die Vergangenheit kann wehtun! Aber wie ich es sehe, l\u00e4uft man entweder davon oder man lernt davon! (Rafiki aus &#8222;K\u00f6nig der L\u00f6wen&#8220;) Moin, die erste Woche ist schon vorbei, wow das ging schnell! Sie war gepr\u00e4gt von verschiedensten Eindr\u00fccken und Erfahrungen, weshalb wir direkt loslegen. 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