{"id":122,"date":"2021-05-24T09:59:37","date_gmt":"2021-05-24T07:59:37","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/lucameetsdracula\/?p=122"},"modified":"2021-05-24T09:59:37","modified_gmt":"2021-05-24T07:59:37","slug":"woche-11-homecoming","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/lucameetsdracula\/2021\/05\/24\/woche-11-homecoming\/","title":{"rendered":"Woche 11 &#8211; Homecoming"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"text-decoration: underline\"><strong>Zitat der Woche:<\/strong><\/span> &#8222;Our highest priority is to protect our ability to prioritise!&#8220; (Greg McKeown in seinem tollen Buch &#8222;Essentialism&#8220;)<\/p>\n<p>Howdy!<\/p>\n<p>Ich bin froh, langsam zu lernen, wo meine Priorit\u00e4ten liegen! Und diese Woche war meine Priorit\u00e4t meine Reise nach Hause. Ich werde voraussichtlich f\u00fcr die n\u00e4chsten zwei Wochen im HomeOffice in Deutschland arbeiten. Ich bin sehr dankbar, dass das Alles funktioniert hat und jetzt sitze ich gerade im Zug von Frankfurt am Main Flughafen nach Berlin, vereint mit Jannine. Aber sie ist nicht der einzige Grund warum ich Heim gereist bin, es steht auch die Konfirmation meines Bruders Felix an. Das Event ist morgen, weshalb ich diesen Eintrag jetzt schonmal vorschreibe!<\/p>\n<p>Aber zur\u00fcck zum Anfang der Woche. Der Montag begann nach der sp\u00e4ten Heimreise aus Deva ziemlich verschlafen, aber p\u00fcnktlich zum Unterricht mit meiner 9. Klasse, war ich nat\u00fcrlich top fit ;). Da meine Reise bereits absehbar war, konnte ich mich auch beim darauffolgenden Kaufland-Wochen-Einkauf, dieses Mal begleitet von Johanna &amp; Sophia, auf eine kleine Anzahl von Produkten konzentrieren, wobei ich Geld und Zeit (und somit nochmal Geld nach dem Gesetz &#8222;Zeit ist Geld&#8220;) sparen konnte! Ich hatte mir sogar f\u00fcr die f\u00fcnf Tage bis zur Abreise einen Essens-Plan erstellt, den ich dann mehr oder weniger gut einhielt.<\/p>\n<p>Der Dienstag verging eigentlich ziemlich langweilig, aber daf\u00fcr war der Mittwoch umso aufregender. Der zweite Shot meiner AstraZeneca-Impfung stand an und wie schon vor einem Monat fuhren Carol und ich durchs Karparten-Hochplateau ins &#8222;ungarische&#8220; Baraolt (Erinnerung an den Eintrag aus Woche 3: https:\/\/kulturweit.blog\/lucameetsdracula\/2021\/03\/28\/woche-3-nebenwirkungen-und-hochplateau\/). Im Impfzentrum lernte ich lustigerweise f\u00fcnf europ\u00e4ische Freiwillige kennen, so zwischen 20 und 30 Jahre alt, und wir verabredeten uns auf ein Bier in Brasov. Die Impfung verlief top und als ich mit dem Zertifikat vor die T\u00fcr der Sporthalle trat, f\u00fchlte ich mich echt super, die Frage war, ob das halten w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Nun war erstmal die R\u00fcckfahrt dran. Wir wollten einen anderen Weg fahren und schnell waren wir auf einem guten Weg. Nach einer gewissen Zeit erreichten wir dann ein Dorf, dass dominierend von einer bestimmten, gerade unter Rum\u00e4nen nicht sehr beliebten Volksgruppe bewohnt wurde, die f\u00fcr uns gel\u00e4ufigen &#8222;Sinti und Roma&#8220; und lokal bezeichneten &#8222;Zigeuner&#8220; (ich hoffe ich habe mit dieser eher indirekten Umschreibung dargestellt, dass ich diese Gruppe vollkommen respektiere). Ich beobachtete ganz interessiert die Menschen und ihre klassischen, sehr einfachen Geb\u00e4ude und mir wurde von Carol berichtet, dass in dem angrenzenden Waldgebiet illegale Abholzung stattfinden w\u00fcrde, durch die korrupte &#8222;Holz-Mafia&#8220;. `Holz-Mafia?`, irgendwie klang das f\u00fcr mich nicht so ganz real, doch ich durfte schnell feststellen, dass diese existierte. Als die Stra\u00dfe n\u00e4mlich gerade das Dorf verlie\u00df, empfingen uns dort zwei &#8222;Stra\u00dfenarbeiter&#8220;, die uns erkl\u00e4rten, die Stra\u00dfe sei aufgrund eines Br\u00fcckenschadens gesperrt. Gerade als wir umkehrten, sahen wir dann aber wie zwei Lastwagen aus eben jener Stra\u00dfe kamen und jetzt ratet mal als was ich ihre Fracht aus dem R\u00fcckspiegel identifizieren konnte? Richtig, Holz!<\/p>\n<p>Soviel also zur Heimfahrt. In Brasov angekommen, schonte ich mich. Gl\u00fccklicherweise fielen die krassen Nebenwirkungen vom ersten Mal aus. Zumindest am Abend. Ich freute mich, f\u00fcr den n\u00e4chsten Tag nicht absagen zu m\u00fcssen, denn f\u00fcr die Honterus-Schule, meine zweite, inoffizielle Einsatzstelle, ging es wieder in Pr\u00e4senz. Und kurzerhand stand ich um 7:45 Uhr am Donnerstag in der Schule. Im Laufe meiner vier Stunden lernte ich meine 10. und 11. Kl\u00e4ssler das erste Mal wirklich kennen. Sie sehen zwar alle \u00e4lter aus als ihr wirkliches alter, trotzdem waren sie echt sch\u00fcchtern:). Ich hatte gl\u00fccklicherweise ein Ibuprofen-Tablette bei mir und als nach der ersten Stunde leichte Nebenwirkungen im Bereich der Ersch\u00f6pfung eintraten, warf ich diese einfach ein, um dabei zu bleiben &#8211; ich wei\u00df das ist nicht soo gut, aber der erste Schultag war es mir wert!<\/p>\n<p>Au\u00dferdem war mein Tag nach dem Unterricht nicht vorbei. Ich machte noch einen PCR-Test &#8211; negativ nat\u00fcrlich &#8211; und nahm als Juror wie in der letzten Woche an einem Schulfinale des Literatur-Projektes &#8222;Lesef\u00fcchse&#8220;-Teil. Ihr k\u00f6nnt euch sicher vorstellen, dass ich wirklich ersch\u00f6pft an jenem Abend ins Bett fiel. Zum Gl\u00fcck konnte ich am Freitag dann aber Ausschlafen, da nichts anstand und ich nur packen musste. Ich hatte zwar noch eine Stunde Sprachkurs (ja, ich mache auch endlich einen Sprachkurs in Rum\u00e4nisch), aber ansonsten, war Alles entspannt, von den leichten Nebenwirkungen vom Vortag sp\u00fcrte ich auch nichts mehr!<\/p>\n<p>Leider war der Luxus des langen Schlafens am Reisetag, also heute (Samstag) eine Fehlanzeige. Ich holte mir gesunde 2,5 Stunden Schlaf, bevor ich um drei Uhr nachts in den Shuttlebus zu Flughafen Bukarest Otopeni stieg. Im Bus schlief ich zwar auch nochmal kurz, aber bis auf einen kurzen Nap im Flugzeug und am Frankfurter Flughafen, war es das.<\/p>\n<div id=\"attachment_124\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/lucameetsdracula\/files\/2021\/05\/tempImageTj26w6.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-124\" class=\"size-medium wp-image-124\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/lucameetsdracula\/files\/2021\/05\/tempImageTj26w6-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/lucameetsdracula\/files\/2021\/05\/tempImageTj26w6-300x225.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/lucameetsdracula\/files\/2021\/05\/tempImageTj26w6-768x576.jpg 768w, https:\/\/kulturweit.blog\/lucameetsdracula\/files\/2021\/05\/tempImageTj26w6-624x468.jpg 624w, https:\/\/kulturweit.blog\/lucameetsdracula\/files\/2021\/05\/tempImageTj26w6.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-124\" class=\"wp-caption-text\">Die Sonne \u00fcber dem Bukarester Flughafen, ein tolles Bild zum Aufwachen<\/p><\/div>\n<p>Der Flug und die Vorbereitung darauf liefen reibungslos und ich war mal wieder viel zu fr\u00fch da, weshalb ich kurzerhand das Buch &#8222;Essentialsm&#8220; (erw\u00e4hnt im diesw\u00f6chigen Zitat), welches ich am Dienstag angefangen habe, beendete. Ich kann dieses Buch wirklich jedem empfehlen, es lohnt sich f\u00fcr jeden, der Mal einen anderen Blick auf den Alltag werfen m\u00f6chte!<\/p>\n<div id=\"attachment_125\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/lucameetsdracula\/files\/2021\/05\/tempImagev5HioN.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-125\" class=\"size-medium wp-image-125\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/lucameetsdracula\/files\/2021\/05\/tempImagev5HioN-300x400.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/lucameetsdracula\/files\/2021\/05\/tempImagev5HioN-300x400.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/lucameetsdracula\/files\/2021\/05\/tempImagev5HioN-624x832.jpg 624w, https:\/\/kulturweit.blog\/lucameetsdracula\/files\/2021\/05\/tempImagev5HioN.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-125\" class=\"wp-caption-text\">Obwohl es eine Umwelts\u00fcnde ist, liebe ich es zu fliegen!<\/p><\/div>\n<p>In Frankfurt hatte ich trotz eines kurzen Mittagsschlafs s\u00fcndhaft viel Wartezeit (ich wartete auf Jannine, damit wir zusammen nach Berlin fahren konnten) &#8211; und ich finde die Stadt Frankfurt ist eher weniger angenehm zum Zeit totschlagen &#8211; doch nun bin ich hier im Zug, es ist echt ungewohnt mal wieder schnell und z\u00fcgig ans Ziel zu kommen, und bald das erste Mal seit 2,5 Monaten zu Hause.<\/p>\n<div id=\"attachment_126\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/lucameetsdracula\/files\/2021\/05\/Eu.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-126\" class=\"size-medium wp-image-126\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/lucameetsdracula\/files\/2021\/05\/Eu-300x560.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"560\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/lucameetsdracula\/files\/2021\/05\/Eu-300x560.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/lucameetsdracula\/files\/2021\/05\/Eu.jpg 549w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-126\" class=\"wp-caption-text\">Der EU-Tower in Frankfurt am Main<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_127\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/lucameetsdracula\/files\/2021\/05\/tempImagev1xbvj.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-127\" class=\"size-medium wp-image-127\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/lucameetsdracula\/files\/2021\/05\/tempImagev1xbvj-300x400.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/lucameetsdracula\/files\/2021\/05\/tempImagev1xbvj-300x400.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/lucameetsdracula\/files\/2021\/05\/tempImagev1xbvj-624x832.jpg 624w, https:\/\/kulturweit.blog\/lucameetsdracula\/files\/2021\/05\/tempImagev1xbvj.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-127\" class=\"wp-caption-text\">Der ICE nach Hause<\/p><\/div>\n<p>Und damit beende ich diesen Wochenbericht. N\u00e4chste Woche werde ich anl\u00e4sslich der Halbzeit meines Dienstes ein Zwischenfazit ver\u00f6ffentlichen, aber jetzt ist die Priorit\u00e4t erstmal Familie und Freunde!<\/p>\n<p>Ich hoffe, dass dir\/euch dieser zusammengew\u00fcrfelte Eintrag gefallen hat, liebe Gr\u00fc\u00dfe und stay healthy!<\/p>\n<p>Luca<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zitat der Woche: &#8222;Our highest priority is to protect our ability to prioritise!&#8220; (Greg McKeown in seinem tollen Buch &#8222;Essentialism&#8220;) Howdy! Ich bin froh, langsam zu lernen, wo meine Priorit\u00e4ten liegen! Und diese Woche war meine Priorit\u00e4t meine Reise nach Hause. Ich werde voraussichtlich f\u00fcr die n\u00e4chsten zwei Wochen im HomeOffice in Deutschland arbeiten. 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