{"id":785,"date":"2019-07-25T18:38:26","date_gmt":"2019-07-25T12:38:26","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/lottengloeckchen\/?p=785"},"modified":"2019-07-25T18:38:26","modified_gmt":"2019-07-25T12:38:26","slug":"durch-die-uni-durch-die-stadt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/lottengloeckchen\/2019\/07\/25\/durch-die-uni-durch-die-stadt\/","title":{"rendered":"Durch die Uni, durch die Stadt"},"content":{"rendered":"<p>25.07.2019 Sydney Surry Hills 21.38 Uhr<\/p>\n<p>Was gibt es sch\u00f6neres, als im Bett zu liegen, w\u00e4hrend ein Kater die F\u00fc\u00dfe und Beine massiert, indem er sich unentschlossen auf eben jenem Bett herumtreibt. Wobei das Bett in Wirklichkeit ein Klappsofa ist, das eigentlich im Wohnzimmer steht und mir eher als \u00dcbergangsl\u00f6sung dient. Nichtsdestotrotz bin ich sehr gl\u00fccklich mit meinem neuen Zimmer und meinen neuen Mitbewohnerinnen und generell mit der Wohnlage. Und auch wenn Bonja nat\u00fcrlich nicht zu ersetzen ist \u2013 f\u00fcr detaillierte Berichte gerne etwas fr\u00fcher im Blog st\u00f6bern \u2013 finde ich es schon bezeichnend, dass ich in meinem Auslandssemster wieder einem Kater begegne, diesmal in Orange.<\/p>\n<p>Wie mein Zimmer, ist ziemlich viel im Haus noch recht provisorisch. Mein Teewasser zum Beispiel, durfte ich mir in der Mikrowelle erw\u00e4rmen und einen K\u00fchlschrank gibt es auch nicht. Das erinnert mich an Zeiten, als wir in der Auerstra\u00dfe unsere Lebensmittel auf der Fensterbank k\u00fchl hielten. Doch genug Langzeiterinnerungen hinterher getr\u00e4umt und ab ins Kurzzeitged\u00e4chtnis.<\/p>\n<p>Also zu gestern, will hei\u00dfen Mittwoch \u2013 gestern war ich am Morgen ganz spontan eine kleine Runde laufen, um mich dann im Bus auf dem Weg zum Kurs `What is Academic Writing\u00b4 mit dem Gedanken herumzuplagen, ob ich es wohl noch p\u00fcnktlich schaffen w\u00fcrde. Die Antwort darauf, ein klares Jein. Ich war zwar zu sp\u00e4t, aber verpasst habe ich nichts, dank technischer Schwierigkeiten. Bei so viel Technik in der Uni, ist es aber auch kein Wunder, dass nicht alle immer durchsehen. In fast jedem Geb\u00e4ude konnte ich bis jetzt unz\u00e4hlige Arbeitspl\u00e4tze ausmachen \u2013 mal mit und mal ohne Apple Computer. \u00dcberall gibt es Sitzecken, f\u00fcr Einzel- und Gruppenarbeit und generell wirkt alles recht neu. \u00dcberhaupt scheint die Uni ziemlich viel Geld zu investieren. Gestern Abend zum Beispiel, bei einem Empfang f\u00fcr die Internationals, gab es f\u00fcr jeden drei Freigetr\u00e4nke und dazu Plattenservice und heute nach der Begr\u00fc\u00dfungsveranstaltung f\u00fcr die neunen Postgraduates ebenfalls wieder was zum Trinken. Von der Veranstaltung am Mittwoch bin ich jedoch ziemlich schnell wieder gefl\u00fcchtet. Eigentlich kein Wunder, dass mir Veranstaltungen, die mir Zuhause keine Freude bereiten, auch hier nicht zusagen. Immerhin war ich da und konnte ein Sprudelwasser aufs Haus trinken. Ansonsten scheint mir noch erw\u00e4hnenswert, dass ich mir am Mittwoch zweieinhalb Stunden Mittagsschlaf geg\u00f6nnt habe. Was f\u00fcr ein Leben!<\/p>\n<p>Heute begann der Tag mit Sachen zusammenpacken bzw. damit die Sachen einzusammeln, die noch nicht im neuen Heim auf mich warteten. Um 9 Uhr startete der Kurs `How to avoid Plagiarism\u00b4; was eigentlich ganz einfach ist: selber denken, selber schreiben und richtig zitieren. Sollte machbar sein. Danach hatte ich sechs Stunden Zeit. In dieser trank ich einen frisch gepressten gr\u00fcnen Saft und fing dann an das Familienmythos-Video zu schneiden. Und die vier Stunden Arbeit haben sich meiner Meinung nach gelohnt. Wer einen Blick auf den ersten Entwurf werfen m\u00f6chte, m\u00f6ge sich gerne melden. 6pm (gew\u00f6hnen wir uns zusammen an die andere Zeitangabe) startete die Willkommensveranstaltung f\u00fcr die Master und PhD Menschen. Die Veranstaltung wurde professionell durchmoderiert und mit Interaktionen dreier tanzender und musizierender Aborigines er\u00f6ffnet. Ich wei\u00df jetzt, wie ein K\u00e4nguru tanzt!<\/p>\n<p>Generell wird viel an die Aborigines erinnert, an ihre Geschichte \u2013 immerhin die \u00e4lteste Kultur der Welt \u2013 und daran, dass Sydney auf ihrem Land errichtet wurde. Das \u00e4ndert zwar nichts an den historischen Ereignissen und macht keine Gr\u00e4ueltaten gut, aber ich kann mir vorstellen, dass es der noch bestehenden Community hilft. Definitiv ein Punkt, mit dem ich mich hier noch intensiver auseinander setzen m\u00f6chte.<\/p>\n<p>Im Anschluss ging zu meiner ersten wirklich richtigen echten Veranstaltung: \u00b4Unterstanding and Engaging Audiences\u00b4. Dort f\u00fchlte ich mich gleich viel wohler und wir starteten auch sofort los. Es war eine sehr interaktive spannende Session. Die Inhalte erinnern mich an die Branding und Marketing Kurse in Irkutsk. Es wird auf jeden Fall sehr praktisch und mit einer Menge Eigenarbeit und `Homework` verbunden sein. Und das trifft soweit ich das beurteilen kann auf alle drei Kurse zu. Zwar gibt es nur ein Zusammenkommen pro Kurs pro Woche, aber daf\u00fcr sehr viele Online-Aufgaben mit Abgabedaten, die einen regelrecht zwingen, oder motivieren \u2013 wie man es nimmt \u2013 die Texte zu lesen. Werden die Aufgaben nicht rechtzeitig erf\u00fcllt und nicht ordentlich online mitdiskutiert, f\u00fchrt das zu Prozente-Abzug und Prozente sind hier alles was z\u00e4hlt.\u00a0 Ob das mit der Bewertung dann am Ende wirklich so streng ist, wie uns Internationals aufgetischt wurde, wird sich zeigen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>25.07.2019 Sydney Surry Hills 21.38 Uhr Was gibt es sch\u00f6neres, als im Bett zu liegen, w\u00e4hrend ein Kater die F\u00fc\u00dfe und Beine massiert, indem er sich unentschlossen auf eben jenem Bett herumtreibt. 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