{"id":597,"date":"2013-12-16T22:05:43","date_gmt":"2013-12-16T16:05:43","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/lottengloeckchen\/?p=597"},"modified":"2014-01-18T20:12:10","modified_gmt":"2014-01-18T14:12:10","slug":"schnee-schnee-schnee-und-eine-lange-kunterbunte-woche","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/lottengloeckchen\/2013\/12\/16\/schnee-schnee-schnee-und-eine-lange-kunterbunte-woche\/","title":{"rendered":"Schnee, Schnee, Schnee und eine lange kunterbunte Woche"},"content":{"rendered":"<p>Wenn ich so auf die letzte Woche zur\u00fcck blicke ist sie vergangen wie im Fluge. Wobei grad am Anfang eher weniger los war und es erst im Laufe der Woche immer voller wurde.<\/p>\n<p>Mein Montag begann, wie die letzten Wochen \u00fcber, mit dem Russischunterricht. Und ich hab es doch tats\u00e4chlich geschafft auf dem Hinweg, wie auch auf dem R\u00fcckweg die 13 Rubel Fahrtgeld zu sparen. Bei der Hinfahrt hat die Ticketfrau mich einfach i der vollen Bahn \u00fcbersehen und ich habe dadurch, dass ich gelesen habe, auch nicht viel mitbekommen. Zur\u00fcck, zur Schule, bin ich dann gelaufen, oder eher gesagt, durch die wei\u00dfen Stra\u00dfen von Perm geflogen. Umso mehr Schnee f\u00e4llt und es wird mit jedem Tag immer und immer mehr, desto sch\u00f6ner scheint die Stadt zu werden! Alles glitzert und leuchtet!<\/p>\n<p>Nach meinen zwei Doppelstunden in der Schule bin ich nach Hause und habe mir endlich mal die Zeit genommen um ein H\u00f6rbuch zu h\u00f6ren! Nebenbei hab ich nicht viel gemacht, eher einfach die Minuten verstreichen lassen. Nach dem Klavierspiel und Abendbrot lag ich dann tats\u00e4chlich mal 21 Uhr im Bett, nur um dort weiter zu h\u00f6ren. Der Dienstag sah nicht wirklich anders aus, nur das ich keinen Russischunterricht hatte. Der war erst wieder am Mittwochnachmittag dran. Davor war ich in der Schule und habe ein zweites H\u00f6rbuch angefangen.<\/p>\n<p>Mit dem Donnerstag begann die Woche dann so richtig. Bei Theater-AG musste ich die Kinder wieder allein besch\u00e4ftigen, danach kam die Diskussion der Sch\u00fcler der 10.Klasse. Dieses Mal unter zum der Frage \u201eInwieweit beeinflussen die sozialen Netzwerke Freundschaften wirklich?\u201c. Wenn man einmal anf\u00e4ngt sich mit diesem Thema etwas genauer auseinander zu setzten, kann man schnell das Gruseln bekommen! Nicht unbedingt auf den Freundschaftsaspekt bezogen, aber es ist schon beeindruckend wie viele Informationen im Internet von uns herumschwirren. So gesehen, ist es nicht unbedingt clever einen halb\u00f6ffentlichen Blog zu schreiben. Doch was solls.<\/p>\n<p>Nach der Diskussion bin ich schnell durch einen Schneesturm nach Hause, um mich dann wieder an der Schule mit Mette zu treffen. Die hatte mich n\u00e4mlich spontan gefragt, ob ich Lust h\u00e4tte mit ins Ballet zu gehen. Das Ballet war toll, auch wenn Mette und ich ein wenig Probleme hatten\u00a0 um unsere richtigen Pl\u00e4tze zu finde, was definitiv nicht an unseren Russischkenntnissen lag!<\/p>\n<p>Am Freitag stand zum zweiten Mal in diesem Jahr der schlaue Fuchs auf dem Programm; Aufgabenbereich H\u00f6rverstehen. So durfte ich mehrmals Geschichten verlesenen, zu denen die Kinder dann Fragen beantworten sollten. Dann hab ich ein paar 9. Kl\u00e4sslern die \u00c4rzte n\u00e4her gebracht und mit der anderen Gruppe der 10. Klasse Diskutiert. Von Zuhause aus ging es ins Kino und wieder Zuhause dann ziemlich bald ins Bett.<\/p>\n<p>Samstag war der Tag, auf den ich schon die ganze Woche \u00fcber hin gefiebert hatte! Da waren wir Skifahren!! Auch wenn ich wahrscheinlich gerade mal ne Stunde auf der Piste war und die Piste kaum mit nem \u00f6sterreichischen Skigebiet verglichen werden kann, war es trotzdem traumhaft! Immerhin 20- 30 Sekunden Fahrspa\u00df, bevor man wieder mit dem Schlepplift hochgeschlichen ist. Dadurch, dass wir schon gegen 9 Uhr losgefahren sind, war es die erste Zeit \u00fcber auch noch dunkel beim Fahren, was dem ganzen vielleicht auch noch einmal ein gewisses Etwas gab. N\u00e4chste Woche wollen Walodia und die anderen zu einer anderen Piste fahren, da das Preis-Leistungs-Verh\u00e4ltnis wohl nicht ganz optimal war (es waren nur 3 Strecken ge\u00f6ffnet), doch die wird ich dann erst \u00fcbern\u00e4chsten Samstag begutachten k\u00f6nnen, denn morgen geht es ja nach RIGA!<\/p>\n<p>Nach dem Skifahren kam ein weiterer Wochenh\u00f6hepunkt, das \u201eWeihnachtsliedersingen\u201c! Zu diesem hatte mich meine Russischlehrerin eingeladen. Genauer gesagt war es ein Treffen von sprachinteressierten Mitarbeiten des Instituts an dem sie arbeitet und ich war auch nicht der einzige Gast. Schon den ganzen Vormittag \u00fcber war \u201ePoppy\u201c\u00a0 da gewesen, eine junge Britin. Wir beide erz\u00e4hlten also, auf Englisch, von \u201eunseren\u201c Weihnachtstraditionen. Doch bevor ich ausgefragt wurde gab es noch Tee und ganz viel S\u00fc\u00dfkram! Tats\u00e4chlich haben wir auch \u201eStille Nacht, Heilige Nacht\u201c gesungen, in 4 verschiedenen Sprachen: Englisch, Deutsch, Franz\u00f6sisch und Spanisch. Den Russischen Text hatten Tatjana und ich schon im Unterricht gesungen und den hat sie mir heute auch als Hausaufgabe zum auswendig Lernen mitgegeben. Beim zweiten Tee liefen im Hintergrund englisch Weihnachtslieder und irgendwie hab ich mich da so richtig wohl gef\u00fchlt. Auf dem R\u00fcckweg, wieder durch die wei\u00dfe Stadt, habe ich mich von Keimzeit begleiten lassen (manchmal sogar laut mitgesungen) und noch ein paar Kerzen gekauft.<\/p>\n<p>Mit diesen, dem Unterteil einer Tortenverpackung und ein wenig Weihnachtsschmuck habe ich dann am Sonntagnachmittag unseren Adventskranz gebastelt! Drei der Kerzen brannten dann w\u00e4hrend wir \u043b\u0435\u0434\u043d\u0438\u043a\u043e\u0432\u044b\u0439 \u043f\u0435\u0440\u0438\u043e\u0434 gesehen haben. Der Malkurs am Vormittag war dieses Mal etwas anders. wir haben n\u00e4mlich kein Stillleben gemalt, sondern eine Landschaft. Diese haben wir versucht von einem anderen Bild zu kopieren und auch sie ist, wie alles zurzeit, voller Schnee. Doch auf dem Weg zu Russisch ist mir heute aufgefallen, dass wohl etwas Schnee wegtransportiert wurde, denn es ist weniger und geschmolzen ist der sicher nicht. Bei einigen Wegen kann man auch sehen, dass der Schnee platt und festgedr\u00fcckt wurde. Wahrscheinlich w\u00e4re es sonst irgendwann einfach zu viel.<\/p>\n<p>Gestern habe ich auch noch mit Phuong zusammen eine To-Do-Liste f\u00fcr Riga erstellt und \u00fcberlegt, welche Sachen ich ihr mit zur\u00fcck nach Deutschland gebe. Das war schon merkw\u00fcrdig, denn als ich f\u00fcr Perm gepackt habe, war ich mir sicher, dass ich hier noch einige Dinge kaufen m\u00fcsste und jetzt geb ich tats\u00e4chlich Anziehsachen zur\u00fcck, weil ich sie hier nicht brauche, nicht trage. Ich freu mich schon auf den Schock, wenn ich in Berlin vor den Schr\u00e4nken stehe und nicht wei\u00df, was ich mit all den Sachen soll.<\/p>\n<p>Jetzt muss ich nur noch aufr\u00e4umen, packen, Kleinigkeiten erledigen und dann steigt morgen um 8 Uhr das Flugzeug in die Luft und das gro\u00dfe Uhrenumstellen beginnt wieder. F\u00fcr die zweieinhalb Tage bis Phuong kommt gibt es auch schon einige Idee. Morgen Abend singt Charlotte, die Freiwillige aus Riga, bei der ich die ersten drei n\u00e4chste \u00fcbernachten werde, bei einem Weihnachtskonzert mit und das werde ich mir anh\u00f6ren. Am Mittwoch m\u00f6chte ich gerne Cleo, eine andere Freiwillige besuchen, die ca. 2,5 Stunden von Riga entfernt in einer kleineren Stadt wohnt. Und am Donnerstagabend ist an Charlottes Schule Weihnachtsball!\u00a0 und am gleichen Abend kommt Phuong!!<\/p>\n<p>Es kann also nur NOCH besser werden<\/p>\n<p>Mir f\u00e4llt grad noch eine wunderbare kleine Geschichte vom heutigen Tag ein. Als ich mit der Stra\u00dfenbahn vom Russischunterricht nach Hause gefahren bin, hielt die Bahn auf einmal an. Nach ca. einer halben Minute \u00f6ffnete die Fahrerin (Stra\u00dfenbahnen werden generell von Frauen gefahren und Busse immer von M\u00e4nnern) ihre T\u00fcr und sagte (f\u00fcr mich zu schnell und zu pl\u00f6tzlich) etwas in die Bahne. Wie auf ein Kommando (was es ja letztendlich auch war) stiegen auf einmal 4 M\u00e4nner aus. Da hab ich dann gesehen, dass ein Auto der Stra\u00dfenbahn im Weg stand. Dieses Auto wollte einparken, kam aber nicht \u00fcber einen Schneeberg. Und so wurde geschoben und geschoben bis das Auto in der L\u00fccke stand. Dann kamen die M\u00e4nner wieder rein und setzten sich auf ihre Pl\u00e4tze, die alle (ich nat\u00fcrlich auch) brav freigelassen hatten. Dieser Moment war irgendwie echt sch\u00f6n.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn ich so auf die letzte Woche zur\u00fcck blicke ist sie vergangen wie im Fluge. Wobei grad am Anfang eher weniger los war und es erst im Laufe der Woche immer voller wurde. 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