Logbuch_Tagestitel und Seen im Süden

 

Wieder eine Woche rum, damit auch ein paar Tagestitel mehr im Archiv, die ich mit Freuden hier teile. Außerdem durften Carl und ich noch ein Stückchen mehr vom Geopark sehen Diesmal sind wir ganz in den Süden gefahren und haben an mehreren „Geosites“ angehalten. Zuerst gab es noch einen kurzen Abstecher zu einem über 2000 Jahre alten Weinbaum (aus der Geschichte vom griechischen Schriftsteller Pausanias), der wieder belebt werden soll.

Pausanias winetree

Danach fuhren wir zu einer Quelle, die unterirdisch mit Schlucklöcher ein paar Kilometer weiter verbunden ist.quelle des ladon

Ein geologisches Naturphänomen. Vor einigen Tausend Jahren war der Boden auf dem wir standen unter Wasser, heute sind die Linien an den angrenzen Bergen Beweis für den Meeresspiegel. Einen See, der nicht allzu lange existiert, da er künstlich geschaffen wurde, ist der Doxa See. Fast könnte man meinen sei er natürlich, der Damm weist jedoch auch die Konstruktion hin, doch ein weiteres Ökosystem wurde dadurch vom Menschen ins Leben gerufen. Zu allerletzt als Highlight könnte ich zählen, bekamen wir, ein geologische und kulturelle Sehenswürdigkeit zu sehen. Hinter einem kleinen Tor in einer Steinmauer verbarg sich eine kleine Kirche, die in eine Höhle hinein gebaut wurde. Strenggenommen in einen Felsenwand, die dadurch eine Höhle bildete. Kirche im Gesteingeologisches Phänomen Hinter der Kirche schepperte ein Wasserfall.

 

 

 

01/04/
Aprilscherze wie Kirchenschläge und ich checke nichts

02/04/
Viel viel Kuchen und Fossilien

03/04/
Abendliches Pferdestreicheln oder gegessen werden

04/04/
Balkonzeit heißt Café vibes tanken

05/04/
Ein griechischer Arzt mit flüssigem Deutsch

06/04/
Supersüßes Spritzgebäck
UND
Carl als Maßstab für die Vermessung des Raums

07/04/
Ready for mountain bikes

09/04/
Greek coffee für eine rosige Zukunft im Kaffeesatz

10/04/
Auf Höhlensuche (im Süden)

11/04/
Simple sunny Kyriaki (Sunday)

Auf der Suche nach Fossilien

 

 

Nachdem Carl und ich letzte Woche eine kleine Sightseeing Tour durch den Geopark bekommen hatten, ging es gestern dann etwas mehr ins Detail und das im wahrsten Sinne: Zusammen mit Geologie Professor Iliopolous, seiner Co-Geologin Penelope und dem Fotografen Socrates hielten wir an für uns vorerst willkürlichen Orten und suchten nach Fossilien.

 

 

Auf einer Anhöhe von 1200 Metern hatten wir einen Blick auf den Chelmos und die gegenüberliegenden Gebirge, deren Wipfel weiß vom Schnee die Sonne reflektierten. Wir stehen direkt neben einem Windrad, von denen es eine ganze Linie auf dem Horizont gibt. Hinter uns ist ein Solarzellenfeld. Der Professor erzählt, wie ärgerlich es ist, dass für den Bau der Solarzellen die Natur Platz machen muss, obwohl in Deutschland Solarzellen auch häufig auf Dächern angebracht werden. „Wir haben mehr als 200 Tage im Jahr Sonne, das wäre optimal für Solarzellen, aber die Regierung kümmert sich nicht darum.“, erzählt Iliopolous.

„In ein paar Wochen wird diese Landschaft hier ganz anders aussehen“, erzählt mir Socrates und zeigt auf die noch blassgrünen Täler und kargen Bäume. Noch sieht die Natur im Geopark etwas leblos aus, auch wenn bereits einige Kirschblütenbäume und Mandelbäume blühen, Bienen durch die Gegend summen und verschiedenste Schmetterlinge auf der Suche nach Nektar sind.

Katerzug nach Kalavryta

16/03/2021

Dachterrasse mit territorialer Horizonterweiterung

 

17/03/2021

Ouzo und Deutsch Rap serviert mit analogen Fotos

 

18/03/2021

Katerzug nach Kalavryta

 

Heute wurde nicht viel geredet, jedenfalls nicht viel mehr als Efcharisto (Danke), Wo steigen wir um? und Wow, wie schön!. Viel geredet hat die Frau im Zug neben uns. Griechische Worte sprudelten aus hier heraus, dass selbst der Schaffner nicht wusste, was zu machen ist. Carl und ich schauten aus dem Fenster, wie sich die Landschaft von Häusermeeren zu tiefblauem Meer mit Bergen am Horizont änderte. Jedes Mal wenn ich versuchte, ein Foto zu schießen, kamen mir Bäume, Antennenmaste und Tunnel dazwischen. In Diakopto aus dem Bus ausgestiegen, weil der Zug nicht weiterfuhr, wurden wir direkt von einem Mann angesprochen, ob wir nach Kalavryta wollten. Sein Bruder betreibe ein Taxi. Urkomisch, denn eben jenen Bruder hatten unsere Vorfreiwilligen für uns angefragt. Er fuhr uns durch die Kurven der bergigen Landschaft Peloponnes’ und erzählte immer mal Interessantes zu der Umgebung. Die Gebirgskette hatte ungefähr eine Höhe von 1500 Meter, wirkte aber durch das Meer und die Weite viel größer. 

Nach dem städtischen Athen war Kalavryta ein krasser Kontrast – selbstverständlich. Kulturell aber auch klimatisch, denn die Temperaturen sind in der Höhe von 720 Metern über dem Meeresspiegel deutlich niedriger. Dafür saugte ich die frische Luft in meine Lungen, nach der Großstadt wirkte alles so pur und klar, genauso das Wasser. „Kalá“ bedeutet gut und „vryta“ soviel wie Quelle. Wir hoffen jedenfalls auf Gutes, so wie jeder hier, denn der Sommer scheint wie ein Lichtschimmer für viele Griechen. Bis jetzt sieht es nach Regen aus, und Schnee. Ich habe zwei Koffer voll bunter Sommerkleidung und frage mich wie viele Schichten ich mir überziehen kann.