Kirchengongen, Schafsglocken, Feuerkörperknallen

 

21/03/2021

Ich schiebe die Fensterläden zaghaft zu den Seiten. Die Luft noch feucht und Nebel in der Ferne. In dem kleinen Berghüttencafé gegenüber unserer Hauses brennt das Licht bereits und die Luge zur Ausgabe ist geöffnet, ganz so als habe es nicht über Nacht geschlossen. Bis spät noch da aufgeregte Quatschen und Lachen der Menschen, die so weit entfernt scheinen. Fremde Zeichen tanzen durch die Schallwellen, formen Worte, die noch keinen Sinn ergeben. Ab und zu dreht ein Auto seine Runde, nicht die Streife, eher ein kleiner Audi, der stets durch die selbe Straßen saust und dieselben Hunde zu bellen beginnen. Wir riechen nicht griechisch, selbst unter Masken beäugt, wer denn da nach Kalavryta gekommen ist. Nicht um Ski zu fahren, kein Hotel genannt  dem Taxifahrer, sondern schlicht 13. Dezember – Zwei aus Deutschland kommende in der Straße an das Gedeckte Massaker  wohnhaft. Noch nicht ganz wohnend, immer noch am Ankommen. Listen schreiben mit allen Sachen, die vergessen wurden. Man überlebt’s, so wie jedes Mal, fragt sich nur, was wirklich je vermisst und gebraucht wurde.

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