Katerzug nach Kalavryta

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18/03/2021

Katerzug nach Kalavryta

 

Heute wurde nicht viel geredet, jedenfalls nicht viel mehr als Efcharisto (Danke), Wo steigen wir um? und Wow, wie schön!. Viel geredet hat die Frau im Zug neben uns. Griechische Worte sprudelten aus hier heraus, dass selbst der Schaffner nicht wusste, was zu machen ist. Carl und ich schauten aus dem Fenster, wie sich die Landschaft von Häusermeeren zu tiefblauem Meer mit Bergen am Horizont änderte. Jedes Mal wenn ich versuchte, ein Foto zu schießen, kamen mir Bäume, Antennenmaste und Tunnel dazwischen. In Diakopto aus dem Bus ausgestiegen, weil der Zug nicht weiterfuhr, wurden wir direkt von einem Mann angesprochen, ob wir nach Kalavryta wollten. Sein Bruder betreibe ein Taxi. Urkomisch, denn eben jenen Bruder hatten unsere Vorfreiwilligen für uns angefragt. Er fuhr uns durch die Kurven der bergigen Landschaft Peloponnes’ und erzählte immer mal Interessantes zu der Umgebung. Die Gebirgskette hatte ungefähr eine Höhe von 1500 Meter, wirkte aber durch das Meer und die Weite viel größer. 

Nach dem städtischen Athen war Kalavryta ein krasser Kontrast – selbstverständlich. Kulturell aber auch klimatisch, denn die Temperaturen sind in der Höhe von 720 Metern über dem Meeresspiegel deutlich niedriger. Dafür saugte ich die frische Luft in meine Lungen, nach der Großstadt wirkte alles so pur und klar, genauso das Wasser. „Kalá“ bedeutet gut und „vryta“ soviel wie Quelle. Wir hoffen jedenfalls auf Gutes, so wie jeder hier, denn der Sommer scheint wie ein Lichtschimmer für viele Griechen. Bis jetzt sieht es nach Regen aus, und Schnee. Ich habe zwei Koffer voll bunter Sommerkleidung und frage mich wie viele Schichten ich mir überziehen kann. 

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