{"id":19,"date":"2022-09-30T01:05:27","date_gmt":"2022-09-30T06:05:27","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/lluviacaliente\/?p=19"},"modified":"2022-10-17T16:55:43","modified_gmt":"2022-10-17T21:55:43","slug":"der-anfang","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/lluviacaliente\/2022\/09\/30\/der-anfang\/","title":{"rendered":"Der Anfang"},"content":{"rendered":"<p>Buenos d\u00edas!<br \/>\nDas hier ist mein erster richtiger Beitrag und ich freue mich sehr, dass du ihn liest! \ud83d\ude42<br \/>\nDa ich jetzt schon seit \u00fcber 2 Wochen in Kolumbien bin, aber meinen Blog erst jetzt er\u00f6ffnet habe, m\u00f6chte ich diesen Beitrag nutzen, um alles, was ich hier bisher erlebt habe zusammenzufassen. Ich versuche, mich halbwegs kurz zu fassen! \ud83d\ude42<\/p>\n<p>Als ich am sp\u00e4ten Abend des 11. Septembers nach Stopps in Madrid und Panama City in Barranquilla ankam und den Flughafen verlie\u00df, konnte ich die extreme Hitze im ersten Moment gar nicht fassen. Bevor man sich f\u00fcr einen sechsmonatigen Freiwilligendienst an einem Ort entscheidet, informiert man sich nat\u00fcrlich \u00fcber die dortigen klimatischen Bedingungen. Die \u00fcber das ganze Jahr gleichbleibend hohen Temperaturen in den n\u00f6rdlichsten Regionen Kolumbiens waren tats\u00e4chlich kein unwesentlicher Grund f\u00fcr meine Entscheidung, nach Barranquilla zu gehen. Trotzdem war ich in diesem Moment gewisserma\u00dfen geschockt. Nur mit den Zahlen kann man sich einfach nicht vorstellen wie sich das tropische Klima anf\u00fchlt. Die hohe Luftfeuchtigkeit sorgt daf\u00fcr, dass die gef\u00fchlte Temperatur immer noch ein paar Grad \u00fcber der tats\u00e4chlichen liegt und gibt dem Ganzen eine fast saunahafte Anmutung&#8230;<br \/>\nJedenfalls war es schon nach Mitternacht und ich wurde vom Schulleiter h\u00f6chstpers\u00f6nlich abgeholt und zu meiner vorl\u00e4ufigen Bleibe, der Wohnung einer Lehrerin der Schule, gebracht. Auf der knapp einst\u00fcndigen Autofahrt durch die karibische Nacht bekam ich schon einen Vorgeschmack der hiesigen Verkehrsgewohnheiten. Im &#8222;Gespr\u00e4ch&#8220; mit dem Schulleiter erkannte ich au\u00dferdem schnell, dass die Sprachbarriere f\u00fcr mich eine gr\u00f6\u00dfere H\u00fcrde darstellen w\u00fcrde als gedacht. Zu beiden Themen k\u00f6nnte man eigentlich eigene Blogbeitr\u00e4ge schreiben und ich wollte mich ja eigentlich kurz fassen&#8230;<br \/>\nIch kam also bei der Lehrerin an, begr\u00fc\u00dfte sie und die anderen Bewohner (ihre 15-j\u00e4hrige Nichte und den Hund) und legte mich schlafen. Das war die Nacht von Sonntag auf Montag. In den darauffolgenden Tagen besuchte ich zum ersten mal meine Schule, das &#8222;Instituto Experimental del Atl\u00e1ntico&#8220;, und erfuhr mehr \u00fcber meine T\u00e4tigkeit dort. Meine Hauptaufgabe besteht darin den Deutschlehrern im Unterricht zu assistieren. Au\u00dferdem leite ich pro Woche noch in jeder Klasse ein bis zwei Stunden Zusatzunterricht alleine. In diesen Stunden soll ich das machen, wof\u00fcr im regul\u00e4ren Unterricht keine Zeit ist, beispielsweise die Aussprache \u00fcben, aber auch \u00fcber die deutsche Kultur berichten. Da die Schule mit unter 200 Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern sehr klein ist, gibt es f\u00fcr jede Stufe nur eine Klasse, von der 6. bis zur 11.. Die j\u00fcngsten sind dabei 11 Jahre alt, die \u00e4ltesten 16 bis 18. Das &#8222;Experimental&#8220; stellt als kostenlose Privatschule im kolumbianischen Schulsystem eine Ausnahme dar und ich merke schnell, dass hochwertige Bildung hier im Allgemeinen ein Privileg der Kinder aus wohlhabenderen Familien bleibt.<br \/>\nDie ersten 2 Wochen waren als Eingew\u00f6hnungszeit vorgesehen weswegen der Zusatzunterricht erst diese Woche begann. Die allermeisten Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler sind sehr motiviert und aufmerksam. Von Anfang an interessieren sich vor allem die j\u00fcngeren Kinder sehr f\u00fcr mich. Sie fragen nach Autogrammen, geben mir S\u00fc\u00dfigkeiten und schenken mir Zeichnungen, was mich anfangs zugegebenerma\u00dfen etwas \u00fcberforderte. Der Kunstunterricht hier scheint \u00fcbrigens wesentlich besser zu sein als der in Deutschland. Schon die j\u00fcngsten k\u00f6nnen beeinduckend realistische Zeichnungen von Meschen und Gegenst\u00e4nden anfertigen.<br \/>\nDie ersten 2 Wochen vergingen schnell. Unter der Woche bin ich oft recht lange an der Schule und fahre dann mit dem Bus durch den extrem dichten und langsamen Feierabendverkehr wieder nach Hause. Das dauert \u00fcber eine halbe Stunde und kostet umgerechnet 60 Cent. Viel von der Stadt habe ich bis jetzt noch nicht gesehen, aber am Wochenende bin ich bereits an den Strand gefahren und auch an den Fluss am Stadtrand. Um zum n\u00e4chsten Strand zu kommen, muss man Barranquilla verlassen und etwas weiter in den Westen nach Puerto Colombia fahren. Hier war ich auch das erste mal im warmen karibischen Meer schwimmen \u2013 definitiv eine besondere Erfahrung!<\/p>\n<p>So! Das war auch schon ein Gro\u00dfteil von allem was ich bisher erlebt habe, nat\u00fcrlich immer noch stark zusammengefasst. Auf viele Dinge w\u00fcrde ich gerne noch genauer eingehen und manches habe ich auch noch \u00fcberhaupt nicht erw\u00e4hnt. Es gibt also schon jetzt genug Stoff f\u00fcr viele weitere Beitr\u00e4ge! Morgen (beziehungsweise heute) werde ich f\u00fcr das Wochenende nach Cartagena fahren, einer ber\u00fchmten und historischen Hafenstadt. Auch von dort wird es bestimmt einiges zu berichten geben! Von daher: Stay tuned!<\/p>\n<p>Danke, dass ihr bis hierhin gelesen habt und bis bald aus Kolumbien!<br \/>\nEuer Nico<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Buenos d\u00edas! 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