{"id":148,"date":"2024-03-16T22:01:39","date_gmt":"2024-03-16T21:01:39","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/lllublin\/?p=148"},"modified":"2024-03-16T22:03:57","modified_gmt":"2024-03-16T21:03:57","slug":"148","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/lllublin\/2024\/03\/16\/148\/","title":{"rendered":"Abschieds-,Freuden-,Dankestr\u00e4nen- Tsch\u00fcss Lublin !"},"content":{"rendered":"<p>Ich bin jetzt seit ein paar Wochen zur\u00fcck und freue mich tats\u00e4chlich sehr dar\u00fcber. Um das Kapitel Polen abzuschlie\u00dfen, fehlt diesem Blog aber noch ein sch\u00f6ner Abschiedsbeitrag. Leider habe ich viel weniger geschrieben, als ich mir vorgenommen habe (ihr solltet meine Entw\u00fcrfe sehen), aber Spa\u00df am Schreiben hatte ich trotzdem und ihr hoffentlich auch ein wenig Spa\u00df am Lesen. <\/p>\n<p>Meine Zeit in Lublin hat ein Ende genommen und endlich wieder in der Gro\u00dfstadt zu sein, macht mich wirklich happy. Denn obwohl ich kulturweit immer wieder machen w\u00fcrde, war nat\u00fcrlich nicht immer alles Sonnenschein und Regenb\u00f6gen. Aber gerade die nicht so sch\u00f6nen Momente sind die, aus denen ich am meisten mitnehme und an denen ich am meisten wachsen konnte. Und daf\u00fcr bin ich dankbar. Vermissen werde ich diese Momente aber nicht. <\/p>\n<p><strong>Hier also erstmal eine kurze Liste von Dingen, die ich absolut nicht vermissen werde:<\/strong><\/p>\n<p>1. Meine Mitbewohnerin, von der ich bis heute nicht wei\u00df, wie sie eigentlich hei\u00dft. Vermutlich habe ich den Security von Lidl \u00f6fter gesehen als sie.<br \/>\n2. In einem Raum voller 18-J\u00e4hriger potenzieller Freunde zu stehen und dann zu merken, dass man sie unterrichten muss.<br \/>\n3. Keine einzige Person in der Stadt als Freund*in zu bezeichnen.<br \/>\n4. Mich \u00fcber den 2. Weltkrieg zu unterhalten.<br \/>\n5. Verzweifelt nach Worten zu ringen, weil der Gegen\u00fcber nur Polnisch spricht.<br \/>\n6. Von Typen auf der Stra\u00dfe angebaggert zu werden und jedes Mal erkl\u00e4ren zu m\u00fcssen, dass ich nicht aus der Ukraine bin.<\/p>\n<p>Auch wenn ich mich in meiner Stadt also bis zum Schluss wie ein Langzeittourist gef\u00fchlt habe, war es trotzdem 6 Monate mein Zuhause. Ein Widerspruch, ich wei\u00df. <strong>Aber deshalb gibt es jetzt auch die Liste von Dingen, die ich ab und zu schon vermissen werde:<\/strong><\/p>\n<p>1. Meine Schule, Lehrer und Sch\u00fcler, die immer ihr Bestes gegeben haben, damit ich mich wohl f\u00fchle<br \/>\n2. Meine Wohnung, die wirklich wundersch\u00f6n und super s\u00fc\u00df war.<br \/>\n3. Die M\u00f6glichkeit zu haben immer und \u00fcberall mit Karte zu zahlen!!!<br \/>\n4. Blinkende Ampeln, damit man wei\u00df dass es gleich rot wird (Panikfaktor = 0)<br \/>\n5. Fast in jedem Supermarkt Kassen zum Selberzahlen zu nutzen.<br \/>\n6. Durch Polen zu reisen und andere Freiwillige zu besuchen.<br \/>\n7. Zu unterrichten.<br \/>\n8. Den Verkehrslotsen vor der Schule (manchmal hat er auch mich \u00fcber die Stra\u00dfe gelotst)<br \/>\n9. Cebularz zu essen.<br \/>\n10. Leuten von Berlin vorzuschw\u00e4rmen ohne schr\u00e4g angeschaut zu werden.<\/p>\n<p>Alles in allem hat sich die Zeit also gelohnt. Durch interessante Gespr\u00e4che habe ich einen Studiengang gefunden, der mich begeistert, ich habe tolle Freundschaften geschlossen und inspirierende Geschichten geh\u00f6rt. Au\u00dferdem habe ich gelernt, mein Zuhause zu sch\u00e4tzen und zu vermissen, herausgefunden, dass ich nicht gerne alleine wohne und die Erfahrung gemacht zu unterrichten. Ganz wichtig sind aber die Dinge, die ich \u00fcber Polen, die Kultur und die Menschen lernen durfte. Diese Erfahrung kann ich jetzt mit anderen teilen und so hoffentlich mit einigen Vorurteilen brechen. Meinen neu entdeckten Podcast \u00fcber polnische Politik h\u00f6re ich auch weiterhin und mal sehen&#8230;die Sprache \u00fcbe ich vielleicht auch nochmal. Wer jetzt seine n\u00e4chste Reise plant, sollte Polen \u00fcbrigens mal in Betracht ziehen. Sch\u00f6n ist es da n\u00e4mlich schon. Und wer sich \u00fcber zu schweres Gep\u00e4ck im Zug sorgt, dem kann ich aus eigener Erfahrung versichern, dass es immer einen netten Herren geben wird, der einem gerne damit hilft. (ein gro\u00dfes Danke an der Stelle). <\/p>\n<p>Das ist jetzt also das Ende. Danke an alle, an jeden und alles. Und falls sich jemand mal nach Lublin verirrt, freue ich mich \u00fcber eine kleine Nachricht und gebe gerne Empfehlungen, die es nicht in diesen Blog geschafft haben.<\/p>\n<p>Und damit jetzt endlich goodbye \ud83d\ude09 <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich bin jetzt seit ein paar Wochen zur\u00fcck und freue mich tats\u00e4chlich sehr dar\u00fcber. Um das Kapitel Polen abzuschlie\u00dfen, fehlt diesem Blog aber noch ein sch\u00f6ner Abschiedsbeitrag. 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