{"id":172,"date":"2016-11-16T20:12:46","date_gmt":"2016-11-16T19:12:46","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/lichterkettenmusik\/?p=172"},"modified":"2016-11-16T20:12:46","modified_gmt":"2016-11-16T19:12:46","slug":"phase-eins-und-zwei-von-himmelhoch-jauchzend-zu-zum-tode-betruebt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/lichterkettenmusik\/2016\/11\/16\/phase-eins-und-zwei-von-himmelhoch-jauchzend-zu-zum-tode-betruebt\/","title":{"rendered":"Phase eins und zwei: Von \u201ehimmelhoch jauchzend\u201c zu \u201ezum Tode betr\u00fcbt\u201c"},"content":{"rendered":"<p><em><u>Zur Erkl&auml;rung:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <\/u><\/em>Ich wei&szlig; gar nicht in welchen Zusammenh&auml;ngen ich schon alles &bdquo;Die f&uuml;nf Phasen &hellip;. &bdquo; geh&ouml;rt habe. Am wohl bekanntesten &bdquo;Die f&uuml;nf Phasen der Trauer&ldquo;. Und wie war das da nochmal? Phase 1: Das Leugnen, Phase 2: Der Zorn, Phase 3: Das Verhandeln, Phase 4: Die Depression, Phase 5: Die Akzeptanz<\/p>\n<p>Aber keine Sorge. Ich habe nicht vor meinen Auslandsaufenthalt mit einer Trauerbew&auml;ltigung zu vergleichen. Also jeden Falls nicht direkt. Aber auch mir sind verschiedene Zust&auml;nde meines Empfindens &uuml;ber meine Zeit hier im Einsatzland aufgefallen. Und ich glaube, auch wenn ich noch nicht alle &bdquo;Zust&auml;nde&ldquo; &bdquo;&uuml;berwunden&ldquo; habe, kann man es in verschiedene Phasen zusammenfassen. In jeder Phase stehen andere Empfindungen &uuml;ber &auml;hnliche Ereignisse im Vordergrund. &nbsp;<\/p>\n<p><em><u>Phase 1: Die Euphorie des Unbekannten.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;&nbsp; <\/u><\/em>Am Anfang zum Beispiel war ich total begeistert. Von jeder Kleinigkeit. Davon, dass ich zum Einkaufen immer 15-30 Minuten zum Supermarkt laufen darf. Davon, dass hier bei jeder Gelegenheit Kaffee getrunken wird. Davon, dass mal das Leben hier genie&szlig;t und alles so unendlich gelassen angeht. Davon, dass ich immer f&uuml;r mich selbst und alleine kochen kann. Davon, dass ich &uuml;ber einer Bar wohne und nur runter gehen brauche, wenn ich einen Kaffee trinken m&ouml;chte. Davon, dass \u010crnomelj so d&ouml;rflich und klein ist und ich den Kontrast zu einer Studentenstadt erleben kann.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ich glaube, in den ersten drei bis vier Wochen, hat man mich nur euphorisch berichten geh&ouml;rt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em><u>Phase 2: Die Melancholie der allt&auml;glichen Realit&auml;t&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <\/u><\/em>Mittlerweile bin ich an einem Punkt angekommen, an dem ich es mehr als nur nervig finde, die ganzen Lebensmittel so lange nach Hause tragen zu m&uuml;ssen. Und das liegt nur teilweise, an den niedrigen Temperaturen oder dem viel zu lange andauernden Regen. Es nervt mich, dass man hier und da mal eben einen Kaffee trinken geht, anstatt mit der Arbeit weiter zu machen. Es ist anstrengend sich jeden Tag aufs Neue zu &uuml;berlegen, was man zu Mittag essen m&ouml;chte und die entsprechenden Sachen einzukaufen. Es ist laut &uuml;ber einer Bar zu wohnen, egal ob abends unter der Woche um 23 Uhr, oder am Sonntagmorgen um sieben Uhr. Es ist etwas einsam, weil \u010crnomelj so klein ist, die Sch&uuml;ler viel lernen m&uuml;ssen und die Bus- und Bahnverbindungen auch nicht wirklich gut ausgebaut sind.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Als ich dann letztes Wochenende mit meiner Schwester geskypt habe, habe ich gut 30 Minuten gejammert, wie sehr mich die jeweiligen Sachen nerven oder st&ouml;ren. Da ist mir mehr als deutlich geworden, dass ich zu Hause vermisse. Und dass, ist man erstmal &uuml;ber die Euphorie am Anfang hinweg, der Umzug von zu Haus in ein fremdes Land gar nicht so einfach ist. Auch wenn zeitlich begrenz, ist es ein Auszug von zu Hause. Und das bringt sowohl all die Freiheiten, die man mit 19 unbedingt haben will mit sich, aber eben auch all die Verantwortungen und neuen Situationen, denen man mit 19 wahrscheinlich noch nicht genug gewachsen ist. Andererseits, wann bitte ist man diesen gewachsen? Ich glaube da muss man einfach ins kalte Wasser springen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zur Erkl&auml;rung:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ich wei&szlig; gar nicht in welchen Zusammenh&auml;ngen ich schon alles &bdquo;Die f&uuml;nf Phasen &hellip;. &bdquo; geh&ouml;rt habe. Am wohl bekanntesten &bdquo;Die f&uuml;nf Phasen der Trauer&ldquo;. Und wie war das da nochmal? 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