the future is uncertain

Ich schreibe nun meinen ersten Blogeintrag genau 32 Tage bevor ich zum Vorbereitungsseminar in der Nähe von Berlin antrete, während ich im Pyjama auf meinem Bett sitze und das selbe Lied ‚on repeat‘ zum 26. Mal höre (winter bear- kim taehyung). Gibt es hier Regeln? Sind Anglizismen erlaubt oder verflucht? Wird sich das überhaupt jemand durchlesen?

Nun ja, darum geht’s hier ja nicht. Ich habe in den letzten Tagen gemerkt, wie mein Kopf immer mehr und mehr zu einem kulturweit-Stress-Vorfreude-Wirrwarr wird. Der langersehnte Freiwilligendienst in einem (Spanisch-sprachigen) Land Südamerikas! Genau, wie ich es mir immer erhofft hatte. Was sonst immer meilenweit und monatelang vom Jetzt entfernt schien, wird nun in weniger als zwei Monaten meine Realität. Und während ich die letzten Monate nur voller Vorfreude und Neugier auf diese Zeit geblickt habe, packt mich jetzt die Angst. Wird mein Visum passend ankommen? Werde ich meine brüchigen Spanisch-Kenntnisse aus der Schule noch rechtzeitig rauskramen können? Werde ich meine Vorgesetzten und Ansprechpartner an der Schule trotz meiner gewissen Unerfahrenheit befriedigen können oder werde ich für immer als eine Enttäuschung in Erinnerung bleiben? Mache ich mir zu viele Gedanken? Diese letzte Frage ist die einzige, die ich momentan beantworten kann: definitvamente.

Nun muss ich wahrscheinlich gar nicht mehr erläutern, warum ich mich gerade jetzt entschieden habe, diesen Blog zu starten. Meine Gedanken sorgen momentan lediglich für über-pessimistische Horrorszenarien oder impulsive Gefühlsausbrüche. In gewisser Weise halten Sie mich gefangen und davon ab, mich den positiven Visionen und Vorbereitungen zu widmen. Deshalb lasse ich sie von nun an frei. Ob es am schlausten ist, dies auf einer öffentlichen Plattform zu tun, auf die theoretisch jeder Zugriff haben könnte, sei mal dahingestellt. Klar ist jedoch, dass es mir helfen soll. Und vielleicht wird es auch dem ein oder anderen Kraft geben, dem es ähnlich geht. Wir müssen nicht immer stark und bis auf’s letzte Bisschen vorbereitet sein. Es gibt Momente (oder Phasen), in denen wir einfach überfordert sind, doch das ist okay. Das muss nicht bedeuten, dass wir das bevorstehende nicht dennoch genauso gut meistern können, wie manch‘ anderer. Letztlich kann es nur bereichernd sein, negative Impulse und Energien rauszulassen, um Platz für Kraft schöpfende Dinge zu machen.

Außerdem ist es doch vollkommen normal, ein wenig Angst zu haben, wenn einem ein ganzes Jahr voller Ungewissheit bevorsteht… richtig? Wir schaffen das schon.

Oh, und willkommen zu meinem Blog. 🙂

-Lia

Ein Kommentar

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