Das Ende meiner Zeit in Pinsk

Liebe Familie, Freunde und wer sonst noch alles diesen Blog liest,

mit diesem Eintrag möchte ich einen abschließenden Blick auf meine leider viel zu kurze Zeit in Belarus werfen.

Während meines Aufenthalts in Pinsk habe ich am Gymnasium Nr.2 gearbeitet und die dortigen Lehrer/innen dabei unterstützt, den Kindern und Jugendlichen die deutsche Sprache beizubringen. Des Weiteren habe ich einmal pro Woche den Club „Pinsk spricht Deutsch“ in der lokalen Bücherei unterstützt. In diesem Club treffen sich Erwachsene und Jugendliche, um gemeinsam Deutsch zu lernen und um sich über Deutschland auszutauschen. Ein paarmal war ich in Minsk zu Fortbildungen für uns FSJler.

Unglücklicherweise habe ich nach einigen Wochen gemerkt, dass ich sehr schwer mit der Situation umgehen, kann, alleine in einer Wohnung zu leben, und dass es mir zudem sehr große Probleme bereitet, wenn ich außerhalb meiner Arbeitsstelle eigentlich kaum direkte soziale Kontakte habe.

Ich habe dann in den folgenden Wochen versucht, mich in meiner neuen Situation zurechtzufinden und mir, außerhalb meiner Dienste in der Schule, Ablenkungen im Alltag zu suchen, um weniger Zeit alleine in meiner Wohnung zu verbringen. Als sich aber nach einiger Zeit keine wirkliche Besserung einstellte und es für meine Wohnsituation trotz aller Bemühungen keine andere Lösung gab, habe ich schweren Herzens die Entscheidung getroffen, mein FSJ in Belarus vorzeitig zu beenden und nach Deutschland zurückzukehren.

Nachdem ich nun knapp einen Monat wieder in Frankfurt verbracht habe, bin ich immer noch der Ansicht, dass es für mich die richtige Entscheidung war.

Nun werde ich in Frankfurt im Januar ein neues FSJ in einer Kindertagesstätte/Schülerladen beginnen und kann so trotzdem noch wertvolle Erfahrungen bei der Betreuung von Kindern machen. Nur eben anders als geplant …

Abschließend möchte ich allen danken, die mich in Belarus direkt, aber auch von zu Hause übers Telefon in der schwierigen Zeit unterstützt haben. Vor allem meiner Betreuerin in Pinsk, Marina, und einem der Deutschlehrer, Herrn Czewinski Allen anderen FSJlern in Belarus – Eva, Antonia, Jonas, Klara, Elisabeth und Frederik – wünsche ich dort viel Glück und hoffe, wir bleiben in Kontakt.

Euer Leon

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