{"id":41,"date":"2013-10-31T16:02:57","date_gmt":"2013-10-31T15:02:57","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/laurasabenteuer\/?p=41"},"modified":"2013-11-03T16:50:32","modified_gmt":"2013-11-03T15:50:32","slug":"ein-erstes-resume","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/laurasabenteuer\/2013\/10\/31\/ein-erstes-resume\/","title":{"rendered":"Ein erstes R\u00e9sum\u00e9"},"content":{"rendered":"<p>Nun bin ich seit \u00fcber 6 Wochen in Kasachstan (unglaublich, wie die Zeit vergeht!) und seit knapp 4 Wochen in Astana. Es wird Zeit f\u00fcr eine kurze Zwischenbilanz \ud83d\ude09<\/p>\n<p>In diesem Eintrag werde ich weniger von meinen letzten Tagen berichten, sondern von meinen allgemeinen Eindr\u00fccken von Land und Leuten.<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst werde ich versuchen zu schildern, was mich an Kasachstan so sehr beeindruckt und fasziniert, seit ich hier bin.<\/p>\n<p>Was Kasachstan ein unheimlich sehenswertes Land macht, ist zun\u00e4chst einmal die beeindruckende Natur. In Almaty ist der Blick \u00fcber die Stadt mit den Bergen hinter der &#8222;Skyline&#8220; einfach unbeschreiblich sch\u00f6n. F\u00e4hrt man mit dem Zug einmal quer durchs Land, ist man umgeben von Steppen- und W\u00fcstenlandschaft. Weit und breit ist nichts zu sehen, einfach nur unber\u00fchrte Natur. Hier im Norden ist es weniger h\u00fcgelig und gr\u00fcn, da in diesem Teil des Landes die Steppe vorherrscht. Damit komme ich aber zu einem weiteren Punkt, weswegen man Kasachstan unbedingt einmal besucht haben sollte: die gro\u00dfen St\u00e4dte Astana und Almaty. Es ist beeindruckend, was hier innerhalb weniger Jahre geleistet wurde. Astana ist eine unglaublich moderne Stadt, die Geb\u00e4ude sind einfach faszinierend. Man bekommt hier so gut wie alles, was man in Deutschland auch bekommen kann. Ich wohne am linken Ufer der Stadt, ziemlich zentral. Ich kann unglaublich viele Sachen zu Fu\u00df erreichen &#8211; zwei gro\u00dfe Einkaufszentren, in denen man shoppen oder einfach nur einen Kaffee trinken kann, die Anlage &#8222;Duman&#8220;, in der man viele Freizeitaktivit\u00e4ten wie Tanzen oder Bowlen nachgehen kann und das Theater der Stadt, das erst in diesem Jahr er\u00f6ffnet wurde. Au\u00dferdem noch zahlreiche Restaurants und Sehensw\u00fcrdigkeiten, wie die gr\u00f6\u00dfte Moschee Kasachstans, die &#8222;Nur-Astana-Moschee&#8220; und den ber\u00fchmten Bajterek Turm &#8211; nur um einige Beispiele zu nennen.<\/p>\n<p>Ein weiterer positiver Punkt ist das g\u00fcnstige Fortbewegen in der Stadt. Mit offiziellen Taxis muss man nicht fahren, man stellt sich einfach an den Stra\u00dfenrand und eine wildfremde Person h\u00e4lt an und entscheidet dann, ob er die Person mitnehmen kann, weil er ohnehin gerade in die Richtung f\u00e4hrt oder eben auch nicht. Am Anfang gew\u00f6hnungsbed\u00fcrftig f\u00fcr mich und allein w\u00fcrde ich mich wohl so gerade als jemand, der die Sprache nicht spricht, nicht fortbewegen, aber sobald man in Kleingruppen unterwegs ist, ist es durchaus praktisch und g\u00fcnstig. Auch die Busse sind hier super g\u00fcnstig. Eine Fahrt kostet umgerechnet etwa 30 Cent und die Busse sind nicht dreckiger als mitten in Berlin.<\/p>\n<p>Dann liebe ich die kasachische Essenskultur &#8211; zugegeben mit einigen Einschr\u00e4nkungen. Zweimal am Tag Fleisch essen ist mir eindeutig zu viel. Das Essen schmeckt jedoch sehr gut, auch wenn es noch &#8222;schwerer&#8220; ist als das deutsche. Es wird sehr viel mit Fleisch, Kartoffeln und Nudeln gekocht. Gem\u00fcse und gr\u00fcne Salate gibt es wenig bis gar nicht, h\u00f6chstens in den &#8222;internationalen&#8220; Kantinen. Am Dienstag habe ich seit 6 Wochen das erste Mal wieder einen gr\u00fcnen Salat in einem Cafe gegessen! Was man den Kasachen auf jeden Fall zugute halten muss, ist, dass sie so gut wie alles selbst machen. Fertiggerichte gibt es nicht, diese kann man auch nur in einigen Superm\u00e4rkten bekommen, es ist alles frisch und das schmeckt man auch. Au\u00dferdem haben sie nicht so eine Wegwerfmentalit\u00e4t wie die Deutschen, was Lebensmittel angeht. In den Superm\u00e4rkten bekommt man auch Obst und Gem\u00fcse, das schon ein paar braune Flecke oder Dellen hat und auch zuhause wird nicht sofort alles entsorgt, was \u00e4lter als einen Tag ist. Sie gehen eindeutig bewusster mit ihren Lebensmitteln um!<\/p>\n<p>Das beste kommt ja bekanntlich immer zum Schluss und so ist es auch diesmal.<br \/>\nWas den Besuch Kasachstans am attraktivsten macht, sind: die Menschen hier! Kasachen sind unheimlich gastfreundlich und warmherzig. Ich habe mir hier erkl\u00e4ren lassen, dass dies daran liegt, dass das kasachische Volk fr\u00fcher als Nomaden durch das Land gezogen ist und sich dort auch immer alle untereinander helfen mussten. Dieses Bed\u00fcrfnis ist ihnen scheinbar bis heute geblieben. Alle sind unglaublich hilfsbereit und offen. Wenn die Angestellten im Supermarkt oder der Apotheke merken, dass man kein Russisch spricht, versuchen sie meist durch Zeichensprache oder wenige englische W\u00f6rter Dinge zu erkl\u00e4ren, damit man es als Ausl\u00e4nder trotzdem versteht. Au\u00dferdem sind die meisten von ihnen sehr authentische Personen, die sich wirklich f\u00fcr ihr Gegen\u00fcber interessieren. Man hat das Gef\u00fchl, dass Dinge wie Freundschaft und Lob wirklich von Herzen kommen. Man f\u00fchlt sich sofort geborgen &#8211; auch, wenn man die Sprache nicht versteht. Sie sind sehr freundlich und zeigen viel Respekt ihren Mitmenschen gegen\u00fcber.<\/p>\n<p>Vielleicht habe ich den einen oder anderen ja davon \u00fcberzeugen k\u00f6nnen, Kasachstan auch mal einen Besuch abzustatten &#8211; es lohnt sich wirklich! Und wenn ihr im Winter vorbeischauen wollt, fahrt lieber in den S\u00fcden des Landes. Dort ist es nicht ganz so kalt und ihr k\u00f6nnt im Gebirge wunderbar Skifahren!<\/p>\n<p>Bis zum n\u00e4chsten Mal<\/p>\n<p>Laura \ud83d\ude42<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nun bin ich seit \u00fcber 6 Wochen in Kasachstan (unglaublich, wie die Zeit vergeht!) und seit knapp 4 Wochen in Astana. 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