{"id":84,"date":"2018-04-27T17:22:03","date_gmt":"2018-04-27T15:22:03","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/laurainghana\/?p=84"},"modified":"2018-04-27T17:22:03","modified_gmt":"2018-04-27T15:22:03","slug":"sowas-wie-alltag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/laurainghana\/2018\/04\/27\/sowas-wie-alltag\/","title":{"rendered":"Sowas wie Alltag"},"content":{"rendered":"<p>Man fragt sich, warum so wenig auf so einem Blog geschrieben wird? Naja, die Antwort ist ganz einfach: der Alltag hat mich erreicht.<\/p>\n<p>Mein Tag beginnt fr\u00fcher, als er es damals in Siegen. Von meiner WG zum Bahnhof und zum WDR brauchte ich mal gerade 10 Minuten zu Fu\u00df und selbst Verschlafen war kein Problem. Hier kann ich mir 5 Minuten l\u00e4nger im Bett quasi nicht erlauben. Zur Arbeit nehme ich fast jeden Tag das Trotro &#8211; ein Kleinbus, oder eher Van, mit einem Mate und einem Fahrer. Schreit der Mate &#8222;Madina, Madina&#8220; hei\u00dft es f\u00fcr mich einsteigen und los. Es gibt keine feste Abfahrtszeit, aber gegen 8 Uhr kriege ich immer ein Trotro. Je nach Verkehr dauert die Fahrt zwischen 20 und 45 Minuten, danach laufe ich noch 10 Minuten, bis ich bei der DW Akademie angekommen bin.<\/p>\n<p>Dort machen ich fast nur B\u00fcroarbeit. Ich schreibe E-Mails, recherchiere und arbeite auf Zuruf. Mir gef\u00e4llt die Arbeit hier, denn ich finde es unglaublich interessant, wie man den ghanaischen Medien bei der Entwicklung helfen soll.<\/p>\n<p>Zu meinem Alltag geh\u00f6rt auch Lautst\u00e4rke. Angefangen von meinem lauten Ventilator (Bei 32 Grad kann man den schon mal an haben), \u00fcber die lauten Gespr\u00e4che auf der Stra\u00dfe, bis zu dem Stra\u00dfenl\u00e4rm allgemein. Taxifahrer hupen uns an. Sie signalisieren uns, dass sie frei sind. Sie signalisieren uns, dass wir ihnen im Weg sind. Oder sie signalisieren uns, dass sie als Erstes \u00fcber die Kreuzung fahren m\u00f6chten. Manchmal habe ich das Gef\u00fchl sie hupen einfach so. Es ist ein einziges Hupkonzert auf den Stra\u00dfen Ghanas. Stra\u00dfenh\u00e4ndler sprechen einen an, die Trotro-Fahrer bewerben ihre Richtung. Accra ist laut und das st\u00f6rt mich manchmal. Dass ich mich daran gew\u00f6hne, merke ich aber auch daran, dass ich mich nicht mehr bei jedem Hupen umdrehe.<\/p>\n<p>Nach 8 Stunden Arbeit verschl\u00e4gt es mich nach Hause. Manchmal gehen wir noch gemeinsam Essen, manchmal einen Kaffee trinken, manchmal nur kurz einkaufen. Ganz oft sitzen wir auch einfach nur in unserem Wohnzimmer. Selbst der w\u00f6chentliche Twi-Sprachkurs ist schon zur Routine geworden. Eine Routine, die mir gef\u00e4llt, auch wenn ich Twi in manchen F\u00e4llen kompliziert finde.<\/p>\n<p>Zu meinem Alltag hier geh\u00f6rt aber auch das Reisen am Wochenende. Um dem L\u00e4rm Accras zu entfliehen, versuchen wir so oft wie m\u00f6glich die Stadt zu verlassen. Versteht mich nicht falsch, ich mag Accra, ich find das Leben hier aufregend. Aber manchmal ist Ruhe auch nicht so verkehrt. Also fahren wir an die nahegelegenden Str\u00e4nde, erkunden die Umgebung. Oder wenn uns doch nach etwas Aufregung ist, besuchen wir die vielen verschiedenen M\u00e4rkte in der Umgebung. Durch diese permanente Besch\u00e4ftigung habe ich auch das Gef\u00fchl, dass die Zeit hier fliegt. Immerhin ist schon Ende April und der Mai ist vollgepackt mit Arbeit. Der World Press Freedom Day findet in Accra statt, wir haben einen weiteren Workshop mit GCRN und Ende Mai geht es schon nach Namibia zum Zwischenseminar &#8211; und damit zu meiner pers\u00f6nlichen kulturweit-Halbzeit.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Man fragt sich, warum so wenig auf so einem Blog geschrieben wird? Naja, die Antwort ist ganz einfach: der Alltag hat mich erreicht. 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