{"id":154,"date":"2018-07-23T16:04:44","date_gmt":"2018-07-23T14:04:44","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/laurainghana\/?p=154"},"modified":"2018-07-23T16:04:44","modified_gmt":"2018-07-23T14:04:44","slug":"die-unendliche-geschichte-des-ghana-visums","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/laurainghana\/2018\/07\/23\/die-unendliche-geschichte-des-ghana-visums\/","title":{"rendered":"Die unendliche Geschichte des Ghana-Visums"},"content":{"rendered":"<p>Ich hatte Ende April schon von meiner ersten Visumsverl\u00e4ngerung und der damit verbundenen Reise nach Lom\u00e9 in Togo berichtet. Die komplexe Geschichte rundum das Ghana-Visum kann einem teilweise den letzten Nerv rauben. Und nach knappen f\u00fcnf Monaten kann ich stolz sagen &#8211; ich habe die unendliche Geschichte des Visums f\u00fcr Ghana endlich verstanden.<\/p>\n<p>Kulturweit sagte uns, wir sollen ein Visum f\u00fcr sechs Monate beantragen. Bei einem sechsmonatigen Auslandsaufenthalt macht das nat\u00fcrlich nur Sinn. Mehrmalige Einreise bitte dazu, wir werden das Land ja nach drei Monaten f\u00fcr unser Zwischenseminar verlassen m\u00fcssen. Gesagt, getan. 180 Tage Visum beantragt, mit mehrmaliger Einreise und einen Batzen Geld daf\u00fcr gezahlt. Und jetzt, nach knapp f\u00fcnf Monaten im Land, erfahre ich dann erst, dass mein Visum gar nicht f\u00fcr 180 Tage Aufenthalt im Land g\u00fcltig ist. Ich bin vor Einreise weder aus den Informationen der Botschaft, noch aus irgendwelchen anderen Seiten schlau geworden. Gef\u00fchlt nirgendwo wird das Visum erkl\u00e4rt, es ist alles try and error. Wie so vieles in Ghana.<\/p>\n<p>Ich bin also mit dem Gedanken in dieses wirklich wundersch\u00f6ne Land eingereist, dass ich ab Einreise auch 180 Tage im Land bleiben darf. Der Immigration Service am Flughafen machte mir da schon direkt einen Strich durch die Rechnung und verk\u00fcrzte mein Visum auf 60 Tage. Um eine teure Verl\u00e4ngerung beim Immigration Service zu umgehen, bin ich also nach Togo gereist und einen Tag sp\u00e4ter wieder eingereist, inklusive neuem 60-Tage-Stempel im Pass. Nach meinem Zwischenseminar in Namibia war es das gleiche Spiel, ich bekam einen neuen Stempel, der f\u00fcr 60 Tage g\u00fcltig war. Bis Anfang August h\u00e4tte ich also safe im Land bleiben k\u00f6nnen und einfach den Stempel durch eine erneute Reise nach Togo erneuern k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Nur ist mein Visum nicht f\u00fcr die Dauer des Aufenthalts ab Einreise g\u00fcltig. Mein Visum ist ab Ausstellungsdatum in Berlin g\u00fcltig. Ab dem Moment durfte ich 180 Tage ein- und ausreisen, wie ich lustig bin. H\u00e4tte ich nach 170 Tagen Aufenthalt einen neuen Stempel in meinen Pass bekommen, h\u00e4tte ich die G\u00fcltigkeitsdauer noch in Ghana bleiben d\u00fcrfen &#8211; ich h\u00e4tte nur nicht wieder einreisen d\u00fcrfen. H\u00e4tte ich mein Visum also schon Anfang Januar beantragt, wie ich es eigentlich geplant hatte, h\u00e4tte ich nur bis Anfang Juli st\u00e4ndig ein- und ausreisen d\u00fcrfen. Und ich h\u00e4tte teures Geld beim Immigration Service zahlen m\u00fcssen, damit ich auch bis Ende August bleiben darf. Diese Information h\u00e4tte ich nat\u00fcrlich schon gerne bei der Planung meines Aufenthaltes gehabt. Es h\u00e4tte die komplette Planung um einiges leichter und die Visumsbeantragung deutlich g\u00fcnstiger machen k\u00f6nnen. Mir hatte ein Einreisevisum bis kurz nach dem Zwischenseminar gereicht (f\u00fcr knapp die H\u00e4lfte des Geldes) &#8211; eine Verl\u00e4ngerung w\u00e4re dazu gekommen. Warum gibt man Reisenden in das Land dann also nicht diese Information? Vermutlich erhoffen sich die Beh\u00f6rden, dass die dadurch mehr Geld eintreiben k\u00f6nnen. Schmiergeld an der Grenze f\u00fcr ein neues Visum? Gar kein Problem. Sowas wird gerne gemacht. Vor allem, wenn die Reisenden sich nicht anders zu helfen wissen, weil ihnen niemand gesagt hat, dass ihr Visum im Pass nicht f\u00fcr ihre Aufenthaltsdauer ab Einreise g\u00fcltig ist.<\/p>\n<p>Ich hatte Gl\u00fcck. Ich musste mein Visum aus Organisationsgr\u00fcnden recht sp\u00e4t beantragen. Es war teuer, aber ich habe auch keine Probleme hier bekommen. Ich konnte erneut entspannt nach Lom\u00e9 reisen und in die entspannte Atmosph\u00e4re der Hauptstadt Togos eintauchen. Ein Trip, der sich immer wieder lohnt. Aber die unendliche Geschichte des Ghana-Visums macht es trotzdem nicht einfacher.<\/p>\n<figure id=\"attachment_158\" aria-describedby=\"caption-attachment-158\" style=\"width: 479px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/laurainghana\/files\/2018\/07\/IMG_3755.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-158\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/laurainghana\/files\/2018\/07\/IMG_3755-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"479\" height=\"359\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/laurainghana\/files\/2018\/07\/IMG_3755-300x225.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/laurainghana\/files\/2018\/07\/IMG_3755-768x576.jpg 768w, https:\/\/kulturweit.blog\/laurainghana\/files\/2018\/07\/IMG_3755.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 479px) 100vw, 479px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-158\" class=\"wp-caption-text\">Zimmer with a view<\/figcaption><\/figure>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/laurainghana\/files\/2018\/07\/IMG_3758.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-159 \" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/laurainghana\/files\/2018\/07\/IMG_3758-300x400.jpg\" alt=\"\" width=\"286\" height=\"382\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/laurainghana\/files\/2018\/07\/IMG_3758-300x400.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/laurainghana\/files\/2018\/07\/IMG_3758.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 286px) 100vw, 286px\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/laurainghana\/files\/2018\/07\/IMG_3740.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-157 \" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/laurainghana\/files\/2018\/07\/IMG_3740-300x400.jpg\" alt=\"\" width=\"284\" height=\"379\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/laurainghana\/files\/2018\/07\/IMG_3740-300x400.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/laurainghana\/files\/2018\/07\/IMG_3740.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 284px) 100vw, 284px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ghana als Land ist wunderbar. Es hat wundersch\u00f6ne Orte und Str\u00e4nde au\u00dferhalb der Hektik Accras. Die Stra\u00dfen sind weniger schlimm, als ich sie zu Beginn erwartet h\u00e4tte (nur was hatte ich eigentlich erwartet?) und mit Kleinbussen und Trotros kommt man wirklich g\u00fcnstig von A nach B. Trotzdem ist in den K\u00f6pfen hier der Tourismus noch nicht wirklich angekommen. Und das sieht man vor allem an den Unverst\u00e4ndlichkeiten, bevor man \u00fcberhaupt in dieses Land reisen kann &#8211; das Visum ganz vorne mit dabei.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich hatte Ende April schon von meiner ersten Visumsverl\u00e4ngerung und der damit verbundenen Reise nach Lom\u00e9 in Togo berichtet. Die komplexe Geschichte rundum das Ghana-Visum kann einem teilweise den letzten Nerv rauben. Und nach knappen f\u00fcnf Monaten kann ich stolz sagen &#8211; ich habe die unendliche Geschichte des Visums f\u00fcr Ghana endlich verstanden. 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