{"id":15,"date":"2018-03-26T14:59:08","date_gmt":"2018-03-26T12:59:08","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/laurainghana\/?p=15"},"modified":"2018-04-05T14:34:00","modified_gmt":"2018-04-05T12:34:00","slug":"die-erste-woche-hallo-accra-hallo-neues-leben-auf-zeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/laurainghana\/2018\/03\/26\/die-erste-woche-hallo-accra-hallo-neues-leben-auf-zeit\/","title":{"rendered":"Die erste Woche &#8211; Hallo Accra, hallo neues Leben auf Zeit"},"content":{"rendered":"<p>Die letzten zwei Wochen waren hektisch, vollgeplant und ereignisreich. Deshalb kam ich auch erstmal nicht zum schreiben.<\/p>\n<p>Kaum angekommen, musste ich mich erst einmal um einige Dinge k\u00fcmmern. Eink\u00e4ufe, eine SIM Karte anschaffe, die Gegend kennenlernen. Osu ist das &#8222;hippe&#8220; Viertel Accras. Hier leben viele junge Menschen, im Ort gibt es einige Bars und Clubs. Die Oxford Street ist die Hauptverkehrsstra\u00dfe in Osu und in Reisef\u00fchrern wird sie oftmals als eines der Highlights angepriesen. F\u00fcr mich ist sie einfach eine belebte Stra\u00dfe, aber ich bin ja auch gr\u00f6\u00dfere St\u00e4dte gewohnt. So ein Tag mit Vorbereitungen kann dann auch schnell rumgehen.<\/p>\n<p>Und dann kam schon mein erster Arbeitstag. Meine Chefin Wilna sammelte mich mittags mit ihrem Fahrer ein (mein offizieller Arbeitsbeginn ist normalerweise um 9, Ghanaer scheinen dies nicht so eng zu sehen) und wir fuhren nach Ada, um dort eine Gruppe amerikanischer Studierender bei Radio Ada zu treffen. Sie besuchten einen Workshop zum Thema Leadership, den wir f\u00fcr den restlichen Tag begleiten sollten. Das Besondere bei Radio Ada ist, dass viele Frauen in F\u00fchrungspositionen sind, obwohl sie einen niedrigeren Rang als die M\u00e4nner haben. Die Gruppe Studierender sollte auch einen Einblick in die Lebensverh\u00e4ltnisse bekommen. Morgens besuchten sie Gegenden, wo die Menschen in einfachen Verh\u00e4ltnissen leben. Ein Bild konnte ich mir pers\u00f6nlich davon nicht machen &#8211; ich war ja erst ab mittags dabei. Das Kontrastprogramm fand nachmittags statt, als wir das Aqua Safari Resort besuchten. Ein Ort, in dem die &#8222;Reichen&#8220; Urlaub machen. Der Tag ging super schnell vorbei, allein schon weil die Fahrt nach Ada \u00fcber eine Stunde dauerte.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-18 alignleft\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/laurainghana\/files\/2018\/03\/IMG_1180-300x400.jpg\" alt=\"\" width=\"275\" height=\"367\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/laurainghana\/files\/2018\/03\/IMG_1180-300x400.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/laurainghana\/files\/2018\/03\/IMG_1180.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 275px) 100vw, 275px\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-20 alignright\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/laurainghana\/files\/2018\/03\/IMG_1210-300x400.jpg\" alt=\"\" width=\"279\" height=\"372\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/laurainghana\/files\/2018\/03\/IMG_1210-300x400.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/laurainghana\/files\/2018\/03\/IMG_1210.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 279px) 100vw, 279px\" \/><\/p>\n<figure id=\"attachment_19\" aria-describedby=\"caption-attachment-19\" style=\"width: 415px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-19\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/laurainghana\/files\/2018\/03\/IMG_1207-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"415\" height=\"311\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/laurainghana\/files\/2018\/03\/IMG_1207-300x225.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/laurainghana\/files\/2018\/03\/IMG_1207-768x576.jpg 768w, https:\/\/kulturweit.blog\/laurainghana\/files\/2018\/03\/IMG_1207.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 415px) 100vw, 415px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-19\" class=\"wp-caption-text\">Kleines Paradies auf Erden<\/figcaption><\/figure>\n<p>Die Stra\u00dfenverh\u00e4ltnisse in Ghana sind eher schlecht. Es gibt selten Markierungen auf der Stra\u00dfe und wenn, dann werden sie oft ignoriert. Aus einer Spur werden schnell mal zwei, aus drei Spuren k\u00f6nnen auch mal f\u00fcnf werden. Zudem gibt es sehr viele Schlagl\u00f6cher, die die Fahrer zu umfahren versuchen und dadurch oft in den Gegenverkehr geraten. Ich bin ganz froh, dass ich hier selbst kein Auto fahren soll. Und das ist auch der Grund, warum Fahrten oft etwas l\u00e4nger dauern k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Den Freitag habe ich dann frei bekommen. Bei GCRN h\u00e4tte sich niemand um mich k\u00fcmmern k\u00f6nnen, also schien das die sinnvollste L\u00f6sung. Mir gab das dann die Gelegenheit endlich mein eigenes WG-Zimmer zu beziehen.<\/p>\n<p>Und so kam auch schon mein erstes Wochenende in Accra. Zaira und ich hatten uns entschieden zum Makola Market zu fahren, um uns nach Kleinigkeiten umzusehen. Der Markt ist riesig, laut und vor allem hektisch. Und man findet so viele unterschiedliche Dinge, mit denen man gar nicht gerechnet hat. Ich habe mich schnell entschieden, dass ich mich nach Stoffen umsehen werde, damit ich mir Kleidung n\u00e4hen lassen kann. Eine kleine Ausbeute konnte ich ergattern und so war der Marktbesuch doch zufriedenstellend. Allerdings wei\u00df ich nicht, ob ich unbedingt diesen gro\u00dfen Markt noch einmal besuchen werde. Die Hektik kann auf Dauer anstrengend sein und die kleineren M\u00e4rkte in Accra sollen auch sehr sch\u00f6n sein.<\/p>\n<figure id=\"attachment_23\" aria-describedby=\"caption-attachment-23\" style=\"width: 255px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-23\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/laurainghana\/files\/2018\/03\/9646E1E4-1834-4853-BFB1-CD74AD015041-300x533.jpg\" alt=\"\" width=\"255\" height=\"453\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/laurainghana\/files\/2018\/03\/9646E1E4-1834-4853-BFB1-CD74AD015041-300x533.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/laurainghana\/files\/2018\/03\/9646E1E4-1834-4853-BFB1-CD74AD015041.jpg 576w\" sizes=\"(max-width: 255px) 100vw, 255px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-23\" class=\"wp-caption-text\">Meine kleine Stoffausbeute<\/figcaption><\/figure>\n<p>Um uns von der ganzen Samstagshektik zu erholen, entschlossen wir uns am Sonntag zum Labadi Beach zu fahren &#8211; der Stadtstrand von Accra. Er ist mal grade 10 Minuten Autofahrt von uns entfernt, dementsprechend war es eine schnelle Entscheidung dorthin zu fahren. Dort angekommen merkten wir aber auch, was es wieder hei\u00dft Wei\u00dfe in Ghana zu sein. Die Strandbarbesitzer kreisten um uns herum, jeder sprach uns an, jeder wollte, dass wir an ihre Bar kam, jeder fasste uns an, um uns mitzuziehen. Ein Barbesitzer folgte uns die komplette Zeit, als wir am Wasser lang liefen. Wir haben uns schnell daf\u00fcr entschieden, dass wir uns einfach an eine Bar setzen sollten und dann wurde es auch ruhig um uns. Wir konnten uns entspannen, die Sonne genie\u00dfen und werden \u00f6fter dorthin zur\u00fcck fahren. Immerhin wurden schon jegliche Parties der Barbesitzer beworben \ud83d\ude09<a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/laurainghana\/files\/2018\/03\/IMG_1234.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-17 aligncenter\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/laurainghana\/files\/2018\/03\/IMG_1234-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"423\" height=\"317\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/laurainghana\/files\/2018\/03\/IMG_1234-300x225.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/laurainghana\/files\/2018\/03\/IMG_1234-768x576.jpg 768w, https:\/\/kulturweit.blog\/laurainghana\/files\/2018\/03\/IMG_1234.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 423px) 100vw, 423px\" \/><\/a>Wir hatten vorher schon im Internet gelesen, dass der Strand durchaus dreckig sein kann. So dreckig, wie wir erwarten hatten, war es dann zwar nicht, es ist aber trotzdem erschreckend, wie viel Plastikm\u00fcll dort im Wasser schwimmt und am Strand abgelegen wird. Mir ist es schon oft aufgefallen, dass es kaum M\u00fclleimer gibt, in denen man seinen M\u00fcll lassen kann.<\/p>\n<figure id=\"attachment_16\" aria-describedby=\"caption-attachment-16\" style=\"width: 431px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-16\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/laurainghana\/files\/2018\/03\/IMG_1265-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"431\" height=\"323\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/laurainghana\/files\/2018\/03\/IMG_1265-300x225.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/laurainghana\/files\/2018\/03\/IMG_1265-768x576.jpg 768w, https:\/\/kulturweit.blog\/laurainghana\/files\/2018\/03\/IMG_1265.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 431px) 100vw, 431px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-16\" class=\"wp-caption-text\">Accra zeigt sich von seiner sch\u00f6nen Seite. Ich liebe Sonnenunterg\u00e4nge.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Alles in Allem war meine erste Woche in Accra sehr ereignisreich, obwohl ich nicht einmal wirklich gearbeitet hatte. Und wenn ich mir die Menschen und die Orte so angucke, werde ich mit meiner Entscheidung herzuziehen immer zufriedener.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die letzten zwei Wochen waren hektisch, vollgeplant und ereignisreich. Deshalb kam ich auch erstmal nicht zum schreiben. Kaum angekommen, musste ich mich erst einmal um einige Dinge k\u00fcmmern. Eink\u00e4ufe, eine SIM Karte anschaffe, die Gegend kennenlernen. Osu ist das &#8222;hippe&#8220; Viertel Accras. 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