Wochenrückblick #1

Die letzte Woche ging, wie im Zeitraffer vorbei. Kaum war man fertig mit der Arbeit, hat man sich auch schon wieder zum Kaffee trinken, shoppen, die Stadt erkunden, feiern, ins Museum gehen oder wandern getroffen, ehe man erschöpft , aber glücklich ins Bett gefallen ist. Um jeden Moment im Detail zu beschreiben, würde es einen ganzen Roman brauchen, weshalb ich dachte man könnte das Ganze in Stichpunkte unterteilen. Daher hier meine erste Woche in Stichpunkten:

Entdeckt: jede Straße, jede Ecke, jedes Haus …einfach alles war neu und eindrücklich für uns.
Was Neues gelernt: mittlerweile kann ich schon ein paar mongolische Grundvokabeln wie bspw. „Hallo“ ( Sain bainuu) und „Entschuldigung“ (uuchlaarai). An der Aussprache haperts leider noch ein bisschen…
Gehört: mongolischen HipHop und Techno, da wir freitags in einem Techno underground club gelandet sind.
Gestaunt: über wunderschöne Kunstwerke in der „Mongolian national art gallery“
Gesehen: den wohl kitschigsten und gleichzeitig schönsten Liebesfilm, den man zur Zeit anschauen kann – „to all the boys I loved before”. Laura hat sich zu ihrem Geburtstag einen Mädelsabend gewünscht, bei dem viel Pizza und ein Liebesfilm natürlich nicht fehlen dürfen.
Gearbeitet: die erste Woche im Goethe-Institut gearbeitet und Projekte wie z.B. das Konzept einer Schülerzeitung geplant. Ab nächster Woche darf ich dann an meiner richtigen Einsatzstelle, die 48te Schule, arbeiten. Ich bin gespannt und freue mich die Lehrer*innen und Schüler*innen kennenzulernen!
Gekauft: Instant Nudeln (echte Lebensretter, wenn man keine Zeit oder Lust hat, um richtig zu kochen) sowie Handschuhe aus einem Fairtrade Laden, der Frauen hierzulande unterstützt. Und nicht zu vergessen unseren ersten, total überforderten Einkauf für die Wohnung.
Erkundet: zusammen mit Saruul ( einem Mädchen, das ich auf der Post kennengelernt habe) eine kleine Stadttour gemacht und aus der Perspektive einer Person unseren Alters Interessantes sowie Insidertipps über Ulan Bator erfahren. Außerdem war es auch sehr bereichernd sich über unsere verschiedenen Kulturen austauschen zu können und über Gemeinsamkeiten, Unterschiede und Perspektiven zu reden.
Highlight: es gab bereits so viele Highlights innerhalb dieser ersten Woche, doch eines der interessantesten war mit Abstand der Empfang in der deutschen Botschaft, bei dem wir den Botschafter Herrn Stefan Duppel kennenlernen durften. Herr Duppel erzählte uns von seinem Alltag als Diplomat sowie über die bilateralen Beziehungen zwischen Deutschland und der Mongolei. Anschließend durften wir ihm noch Fragen stellen.
Gewandert: sind wir am Sonntag mit einer Gruppe in den Terelj Nationalpark. Es war eine sehr schöne Wanderung im Schnee bei der wir die Natur der Mongolei das erste Mal erleben durften und frische Luft schnappen konnten. Ich wurde mehr oder weniger ins kalte Wasser oder besser gesagt in den kalten Schnee geworfen, da ich keine Wanderausrüstung besaß und somit anstatt dem Essen, meine Socken über dem Lagerfeuer in der Mittagspause grillte.
Gefeiert: nachdem wir in Lauras Geburtstag in unserem Stammpub reingefeiert haben, sind wir in einen ziemlich coolen underground club feiern gegangen. Zufälligerweise sprach der Besitzer auch deutsch, da er in Dresden gelebt hat und auch sonst kam man mit vielen Leuten ins Gespräch, die eine Verbindung zu Deutschland hatten oder einfach interessiert waren.
Gegessen: so viel leckeres Essen auf einmal habe ich tatsächlich lange nicht mehr gegessen. Von chinesisch, koreanisch bis natürlich typisch mongolisch war alles dabei. Auch Pizza, als uns der ganze Fleischkonsum mal etwas zu viel wurde. Und das Beste ist, die Preise sind sehr erschwinglich, ein Restaurantbesuch (Hauptgang + Getränk) liegt zwischen 4-7€.

Bilder der Woche:

Terelj Nationalpark

Erster Schneemann

Die Wandergruppe

Pub-Stammtisch

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