Erste Eindrücke

Etwas mehr als 72 Stunden ist es mittlerweile her, seitdem ich die Passkontrolle durchquert, mein Hab & Gut für die nächsten 6 Monate, zusammengestaut in einem Koffer (wie ich das geschafft habe, weiß ich immer noch nicht) auf dem Gepäckband abgeholt habe, zum ersten Mal einen Schritt auf mongolischen Boden gesetzt und somit auch gleichzeitig die berühmt berüchtigte mongolische Kälte auf meiner Haut gespürt habe.
Nach einer herzlichen Begrüßung unserer Ansprechperson Beree sind wir ( Sylke, Norina, Leander und ich) nach Ulan Bator oder wie man es hier nennt Ulaanbaatar gefahren.
Während der Fahrt vom „Chinggis Khaan international Airport“ in das Stadtinnere staunte ich über die Landschaft, die durch wunderschöne, steppenartige Berge geprägt ist, welche das Stadtinnere umgeben. Mein erster Gedanke war, dass ich mich in einem riesigen Tal mitten in Asien befand und vergaß dabei, dass Ulan Bator mit ca. 1,5

Jurtenviert

Mio. die größte Stadt in der Mongolei ist ( ca. 3 Mio. Einwohner insgesamt). Keiner von uns konnte so richtig realisieren, dass wir nun endlich in der Mongolei waren – dem Land, um das sich in den letzten Wochen und den kommenden 6 Monaten unser Leben gedreht hat und drehen wird.
Wir fuhren vorbei an den Jurten Vierteln, umhüllt von Rauch und der morgendlichen Ruhe bis sie mit der Zeit durch große Wolkenkratzer und dem ersten Berufsverkehr ersetzt wurden und weiter bis wir uns schließlich mitten im Stadtkern und auch
schon vor unserer Wohnung befanden.
An die nächsten Stunden können sich Norina und ich kaum erinnern, da unser ermüdetes Jetlag-Ich direkt eigeschlafen ist, sobald es die zwei Sofas im Wohnzimmer gesehen hat ( UTC+7 / UTC+8 , somit 6 Std. Zeitverschiebung ).
An dem Tag ist mehr oder weniger viel passiert. Wir sind mit unserem Vermieter zu der Khoroo Sum- Verwaltung gefahren, um eine Wohnungsbescheinigung zu holen,

Sukhbaatar Platz

die wir für unser Visa brauchen und haben den Nachmittag verbracht mongolisches und chinesisches Fernsehen auszutesten ( MTV China ist sehr zu empfehlen). Anschließend wollten wir noch schnell das Nötigste für unsere Wohnung kaufen und mussten feststellen, dass sich dies doch als etwas schwieriger als gedacht erwies. Unsere Mission nur das nötigste und so billig wie möglich einzukaufen, stellte sich als echte Herausforderung heraus, da wir kein mongolisch lesen konnten und wir ständig die Preise von Tugrik in Euro umrechnen mussten ( 1€ ist ca. 2858 Tugrik ;Stand Sept.2018).
Nach einer Stunde fuhren wir schließlich mit etlichem Putzzeug, dem ein oder anderem Gut&Günstig Produkt (was hier gar nicht so günstig ist, da importiert) und einem Tetra Pak Milch, das sich später als Joghurt entpuppte, heraus.
Den Rest der 72h haben wir damit verbracht mongolisches Bier im ersten Irish Pub Mongolias zu trinken, haufenweise asiatisches essen zu verputzen, planlos durch die Stadt zu laufen und die ganzen Eindrücke auf
uns niederprasseln zu lassen,

Pfannkuchen mit Joghurt (anstatt Milch) zum Frühstück zu essen sowie eine Waschmaschine auf kyrillisch zu bedienen in der Hoffnung, dass unsere Kleidung nicht einläuft.
Jetzt bin ich erst einmal gespannt auf weitere lustige WG- Geschichten und schöne Momente mit unserer „Kulturweit- Family“ sowie meinem ersten Arbeitstag, der morgen ansteht.
Let the adventure begin…

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