{"id":58,"date":"2013-10-28T20:10:48","date_gmt":"2013-10-28T19:10:48","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/kristanbul\/?p=58"},"modified":"2013-10-28T20:10:48","modified_gmt":"2013-10-28T19:10:48","slug":"schwedisches-allerlei","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/kristanbul\/2013\/10\/28\/schwedisches-allerlei\/","title":{"rendered":"Schwedisches Allerlei"},"content":{"rendered":"<p>Ich bin umgezogen. Meine Schule hatte ja zu Beginn f\u00fcr mich im Studentenwohnheim einer nahegelegenen Uni ein Zimmer im Wohnheim organisiert. Dort war es auch wirklich sch\u00f6n, aber es gab auch einige Nachteile. Ein Grund ist der unbestimmte Status, den ich dort als Freiwillige hatte. Allgemein bin ich hier in der T\u00fcrkei als Freiwillige eine Exotin. Dann hei\u00dft es oft: &#8222;Freiwillige? Was ist das? Und warum macht man das?&#8220; Das Konzept von Freiwilligendiensten ist hier nicht so weit verbreitet und deshalb entsprechend schwer zu erkl\u00e4ren. Da ich mich im Studentenwohnheim ja immer mit Englisch durchschlagen musste, begann dann jede Unterhaltung ungef\u00e4hr so: &#8222;Ah, du bist als Erasmus-Student?&#8220;, woraufhin ich antwortet: &#8222;Nein, ich bin keine Studentin, ich bin Lehrerin.&#8220; Ich hatte mich also nun schon daran gew\u00f6hnt einfach zu sagen, dass ich Lehrerin bin, da es einfach zu kompliziert ist, immer zu erkl\u00e4ren, was genau eine Frewillige ist und was sie denn macht. &#8222;Oh, Lehrerin&#8220; kam daraufhin zur\u00fcck und die meisten Studenten wendeten sich auch gleich wieder ab. Ich schrie ihnen dann nur noch hinterher: &#8222;Aber nicht hier an der Uni, an einer Schule, hier in der N\u00e4he.&#8220; Wer es bis zu diesem Punkt der Unterhaltung ausgehalten hatte, brachte mir nur einen stutzigen Blick entgegen und sagte: &#8222;Und warum wohnst du dann hier?&#8220;<\/p>\n<p>Lange Rede kurzer Sinn: Man wohnt im Studentenwohnheim nur wenn man Student ist, alles andere passt einfach nicht ins Konzept. Und was ich damit eigentlich sagen will: Ich habe leider nach f\u00fcnf Wochen keinen wirklichen Anschluss zu den Studenten gefunden. Deswegen hat sich meine Entscheidung bei meiner lieben Kollegin einzuziehen umso mehr bekr\u00e4ftigt. Und so wohnen wir nun also seit einer Woche zusammen und es ist sehr sch\u00f6n.<\/p>\n<p>Und was macht man nat\u00fcrlich, wenn man irgendwo neu einzieht? Nat\u00fcrlich man macht einen Kurzausflug nach Schweden. Ich brauchte noch ein Bett und ich wurde auch in den schwedischen W\u00e4ldern f\u00fcndig und habe nun ein Holzbett aus Fichte in meinem Schlafzimmer stehen. Aber man geht nat\u00fcrlich nicht nur mit dem raus, was man geplant hat einzukaufen. Am Ende m\u00fchten wir uns dann noch mit diversen Kisten, einem W\u00e4schekorb, Kissen, einer Decke und vielem mehr ab. Das Bett konnte ich gl\u00fccklicherweise liefern lassen. Ich w\u00fcrde sagen, der Beutezug war erfolgreich.<\/p>\n<p>Allerdings ist dringend abzuraten in t\u00fcrkischen IKEA (ok, jetzt habe ich verraten wo wir waren) einen Hot Dog zu essen. Zun\u00e4chst einmal ist die Wurst ja nicht aus Schweinefleisch, wodurch sie schon mal eine interessante rosa F\u00e4rbung hat. Ok, damit konnte ich noch leben, aber das der &#8222;Hot Dog&#8220; dann nur aus dem Br\u00f6tchen, der Wurst und aus Ketchup und Senf bestand, konnte ich nicht akzeptieren. Ich habe nach den Gurken und den R\u00f6stzwiebeln gesucht. Aber ich konnte sie einfach nicht finden. Und so wurde der Verzehr dieses sogenannten &#8222;Hot Dogs&#8220; (Ich bin ja der Meinung diese Bezeichung sollte nicht erlaubt sein) zu einer eher trockenen Angelegenheit.<\/p>\n<p>Aber gl\u00fccklicherweise konnte ich dieses Hot Dog Trauma schnell wieder vergessen, denn mein Bett wurde direkt einen Tag sp\u00e4ter geliefert. Und das an einem Sonntag. Ja, hier in Istanbul hat eigentlich alles am Sonntag ge\u00f6ffnet. Und was l\u00e4sst sich zum Anschluss sagen? Ja ein IKEA Bett baut man in Istanbul genau so zusammen, wie in Deutschland&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich bin umgezogen. Meine Schule hatte ja zu Beginn f\u00fcr mich im Studentenwohnheim einer nahegelegenen Uni ein Zimmer im Wohnheim organisiert. Dort war es auch wirklich sch\u00f6n, aber es gab auch einige Nachteile. Ein Grund ist der unbestimmte Status, den ich dort als Freiwillige hatte. 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