{"id":529,"date":"2018-07-18T12:00:31","date_gmt":"2018-07-18T10:00:31","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/kimintirana\/?p=529"},"modified":"2018-07-17T09:06:27","modified_gmt":"2018-07-17T07:06:27","slug":"die-stadt-der-1000-fenster","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/kimintirana\/2018\/07\/18\/die-stadt-der-1000-fenster\/","title":{"rendered":"Die Stadt der 1000 Fenster"},"content":{"rendered":"<p>Eigentlich war eine \u00dcbernachtung geplant. Nach 15 Minuten im Hostel wurden es dann zwei.<\/p>\n<p>Schon auf den ersten Blick hat mir Berat unglaublich gut gefallen. Es ist ruhig, ein breiter Fluss flie\u00dft durch die kleine Stadt und egal wohin ich schaue sehe ich Berge. Und dazu die sch\u00f6nen kleinen H\u00e4user mit ihren vielen Fenstern, die sehr typisch f\u00fcr Berat sind.<\/p>\n<p>Genau in einem dieser H\u00e4user liegt auch das Hostel.<br \/>\nMir \u00f6ffnet ein ca. 80 Jahre alter albanischer Mann die T\u00fcr und begr\u00fc\u00dft mich mit einem zahnlosen Lachen. Es gibt weder einen Empfangsbereich, noch eine Rezeption und ich stehe direkt in einem Innenhof, der mit Wein berankt ist und einen sch\u00f6nen Blick auf den Fluss offenbart. <\/p>\n<p>Mir wird alles gezeigt, der Mann freut sich tierisch, dass ich ein bisschen Albanisch spreche, da er kein Englisch kann und noch mehr, als er erf\u00e4hrt, dass ich aus Deutschland komme. Von nun an bringt er immer mal wieder Deutsche Worte, an die er sich noch erinnern kann, in seinen S\u00e4tzen unter. Wenn ich ihn richtig verstanden habe, hat er mal als Deutschlehrer gearbeitet.<br \/>\nUnd er freut sich wie ein Kind, als er mir am Abend, beim Verlassen des Hostels, auf Deutsch eine gute Nacht w\u00fcnschen kann. <\/p>\n<p>Morgens bereitet seine Frau f\u00fcr alle G\u00e4ste ein typisch albanisches Fr\u00fchst\u00fcck vor, w\u00e4hrend der Sohn, der das Hostel leitet und als einziger Englisch spricht, mir eine sehr ausf\u00fchrliche Auskunft \u00fcber Aktivit\u00e4ten in und um Berat gibt.<br \/>\nAls ich mich entscheide aus der Stadt raus nach Bogova zu fahren, um eine Wanderung zu einem Wasserfall zu unternehmen, bringt er mich sogar zur Bushaltestelle.<br \/>\nDie Freundlichkeit der Menschen \u00fcberrascht mich immer wieder.<\/p>\n<p>Gut gefallen hat mir auch der Blick von der Burg hinab in die Stadt und den Sonnenuntergang hinter den Bergen. W\u00e4hrend die Sonne langsam unterging f\u00fcllte sich die breite Fu\u00dfg\u00e4ngerzone Berats mit Albanern, die ihren traditionellen Abendspaziergang gemacht haben. Viele haben sich zurecht gemacht und spazieren Hand in Hand \u00fcber die Stra\u00dfe, essen Eis, Popcorn oder gegrillte Maiskolben von einem der Stra\u00dfenverk\u00e4ufer und genie\u00dfen die angenehmen Temperaturen.<br \/>\nIch habe das Gef\u00fchl die ganze Stadt sei auf den Beinen. Am Ende der Stra\u00dfe gibt es sogar einige Fahrgesch\u00e4fte und eine aufblasbare Rutsche f\u00fcr die Kinder.<\/p>\n<p>Nach diesem Abend in der Stadt ist am n\u00e4chsten Tag der Kontrast zu Bogova, einem Dorf in den Bergen sehr stark. Es sind kaum Menschen auf den Stra\u00dfen, geschweige denn Touristen. W\u00e4hrend der ganzen Wanderung zum Wasserfall treffe ich kaum Menschen und genie\u00dfe mal richtig die Ruhe. Am Wasserfall angekommen ist es dann nicht mehr ganz so still, jedoch bin ich immer noch die einzige Person und kann den sch\u00f6nen Ausblick ganz in Ruhe genie\u00dfen. <\/p>\n<p>Meinen Aufenthalt in Berat lasse ich mir einem albanischen Bier und gef\u00fcllter Paprika nach traditioneller albanischer Art ausklingen. <\/p>\n<p>Stay tuned!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eigentlich war eine \u00dcbernachtung geplant. Nach 15 Minuten im Hostel wurden es dann zwei. Schon auf den ersten Blick hat mir Berat unglaublich gut gefallen. Es ist ruhig, ein breiter Fluss flie\u00dft durch die kleine Stadt und egal wohin ich schaue sehe ich Berge. 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