{"id":286,"date":"2018-04-11T12:00:35","date_gmt":"2018-04-11T10:00:35","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/kimintirana\/?p=286"},"modified":"2018-04-11T09:22:53","modified_gmt":"2018-04-11T07:22:53","slug":"ein-neuer-blickwinkel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/kimintirana\/2018\/04\/11\/ein-neuer-blickwinkel\/","title":{"rendered":"Ein neuer Blickwinkel"},"content":{"rendered":"<p>Orthodoxe Ostern und das n\u00e4chste lange Wochendene. Wie soll ich mich bei so vielen Feiertagen denn jemals an eine normale Woche gew\u00f6hnen? Aber wor\u00fcber beschwere ich  mich hier.<\/p>\n<p>Das Wetter war das ganze Wochendene \u00fcber wunderbar und das wird auch wohl in der Woche so bleiben. Mit 25-28\u00b0C ist der Sommer in Tirana angekommen. Und das im April.<\/p>\n<p>In diesen 3 freien Tagen habe ich eine andere Seite von Tirana kennengelernt. Ich m\u00f6chte das hier nicht bewerten, sondern euch auch an diesem Teil der Stadt teilhaben lassen.<\/p>\n<p>Zum ersten Mal bin ich so richtig dem Tourismus begegnet. Klar, Postkarten kann man hier schon in einigen (wenigen) L\u00e4den kaufen und, da Osterferien sind, habe ich auch einige Leute mit Stadtpl\u00e4nen in der Hand gesehen. Aber eine so eindeutige Ausrichtung auf den Tourismus, wie ich sie am Wochenende kennengelernt habe, habe ich noch nicht erlebt. <\/p>\n<p>Bei strahlendem Sonnenschein haben wir uns am Samstag auf den Weg gemacht und sind mit einer Seilbahn auf den Dajti, den Hausberg Tiranas, gefahren. W\u00e4hrend der Fahrt hatten wir einen sch\u00f6nen Blick auf Tirana in der Ferne und das l\u00e4ndliche Leben unter uns. Am besten gefallen hat mit wohl die Aussicht auf einen Mann, welcher seine Kuh an einer Leine hielt und neben ihr auf der Wiese lag.<br \/>\nDie Aussicht war super, aber oben angekommen f\u00fchlte es sich an, als w\u00e4ren wir in einer anderen Welt gelandet.<br \/>\nIm Gegensatz zur ruhigen Gondelfahrt war es hier laut, ich sah kaum Freifl\u00e4che und alles war irgendwie k\u00fcnstlich hergerichtet. Es gab H\u00fcpfburgen und Ponyreiten f\u00fcr Kinder, ein Hotel und die Wege waren gepflastert.<br \/>\nIch hatte mir das ganze anders vorgestellt, idyllischer, nat\u00fcrlicher und albanischer.<\/p>\n<p>Wir h\u00e4tten uns in jeder x-beliebigen Stadt befinden k\u00f6nnen. <\/p>\n<p>Ein \u00e4hnliches Gef\u00fchl hatte ich am Sonntag, den wir in einem Einkaufszentrum am Rande der Stadt verbracht haben. Ich kannte viele Marken, die dort ihre L\u00e4den hatten und das Geb\u00e4ude h\u00e4tte genau so gut in Deutschland oder jedem anderen Land stehen k\u00f6nnen. Es passte \u00fcberhaupt nicht ins Stadtbild.<br \/>\nHinzu kommt, dass viele Sachen vergleichsweise so teuer waren, dass es sich mit Sicherheit nicht jeder leisten kann, dort einkaufen zu gehen.<\/p>\n<p>Das fand ich sehr erschreckend, denn so hatte ich Tirana bisher nicht gesehen und es genossen, wie wenig touristisch es hier ist. Trotzdem war es spannend, die Stadt auch mal aus einer anderen Perspektive zu sehen.<\/p>\n<p>Stay tuned!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Orthodoxe Ostern und das n\u00e4chste lange Wochendene. Wie soll ich mich bei so vielen Feiertagen denn jemals an eine normale Woche gew\u00f6hnen? Aber wor\u00fcber beschwere ich mich hier. Das Wetter war das ganze Wochendene \u00fcber wunderbar und das wird auch wohl in der Woche so bleiben. Mit 25-28\u00b0C ist der Sommer in Tirana angekommen. 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