{"id":39,"date":"2011-05-15T23:13:26","date_gmt":"2011-05-15T21:13:26","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/kerstininchile\/?p=39"},"modified":"2011-05-15T23:13:26","modified_gmt":"2011-05-15T21:13:26","slug":"die-spinnen-die-chilenen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/kerstininchile\/2011\/05\/15\/die-spinnen-die-chilenen\/","title":{"rendered":"Die spinnen, die Chilenen"},"content":{"rendered":"<p>Es ist an der Zeit, mal ein paar Beobachtungen mitzuteilen, die ich w\u00e4hrend meiner Zeit hier so mache. Da die letzten beiden Wochenenden zur Abwechslung mal kein &#8222;gro\u00dfer&#8220; Ausflug anstand, m\u00f6chte ich nun von einigen Eigenheiten der Chilenen berichten.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Zun\u00e4chst etwas, was mich manchmal \u00e4rgert und manchmal am\u00fcsiert: Das st\u00e4ndige Angemachtwerden auf der Stra\u00dfe. Das passiert immer und \u00fcberall, M\u00e4nner jeden Alters, sogar vom Auto aus wird man angehupt. Letzteres finde ich pers\u00f6nlich am bl\u00f6dsten. Ansonsten bekommt man eben zu h\u00f6ren: &#8222;Que linda! Beautifuuuul!&#8220;, sehr gew\u00f6hnungsbed\u00fcrftig und ich bin recht froh, dass deutsche M\u00e4nner weniger aufdringlich sind! Sogar die Polizei l\u00e4sst sich das nicht nehmen. Samstag hatten Felipe (mein Tandem-Partner) und ich ein l\u00e4ngeres Gespr\u00e4ch mit zwei Carabineros, die geschickterweise gefragt haben, was denn &#8222;sch\u00f6ne Frau&#8220; auf deutsch hei\u00dft.<\/p>\n<p>Wo wir grade bei Polizei sind, Einsatzwagen von Polizei und Krankenwagen mit Blaulicht wird kein Platz gemacht, so wie wir das aus Deutschland kennen. Und der Verkehr hier hat es manchmal in sich, durchkommen ist gar nicht so einfach!<\/p>\n<p>Chilenen nehmen es mit schnellem, freundlichen Kundenservice nicht so genau. Bei meinem Supermarkt hier um die Ecke sind die Verk\u00e4uferinnen chronisch schlecht gelaunt. Und von wegen &#8222;Servicew\u00fcste Deutschland&#8220;, ich habe bei der Post geschlagene 30 Minuten gestanden, um zwei Briefe und 8 Postkarten abzuschicken. Bei unserer kleinen Post zu Hause, h\u00e4tte das vielleicht 5 Minuten gedauert. Aber ich durfte, als einer von zwei Kunden, erstmal 15 Minuten warten und wurde dann in 15 Minuten bedient. Auch an Kassen ist die Wartezeit manchmal erstaunlich. Mir wurde schon erz\u00e4hlt, dass die Chilenen f\u00fcr unfreundlichen Service bekannt sind und es in Argentinien deutlich besser sein soll.<\/p>\n<p>Dann das Geld: Erstmal ist das Umrechnen auf Euro absolut bl\u00f6d, weil man circa durch 700 teilen muss. Pesost\u00fccke sind nicht mal das Plastik wert, aus dem sie sind.\u00a0 In Superm\u00e4rkten kriegt man h\u00e4ufig nicht alles R\u00fcckgeld ausgezahlt, weil keiner die Pesos haben will. Die werden dann gespendet. Das habe ich am Anfang nicht ganz verstanden, weil die einen fragen, ob man denn spenden m\u00f6chte. Als ich dann eben einfach mal mit &#8222;Nein&#8220; geantwortet hab, wurde ich schon recht bl\u00f6d angeguckt \ud83d\ude09 Mittlerweile spende ich gro\u00dfz\u00fcgig die 3-4 Pesos!<\/p>\n<p>Mit der Zeit habe ich mich schon an den Anblick gew\u00f6hnt, aber eigentlich ist es doch recht erstaunlich, wie viele Stra\u00dfenhunde es gibt. Die sind tun nichts und leben eben ihr Leben auf der Stra\u00dfe. Daf\u00fcr sieht man aber erstaunlich wenig Schei\u00dfhaufen rumliegen. Das mag wohl daran liegen, dass Chilenen anscheinend einen Sauberkeitstick haben. Anders l\u00e4sst es sich nicht erkl\u00e4ren, dass es unglaublich viele Personen gibt, die die Gehwege renigen, st\u00e4ndig das Laub auffegen und sogar mit Wasser alles saubermachen.<\/p>\n<p>Das alles ist absolut nicht b\u00f6se gemeint meinerseits, sondern sind lediglich Feststellungen aus meinem Alltag, die mich eben am\u00fcsieren, aufregen und immer wieder erstaunen. Insgesamt macht es eben Spa\u00df, immer wieder solchen Eigenheiten zu begegnen!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist an der Zeit, mal ein paar Beobachtungen mitzuteilen, die ich w\u00e4hrend meiner Zeit hier so mache. 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