{"id":76,"date":"2024-07-11T19:24:52","date_gmt":"2024-07-11T17:24:52","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/kenzagoesplaces\/?p=76"},"modified":"2024-07-16T21:45:38","modified_gmt":"2024-07-16T19:45:38","slug":"nasenbaeren-und-sehr-viel-wasser","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/kenzagoesplaces\/2024\/07\/11\/nasenbaeren-und-sehr-viel-wasser\/","title":{"rendered":"Nasenb\u00e4ren und sehr viel Wasser"},"content":{"rendered":"<p>Den Juni verbrachte ich wieder mit sch\u00f6nen Aktivit\u00e4ten in und um Montevideo. Aufgrund der seltsamen Visumsregelungen in Uruguay, die daf\u00fcr sorgen, dass deutsche Staatsb\u00fcrger*innen sich immer nur 90 Tage im Land aufhalten d\u00fcrfen und es dann 24 Stunden verlassen m\u00fcssen, um es erneut wieder betreten zu k\u00f6nnen, verschlug es uns am zweiten Juniwochenende mal wieder nach Buenos Aires, da unser Patagonientrip zu diesem Zeitpunkt schon fast drei Monate her war. Das Wochenende war sch\u00f6n, aber zu kurz und etwas stressig. Die Bargeldsituation in Argentinien machte es uns nicht gerade einfach und so irrten wir erstmal den halben Samstag herum, um an etwas Geld zu kommen. Schlussendlich mussten wir bei Banco Patagonia Geld abheben, da alle Western Union Filialen entweder geschlossen oder nicht mehr genug Geld da hatten. Der Kurs war aber im Endeffekt gar nicht soo schlecht. Am n\u00e4chsten Tag trafen wir uns noch mit zwei anderen Freiwilligen aus Buenos Aires und verbrachten einige nette Stunden miteinander. Abends ging es dann mit der F\u00e4hre schon wieder zur\u00fcck nach Montevideo. Die Reise war dann doch etwas stressiger gewesen, als zun\u00e4chst angenommen.<\/p>\n<p>Die Wochen darauf verbrachten wir in Montevideo, wir testeten unter anderem verschiedene Caf\u00e9s aus, waren auf dem Geburtstag einer Praktikantin und bei einer Party f\u00fcr internationale Studierende und trafen uns zum Fu\u00dfballschauen. Von der Arbeit aus durften wir uns Ende Juni eine Ballettvorstellung von &#8222;Der Zauberer von Oz&#8220; anschauen, die extra f\u00fcr die Kinder aus den l\u00e4ndlichen Schulen (escuelas rurales) gezeigt wurde und die aus dem ganzen Land angereist sind.<\/p>\n<p>Die letzten zwei Wochen hatte ich einige Sachen zu tun, die f\u00fcr meinen Studiumsbeginn wichtig sind, so musste ich unter anderem meine Kurse w\u00e4hlen und Sprachtests und einen Mathetest absolvieren, der sich nach anderthalb Jahren ohne Schulunterricht schwieriger herausstellte, als ich gedacht h\u00e4tte. Zum Gl\u00fcck hatte ich hier aber genug Zeit, um mich in Ruhe um alles zu k\u00fcmmern.<\/p>\n<p>Am ersten Juliwochenende stand dann tats\u00e4chlich die letzte Reise w\u00e4hrend meines Freiwilligendienstes an. F\u00fcr Emil und mich ging es gemeinsam mit einer Freundin und einem Praktikanten aus Buenos Aires zu den Iguaz\u00fa-Wasserf\u00e4llen. Diese Reise wollten wir schon von Anfang an machen und jetzt hat es zum Gl\u00fcck noch geklappt. Wir nahmen wieder die F\u00e4hre nach Buenos Aires und verbrachten da noch den Tag im Ecoparque und im Restaurant, bevor es abends zum Flughafen ging. Leider erwischten wir das vermutlich k\u00e4lteste Wochenende des Jahres in der Gegend und so machten wir uns sonntags bei 14 Grad mit dem Bus auf zur brasilianischen Grenze. Nach der Passkontrolle mussten wir noch bis zum Parkeingang fahren, um die Tickets zu kaufen und anschlie\u00dfend einen weiteren Bus nehmen. Nach der langen Anreise bot sich ein toller Blick auf die Wasserf\u00e4lle, von denen die meisten auf der argentinischen Seite liegen und somit von Brasilien aus gut sichtbar sind. Leider regnete es auf dem Weg immer und immer st\u00e4rker und als wir schlie\u00dflich auf einem Steg unterhalb der Garganta del Diablo, dem gr\u00f6\u00dften Wasserfall, standen, waren wir leider komplett durchn\u00e4sst. Bl\u00f6d nur, dass wir eigentlich gerne noch in die brasilianische Stadt Foz fahren wollten. Das lie\u00dfen wir uns aber nicht verderben und so fuhren wir doch noch mit dem Bus dorthin, um eine richtig brasilianische Erfahrung zu machen, in eine Mall zu gehen. Wir hatten das Gef\u00fchl, die ganze Stadt verbrachte dort ihren Sonntag. Nach einem leckeren Essen und einem kurzen Schock, nachdem unsere Pullover, die wir \u00fcber die St\u00fchle gehangen hatten, verschwunden waren, weil die Reinigungskraft zu schnell war und sie schon in den Keller zu den Fundsachen gebracht hatte, g\u00f6nnten wir uns noch eine A\u00e7ai-Bowl und kauften im Supermarkt einen Kuchen und tropische Fr\u00fcchte, bevor wir ein Taxi zur\u00fcck auf die argentinische Seite nahmen.<\/p>\n<p>Montags hatte Nora, unsere Freundin, Geburtstag und so fr\u00fchst\u00fcckten wir ausgiebig, bevor es in den argentinischen Teil des Parks ging. Auch hier waren die Wasserf\u00e4lle, die wir diesmal teilweise von oben sehen konnten, sehr beeindruckend und wir verbrachten insgesamt sieben Stunden im park. Am Ende stie\u00df noch eine andere kulturweit-Freiwillige zu uns, mit der wir einen der Wege nochmal abliefen. W\u00e4hrenddessen kam sogar nochmal die Sonne heraus und wir konnten die vielen Regenb\u00f6gen \u00fcber den Cataratas bewundern. Auf dem Weg und an den Picknickstellen trafen wir auf eine Horde Nasenb\u00e4ren, die schon so sehr an die Menschen gew\u00f6hnt sind, dass sie sich einem ganz furchtlos n\u00e4hern. Am Ende verliefen wir uns leider ein bisschen im Park und wir fanden Ausgang zun\u00e4chst nicht auf Anhieb, was uns allerdings den Anblick von kleinen Affen, die das Hotel im Park hochkletterten, und einiger Tukane bescherte. Zur\u00fcck in Puerto Iguaz\u00fa kehrten wir noch in ein mexikanisches Restaurant ein.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Tag machten wir noch einen Spaziergang zum Dreil\u00e4ndereck, von dem aus man Paraguay und Brasilien sehen kann. Nach einem Mittagessen in der Stadt machten wir uns schon wieder auf zum Flughafen. Gegen 17.30 landeten wir wieder in Buenos Aires und Emil und ich begaben uns zur\u00fcck zum F\u00e4hrterminal. Nachdem wir ein letztes Mal die Migraci\u00f3n nach Uruguay durchlaufen hatten (gut, dass wir immer ohne Probleme reingelassen wurden&#8230;), mussten wir leider noch \u00fcber eine Stunde warten, da die F\u00e4hre versp\u00e4tet war. Gegen 1 Uhr nachts kamen wir endlich wieder in unserer Wohnung an.<\/p>\n<p>Alles in allem war der Trip wirklich wundersch\u00f6n und ich werde Argentinien sehr vermissen! Ich werde sicherlich wiederkommen und mir noch andere Landesteile anschauen.<\/p>\n<p>Jetzt sind es noch zweieinhalb Wochen, bis ich wieder zur\u00fcck nach Deutschland fliege, es wird bis dahin aber sicherlich nochmal ein Blogpost kommen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Den Juni verbrachte ich wieder mit sch\u00f6nen Aktivit\u00e4ten in und um Montevideo. 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