{"id":70,"date":"2024-06-06T21:34:51","date_gmt":"2024-06-06T19:34:51","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/kenzagoesplaces\/?p=70"},"modified":"2024-07-11T18:39:22","modified_gmt":"2024-07-11T16:39:22","slug":"kostenlose-snacks-schmecken-am-besten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/kenzagoesplaces\/2024\/06\/06\/kostenlose-snacks-schmecken-am-besten\/","title":{"rendered":"Kostenlose Snacks schmecken am besten"},"content":{"rendered":"<p>So langsam hat sich der Alltag hier eingependelt. Mit der Wohnung \u00e4rgern wir uns regelm\u00e4\u00dfig herum, mal geht die Gl\u00fchbirne im Bad kaputt, dann haben wir Schimmel an den W\u00e4nden, dann funktioniert das Deckenlicht im Schlafzimmer nicht mehr und so weiter&#8230; Etwas frustrierend bei fast 900 Euro Miete im Monat, aber hoffentlich erledigt sich das alles innerhalb der kommenden Tage. Abgesehen davon unternahmen wir die letzten Wochen wieder nette Dinge. Tats\u00e4chlich verschlug es uns recht schnell ein weiteres Mal in die Botschaft, da eine Pianistin dort ein Konzert gab und wir im Anschluss noch unfassbar leckeres Essen beim Sektempfang genie\u00dfen konnten. Zudem konnten wir mal wieder eine Plaketten-Verleihung beiwohnen, die diesmal im Rahmen des UNESCO-Weltdokumentenerbes an verschiedene montevideanische Institutionen wie das Centro de Fotograf\u00eda verliehen wurden. Das Ganze fand im Palacio Taranco statt, einem wundersch\u00f6nen Stadtpalast im franz\u00f6sischen Stil. Diesmal war aber leider kein Imbiss dabei&#8230;<\/p>\n<p>Wir besuchten einen Tag sp\u00e4ter das uruguayische Parlament, in dem regelm\u00e4\u00dfig F\u00fchrungen angeboten. Das Geb\u00e4ude ist sehr pomp\u00f6s und fast alle B\u00f6den sind aus Marmor. Dort konnten wir auch einen Blick auf die Originalversion der ersten Verfassung werfen, in einem Glaskasten nat\u00fcrlich!\u00a0 Ich kenne ja auch schon das argentinische Parlament, was sehr \u00e4hnlich aussieht, da kann sich der Bundestag auf jeden Fall etwas abschauen&#8230;<\/p>\n<p>Au\u00dferdem besuchten wir gemeinsam mit einer Freundin endlich Colonia del Sacramento, was wir eigentlich bereits im Oktober geplant hatten, dann aber irgendwie nicht dazu kamen. Die Busverbindungen dorthin sind von Montevideo aus sowieso besser. Colonia hat wirklich eine super sch\u00f6ne Altstadt, die durch die portugiesischen und spanischen Einfl\u00fcsse und aufgrund der Tatsache, dass es sich um die erste von den europ\u00e4ischen Kolonialherren gegr\u00fcndete Stadt auf uruguayischem Boden handelt, ganz und gar nicht mit anderen St\u00e4dten im Land zu vergleichen ist. F\u00fcr 150 Pesos (etwa 3,60 Euro) bekommt man eine Karte, mit der man Eintritt in fast alle Museen der Stadt bekommt, die sich mit verschiedenen Aspekten der Stadtgeschichte und auch Natur besch\u00e4ftigen. Mittags a\u00dfen wir mexikanisch und holten uns sp\u00e4ter noch eine Suppe, da es wirklich unerwartet kalt geworden war. An diesem Tag war ich bereits ziemlich erk\u00e4ltet, weshalb ich mir noch einen Schal kaufte. Die Tage darauf war ich leider nicht wirklich fit, aber nach viel Tee und Ausruhen geht es mir jetzt wieder gut. Es standen n\u00e4mlich noch zwei Kulturveranstaltungen auf dem Programm, montags ein Poetry-Slam in einer Bar, dem ich leider nur in der ersten H\u00e4lfte beiwohnen konnte, weil meine Nase dann leider doch nicht ganz so mitgemacht hat wie ich wollte, nichtsdestotrotz war es eine spannende Veranstaltung. Donnerstags ging es dann zu einer Lesung des Gedichtbandes &#8222;Arten zu sterben tragen&#8220; der deutsch-t\u00fcrkischen Autorin \u00d6zlem \u00d6zg\u00fcl D\u00fcndar, welcher von einem \u00dcbersetzerinnenkollektiv der Universidad de la Rep\u00fablica mit Unterst\u00fctzung des DAAD ins Spanische \u00fcbersetzt wurde. Bei der Lesung wurde sowohl das deutsche Original als auch die spanische \u00dcbersetzung pr\u00e4sentiert und es war sehr spannend zu sehen, wie die Lyrik in einer anderen Sprache umgesetzt wurde. Nat\u00fcrlich geht dabei auch oft etwas an Bedeutung verloren, deshalb fand ich die Arbeit der \u00dcbersetzerinnen sehr beeindruckend. Auch hier gab es danach einen <em>brindis\u00a0<\/em>(Imbiss), \u00fcber den wir uns nat\u00fcrlich sehr freuten \ud83d\ude09<\/p>\n<p>Ein Tag sp\u00e4ter bekamen wir spontan von unserer Chefin noch Karten f\u00fcr eine offene Probe des Sinfonieorchesters des Sodre-Theaters, das war ein sch\u00f6nes Vormittagsprogramm, bevor es zur Arbeit ging.<\/p>\n<p>Das Wochenende vom 1. auf den 2. Juni verbrachten wir zu dritt in Piri\u00e1polis, einem kleinen Badeort etwa 1,5 Stunden \u00f6stlich von Montevideo. Dort wollten wir eigentlich den Pan de Az\u00facar, einen der h\u00f6chsten H\u00fcgel (Ich sage extra nicht Berg&#8230;) in Uruguay besteigen. Aber irgendwie sollte es nicht sein. Samstags waren wir 5 Minuten zu sp\u00e4t am Beginn des Wanderweges und durften dann nicht mehr loslaufen und sonntags versuchten wir es nochmal, wurden allerdings nach 2 Minuten wandern wieder zur\u00fcck geholt, weil die lokale Feuerwehr aufgrund des Wetterberichts den Weg geschlossen hatte. Das war super schade und \u00e4rgerlich, aber was will man machen&#8230; Immerhin gab es unterhalb einen Tierpark, in dem wir uns etwas aufhalten konnten. Hier konnten wir sogar einen Jaguar und einen Puma so wie Capybaras und Nutrias und viele V\u00f6gel beobachten.<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 1rem\">Wir schauten uns auch noch das Castillo de Piria an, das von dem Stadtgr\u00fcnder Francisco Piria erbaut wurde und schlenderten sonst ein bisschen durch den Ort. Wir entdeckten eine mega g\u00fcnstige B\u00e4ckerei, wo wir uns mit Donuts eindeckten und samstagabends bestellten wir eine 1m lange K\u00e4sepizza, das gibt es hier oft als Angebot in den Pizzerien. Am n\u00e4chsten Morgen schlugen wir auch beim Fr\u00fchst\u00fccksbuffet im Hotel ordentlich zu. Abends ging es dann wieder zur\u00fcck nach Montevideo, wo wir noch unsere Reise zu den Iguaz\u00fa-Wasserf\u00e4llen Anfang Juli buchten, da freue ich mich schon sehr drauf!<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>So langsam hat sich der Alltag hier eingependelt. 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