{"id":66,"date":"2024-05-19T23:21:26","date_gmt":"2024-05-19T21:21:26","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/kenzagoesplaces\/?p=66"},"modified":"2024-06-06T20:48:26","modified_gmt":"2024-06-06T18:48:26","slug":"montevideo-ist-underrated","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/kenzagoesplaces\/2024\/05\/19\/montevideo-ist-underrated\/","title":{"rendered":"Montevideo ist underrated"},"content":{"rendered":"<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">Endlich mal wieder ein Lebenszeichen von mir! Durch den Umzug nach Montevideo komme ich jetzt erst wieder dazu, einen Blogartikel zu verfassen. Und die letzten Wochen waren auch wirklich mehr als abwechslungsreich. Nach fast zwei Wochen im Hostel mit ziemlich fragw\u00fcrdiger Ern\u00e4hrung aufgrund fehlender K\u00fcche konnten wir dann Anfang Mai endlich in das Airbnb einziehen. Die Wohnung ist klein, der Herd ist so semi-gut (Nudeln wurden eine ziemliche Matschepampe, weil das Wasser nicht richtig kochen kann) und die Miete viel zu teuer, aber die Lage ist top und es ist super ruhig, da wir in einem Wohnkomplex sind und deswegen nicht direkt an der Stra\u00dfe wohnen. Sobald wir in der Gro\u00dfstadt angekommen waren, h\u00e4uften sich auch schon die Besuche von anderen Freiwilligen, ist schon ziemlich praktisch einen Schlafplatz mitten in der Stadt zu haben.<\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><span style=\"font-size: 1rem\">Schon vom ersten Wochenende an genossen wir das Gro\u00dfstadtleben und die vielen M\u00f6glichkeiten, die sich hier bieten. Wir testeten zwei tolle Streetfoodmarkets aus, besichtigten ein paar Museen und gingen einmal zu einer Ballett-Vorstellung und ins Theater.<br \/>\n<\/span><span style=\"font-size: 1rem\">Die neue Arbeit gef\u00e4llt mir sehr. Unser B\u00fcro befindet sich jetzt im Bildungs- und Kulturministerium und wir teilen es mit den Kolleg*innen der Abteilung f\u00fcr internationale Kooperation. Rein f\u00fcr die UNESCO arbeitet lediglich Carmen, unsere Chefin, und es gibt noch den Generalsekret\u00e4r der Kommission, der allerdings auch f\u00fcr die Vizeministerin arbeitet. Das Geb\u00e4ude ist auch hierarchisch aufgebaut, wir im f\u00fcnften Stock, die Vizeministerin im achten und der Minister ganz oben im neunten Stock. Zu unseren Aufgaben geh\u00f6rten bisher das Abtelefonieren der uruguayischen UNESCO-Projektschulen, um die Kontaktdaten zu aktualisieren (eine gute \u00dcbung f\u00fcr das Spanisch), ein paar Instagramposts zu erstellen und wir waren sogar schon auf Gesch\u00e4ftsreise. Den 7. bis 9. Mai verbrachten wir n\u00e4mlich in Trinidad in der Mitte des Landes im UNESCO-Global Geopark \u201eGrutas del Palacio\u201c. Hier wurden einige Plaketten eingeweiht, die das \u201eRutas UNESCO\u201c Logo zeigen und Emil und ich wurden bereits vorgeschickt, damit die Plaketten angebracht werden konnten, bevor sie mittwochs feierlich enth\u00fcllt werden sollten. F\u00fcr uns war dieser Trip perfekt, da wir sowieso noch hinfahren wollten, um zwei weitere kulturweit-Freiwillige zu besuchen, die im Geopark arbeiten. So wurden sowohl unsere Fahrtkosten als auch unsere Verpflegung vor Ort vom Ministerium \u00fcbernommen. Am ersten Tag gab es au\u00dfer die \u00dcbergabe der Plaketten nicht viel zu tun und so wurden wir von einem Bekannten der beiden mit auf sein Campo (Feld) genommen. Den n\u00e4chsten Tag verbrachten wir dann bei den Grutas, um der Konferenz der Tourismusdirektor*innen der Regionen Uruguays beizuwohnen. Donnerstags fand dann das erste Geotourismustreffen im Land statt, bei der nicht nur der Tourismusminister, sondern auch der Intendente (vergleichbar mit einem Landrat) der Region Flores und auch Vertreter*innen von Geoparks in Mexiko, Chile und Spanien anwesend waren (letztere virtuell). Zudem gab es noch einen Vortrag einer Mitarbeiterin eines brasilianischen Geoparks, dem wir auf Portugiesisch lauschen durften. Man hat sogar so gut wie alles verstanden, brasilianisches Portugiesisch ist ziemlich \u00e4hnlich zum Spanischen, die Aussprache ist nur oft ungewohnt. Trinidad ist meiner Meinung nach die perfekte Uruguay-Erfahrung, mehr Gaucho-Lifestyle bekommt man nicht!<\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">Noch am selben Tag mussten wir uns schon wieder auf den R\u00fcckweg nach Montevideo machen, denn am n\u00e4chsten Tag hatten wir ein Treffen mit dem deutschen Botschafter. Hier waren sowohl vier kulturweit-Leute als auch verschiedene deutsche Praktikant*innen anwesend, die zum Beispiel aktuell an der Deutschen Schule, beim DAAD oder in der Botschaft selbst eingesetzt sind. Der Botschafter erz\u00e4hlte uns von seinem Lebensweg und beantwortete unsere Fragen zur Arbeit als Diplomat und \u00fcber die deutsch-uruguayischen Beziehungen. Mit der DAAD-Praktikantin verstand ich mich auf Anhieb sehr gut und wir verbrachten den restlichen Tag mit ihr und den beiden anderen Kulturweitlerinnen. Auch am n\u00e4chsten Tag traf ich mich nochmal mit ihr, um zur Playa Malv\u00edn zu fahren und montags nahm sie uns mit zum Stammtisch der Praktikant*innen der deutsch-uruguayischen Handelskammer. Mir war tats\u00e4chlich nicht bewusst, dass so viele Deutsche momentan in Montevideo leben, aber der Abend war super nett und wir f\u00fchrten interessante Gespr\u00e4che.<\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><span style=\"font-size: 1rem\">F\u00fcr Mittwoch hatten wir uns entschlossen, bei der Demo f\u00fcr Pal\u00e4stina mitzulaufen, die von der Intendencia bis zur Plaza Independencia ging. Das war eine sehr bewegende Erfahrung und die Solidarit\u00e4t und Anteilnahme auch in Form von Gedichten, die bei der Kundgebung vorgetragen wurden, hat mich sehr beeindruckt.<\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">Donnerstags w\u00e4hrend der Arbeitszeit wurden wir von einem Fahrer des Ministeriums (irgendwie ungewohnt, chauffiert zu werden) zum Palacio Taranco, einem wundersch\u00f6nen Stadtpalast, gebracht, um die R\u00e4umlichkeiten f\u00fcr ein Event kommenden Donnerstag zu inspizieren, bei dem wieder Plaketten verliehen werden. Tags darauf waren wir abends mit einigen der Praktikant*innen verabredet, um einen Geburtstag nachzufeiern, wir waren koreanisch essen und danach noch in einer Bar, in der ich das erste Mal Grappa Miel probiert habe, einen super leckeren Honig-Lik\u00f6r. Danach zog es uns sogar noch in den Club, wo wir bis f\u00fcnf Uhr morgens tanzen waren. Ich habe mich zwar immer noch nicht an die Ausgehzeiten gew\u00f6hnt, aber wir hatten auf jeden Fall eine gute Zeit und die M\u00fcdigkeit hielt sich tats\u00e4chlich in Grenzen. <\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">Das Wochenende lie\u00df ich aber ein wenig langsamer angehen und erledigte Eink\u00e4ufe auf dem Markt und im Supermarkt und kochte mir einen leckeren Nudelauflauf. Das ist wohl auch die beste Art, hier mit dem Herd Nudeln zu machen\u2026<\/span><\/p>\n<p>F\u00fcr Juli habe ich mich jetzt f\u00fcr das DELE-Sprachzertifikat C1 angemeldet. Ich bin noch nicht ganz \u00fcberzeugt davon, das locker zu schaffen, deswegen muss ich mich da auf jeden Fall noch viel ransetzen und \u00fcben\u2026 Aber wird schon, sind ja noch zwei Monate hin!<\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">Ich freue mich jedenfalls sehr auf die kommenden Wochen, da jetzt schon einige spannende Dinge anstehen. Die Entscheidung, nach Montevideo zu ziehen, bereue ich auf jeden Fall nicht! Ich finde, die Stadt ist total underrated, sie ist zum Besichtigen nicht so spannend, aber zum Leben wirklich toll!<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Endlich mal wieder ein Lebenszeichen von mir! Durch den Umzug nach Montevideo komme ich jetzt erst wieder dazu, einen Blogartikel zu verfassen. Und die letzten Wochen waren auch wirklich mehr als abwechslungsreich. Nach fast zwei Wochen im Hostel mit ziemlich fragw\u00fcrdiger Ern\u00e4hrung aufgrund fehlender K\u00fcche konnten wir dann Anfang Mai endlich in das Airbnb einziehen. 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