{"id":62,"date":"2024-03-31T19:33:24","date_gmt":"2024-03-31T17:33:24","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/kenzagoesplaces\/?p=62"},"modified":"2024-05-19T22:13:46","modified_gmt":"2024-05-19T20:13:46","slug":"zwei-tage-am-meer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/kenzagoesplaces\/2024\/03\/31\/zwei-tage-am-meer\/","title":{"rendered":"Zwei Tage am Meer"},"content":{"rendered":"<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">Meine Zeit hier in Fray Bentos neigt sich dem Ende zu. In drei Wochen werde ich bereits in Montevideo wohnen. Irgendwie ging das jetzt doch schneller als gedacht. Nach ewiger Suche haben wir endlich eine Wohnung gefunden, die einigerma\u00dfen bezahlbar ist und in einer mega Lage in dem sicheren, aber zentralen Stadtviertel Palermo nahe der Uferpromenade liegt. Sie ist ab dem 2. Mai beziehbar, deshalb verbringen wir die ersten Tage noch in einem Hostel direkt neben der NatCom. Aber das ist jetzt definitiv die beste L\u00f6sung. Von der Wohnung m\u00fcssen wir auch nur noch 20 Minuten zur Arbeit laufen, was meinen von unserem ewig langen Arbeitsweg hier in Fray Bentos geschundenen F\u00fc\u00dfen auf jeden Fall gut tun wird.<\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">Letztes Wochenende unternahm ich mit einer anderen Freiwilligen noch einen kleinen Trip an die K\u00fcste. Samstags waren wir auf dem 18. Geburtstag ihrer Gastschwester eingeladen und konnten diese kulturelle Erfahrung auch noch mitnehmen. So etwa konnten wir das obligatorische Fotoshooting mit der Torte miterleben.<\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">Nach einer Nacht in Nueva Helvecia machten wir uns am n\u00e4chsten Tag mittags auf nach Montevideo. Nach einem kurzen Schock, weil sie ihren Geldbeutel vergessen hatte und wir deswegen den Bus nach Colonia Valdense verpassten und die Tante der<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 <\/span>Gastfamilie uns deswegen schnell dorthin bringen mussten, sa\u00dfen wir dann zum Gl\u00fcck im Bus in Richtung Hauptstadt. Von dort sind es nur noch circa zwei Stunden Fahrt. Nach kurzem Umstieg im Tres Cruces Busbahnhof, wo wir uns mit Proviant eindeckten, stiegen wir dann in den Bus von Rutas del Sol, der uns ans Meer bringen sollte. Die Fahrt zog sich ziemlich, aber die Landschaft war dann doch etwas abwechslungsreicher als im Westen des Landes und so erreichten wir bei Einbruch der Dunkelheit das Terminal, von dem aus die Shuttle in den kleinen Ort fahren. Cabo Polonio ist ein kleines Dorf, das inmitten des gleichnamigen Nationalparks liegt und deswegen nur von den Anwohner*innen mit Privatautos angefahren werden darf. Alle anderen m\u00fcssen das safarifahrzeug\u00e4hnliche Shuttle nehmen, mit dem es dann quer durch die D\u00fcnen und den Wald \u00fcber den Strand geht. Allrad ist hier unabdingbar! In Cabo Polonio gibt es keine Stra\u00dfen, sondern nur Sandwege. Wir verliebten uns direkt in das s\u00fc\u00dfe \u00d6rtchen. Ganz so extrem, wie es in manchen Dokus und Reisef\u00fchrern dargestellt wird, ist es \u00fcbrigens nicht. Cabo Polonio ist zwar nicht an das \u00f6ffentliche Stromnetz angeschlossen, doch es gibt \u00fcberall und zu jeder Tageszeit Strom aus Solarpaneelen und flie\u00dfendes Wasser ist auch vorhanden. Wir \u00fcbernachteten in einem winzigen Hostel, in das Zimmer passte genau das Bett und mehr eigentlich auch nicht. Fr\u00fchst\u00fcck war sogar inklusive, was aufgrund der touristischen Preise und beschr\u00e4nkten Einkaufsm\u00f6glichkeiten im Ort auf jeden Fall von Vorteil war. Am n\u00e4chsten Tag erkundeten wir die Gegend, beobachteten die Seel\u00f6wen, die sich auf den Felsen vor dem Ort entspannen und sahen uns den Leuchtturm an, der aus unerkl\u00e4rlichen Gr\u00fcnden leider nur von donnerstags bis sonntags bestiegen werden kann. Nachmittags kletterten die Temperaturen wieder auf \u00fcber 25 Grad, weshalb wir den Rest des Tages am Strand verbrachten und baden gingen. Abends picknickten wir auf den Felsen vor den Seel\u00f6wen und schauten uns den Sonnenuntergang an. Die Ruhe in dem Ort aufgrund der fehlenden Autos und die Entspanntheit der Menschen waren auf jeden Fall eine wirklich sch\u00f6ne Auszeit.<\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">Den n\u00e4chsten Tag nutzten wir dazu, auszuschlafen und dann eine kleine Wanderung am Strand entlang zum Cerro de la buena vista (zu deutsch \u201eH\u00fcgel der sch\u00f6nen Aussicht\u201c) zu unternehmen. Diese war tats\u00e4chlich l\u00e4nger als gedacht, nach etwa anderthalb Stunden erreichten wir das zweite Cap, das die Bucht begrenzt und machten dort Mittagspause, bevor wir den H\u00fcgel hochkletterten. Von dort machten wir uns dann wieder auf den R\u00fcckweg, weil wir um 18 Uhr das Shuttle zur\u00fcck erwischen mussten. Ich musste schlie\u00dflich, anders als meine Mitfreiwillige, die noch ein paar Tage in Punta del Diablo angehangen hat, am n\u00e4chsten Tag wieder arbeiten. Hier befand ich mich schlie\u00dflich 440 km von Fray Bentos entfernt, f\u00fcr die ich wegen der gem\u00e4chlichen Busse im Land etwa elf Stunden brauchen sollte. Und so ging es zun\u00e4chst erst zur\u00fcck nach Montevideo, wo ich noch drei Stunden auf den n\u00e4chsten Bus warten musste. Ein n\u00e4chtlicher Aufenthalt in Tres Cruces ist aber gar kein Problem, weil die Menschen hier teilweise wirklich nachtaktiv sind. So haben die meisten Ticketschalter und viele Essensm\u00f6glichkeiten ge\u00f6ffnet und es herrscht noch reger Betrieb. Um 6:30 kam ich dann endlich wieder in Fray Bentos an und legte mich nochmal anderthalb Stunden hin, bevor es dann zur Arbeit ging. So hielt sich die M\u00fcdigkeit zum Gl\u00fcck in Grenzen. <\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">An diesem Tag lernte ich auch die Eltern meines Mitfreiwilligen kennen, die aktuell zu Besuch in Uruguay sind. Ich freute mich sehr dar\u00fcber und wir verbrachten die n\u00e4chsten zwei Tage mit ihnen und wurden sogar bekocht &lt;3 <\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">Seit Freitag bin ich wieder alleine, weil die drei gerade noch eine zehnt\u00e4gige Tour durch Uruguay machen. <\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">Gestern wurde ich spontan von Bekannten noch mit zur \u201eSemana de la cerveza\u201c (Bierwoche) nach Paysand\u00fa genommen. Dort gab es mehrere Konzerte und viele Essens- und Marktst\u00e4nde und wir verbrachten einen sch\u00f6nen Abend. Um 3:30 war ich dann wieder zuhause und schlief erstmal aus. Die n\u00e4chsten zwei Tage steht nichts an, was auch mal gut ist, um mich etwas auszuruhen und ein paar Haushaltssachen zu erledigen. <\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Meine Zeit hier in Fray Bentos neigt sich dem Ende zu. In drei Wochen werde ich bereits in Montevideo wohnen. Irgendwie ging das jetzt doch schneller als gedacht. 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