{"id":52,"date":"2024-02-17T01:52:45","date_gmt":"2024-02-17T00:52:45","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/kenzagoesplaces\/?p=52"},"modified":"2024-02-17T02:16:29","modified_gmt":"2024-02-17T01:16:29","slug":"karneval-in-montevideo-und-homezone-wiedersehen-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/kenzagoesplaces\/2024\/02\/17\/karneval-in-montevideo-und-homezone-wiedersehen-3\/","title":{"rendered":"Karneval in Montevideo und Homezone-Wiedersehen &lt;3"},"content":{"rendered":"<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">Diesmal hat es mich nicht lange in Fray Bentos gehalten. Momentan ist die Anzahl von Tourist*innen aber auch wirklich \u00fcberschaubar und auch sonst gibt es im Museum nicht wirklich viel zu tun. Die Hitze spielt hier sicherlich auch eine gro\u00dfe Rolle. Bei knapp 40 Grad und einer unglaublich hohen Luftfeuchtigkeit sind die meisten Leute nicht wirklich zu etwas zu gebrauchen. Auch bei uns im Haus, in dem wir keine Klimaanlage, sondern lediglich ein paar Deckenventilatoren haben, die vergeblich den ganzen Tag auf Hochtouren liefen, um uns ein bisschen frische Luft zu beschaffen, merkte man das allen an. So ging es freitagabends schon wieder weiter zum n\u00e4chsten Trip, wir verbrachten das Wochenende in Montevideo. Hier wollten wir uns den Karneval anschauen und gleichzeitig nochmal ein kleines Homezone-Wiedersehen mit den meisten anderen Freiwilligen aus Uruguay genie\u00dfen. Zwei werden schlie\u00dflich n\u00e4chste Woche schon wieder in Deutschland sein. Verr\u00fcckt, wenn ich dar\u00fcber nachdenke, dass bei mir jetzt fast auf den Tag genau Halbzeit ist. Die Zeit ging so schnell rum und gleichzeitig f\u00fchlt es sich an, als w\u00e4re ich schon ewig hier. <\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">Montevideo zeigte sich diesmal von einer deutlich besseren Seite als im September. Im Vergleich zu Fray Bentos und eigentlich jeder anderen Stadt in Uruguay ist man in Montevideo in einer anderen Welt. Es gibt Einkaufszentren, \u00d6PNV, viele Menschen, Kulturangebote und unz\u00e4hlige M\u00e4rkte, auf denen man ganze Tage verbringen kann. Den Freitagabend verbrachten wir auf der Stra\u00dfe Isla de Flores, auf der jedes Jahr der gro\u00dfe Karnevalsumzug \u201eDesfile de Llamadas\u201c stattfindet. Die Gruppen sind nicht so unterschiedlich wie in Deutschland, sondern immer gleich aufgebaut und unterscheiden sich nur durch die Farbe ihrer Kost\u00fcme und Accessoires. Wir konnten Sambat\u00e4nzerinnen aus dem ganzen Land bewundern und den Candombe-Trommlern lauschen. Interessant war auch der Teil der Gruppe, der aus P\u00e4rchen bestand, bei denen die Frau ein Kleid tr\u00e4gt, das an das 19. Jahrhundert erinnert und der Mann mit Stock und aufgeklebtem wei\u00dfem Bart auftritt. <\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">Samstags besichtigten wir das Museum zur Milit\u00e4rdiktatur in Uruguay und machten einen Abstecher ins Einkaufszentrum Punta Carretas im elegantesten Viertel Montevideos. Abends besuchten wir eine weitere Karnevalsveranstaltung, eine sogenannte Murga, die vergleichbar mit politischem Kabarett in Deutschland ist. Hier treten jedoch ganze Gruppen auf, die tanzend und singend aktuelle politische Themen kommentieren. Das war eine interessante Erfahrung, mangels Sprachkenntnissen im gesanglichen Kontext und detailliertem Wissen \u00fcber uruguayische Politik, verstand ich aber leider nicht so viel, wie ich gerne h\u00e4tte. Sonntags wurde zum Markttag und wir streiften \u00fcber die Feria Trist\u00e1n Narvaja, auf der alles M\u00f6gliche (und auch besonders viel Schrott) feilgeboten wurde. Wahrscheinlich h\u00e4tten wir hier auch einfach versuchen k\u00f6nnen, alten Krempel zu verkaufen. Es war viel los und das machte es mit einer so gro\u00dfen Gruppe gar nicht so einfach, zusammenzubleiben. Abends begaben wir uns wieder an die Rambla, wo wir ein paar Jugendlichen dabei zusahen, wie sie die Vorderr\u00e4der von ihren Fahrr\u00e4dern abmontierten und dann stundenlang Wheelies um einen Springbrunnen fuhren, in dem Kinder badeten. Gro\u00dfstadt at its best, in Fray Bentos gibt es sowas nicht\u2026 Wir g\u00f6nnten uns als Snack ein paar Churros, die an unz\u00e4hligen St\u00e4nden an der Uferpromenade verkauft werden. Die Stimmung am Strand war unfassbar sch\u00f6n und dadurch, dass der R\u00edo de la Plata so breit ist, wirkte es, als w\u00e4ren wir wirklich am Meer. <\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">Montevideo ohne schlechtes Wetter gibt es aber anscheinend nicht. Montags fing es nat\u00fcrlich an zu regnen, was aber bez\u00fcglich der Temperaturen nat\u00fcrlich nur von Vorteil war. Wir schauten uns noch das Mausoleum des Nationalhelden Jos\u00e9 Artigas an und zu dritt besuchten wir schlie\u00dflich noch das Museum \u00fcber den Flugzeugabsturz der uruguayischen Rugbymannschaft 1972. Unfassbar ber\u00fchrend und gut gemacht. Der Film \u00fcber das Ungl\u00fcck \u201eDie Schneegesellschaft\u201c (La sociedad de la nieve) ist auf jeden Fall eine absolute Empfehlung! Nach einem Snack in einem Caf\u00e9 ging es dann auch schon wieder zur\u00fcck nach Fray Bentos.<\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">Ich muss sagen, am liebsten w\u00e4re ich in Montevideo geblieben. Die M\u00f6glichkeiten, die man dort hat, sind wirklich nicht mit hier zu vergleichen\u2026 Aber ich werde bestimmt bald wiederkommen!<\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">In Fray Bentos hat es mittlerweile deutlich abgek\u00fchlt. Das macht den Alltag auf jeden Fall deutlich angenehmer. Obwohl wir in zwei Wochen leider schon wieder umziehen m\u00fcssen\u2026 Ich hoffe, das hat bald mal ein Ende. <\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">Ich kann aber sagen, dass ich es mir nicht vorstellen k\u00f6nnte, wie die meisten Freiwilligen jetzt schon wieder nach Deutschland zur\u00fcckzukehren. Daf\u00fcr f\u00fchlt sich mein Aufenthalt noch gar nicht komplett an. Ich freue mich auf die n\u00e4chsten Monate und bin gespannt, was noch so alles passieren wird.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Diesmal hat es mich nicht lange in Fray Bentos gehalten. Momentan ist die Anzahl von Tourist*innen aber auch wirklich \u00fcberschaubar und auch sonst gibt es im Museum nicht wirklich viel zu tun. Die Hitze spielt hier sicherlich auch eine gro\u00dfe Rolle. 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