20.01.2020 – Woche 1/5

Tja.
Das hab ich heute auf meinen Wochenplan geschrieben.
1/5
Weil so viele Wochen bin ich noch hier.
Heute auf den Tag 31 Tage.
Noch ein Monat.
Und plötzlich kommt es mir alles so lächerlich kurz vor
Und doch wie eine Ewigkeit.
Ich war die letzten Tage krank.
Husten, Schwindel, Schwächeerscheinungen
Auf Arbeit war ich trotzdem
Waren ja nur Ferien,
also Privatunterricht für die Schüler die Prüfungen haben…
Hab mich sonst so weit entspannt wie ich konnte
Hab viel mit LARP-Menschen in Deutschland telefoniert
Hab die Krankheit mit Hausmitteln bekmämpft

Und jetzt plötzlich so: Oh mann. Das ist halt echt nicht mehr lang hin bis ich wieder von hier weg bin. War vielleicht dumm, die Tage und Wochen zu zählen. Aber vielleicht hatte ich es auch einfach nötig.
Ich freu mich schon auf Zuhause.
Tut mir leid, wenn ihr Frühlingstemperaturen habt und euch Winter wünscht, ich freue mich, mal rausgehen zu können ohne bis über beide Ohren eingepackt zu sein. Vor allem ohne Atemmaske. Da freu ich mich wirklich drauf.
Grade überwiegt tatsächlich das nach-Hause-wollen… Aber das liegt auch an der Krankheit denk ich.

Da kann man jetzt sagen, dass 5 Wochen doch noch voll lang sind.
Nein.
Sind sie nicht.
Eine Woche ist gar nichts hier.
Ich dreh mich einmal um und die Arbeit ist vorbei, 5 Tage vergehen im Flug und so ein Wochenende ist sowieso nicht lang.

Aber ich weigere mich, jetzt schon in Abschlussstimmung zu verfallen!
Jetzt ist die Zeit gekommen, die ganzen Dinge zu tun, die ich noch nicht gemacht hab. Das Mark aus den Knochen dieser Stadt saugen. Das ist es, was ich tun will. Und niemand wird mich aufhalten.
Wer könnte auch, außer mir selbst.
Gut, dafür muss ich erst mal wieder vollständig gesund werden.
Aber direkt danach gehts los.
Hier ist die Liste an Dingen, die ich machen will, damit ich hier zufrieden abreisen kann:

  • Drei Museen ansehen (oder mehr)
  • den Zaisan Hügel sehen
  • Ein Theaterstück sehen
  • Ein Jurtenviertel sehen, wenn auch nur kurz
  • Was mit den Schülern unternehmen (außerhalb der Schule)
  • Wahlweise den Sonnenauf oder – untergang  von einem guten Beobachtungspunkt sehen

Nochmal aus der Stadt raus und zum Beispiel reiten muss ich nicht unbedingt. Aber ich würde auch nicht Nein sagen.

In diesem Sinne: Nimm dich in Acht, Ulan Bator! Ich bin noch nicht fertig mit dir!

Liebe Grüße aus Ulaanbaatar
Karl

Ein Gedanke zu „20.01.2020 – Woche 1/5

  1. Das Mark aus den Knochen dieser Stadt saugen. Grad einen Band expressionistischer Lyrik vertilgt oder was?
    Ich fürchte nicht… Cool! Da ist dann wohl ein neuer Bob Dylan geboren!

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