20.-24.09. Das Land erfahren – Aufs Land fahren – Teil 1

Da ist er also. Der lang aufgeschobene Reisebericht.

Erster Teil – Hin kommen

Die Begründung für diese Reise besteht eigentlich nur aus 2 Komponenten. 1) Meine Mitbewohner haben sie geplant und wollten mich mitnehmen, 2) Man kann in der Mongolei ab Wintereinbruch nicht mehr so wirklich gut reisen. Wintereinbruch, dass ist erschreckend bald. Also um Erlaubnis gefragt (Fragen kostet ja nichts), Erlaubnis bekommen und los gings.

Nach Mörön

Nach der bereits erwähnten Lesenacht ging es morgens um  6 Uhr zum Bus. Verschlafen wurde ein Sitzplatz gesucht und während der Bus die Stadt verlies, versuchte ich krampfhaft die Augen offen zu halten. Hügel beginnen vorbei zu ziehen. Sie sind braun und gelb und grün. Sie verändern sich nicht wirklich. Mir fallen die Augen zu.

Als ich aus seichtem Schlummer wieder erwache, hat sich die Landschaft nicht wirklich verändert. Die Farben sind gleich, die Landschaft ist gleich, nur die auftauchenden Herden unterscheiden sich. Ein Weilchen schaue ich noch hinaus, dann schlafe ich wieder ein.

Während der 14 Stunden Fahrt verändert sich die Aussicht nie wirklich. Das ungeübte Auge verliert sich in diesem gräsernen Meer. Aber gerade die Monotonie dieser Landschaft ist es, die die kleinen Dinge besonders macht.

„Zwei Motorräder neben einer Jurte, Oranggelbe Bäume, ein kleiner Fluss, eine einzelne Kuh, ein Reifen. Und irgendwann kommt man an.“ (Eintrag Abenteuerbuch, 20.9.2019)

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Interessant sind auch die Pausen. „Wir fahren ca. 2 Stunden, da hält der Bus. Pinkelpause denke ich, Frühstück denkt der Rest vom Bus. In einem markthallenartigen Gebäude, dass rings von nichts als leerem Land umgeben ist, isst man Fleischsalat mit Morcheln, Krautsalat, Dumplings, eingelegtes Gemüse und trinkt Milchtee. Das Bestellen funktioniert mit zeigen auf das Essen und dem inflationären Gebrauch von „Tim“ (Ja auf mongolisch) und Kopfschütteln, bzw Ugui (Nein auf mongolisch).“ (Eintrag Abenteuerbuch, 20.9.2019) ~ beide Begriffe phonetisch übersetzt

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Abschließend noch ein paar Worte zu den Straßen: „Der Bus ist auf einer Straße aus Ulan Bator raus und auf einer Straße nach Mörön rein. Aber dazwischen waren Strecken, die man nicht Straße nennen kann, ohne alle anderen Straßen zu beleidigen. Sandige Pisten, die sich wie das Geflecht eines Nervensystems durch die endlose Steppe ziehen. Nicht selten müssen Kuh-, Pferde- und Ziegenherden mit lautem Hupen vertrieben werden und wenn mal ein Weg nicht ausreicht, hält zur Not auch gleich die Wiese her.“ (Eintrag Abenteuerbuch, 20.9.2019)

Zwischenstation

In Mörön wurde übernachtet, am nächsten Tag weiter nach Khatgal. Wir übernachteten in Batas Gueshouse, nicht wirklich viel zu sagen. Außer, dass es sehr zu empfehlen ist.

Nach Khatgal

Die Fahrt von Mörön nach Khatgal gehört zu dem besten was mir an diesem Wochenende passiert ist. Auf Batas (der Inhaber des Hostels) Anraten nahmen wir uns einen Fahrer und das war die richtige Entscheidung. Wir haben bestimmt 5 mal angehalten, um die Landschaft zu betrachten, Fotos zu machen, die Luft zu atmen und sind trotzdem früher angekommen, als wenn wir mit dem Bus gefahren wären. Und der Fahrer war so cool. Ihm hat unsere Musik gefallen, also haben wir ihm Interpreten aufgeschrieben. Wir haben Studentenfutter und Wasser mit ihm geteilt und er hat dafür gesorgt, dass wir 300 statt 3.000 Tugrik Eintritt in den Nationalpark gezahlt haben. 3.000 für Touristen. 300 für Lehrer von einer mongolischen Schule. ^^

Credits für alle Fotos geht an Max

 

 

 

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